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Autozug

Erstellt von Schonnie, 07.10.2009, 03:46 Uhr · 21 Antworten · 3.142 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Autozug

    #1
    Hallo,

    bin am überlegen, ob ich nächstes Jahr in Richtung Alpen anstatt mir die Reifen eckig zu fahren bis München mit dem Autozug reisen sollte.

    Nun stellt sich mir die Frage: Wie werden Kräder eigentlich dort transportiert?
    Stehen sie auf dem Hauptständer, der dann anschließend durch die Ruckelei vieleicht locker ist oder stehen sie auf den Rädern? Muss die Handbremse angezogen werden und das Bremssystem steht dann viele Stunden unter Dauerdruck?

    Werden sie ordentlich an Gabel und Hinterrad vierfach verzurrt? Bleibt das Gepäck am/auf dem Bike?

    Fragen über Fragen ....


    Gruß, Schonnie

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    #2

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    #3
    Moin,

    als Neuling ist es mehr oder weniger normal, dass man beim ersten mal sich viele Gedanken macht.

    Nach vielen Fahrten mit dem Autozug, fahre ich mein Motorrad auf den Anhänger, nehme meine Sachen mit und gehe sofort weg. Wie meine Q verzurrt wird, interessiert mich - nicht mehr - die Bohne. Habe geschätzte 25 Fahrten hinter mir und NIE irgendwelche Probleme erlebt; auch nicht bei anderen.


    Zu deinen Fragen:

    Die Motorräder werden auf dem Autoanhänger normalerweise in der unteren Etage transportiert. Beim Auffahren, schön klein machen und den Kopf unten lassen, damit man oben mit dem Helm nicht anstößt. Geht aber! Wenn es paßt stehen zwei Motorräder nebeneinander (Autospur); ist ein Motorrad zu breit, bekommt es einen Einzelplatz. Wird alles vom Bahnpersonal geregelt.

    Heute werden die Motorräder fast immer auf dem Seitenständer abgestellt. Wenn du es unbedingt möchtest, geht auch der Hauptständer; würde ich nicht empfehlen. Eine Bremse wird nicht aktiviert, der erste Gang bleibt (meistens) eingelegt. Die Motorräder werden vorne und hinten mit Bremsklötzen vor den Rädern zusätzlich gesichert.

    Wo am Motorrad die Verzurrgurte befestigt werden, richtet sich etwas nach dem Motorrad. Bei den Kühen fast immer vorne über die untere Gabelbrücke an den Standrohren und hinten am Rahmen/Fußrastenausleger. Vor der Abfahrt bekommst du kleine Schlaufen, die du selbst am Motorrad anlegen solltest, in die dann auf dem Zug die Gurte gezogen werden. Falls Hilfe benötigt wird, ist dies kein Problem. Die Verzurrer richten das schon. Lass die Jungs ihre Arbeit machen und gehe in der Zwischenzeit ein Bier trinken.

    Koffer und fest mit dem Motorrad verbundene Gepäckstücke können dort verbleiben. Gepäckspinnen sind als Befestigung nicht gerne gesehen, sondern wenn Gepäck, z.B. eine Gepäckrolle, auf dem Motorrad bleiben soll, sollte diese mit einem Gurt befestigt sein. Der Tankrucksack wird fast immer abgenommen. Es läßt sich aber alles regeln!

    Fahre ich mit dem Autozug habe ich immer meine zwei Seitenkoffer und einen kleinen Quicklock-TR dabei. Eine Innentasche ist so vorbereitet, dass ich nur diese + TR mit in das Abteil nehme. In den freigewordenen Koffer kommt mein Helm. Ich freue mich jedesmal, wenn ich mit einer Tasche unterwegs bin und andere Riesengepäckrollen, große Tankrucksäcke, Helme usw. schleppen.

    Am Zielbahnhof, die Verladebahnsteige liegen fast immer nicht am Abfahrts-/Ankunftsbahnsteig, auf die Lautsprecherdurchsagen hören und beim Runterfahren vom Zug wiederum den Kopf einziehen. Auch vorher, wenn du auf den Anhänger zu deinem Motorrad kletterst ist wegen der geringen Stehhöhe eine gebückte Haltung angesagt, zumindest für normalgewachsene Mitteleuropäer.


    Ich weiß, es ist bei einer Erstbesteigung nicht ganz einfach, aber mein Haupttipp ist und bleibt ...sich weniger Gedanken zu machen... und der Urlaub beginnt bereits am Bahnhof.


    Ein Bild, wo meine R auf einem Autoanhänger befestigt ist, hänge ich dran. Dort sind zumindest die Schlaufen der Bahn zu erkennen und die üblichen Befestigungspunkte. Wie geschrieben steht die Q auf dem Autozug fast immer auf dem Seitenständer.
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken anhaenger_01.jpg  

  4. Baumbart Gast

    Standard

    #4
    kann die Bahn von Berlin nur empfehlen, die einzig wirklich gute Autozug-Verbindung, fährt täglich um 23:30 ab, du kannst also völlig losgelöst planen und beginnst am ersten Urlaubstag Morgens um 7:00 Uhr in München Deine Tour.
    Auffahren geht sogar mit der Schrankwand, aber nur wenn kein Tankrucksack montiert ist und die Wampe noch nicht Fassmaße angenommen hat
    Das Mopped steht auf dem Seitenständer und wird sicher verzurrt, um die Belastung klein zu halten (schüttelt doch ziemlich unterwegs) nehme ich schwere Taschen mit in die Kajüte und fahre meinen Spritbunker fast leer drauf, 's muss gerade bis zur östereichischen Grenze reichen (ist aber mehr Aberglaube als Notwendigkeit).
    Am Bahnhof Wannsee ist der Service ziemlich ähm rudimentär, also Abendbrot mitnehmen nicht vergessen, Frühstücken kann man in München am Bahnhof (gibt auf der Verbindung kein Frühstück im Zug).

  5. Registriert seit
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    Standard

    #5
    Zum Verzurren und verpacken ist hier und in den anderen Threads dazu schon alles gesagt. Ich habe letztes Jahr zum ersten Mal den Autozug ausprobiert und das Mopped war dort wesentlich besser untergebracht als ich. Wenn Du über 1,90m bist, gibt es keinen Platz auf diesen Liegen, die Nacht fühlt sich an als würde ohne Unterlass jemand an deiner Liege rumrütteln. Nach 7 Stunden Halbschlaf war ich völlig gerädert als ich in München aus dem Zug geworfen wurde und die 300km ab dort nach Österreich ins Hotel waren echt gefährlich, weil mir 2 Mal die Augen fast zugefallen sind und ich trotz Kaffee etc. eigentlich nicht fahrtauglich war. Und das OHNE wie viele andere Gäste vorher im Autozug die Granate zu zünden und mich mit Bier und/oder Korn wegzuschießen.

    Ich werde nächstes Mal abends entspannt auf die Autobahn gehen, nach München (oder beliebige Destination) fahren und dort übernachten. Gut genächtigt und von einem vernünftigen Frühstück gestärkt kann ich dann am nächsten Morgen wieder 800 km in Angriff nehmen. Das ist nicht teurer und allemal gesünder als meine Autozug-Erfahrung.

  6. Registriert seit
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    #6
    Hi Schonnie,

    fahre bis Schleiz oder Hof über die Autobahn und dann nur noch über kleine Wege Richtung Süden..
    Da sind viele schöne Möglichkeiten unterwegs.
    So habe ich das diesen Sommer auch wieder gemacht.
    Hin über das Altmühltal und zurück die andere Seite über das Fichtelgebirge.
    Okay, An-und Abreise sind dann zwei Tage, aber es macht Spaß und bis München kommst Du am ersten Tag sicher.
    Es gibt auch eine feine Routen parallel zu den großen Bundesstraßen.
    Siehe Foto Nebenstrecke B20
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken bavaria_legal.jpg  

  7. Baumbart Gast

    Standard

    #7
    Okay, An-und Abreise sind dann zwei Tage, aber es macht Spaß und bis München kommst Du am ersten Tag sicher.
    und die zwei Tage fehlen in den Alpen / Italien / Frankreich...
    Deutsche Mittelgebirge kann man an jedem Wochenende haben. Meine Meinung. ICH schlafe ganz gut im Zug und hatte beim letzen Mal die erste Übernachtung am Passo Tonale - gut 24 h nachdem ich am Vortag das Büro verlassen hatte

  8. Registriert seit
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    #8
    Zum Seitenständer:
    Die Mopeds werden zwar auf dem Seitenständer abgestellt, beim Verzurren (zuerst links ein kleines bißchen, danach rechts kräftig) wird dieser jedoch entlastet. Meine GS stand nach dem Verzurren fast senkrecht; alle anderen Mopeds ebenfalls.

  9. bug
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    1.450

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    #9
    das Motorrad hat aber immer noch die 3-Punktlagerung (beide Reifen und Seitenständer) und steht absolut stabil.
    Außerdem sind die gelben Anker noch vor dem Vorderrad bzw. hinter dem Hinterrad.
    Im Gegensatz zum Bernd, bleiben wir immer beim Verzurren dabei und haben auch schon einige Lackschäden verhindert oder Bremsleitungen freigelegt. Klar, die Bahn ist versichert aber was nützt Dir die Versicherung der Bahn, wenn Du Dich am 1. Urlaubstag erst mal um Schadenregulierung kümmern mußt oder im Extremfall kein Motorrad zur Verfügung steht.
    Aber jeder, so wie er es mag.

  10. Registriert seit
    06.02.2008
    Beiträge
    288

    Standard

    #10
    Das mit dem gerüttel und geschüttel gilt aber nur für die Liegewagen. Im Schlafwagen ist es erheblich komfortabler


 
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