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Frisst Salz den Reifen auf?

Erstellt von Suzi-Q, 19.03.2012, 17:03 Uhr · 21 Antworten · 2.259 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Frisst Salz den Reifen auf?

    #1
    Ich fahre gerade den Michelin Pilot Road 3.
    Von Sept. bis Mitte November kam ich 3893km mit dem HR.
    Von Nov bis März kam ich aber nur 2680km HR.
    In den Wintermonaten konnte man ja nicht so stark am Kabel ziehen.
    Kann es sein, dass das Streusalz mit dazu beiträgt das der Reifenverschleiss höher ist?
    Könnte es mit dem höheren Silica-Anteil zusammenhängen?

  2. Registriert seit
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    Standard

    #2
    Ser's,

    Salz frisst keine Reifen - dem schmecken Hundepfoten besser.

    Aber: Durch die kalte Straße hastdu mehr Schlupf (der Reifen bewegt sich in der Aufstandsfläche um einige Prozent schneller als das Fahrzeug - 100% Schlupf ist durchdrehen).

    PS zwischendurch: Das mit dem Schlupf ist recht kompliziert, liegt unter anderem daran, dass ein Reifen nicht in einem Punkt am Boden aufliegt.

    Und durch den erhöhten Schlupf hast du auch erhöhte Abnützung.
    (Also auch bei nasser Straße, bei naßkalter noch mehr)

    Also nix Salz - Fahren frisst Reifen

    Liebe Grüße

    Wolfgang

  3. Registriert seit
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    Standard

    #3
    Bedingt richtig bei Beiden von Euch.
    Schlupf ist ein Thema. Streugut ein anderes dazu. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Straßen eisfrei zu halten. Zum Teil verwenden die Streuer Salzlösung, trockenes Salz, feuchtes Salz oder auch abstumpfendes Streugut mit Zusatz von Salzlösung. Das ist dann in der Regel ein feines Granulat oder Split, was auf der Straße liegt und dann wie Schleifkörper wirkt. Wenn dann alles zusammenkommt mit tiefen Temperaturen, körnigem Streugut und Schlupf am Reifen, dann wirkt das auf die Lauffläche wie ein Bandschleifer.

    Salz wirkt dann nicht chemisch abrassiv sondern nur mechanisch.

    Gruß
    Chris

  4. Registriert seit
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    902

    Standard

    #4
    Zitat Zitat von Kamener Beitrag anzeigen
    . Das ist dann in der Regel ein feines Granulat oder Split, was auf der Straße liegt und dann wie Schleifkörper wirkt. Wenn dann alles zusammenkommt mit tiefen Temperaturen, körnigem Streugut und Schlupf am Reifen, dann wirkt das auf die Lauffläche wie ein Bandschleifer.

    Salz wirkt dann nicht chemisch abrassiv sondern nur mechanisch.

    Gruß
    Chris

    Sorry das mag eventuell messbar sein aber in der Praxis völlig zu vernachlässigen.

    Ich möchte mal den Motorradfahrer sehen, der im Winter immer mit so viel Schlupf ständig fährt, dass der Reifen wie eine Bandschleifer ist und wenn dann macht der normale Asphalt das auch.

  5. Registriert seit
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    Standard

    #5
    Hi
    Demnach müsste ein Reifen auf einer vereisten Teflonfläche oder einer spiegelglatten Fläche relativ schnell verschleissen? Never in my life!
    Sehen wir den umgekehrten Fall: Gleitlager streben sozusagen einen maximalen Schlupf an. Dabei verschleissen sie dann schneller als ungeschmiert?
    Wenn ein Reifen auf Asphalt Schlupf hat, also sein Haltevermögen überschritten ist, dann gebe ich Dir Recht bei "verschleisst schneller".
    Vielleicht verschleisst er auch bei Schlupf auf Glatteis schneller als ohne Schlupf auf Glatteis.
    Aber den Abrieb bei Schlupf aufgrund Glätte(z.B. nass) mit der Situation ohne Schlupf auf trockenem Asphalt zu vergleichen halte ich für arg gewagt.

    Da gab es schon mal die Behauptung eines "Reifentechnikers" ein Reifen hätte optimalen Grip bei etwa 7% Schlupf. Zwei Physiker an der Uni Erlangen haben mir das so erklärt: Wenn der Reifen Schlupf hat, dann wird seine Oberfläche warm und er hat deshalb mehr Grip. Heizt Du den Reifen irgendwie anders auf (Lötlampe im Radkasten), dann hat er den gleichen Grip.
    Unter gleichen Bedingungen (Reifentemperatur, Strassentemperatur, Reifendruck, Strassenoberfläche, etc. ) hat der gerade eben nicht durchdrehende Reifen den max. Grip. Dreht er durch, steigt auf jeden Fall seine Temperatur und somit sind die Parameter verändert und die ergebnisse nicht vergleichbar.
    gerd

  6. Registriert seit
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    Standard

    #6
    Salz frißt keinen Reifen....die rechte Hand frißt Reifen

  7. Registriert seit
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    Standard

    #7
    Übrigens ist im Winter das Gummi deutlich härter, das vermindert (eigentlich) den Reifenverschleiß.

  8. Registriert seit
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    Standard Reifenverschleiß

    #8
    Das Verschleißverhalten eines Motorradreifens ist von mehreren Faktoren
    anhängig:

    1. Beschleunigungsverhalten des Operators (hier Fahrer)
    .. in den unteren Gängen beherzt am Kabel gezogen, erhöht den Verschleiß
    2. Beladung - mit oder ohne Sozia
    ... mit Sozia (Alternativ auch Gepäck) in den meisten Fällen weniger Reifenverschleiß
    3. Alter des Reifens - neue (frische) Reifen verschleißen schneller - im Umkehrschluss - alte Reifen halten unter gleichen Bedingungen länger.
    4. Straßenbelag - rau=mehr Verschleiß - glatt oder Nass=geringerer Verschleiß

    .... so ist das

    Wenn mein PiRo 3 auch keine 4000 km hält fliegt er runter und kommt nicht mehr drauf - oder doch nicht

    Ach! Watt fährste auch im Winter ...

  9. Registriert seit
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    Standard

    #9
    Zitat Zitat von assindia Beitrag anzeigen
    .. in den unteren Gängen beherzt am Kabel gezogen, erhöht den Verschleiß
    Wenn Du "die unteren Gänge" einfach streichst gebe ich Dir vollkommen Recht

    Gruß
    Berthold

  10. Registriert seit
    25.02.2009
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    Standard

    #10
    Zitat Zitat von beiker Beitrag anzeigen
    Wenn Du "die unteren Gänge" einfach streichst gebe ich Dir vollkommen Recht

    Gruß
    Berthold
    So ab dem 4. Gang ist es egal bei der Leistung einer GS ....

    Dann bist Du auch im Schwung und brauchst die Massenträgheit nicht mehr überwinden. Ährlich ...


 
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