Es ist Mittwoch morgen 8 Uhr die Sonne lacht und ich hab wiedererwarten ein wenig Zeit - also was liegt näher als diese Zeit für eine Tour zu nutzen - in dem Moment kommt auch schon Bettina mit ihrer neuen R 1200 GS um die Ecke so dass wir pünktlich aufbrechen können, den unser Ziel heisst heute "Erzberg" und der ist gute 300 km weg im schönen Kärnten.

Erzberg

?Gold für zehn Jahr', Silber für hundert Jahr' oder Eisen für immerdar? versprach der Wassermann den Leuten aus Erzberg und so wird nun seit ca 1171 vor Christus hier eisen abgebaut und so wies aussieht auch noch in den nächsten 10 bis 20 Jahren - der Wasserman kannte wohl keine Muldekipper und Riesenbagger.

Aber zrück zu unserer Tour - die ersten paar Kilometer führen uns aus Rosenheim hinaus am Chiemsee vorbei bis zum Waginger See von wo wir uns bei Tittmoning nach Österreich begeben in dem wir die Salzach überqueren, man merkt es bereits an der ersten Tankstelle dass man das Land verlassen hat, da die Preise mindestens 20 Cent unter unseren liegen und so werden in Obertrunn am gleichnamigen See erst mal die Tanks unsere beiden Kühe gefüllt bevor wir noch paar Kilometer bis zum Wallersee fahren um dort eine kleine Frühstückspause einzulegen.


Wallersee

Von dort gehts nach Steindorf wo wir trotz anderweitiger Navimeldungen gleich noch einen kleinen Berg via Schotterpiste erzwingen nur um oben festzustellen das Navi hatte recht hier gehts nimmer weiter aber was solls bekanntlich ist ja der Weg das Ziel und so fahren wir weiter zum Irrsee und von dort an den Mondsee und streifen noch kurz den Attersee ( diese Seenn warn auch bestandteil unserer Salzburgerseentour und sind immer eine Reise wert aber heute sind sie quasi nur Bewerk auf unserer Tour zum Erzberg.
Darum machen wir auch keine Fotos sondern lassen unsere Motorräder zügig durch die Kurven rund um die Seen wetzen bevor uns der Verkehr bei Bad Ischl wieder zu einem moderateren Tempo zwingt.

Kurz vor dem Hallstättersee biegen wir nach Bad Aussee ab und erreichen die Grenze zur Steiermark, bei Kanisch einem kleinen Ort mit vielen Mühlen legen wir an der Kanischtraun eine kurz Rast ein und geben uns ein wenig dem rauschen des Baches und den tönen der Natur hin, bevor wir wieder unsere Motoren zuhören.



70 kurvige Kilometer später erreichen wir Admont den Einstieg ins Naturschutzgebiet und Motorradparadies "Gesäuse" wir sehen schon von weitem die Stiftskirche und so ist es natürlich schon so gut wie obligatorisch da muss ich ein paar Fotos machen, dabei entdecken wir den Klostergarten mit seinen schattigen Bäumen und der Klosterschenke und so wird aus dem kurzen Fotostopp gleich die Mittagspause die wir mit leckerem Essen und lustigen Gesprächen gleich bis 15 Uhr ausdehen.


Admonter Stiftskirche vom Klostergarten aus

Jetzt gehts auf gut 30 km Kurve an Kurve durch den Nationalpark Gesäuse den die Strasse wurde genau dem Verlauf der Enns angepasst, was sie zu einer wahren Traumstrasse für Motorradfahrer macht. Bevor wir uns versehen sind wir dann auch schon am Ziel unserer Reise dem Erzberg und wie könnte die Ortschaft anders heissen als ebenfalls Erzberg. Hier sind natürlich auch ein paar Bilder von der gigantischen Abraumhalde und von der Mine notwendig bevor wir uns auf den Rückweg machen - leider haben wir die Rechnung ohne den Wirt gemacht und so wartet in Hieflau schon die Polizei auf uns der wir leider noch im Ortsbereich mit 81 km/h begegnen aber mit etwas zerknirschtem Gesicht und Bettinas frohlichem lächeln können wir uns auf eine Verwarnung von 35 euro pro Nase einigen und unseren Weg vortsetzen - mit paar guten Ratschlägen des Hr. Gandarmen im Gepäck.
Wir folgen also weiter dem Lauf der Enns bis nach Altenmarkt um über Weng das Gesäuse auch noch von der Rückseite zu sehen und den Nationalpark einmal zu umrunden.
In Liezen werden nocheinmal unsere tanks gefüllt - da bettinas GS schon wieder nach Futter schreit und meine nach gut 350 km seit der letzten Tränke auch schon kurz davor ist bevor wir die leider etwas stärker frequentierte Bundesstrasse B320 bis nach Radstadt nehmen bevor wir wieder ins Pongau abzweigen können wo wir wieder die herlichsten Kurven finden zu denen die Bergtäler einen Strassenbauer zwingen können.
So gegen 19 Uhr erreichen wir nachdem Bischofhofen erfolgreich und zügig durchquert wurde den Dienter Sattel der einen fantastischen Blick in der Abendsonne auf die immer noch teilweise mit Schnee bedeckten Berghänge des Steinernen Meeres erlaubt, das wir bei Saalfelden wieder verlassen um über Hochfilzen zum Pillersee Tal zu kommen, welches nocheinmal mit Kilometerlangen Doppel -S Kurven auf uns wartet. Bevor wir die Grenze bei Niederndorf erreichen wo wir nocheinmal günstigen Sprit bunkern bevor wir die Alpenrepublik wieder verlassen und uns in Nussdorf bei einem Abschlussbier noch gemütlich zu unterhalten.

http://picasaweb.google.de/lechnerm/Erzbergtour2008

Gruss Martin