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Motorradreifentest durch Endverbraucher für Endverbraucher

Erstellt von Hansemann, 11.10.2010, 21:55 Uhr · 22 Antworten · 9.283 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Motorradreifentest durch Endverbraucher für Endverbraucher

    #1
    Der Internet-Reifenhändler Mopedreifen.de und Suzuki führen in der Zeit vom

    15.10. - 21.10.2010

    einen großen Reifentest durch. An und für sich nichts ungewöhnliches, solche Tests liest man über das Jahr verteilt in allen Zeitschriften, die sich dem Thema Motorradfahren verschrieben haben.

    Dieser Test ist aber was ganz besonderes, zumindest für mich und noch ein paar Andere!

    Ich darf nämlich da mitfahren ! Ohne journalistische Ausbildung oder Pulitzer-Preis und ohne, dass ich sowas öfter oder professionell mache, werde ich dann meine Eindrücke schildern, mal sehen was da so bei rauskommt...

    Getestet wird auf Suzuki Bandit 1250 und Suzuki GSX-R 1000.

    Die folgenden Reifen werden sich dabei meiner Schreibe stellen müssen:

    Bridgestone: BT016Pro, BT023
    Continental: Road Attack 2, Sport Attack
    Dunlop: Roadsmart, Sportsmart
    Metzeler: Z8 Interact, M5 Interact
    Michelin: Road 2, Power Pure
    Pirelli Angel ST, Diablo Rosso

    Die gibt es zwar nicht alle in den für die GS notwendigen Größen, den einen oder anderen aber schon...
    und für die mit 17"-Umbauten und die MM-Fahrer ist das vielleicht auch interessant ! Ich bin jedenfalls schon gespannt wie ein Flitzebogen, ob und wie sich die Eindrücke der anderen Tester von meinen unterscheiden...und ob ich überhaupt Unterschiede feststelle!

    Der Veranstalter hat uns schon mal im Vorfeld darauf hingewiesen, dass alle örtlichen Geschwindigkeits- und Verkehrsregeln einzuhalten sind.

    Auf jeden Fall freu ich mich schon sehr darauf, die anderen Tester kennen zu lernen und auf die Tour durch Deutschland, die Schweiz, Italien und auf die Rennstrecke in Mugello.

    Am Freitag geht's also los und die Vorfreude steigt.

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    Standard

    #2
    Na, dann bin ich mal auf Deine Testfahrten und Erfahrungen gespannt. Aber jetzt schon mal viel Spaß dabei

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    Standard Reifentest - erster Tag -

    #3
    Reifentest - erster Tag -
    Heute war der erste Tag vom Reifentest. Los ging's in Bensheim bei Suzuki in der Suzuki-Allee, die Straße heißt lustigerweise tatsächlich so. Zuerst ham die sich mal vorgestellt, Firmengeschichte vom Webstuhl zum Feuerstuhl, was sie sonst noch alles machen außer Autos und Motorrädern. Was ich nicht wusste, dass die sogar kleine Fertighäuser herstellen, werden zwar nicht bei uns verkauft, aber immerhin.
    Dann gab's ne Kurzeinweisung an den Motorrädern, Gebrauchsanleitung für Bedienungsanleitungs-Nicht-Leser...
    Suzuki hat acht GSF 1250 FA und vier GSX-R 1000 zur Verfügung gestellt, ich fahre bei den Bandits mit, nicht bei den Gebückten.
    Zur Überraschung aller Teilnehmer, hat dann Rukka die Fahrer mit Moppedklamotten aus ihrem Sortiment ausgestattet, nur mich nicht...na ja, zwei drei Andere haben auch nix gekriegt, weil die für die vorgesehenen Anzüge wie meiner in einem nicht aufgetauchten Karton waren.
    Dann ham wir noch Bewertungsbogen gekriegt und es ging los.
    Von Bensheim über Villingen-Schwenningen, zum Grenzübergang Schaffhausen bis zum Hotel „Rhodannenberg“ in Klöntal in der Schweiz. Tolle Strecken waren dabei, in der Schweiz ham wir's dann aber langsamer angehen lassen, die haben was gegen geringste Geschwindigkeitsüberschreitungen, nämlich irrsinnig hohe Geldbußen...
    Jetzt aber auch mal was zu den Reifentests:
    Die Motorräder sind bis auf Kleinigkeiten wie verschiedene Windschilder und mache haben Gepäck/Kofferträger montiert, ziemlich gleich. Auf jedem Mopped ist aber ein anderer Reifen montiert. Nach ungefähr 100 Kilometern wird angehalten, der Reifen bewertet und die Motorräder getauscht.
    Die ersten 4 Reifentypen hab ich heute schon gefahren, morgen kommen noch mal vier. Dann kann ich auch einen ersten Vergleich ziehen.
    Wobei, eines muss ich sagen, auch bei relativ gemütlicher und anständiger Fahrweise, fallen geringe Unterschiede auf! Hätte ich so nicht gedacht.
    Als erstes Zwischenergebnis seh ich mich aber in meiner Auffassung bestätigt, das Reifen Kopfsache sind. Alle 4 Reifensorten die ich gefahren habe, waren gut. Schwarz, rund und „babben“ haben also viel Grip auch in engen Kurven und beim Herausbeschleunigen. Alle Hinterreifen sind bis zur jeweiligen Kante schwarz, bzw. haben keinen Angstrand, wir hatten aber auch ein paar schöne kleine Serpentinchen dabei. An den Vorderrädern fehlt nochn bisschen, wird sich aber spätestens in Mugello geben.
    Ich hab mir den Spaß gegönnt und bin erst gefahren und hab erst beim Wechsel geschaut, was für einen Reifen ich gefahren habe. Klar kam da ne Überraschung bei rum, für meinen Tagesfavoriten von heute, hätte ich normalerweise noch nicht mal nach dem Preis gefragt, beim Fahren hab ich mich damit aber am „Wohlsten“ von allen 4 Paaren gefühlt und da waren heute schon Reifen von namhaften Herstellern dabei, die normalerweise in Tests ganz vorne sind. Welche Reifen das waren, verrate ich morgen, wenn ich auch die anderen malträtieren konnte.
    Ich hoffe ich kriege das irgendwie als Beitrag eingestellt, das Internet funzt hier nicht so dolle...

  4. Registriert seit
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    Standard Reifentest - zweiter Tag -

    #4
    Heute Morgen gings gleich mal richtig los! Nebel, der sich langsam zu einem Landregen auflöste. Also ungleiche Voraussetzungen, um Reifen zu vergleichen.
    Eitel wie ich nun mal bin, hab ich dann auch noch auf den letzten noch vorhandenen Rest Gore-Tex in meinen Klamotten gehofft. Da die anderen alle die RUKKA-Sachen hatten, wollte ich nicht als einziger mit Regenzeug antreten und hab das im Laufe des Tages bereut. Wobei die insgesamt doch trocken blieben, nur die nagelneuen BMW-Handschuhe waren selbst in den Fingerspitzen so nass, als ob vergessen worden wäre, die Membran einzuziehen. Das gibt noch Mecker wenn ich heimkomm!

    Das war irgendwann dann sehr unangenehm, vor allem als oben auf dem Bernina-Pass Schneeflocken durch die Luft tanzten und die Temperatur auf minus 3 Grad runterging. Ich hab leider den Schalter für die Heizgriffe an der Suzuki nicht gefunden, wahrscheinlich, weil da gar keiner dran ist.
    Ich will aber mal was zu Reifen schreiben, auch wenn ich heute wider Erwarten nur zwei weitere Reifen fahren konnte und noch immer zwei austehen, die kommen dann eben Morgen.
    Gestern habe ich als erstes den Bridgestone BT023 gefahren. Alle Reifen sind in der Dimension 180/55/17 hinten und 120/70/17 vorne.

    Hoppelala gings mir beim ersten Meter, bei der Ausfahrt vom Parkplatz durch den Kopf, der ist aber handlich und trotzdem lässt er sich ganz genau dirigieren ohne zu Wackeln, leider sind wir dann ziemlich schnell auf ne Autobahn gefahren und haben tüchtig Meter gemacht. Da kann man natürlich nicht so viel zu einem Reifen sagen, nur dass er Hochgeschwindigkeits-tauglich ist, nicht flattert, keine Geräusche macht und komfortabel abrollt.
    Was mir positiv aufgefallen ist, bei einigen Abschnitten mit Längsfräsung zeigte er sich völlig unbeeindruckt und zog weiter seine Spur, ohne dem Verlauf der Fräsung zu folgen und anzufangen rumzueiern. Die höchste gefahrene Geschwindigkeit war kurzzeitig 220 km/h, da ziehts einem auf der Bandit aber gewaltig die Ohren lang.
    Nächster Reifen war der Michelin Pilot Power, den konnte ich dann auf der Landstraße und kurvigem Geläuf auf 100 km testen. Der tat brav seine Arbeit, vermittelte in engen und in schnellen Kurven jederzeit ein sicheres Gefühl und wirkte beim Einlenken mindestens so Präzise wie der Brückenstein.
    Der dritte Reifen war wieder ein Michelin, der Pilot Road 2 CT. Der war etwas träger beim Einlenken als der Power und hat eine etwas höhere Eigendämpfung. Bei Geschwindigkeiten über 60 km/h verschwinden diese Eigenschaften aber und er lässt sich problemlos und sicher um schnelle Kurven fahren. Bei schnellen Richtungswechseln ist aber ein deutlicherer Lenkimpuls notwendig, als bei Power.
    Letzter Reifen gestern war der AVON Storm 2, für mich die absolute Überraschung. Der reagiert sehr exakt auf geringste Lenkimpulse, stellt sich beim Bremsen in Schräglage nicht auf. Längs überfahrene Bitumenstreifen führen nicht zu einem leichten seitlichen Versetzen, da ist der AVON unbeirrt dorthin unterwegs, wo ich ihn haben will. Gestern mein Favorit unter den vier Reifen, die wie gesagt alle 4 gut mit der Suzi harmonieren und sich wirklich nur in Details unterscheiden.
    Wobei die ersten vier Einschätzungen ausschließlich auf trockenen Straßen erfahren wurden.
    Heute dann, wie gesagt, Regenwetter. Kalte Hände. Beim Frühstück nur eine Scheibe Schinken abgekriegt, (die anderen waren eben schneller), denkbar ungünstige Voraussetzungen für etwas Produktives...
    Dann aber die erste Überraschung, der „Ich-bin-kein-Regenfahrer“ verliert so ein bisschen die Scheu vor nassen Straßen mit dem Conti Road Attack 2. Der stellt sich auch im Nassen kein bisschen auf beim Bremsen, fällt aber auch nicht unmotiviert in die Kurve hinein. Grip auf Nässe bis zu Schräglagen, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Natürlich nicht gleich, das hat sich gesteigert. Zu Anfang hab ich in Kurven immer so ein bisschen langsamer gemacht und auf den geraden Stücken dafür etwas mehr aufgezogen, um nicht den Anschluss zu verlieren. Da macht der CRA2 auch perfekt. Beschleunigen, Bremsen immer volle Kraftübertragung. Der Reifen war im Nassen „souverän“
    Glücklicherweise ist es dann abgetrocknet und auf der trockenen Fahrbahn hat er dann gezeigt, dass er mindestens genausogut ist, wie die Reifen von gestern, vom rein subjektiven Bauchgefühl hab ich mich prima aufgehoben gefühlt.
    Das ging mir mit dem zweiten Reifen, den ich heute gefahren habe, zunächst ganz anders:
    Deutliches Aufstellmoment beim Bremsen in Schräglage! Das hat dazu geführt, dass „Reinbremsen in die Kurve“ mit störrischem Verhalten beim Versuch nachzukorrigieren (z.B. wenn die Kurve enger wurde) beantwortet wurde. Das hat dazu geführt, dass die Geschwindigkeit vor der Kurve stimmen musste und „Ich-bin-kein-Regenfahrer“ wieder aktiviert wurde. Im Trockenen hat sich der Dunlop Roadsmart dann aber von seiner Sonnenseite gezeigt. Bis auf das Aufstellmoment beim Bremsen dem CRA2 völlig ebenbürtig. Und macht auch Spaß! Dann hat's wieder angefangen zu regnen und da das diesmal langsam begann, hab ich dann auch mehr und mehr Schräglage getraut als nach dem ersten Regen. Also wenn die Kurve enger wurde, oder ein Kanaldeckel im Weg war, statt zu bremsen tiefer runter oder einfach nen Schlenker gemacht, hat der einfach so mitgemacht.
    War ich baff und wurde mutiger. Der Dunlop hat zu keinem Zeitpunkt mehr gemeckert, außer wenn ich dann doch wieder in Schräglage gebremst hab, dann geht der einfach hoch. Ansonsten ganz, ganz dicht am CRA2, da kann man mit beiden gut leben und seinen Vorlieben für das Aufstellverhalten oder die Laufleistung oder den Preis nachgeben.
    Morgen krieg ich hoffentlich mal die Moppeds mit dem Pirelli Angel und dem Metzeler Z8, bin ich schon gespannt drauf, schließlich reden die Kollegen ja auch und man kann sich nicht mehr einfach aufs Mopped setzen und hinterher kucken, welche Schlappen montiert sind, gibt ja nicht mehr viel Auswahl.
    Gruß aus Italien
    Hans
    (Diesmal hat Moppedreifen.de ein feines Hotel ausgesucht, wäre von der Qualität, dem gebotenen Standard und den Unterbringungsmöglichkeiten auch für Forentreffen geeignet)

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    Standard

    #5
    Reifentest - dritter Tag -
    Auch dieser Tag fing mit Regen und Nebel an. Macht zu Anfang nur wenig Laune...
    Wir haben uns dann entschieden, wieder ne kleine Autobahnetappe in Richtung Mugello einzulegen, wenn wir schon nass werden, dann wenigstens nicht so lange.
    Auf halber Strecke kamen wir aus einem Tunnel raus und siehe da...Sonnenschein! Sofort runter von der „Autostrada“ und über kleine aber feine Passstraßen Richtung Rennstrecke.

    Heute morgen hab ich das Motorrad mit dem Metzeler Z8 Interact ergattert. Auf der Autobahn die derzeitige Messlatte. Der Motorrad mit dem Reifen liegt satt und komfortabel auf der Straße. Selbst bei starkem Regen ist der nicht aus der Ruhe zu bringen. Man kann an den Lenker schlagen, ne kleine Seitwärtsbewegung und die Maschine fängt sich sofort und fährt weiter in der bisherigen Spur. Auf dem kleinen Stück Landstraße bis zum Wechsel, hatte ich nicht den Eindruck, dass er träger einzulenken geht als Andere! Bei diesem Geradeauslauf hätte ich damit gerechnet, aber das Motorrad lässt sich mit dem Z8 trotzdem zielsicher und ohne besonderen Aufwand einlenken.
    In der Pause dann auf die einzige echte Bandit gewechselt, es gibt auch Motorradfahrer, denen ein unverkleidetes Mopped gefällt. Die anderen Bandits sind GSX 1250 FA. Die Bandit ist unverkleidet, die Bandit S hat die Halbschale und wir fahren die vollverkleidete Version, für meinen Geschmack die schönste der drei Schwestern. Auf der Bandit ohne S und ohne Verkleidung ist der Pirelli Angel ST montiert. Der ist sehr handlich beim Einlenken und hat auch kaum Aufstellneigung beim Bremsen in Schräglage. Wenn man lenkt, dann folgt er sehr präzise, wenn die Straße Unebenheiten hat, sind Lenkkorrekturen nötig. Auf engen Pässen ist der in seinem Element, nicht unbedingt nur ein Nischenreifen für einen besonderen Zweck, aber auf engwinkligem Geläuf zeigt er seine Stärken.
    Noch eine ungefähre Wiedergabe der Aussagen der Gixxer-Fahrer. Die haben 4 verschiedene Reifen auf Suzuki GSX-R 1000:
    - Michelin Power Pure
    - Bridgestone 016
    - Metzeler M5
    - Pirelli Diabolo Rosso

    Bei trockenem Wetter sind die auf der Landstraße wohl auf einem Niveau!

    Bei Regen gibt es wohl Unterschiede die aber von Fahrer zu Fahrer unterschiedlich empfunden und dargestellt werden. Rein optisch habe die Autobahnkilometer schon erste Anzeichen von Geradeausfahrt in die Konturen gezeichnet, außer beim Michelin Power Pure, der anscheinend auch im Regen ganz gut funktioniert.


    Nachdem ich nun alle acht Reifenmodelle auf der Bandit gefahren bin, hab ich natürlich auch schon so eine Idee, wie ich die sehen würde. Auf jeden Fall alle innerhalb einer Schulnote. Da ist nicht ein einziger dabei, dem man deutliches Abfallen ggü. den anderen Reifen unterstellen könnte. Klar gab es Rutscher, die aber allesamt auf die Fahrbahn zurückzuführen sind. Hier liegt schon Laub satt, manchmal überraschend. Die Straßenbauer schreiben auch manchmal „Sei zwei Männer“ in Englisch auf den Belag. Be two men liest sich halt manchmal überraschend aufregend. Das kommt immer mal vor. Alle Reifen hatten aber sofort wieder Grip und es ist bei keinem was passiert.

    Morgen geht’s jetzt auf die Rennstrecke in Mugello, da werden wir sehen, ob sich in dem abgesperrten Schonraum einer Rennstrecke, ohne möglichen Gegenverkehr, auf ausreichend breiten Fahrbahnen und Straßenbelag mit permanent guten Grip, deutlichere Unterschiede ergeben. Also beim Angasen in Schräglage, beim Einlenken auf der Bremse und beim Schräglagenwechsel...

    Dann kann ich vielleicht den langen Gesprächen der Gixxer auch mehr Details entlocken.

    Ah ja, heute sind wir fürstlich untergebracht ein Villenkomplex im Toskana-Stil, einfach nur geil

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    Standard Reifentest - vierter Tag - Rennstrecke Mugello

    #6
    Heute kann ich es kurz machen, zwei Sachen nur:

    1. G E I L

    2. es ist scheißegal welcher Reifen auf den Suzis montiert ist, der limitierende Faktor ist einwandfrei das Motorrad, bzw. die unteren Teile. Keine einzige hat mehr unbenutzte Metallnippel an den Fußrasten, alle haben den Hauptständer an der linken Seite angekratzt!

    Kein einziger Reifen hat Rutscher produziert, auch nicht bei den anderen Fahrern.

    was alles mit Reifen geht, haben die Instruktoren gezeigt. In der einen Gruppe fuhr einer, mit ner Bandit mit Bridgestone BT021 (Auslaufmodell, wird durch den auf einer Test-Bandit montierten BT 023 ersetzt) vor den Gixxern her, bei uns fuhr Herbert Kaufmann auf ner BMW R1200 RT (mit dem aktuellen Motor) auf nem Z 6 vorne her.

  7. Registriert seit
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    Standard

    #7
    Moin moin, schöner Testbericht von jemanden der eh objektiv ist, viel besser als die offiziellen und gekauften Tests

  8. Registriert seit
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    Standard

    #8
    Hallo Hansemann,

    danke für das Teilen deiner Eindrücke und die interessanten Einblicke.

    Ich freue mich schon auf ein detailliertes, abschließendes Fazit, denn bisher bestätigt dein Bericht ziemlich genau meine Wahrnehmung des Ist-Zustandes. Ich denke nämlich es gibt keine schlechten (Straßen-/ bzw. Tourensport-) Reifen mehr und der Normalfahrer kann die vorhandenen Marginalien, durch die sich die einzelnen Typen noch unterscheiden, kaum noch wahrnehmen.

    Letztlich muss man selbst fahren und ausprobieren. I.Ü. ist es bei den mittlerweile vorhandenen Preisunterschieden bei Reifentypen imho auch durchaus legitim, nach dem Preis (auch in Relation zur Laufleistung) zu kaufen... denn s.o. es gibt im Prinzip keine schlechten Reifen.

  9. Registriert seit
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    3.024

    Standard

    #9
    Zitat Zitat von Hansemann Beitrag anzeigen
    ......
    Heute dann, wie gesagt, Regenwetter. Kalte Hände. Beim Frühstück nur eine Scheibe Schinken abgekriegt, (die anderen waren eben schneller), denkbar ungünstige Voraussetzungen für etwas Produktives...
    Dann aber die erste Überraschung, der „Ich-bin-kein-Regenfahrer“ verliert so ein bisschen die Scheu vor nassen Straßen mit dem Conti Road Attack 2. Der stellt sich auch im Nassen kein bisschen auf beim Bremsen, fällt aber auch nicht unmotiviert in die Kurve hinein. Grip auf Nässe bis zu Schräglagen, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Natürlich nicht gleich, das hat sich gesteigert. Zu Anfang hab ich in Kurven immer so ein bisschen langsamer gemacht und auf den geraden Stücken dafür etwas mehr aufgezogen, um nicht den Anschluss zu verlieren. Da macht der CRA2 auch perfekt. Beschleunigen, Bremsen immer volle Kraftübertragung. Der Reifen war im Nassen „souverän“
    Glücklicherweise ist es dann abgetrocknet und auf der trockenen Fahrbahn hat er dann gezeigt, dass er mindestens genausogut ist, wie die Reifen von gestern, vom rein subjektiven Bauchgefühl hab ich mich prima aufgehoben gefühlt.
    ......
    Hai Hansemann,

    klasse Bericht

    Und es freut mich sehr, daß Du meine theoretische Recherche und anschließende Auswahl des RA2 so bestätigst

  10. Registriert seit
    04.09.2010
    Beiträge
    73

    Standard

    #10
    Selten einen so guten und kompetenten Bericht gelesen wie den von Hannemann!!!! Riiiiesenkompliment! Schon im Motorrad-Test war.s ja ganz ordentlich beschrieben, aber mer waaß ja niiie! Gut, sowas konkret nachzulesen!

    HaJü,
    danke für den Link zu diesem Beitrach! Außer, dass der RA2 vom Vershlice her shice sein soll, bin ich sehr gespannt auf den Schlappen! Abbä mer hat sich - wemmer schon ne GS faan muss - ja auf so einige abgängige Euronen eingestellt, gell?!?!?!

    Bis denndann,
    Henry


 
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