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Kurventauglichkeit der GS

Erstellt von Ollli, 15.06.2010, 16:57 Uhr · 90 Antworten · 9.226 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Kurventauglichkeit der GS

    #1
    Hallo,

    ich hatte schon viele Bikes, Honda CX 500, Sevenfifty von Honda, MP3 derzeit, RD 350 vor 20 Jahren.

    Alle hatten was gemeinsam. Sie haben eine Reifendimension, die "Tourenreifen" zulässt. So konnte ich nie wie andere butterweiche klebrige Mischungen aufziehen, um auf die Bielerhöhe (Silvretta) mit dem Auspuff am Boden, etwas überzogen- ich weiß, fahren zu können. Deshalb dachte ich beim nächsten Motorrad einfach an eine, die 160/60 oder ähnliche Dimensionen hat, so dass ich bei der Reifenwahl nicht so eingeschränkt bin.
    Eine R BMW war also meine Wahl. .... bis mich jemand aus Wien anrief und mir riet, eine GS zu kaufen, da das der absolute Kurvenräuber sei.

    So, meine Frage an euch.
    Sind meine Bedenken, eine GS hat ja "nur" Stollenreifen oder harte Enduroreifen, überflüssig.
    Wo ordnet ihr die GS ein?
    Sind gute Reifen in den Endurodimensionen zu bekommen, die auch wirklich sportlich sind, also kleben wie Pattex?

    Ein Kollege von mir lässt seine Superduke runter bis das Ohr streift, natürlich mit Pirelli Supercorsa irgendwas, weich wie die Nasenspitze. Aber ich will halt auch ein Motorrad, wo meine Freundin sitzt wie Gott in Frankreich. Da komme ich an einer BMW nicht vorbei.

    So, nun erzählt mal. Ich muss noch etwas überzeugt werden.

    Danke euch

    Oliver

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    Standard

    #2
    Moin,

    in den meisten Fällen setzt der Fahrer die Grenzen, nicht der Reifen. Selbst mit den Pseudoenduroreifen ist es möglich "zu schleifen".

    Mir gefielen diese Dinger nie, weshalb ich auf GS-Straßenreifen zurückgegriffen haben, die für deine Ansprüche allemal ausreichen.

    ContiRA, PilotRoad ... seien als Beispiele genannt. To be continue.

  3. Registriert seit
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    Standard

    #3
    Zur Reifen wahl sage ich das für mich der Metzeler Tourance ein sehr guter Reifen ist.

    Fahre ihn seit 5 Jahren erst auf meiner 11er Gs dann auf 1150er.
    War neulich erst im Harz unterwegs,nen Kumpel mit seinem Supersportler hatte schwierigkeiten an mir dran zubleiben.
    Dazu kommt noch die langlebigkeit des Tourance, habe schon mal einen hinteren 15tkm gefahren.

    Bis dann

    Hubertus

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    Standard

    #4
    Conti TKC 80

    Das Motorrad setzt die Grenzen......weil meine ADV dann aussetzt.

  5. Registriert seit
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    298

    Standard nix GS...

    #5
    Wenns Dir primär ums Kurvenräubern und nicht ums Gelände geht dann ist die R eindeutig die bessere Wahl.
    Das Fahrwerk der GS leidet, wenn auch auf hohem Niveau, merklich unter den langen Federwegen, in Verbindung mit dem 180-er hinten liegt die R extrem stabil, erheblich stabiler als eine GS.
    Trotzdem ist sie sehr handlich.

    Allerdings ist die GS nochmal etwas handlicher, und die Sozia sitzt auf der GS auch besser (nicht dass sie auf der R schlecht sässe).

    Ich hab´mich kürzlich durch die ganze Palette (1200GS / R, 800 GS / R, Speed triple) getestet und bin letztlich an der 112-er R hängen geblieben.

    Ist aber halt alles Geschmackssache. Bevor Du eine Maschine mit Telelever in Erwägung ziehst würde ich erstmal probefahren, egal welche. Die Vorderradführung ist nicht jedermanns Sache.

    Ach ja, noch was: Ich will hier weder einen TKC 80 noch einen Tourance schlechtreden, aber was Haftung anbelangt liegen zwischen einem Tourance und einem CRA oder Z6 oder einem anderen Tourensportreifen Welten. Man kann zwar sogar mit einem TKC schnell sein, aber mit einem CRA kann man ganz sicher schneller sein (mit Betonung auf sicher)

    Gruss
    Michi

  6. LGW Gast

    Standard

    #6
    Wobei hier eine Grundlage der Fahrphysik gerade falschrum gedeutet wird: der breitere Reifen führt gerade dazu, dass man für die gleiche Kurvengeschwindigkeit eine größere "reale" Schräglage benötigt!

    D.h. mit dem schmalen Reifen liegst du zwar nicht so tief am Boden, kommst aber genauso schnell um die Kurve

    Aber gut, der eine misst so, der andere anders, jeder wie er mag. Ich bin ja Sonntag mit der Dakar mit einigen mitgefahren die es auf der GS ganz gut haben Krachen lassen, und auch wenn die R sicherlich mehr Räuberei möglich ist - mir hat das gereicht. Sowohl mit meiner Dakar, als auch das was ich bei den Kühen gesehen habe

    Die GS hat ein sehr gutmütiges Fahrwerk, das viele Fehler und Schwächen des Fahrers wegbügelt, ohne das er es merkt. Ob ein "guter" Fahrer auf einem Supersportler nun schneller wäre als ein "guter" Fahrer auf einer GS, das ist ein ewiges, philosophisches Rätsel das niemand wirklich jemals lösen wird, vor allem nicht unter Einhaltung der StVO und des gesunden Menschenverstandes.

    Mach' ne Probefahrt, dann weisst du ziemlich sofort, ob dir die GS zu "gemütlich" ist (denn genau das ist das Fahrwerk, taucht nicht, drückt nicht, meckert nicht - fährt einfach, und zwar da hin wo der Fahrer hin möchte) und dir die R dann eher zusagt.

    Denn letztlich ist es weder eine Frage des ominösen "Könnens" noch des Fahrwerks oder der Reifen, sondern von Spaß an der Freude - und auf dem "falschen" Motorrad hat die *keiner*!+

    Ansonsten kannst du ja auch auf die GS andere Reifen schnallen als Stollen- oder Endurotourenreifen, und hast somit durchaus eine gewisse Wahlfreiheit was die Klebwirkung angeht. Wobei bei normalen Temperaturen und Trockenheit auch ein Tourance recht gut auf der Straße pappt.

  7. Registriert seit
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    Standard

    #7
    Zitat Zitat von LGW Beitrag anzeigen
    Wobei hier eine Grundlage der Fahrphysik gerade falschrum gedeutet wird: der breitere Reifen führt gerade dazu, dass man für die gleiche Kurvengeschwindigkeit eine größere "reale" Schräglage benötigt!

    Ob ein "guter" Fahrer auf einem Supersportler nun schneller wäre als ein "guter" Fahrer auf einer GS, das ist ein ewiges, philosophisches Rätsel das niemand wirklich jemals lösen wird, vor allem nicht unter Einhaltung der StVO und des gesunden Menschenverstandes.

    .
    Hab´nie was anderes behauptet, das wäre auch gelogen .

    Aber ich denke es ist auch unbestritten, dass ein 180-er unterm Strich satter auf der Strasse liegt als ein 150-er oder 160-er. Hier bietet die flachere Reifenkontur auf Asphalt schon Vorteile.
    Ab welcher Breite das Ganze dann umschlägt wegen Aufstellmoment beim Bremsen etc. ist dann wieder eine andere Diskussion.

    Das philosophische Rätsel können wir glaube ich als gelöst betrachten. Bislang jedenfalls haben sich auf den Rennstrecken dieser Erde die Supersportler mit Endurofahrwerk und 150-er Reifen noch nicht so richtig durchsetzen können . Angesichts der S1000RR scheint da noch nicht mal mehr BMW dran zu glauben...
    Allerdings bleibt die StVO da aussen vor, da gebe ich Dir recht.

    Gruss
    Michi

  8. Registriert seit
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    Standard

    #8
    Zitat Zitat von GS-HUBSI Beitrag anzeigen
    Zur Reifen wahl sage ich das für mich der Metzeler Tourance ein sehr guter Reifen ist.

    Fahre ihn seit 5 Jahren erst auf meiner 11er Gs dann auf 1150er.
    War neulich erst im Harz unterwegs,nen Kumpel mit seinem Supersportler hatte schwierigkeiten an mir dran zubleiben.
    Dazu kommt noch die langlebigkeit des Tourance, habe schon mal einen hinteren 15tkm gefahren.

    Bis dann

    Hubertus
    ist schon wieder der erste april??

    nur mal so zur info:
    dein kumpel kann nur nicht fahren, das ist alles.

  9. Registriert seit
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    Standard

    #9

  10. Registriert seit
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    Standard

    #10
    Zitat Zitat von LGW Beitrag anzeigen
    ... Ich bin ja Sonntag mit der Dakar mit einigen mitgefahren die es auf der GS ganz gut haben Krachen lassen, und auch wenn die R sicherlich mehr Räuberei möglich ist - mir hat das gereicht. Sowohl mit meiner Dakar, als auch das was ich bei den Kühen gesehen habe ...
    vermutlich umspannt diese definition einen ziemlich großen bereich.
    wenn ich so bedenke, wie oft ich schon hinter leuten hergebummelt bin, die es nach eigener aussage "krachen ließen" ...




    und noch mal zum thema:
    der fredersteller fährt grad einen MP3 (roller?).
    da möchte ich mal dreist behaupten, dass es ihm eine GS im vergleich zu anderen moppeds eher leicht machen wird, die von ihm gewünschte fahrdynamik zu erreichen.
    allerdings wird das nicht direkt nach dem kauf der maschine abrufbar sein.

    wie oben vom bernd schon beschrieben ...
    der fahrer macht das tempo!
    aber die GS macht es ihm leicht dabei.
    bis zu einem gewissen grad.
    danach sind andere moppeds besser.


 
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