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Alleine Unterwegs

Erstellt von winnie59, 12.04.2010, 21:11 Uhr · 30 Antworten · 4.113 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard

    #11
    Zitat Zitat von qtreiber Beitrag anzeigen
    kann ich überhaupt nicht bestätigen. Gerade wenn man (ich) alleine unterwegs ist (bin) und es möchte, findet man (ich) schnell Kontakt zu anderen, auch Motorradfahrern. Habe aber teilweise gerne meine Ruhe.

    Stichwort "Biker", ich meide auf Alleintouren gerne die sog. Bikerhotels und buche mich wenn möglich/geöffnet in regionaltypische Gasthäuser ein. Der Zeltfreak bin ich nicht (mehr). In den Saison-Nebenzeiten ist meistens auch das "Klima" in den Motorradfahrerhotels in Ordnung, solange nicht zehn Motorräder und mehr davor stehen. Noch vor einigen Jahren hätte mich niemand freiwillig in ein "Bikerhotel" reinbekommen; hat sich in vielen - gottseidank - etwas geändert, weil auch dort zwischenzeitlich auf einen gewissen Standard wert gelegt wird. Die Motorradfahrer sind älter geworden.


    Abends ...wenn man will... unterhält man sich mit "normalen Gästen" und hört nicht immer nur die Heldentaten von Motorradfahrern. Genauso nervig - für mich ist es - ...immer wieder zu hören...: konnte gerade noch dem Auto ausweichen, welches mir auf meiner Spur entgegenkam..., hast du den Ölfleck gesehen, der im Scheitelpunkt der Kurve war, ... etc..


    Auch "normale Gäste" haben Tipps für Sehenswürdigkeiten parat.


    Ich finde es gut, wenn jeder seine eigenen Vorstellungen und Ansprüche verwirklichen kann.
    Dem ist eigtl. nichts hinzuzufügen, bis auf eins:
    Wenn ich unterwegs etwas für mich besonders "Schönes" entdecke und anhalte: DANN fehlt mir jemand, mit dem ich das gern teilen würde...
    So allein hab ich nämlich oft das Gefühl, vor Freude platzen zu müssen, weil ich mich nicht mitteilen kann.... bzw. auch das nonverbale Geniessen (ich weiß, bei Frauen eher selten )...!
    grüße petra

  2. bds
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    Standard Allein unterwegs

    #12
    Interessantes Thema - aber eigentlich nicht Motorrad spezifisch. Ob Wandern, Rennrad, Mountainbike oder eben Motorradfahren - es geht eigentlich darum, was man mit seiner "Tour" bezweckt. Habe beide Varianten ausgiebig getestet - die Bergtour alleine und dann alleine oben auf dem Gipfel - dieser Moment stiller Einkehr bei sich und Ausgeglichenheit von Körper, Geist und Seele ist mit anderen zusammen nicht zu haben. Wenn das Unternehmen länger dauert - also über mehrere Tage, dann stellt sich bei mir schon der Wunsch nach Gesellschaft ein. Das ganze auch nach dem Motto "geteilte Freude ist doppelte Freude". Die Erlebnisse des Tages werden gemeinsam bunter und vielfältiger, weil man eben auch andere Wahrnehmungen kennenlernt - und das freundschaftliche Gemeinschaftserlebnis ist auch ein Wert an und für sich. Es bereichert - Voraussetzung ist natürlich, dass die Chemie stimmt. Ein Urlaub mit einem A... wird vermutlich die Hölle . Daher wäre ich vorsichtig mit reinen Internetverabredungen - auch in einem Forum prinzipiell Gleichgesinnter und gleich Interessierter. Urlaub und Touren ist eine recht private Angelegenheit, außerdem müssen nach meiner Auffassung ein paar Tugenden dabei sein .. Verlässlichkeit und Ehrlichkeit an erster Stelle. Usw. usw. - wie gesagt, ein spannendes Thema.

  3. Registriert seit
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    Standard

    #13
    Zitat Zitat von Christian RA40XT Beitrag anzeigen

    Ich bin aber auch so nicht der Rudelfahrer..auch bei kleineren Touren fahre ich maximal zu dritt oder viert. Große Menschenansammlungen sind mir ein Graus....

    Ach, wie ich das nachvollziehen kann

    Wenn ihr (Ra40XT / McDubh) allein nach Schottland düst, wie seid ihr da untergekommen? Also primär mit Zelt oder habt ihr euch fast konsequent für irgendwelche "Häuser" entschieden, also B&B and co..

    Allein unterwegs zu sein, ist ein wunderschönes Erlebniss, aber es wird auf der Tour immer momente geben, in welchem man(n) sich seine liebsten Menschen an seiner Seite wünscht

    Grüße

  4. Registriert seit
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    Standard

    #14
    Zitat Zitat von Peter GS Beitrag anzeigen
    Wenn ihr (Ra40XT / McDubh) allein nach Schottland düst, wie seid ihr da untergekommen? Also primär mit Zelt oder habt ihr euch fast konsequent für irgendwie "Häuser" entschieden, also B&B and co..
    Also ich zelte nur.....Auch gerne ab und an mal abseits von Campingplätzen....

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    Standard

    #15
    Superinteressantes Thema, da ich gerne mal eine längere Tour (1-3 Monate) machen möchte, mir aber der Reisepartner fehlt.
    Alleine kommt man sehr viel eher in Kontakt, als in der Gruppe oder sogar zu zweit.
    Der Austausch bei "war das schön" bis "war das ätzend" dürfte fehlen, von ernsthaften Problemen ganz zu schweigen. Ist wohl Typfrage.

    Ich war mal eine Woche weg, ging schon, aber der Austausch fehlte.
    Einfach mal ausprobieren und klein anfangen?!

    Jan

  6. Registriert seit
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    Standard

    #16
    Zitat Zitat von Peter GS Beitrag anzeigen
    Ach, wie ich das nachvollziehen kann

    Wenn ihr (Ra40XT / McDubh) allein nach Schottland düst, wie seid ihr da untergekommen? Also primär mit Zelt oder habt ihr euch fast konsequent für irgendwelche "Häuser" entschieden, also B&B and co..

    Allein unterwegs zu sein, ist ein wunderschönes Erlebniss, aber es wird auf der Tour immer momente geben, in welchem man(n) sich seine liebsten Menschen an seiner Seite wünscht

    Grüße
    ich hatte immer ein Zelt dabei, aber gerade in Schottland auch meinen Youth Hostel Ausweis.... B&B nur in Notfällen.

    Mein Zelt war mir immer am liebsten, auch mal mitten in den Highland, einfach fantastisch! Den nächsten Farmer fragen und der gibt einem noch die besten TIps, und vereinzelt wurde ich morgens zum Frühstück eingeladen.

    ach ja, war schon klasse. Jetzt mit dem WoMo machen wir das ähnlich, aber das ist dann doch was anderes!

    Gruß und viel Spaß

  7. Registriert seit
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    Standard

    #17
    Bei ist es so, dass ich kein Problem habe mal 2 oder 3 Tage allein zu fahren, macht Spaß und ist ne gute Erfahrung, egal wohin, aber länger ist mir alleine zu langweilig, dafür quatsche ich zu gerne.
    Da fällt mir wieder ein Spruch meines Onkels ein:
    geteilte Freude, ist doppelte Freude.

    Tiger

  8. Registriert seit
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    52

    Daumen hoch allein unterwegs, Charaktersache meine Geschichte

    #18
    Ich bin 55 Jahre alt. Vor 11 Jahren bin ich Witwer geworden und begann den Motorrad FS zu erwerben. Ich bin heute wieder glücklich verheiratet. "Sie" fährt selbst...soweit zu den üblichen Lebensläufen.
    2007 bin ich erstmals notgedrungen alleine zu einem GS Treffen nach Norwegen gefahren. Alleine wollte ich da erst nicht hin. Leider hatte sich mein bester Freund kurz zuvor aus beruflichen Gründen verabschiedet, ich fuhr trotzdem los. Am Anfang war das so ein gemischtes Gefühl, aber ich wollte ja hin. Auf der Strecke von Bingen zur Fähre Kiel begann ich dann unterwegs ganz alleine für mich zu entscheiden, Dinge zu tun, die mich mein ganzes Leben unausgegoren begleiteten. Auf der Fähre nach Schweden lernte ich dann die ersten fremden Menschen kennen. Das war für mich ein echtes Erlebnis, mit Leuten zu sprechen, die so garnichts mit mir oder meinem persönlichen Umfeld zu tun hatten. Der ganze Reiseverlauf gestaltete sich derart, dass ich immer wieder Menschen kennenlernte, die mich ein Stück des Weges zwanglos begleiteten. Verbunden mit meiner ureigensten Entscheidungsfreiheit für den Augenblick und dem Gefühl, eigentlich gar nicht alleine zu sein, lernte ich in diesen 1 ½ Wochen was dies für mich persönlich bedeutet. Es ist ein herrliches Gefühl, alleine zu sein, ureigenste Bedürfnisse sofort und unmittelbar bedienen zu können ohne sich irgendwie erklären zu müssen. Dabei ist es scheißegal, ob du im Zelt oder Fünf- Sterne Hotel übernachtest, ob das Wetter schön oder schlecht ist. Meinen Kontakt nach Hause hatte ich nicht ganz abgeschaltet, so hat mir meine Frau das Fährticket nach Dänemark aufs Handy geschickt, das war eine liebe Geste, aber ich hätte auch die Muße gehabt, einen Tag drauf zu warten.
    Ich kam nach einer Marathonfahrt wieder zu Hause an, war für mich zufrieden und überglücklich - auch meine Familie wieder in den Arm nehmen zu können. Kaum ausgeschlafen hätte ich gleich wieder wegfahren können, aber das hebe ich mir für das nächste Frühjahr auf, da fahre ich – so Gott oder Allah will – 2 Monate durch Türkei und Iran.
    Ich glaube nicht, dass ich unterwegs alleine bin, aber ich bin frei … die Freiheit ist schon was Besonderes!!! Das habe ich unterwegs kennengelernt.

    Es sollte jeder für sich mal ausprobieren, das Gefühl danach ist entscheidend. Ich kann alleine und gemeinsam, das weiß ich jetzt umso mehr, und das ist gut so.
    Viele Grüße

  9. Registriert seit
    04.05.2009
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    593

    Standard erst einmal vielen Dank

    #19
    für die vielen doch sehr interessanten Beiträge. Auch ich war schon mal längere Zeit alleine unterwegs. Dabei habe ich so ziemlich die gleichen Erfahrungen wie ihr gemacht. Von super toll, nette Leute kennen gelernt bis zu Abendessen am Katzentisch in der Ecke war alles dabei.

    Ich bin dabei zu überlegen ob ich im September mal wieder alleine los ziehen oder mir doch lieber einen Reisepartner suchen soll. Momentan hätte ich eigentlich mehr Lust auf alleine los fahren und die Freiheit geniesen. Ich sehe das ähnlich wie jüppchen.

    Grüße Winfried

  10. Registriert seit
    02.09.2007
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    259

    Standard

    #20
    Wenn man offen für Kontakte ist (die ergeben sich mit dem Moped von ganz allein, ich bin immer wieder fasziniert, wie viele Leute mich auf Autobahntanken ansprechen) ist das wohl halb so schlimm.
    Danke für den informativen Beitrag von Jüppchen.

    Ri


 
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