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Die kleine Ostseerunde von Berlin über Polen-Litauen- Schweden - Dänemark

Erstellt von ice-bear, 19.09.2013, 16:06 Uhr · 7 Antworten · 1.083 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Die kleine Ostseerunde von Berlin über Polen-Litauen- Schweden - Dänemark

    #1
    Hallo Fangemeinde,
    hoffe noch auf den " Goldenen Oktober " und möchte gerne eine kleine Ostseerunde starten.
    Start und Ziel ist Berlin , von da aus nach Polen mit Übernachtung in Wladyslawowo. Nächsten Tag weiter nach Litauen zum Hafen nach Kalipeda .
    Überfahrt mit der Fähre nach Schweden, Ankunft in Karlshamn.
    Von da aus über die Öresundbrücke nach Dänemark und dann zurück nach Berlin.
    Dauer der Tour sind 4-5 Tage.
    So ist die grobe Vorstellung, es fehlen mir halt noch Streckenvorschläge für die Fahrt von Schweden nach Dänemark,
    z.b. ob die Brücke wirklich Sinn macht oder doch lieber weiträumig umfahren und dann mit einer Fähre, wo ist Schotter , wo Asphalt, Sehenswürdigkeiten usw., auf was sollte man achten in den Skandinavischen Ländern ??
    Bestückt sind wir
    -mit zwei GS (1150 + 1200 )
    -mit Ausdauer ( Tagestouren zwischen 500 Km und 800 km sind kein Problem ),
    -Ohne Zelt und ohne Schlafsack
    -TOMTOM Rider 2013 ( zwecks Tourenvorschläge )
    Vielen Dank im voraus für eure Hilfe , Tips und Infos
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken 20130919_115638.jpg  

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    #2
    Hi,

    wir waren gerade Mittsommernacht da. Die Öresund-Brücke lohnt sich, ist aber oft böiger Seitenwind.

    Schweden, ihr wollt scheinbar die Europastraße fahren, ist in dem Teil eher flach und langweilig. Die Hansestäde Ystadt und Malmö lohnen einen Abstecher.

    In Schweden und Dänemark sind die Strafen recht saftig. Auch wenn die Uniformträger höflich und freundlich sind, Diskussionen sind sinnlos. Die kontrollieren auch schon mal 20km im Nirgendwo, sprich, irgendwo in der Pampa.

    Schweden kriegen Angstzustände, wenn Du dort wie hier üblich oder noch besser, wie in Südeuropa üblich, auf der Landstraße überholst. Kann sein, dass Du dann in eine Lichtorgel des Gegenverkehrs guckst.

    Viele Landstraßen haben einen relativ breiten "Pannenstreifen" auf beiden Seiten, dahin weicht man aus, wenn man überholt wird (durch Blinken ankündigen) damit der Überholer nicht in den Gegenverkehr muß. Allerdings gibt es auch in Schweden Leute die gerade ihre Steuern bezahlt haben und die stur links bleiben.

    Warnschilder vor Elchen sind kein Witz. Den Zusammenstoß mit einem ausgewachsenen Elchbullen (rund 2 Tonnen) überlebst Du nicht, der Elch schon eher. Da die Viecher keine natürlichen Feinde in Schweden haben, bleiben die auch schon mal auf der Gasse stehen und sind mit nichts zu bewegen.

    Bier heißt Öl in Schweden, es gibt unter anderem Mellan-Öl, Bier mit bis zu 3,5 Umdrehungen und Starköl, in etwas wie deutsches, Mellan-Öl bekommst Du fast überall (Restaurants, Supermärkte, etc.) Stark-Öl ist schon schwieriger und teuerer. Richtigen Alkohol nur im staatlichen Verkauf.

    In Schweden wird viel ge- tak- t. Tack/tak heißt Danke und Schweden bedanken sich für alles, für wirklich alles. Also wer höflich ist, sagt bei jeder Gelegenheit tak. Vielen Dank heißt dann Tack sa mycket Ausgesprochen in etwa wie Tak se mücke.

    Mit Deutsch und Englisch kommst Du in Schweden gut durch. Englisch können praktisch alle, wegen der Filme im Fernsehen und Deutsch von der Schule, gerade bei den Älteren war es erste Fremdsprache. Auch in Dänemark kommst Du mit beidem weiter.

    Mehr fällt mir gerade nicht ein.

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    #3
    @c-treiber, tak für diese Tips, wir werden Sie in der Tat umsetzen.
    Die Europastr. wollte ich eigentlich meiden, da ich mir dachte das die ziemlich eintönig ist. Die angezeigte Route sollte nur die ungefähre Lage der Tour anzeigen.
    Also was ist reizvoller oder anspruchsvoller, oberhalb oder unterhalb der Europastr. ???

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    #4
    Zitat Zitat von ice-bear Beitrag anzeigen
    @c-treiber, tak für diese Tips, wir werden Sie in der Tat umsetzen.
    Die Europastr. wollte ich eigentlich meiden, da ich mir dachte das die ziemlich eintönig ist. Die angezeigte Route sollte nur die ungefähre Lage der Tour anzeigen.
    Also was ist reizvoller oder anspruchsvoller, oberhalb oder unterhalb der Europastr. ???
    Wie soll ich es erklären?

    Auf einer Fläche, die ein Drittel größer ist als Deutschland, lebt etwa ein neuntel der deutschen Bevölkerung. Davon lebt mehr als die Hälfte in dem Bereich südlich von Stockholm, was 40% der Landesfläche entspricht. Also in etwa die Bevölkerung des Großraums Berlin auf der Fläche der ehemaligen BRD. Ist immer noch wenig, aber halt sehr zersidelt (Obst- und Kornkammer Skandinaviens).

    Südschweden ist bis auf ein paar Hügel in Skane (Schonen) flach. Nördlich der Europastraße fährst Du viel durch Wald und Felder mit kleinen Dörfern und Höfen, die Straßen gehen oft Kilometer nur geradeaus, dafür ist dort nix los auf der Straße, An der Küste fährst Du halt von Ort zu Ort, es gibt ein paar mehr Kurven, weil die Straße oft dem Küstenverlauf folgt. Highlight sind sicher die unbefestigten Waldwege, die Du großteils befahren darfst.

    In Schweden gilt das Jedermanns-Recht. Du darfst überall, auch auf unbefriededem Privatgrund, eine Nacht Dein Zelt aufschlagen oder Deinen Schlafsack ausrollen. Deinen Müll solltest Du aber auf jeden Fall mitnehmen.

    Weiterhin, Restaurants und Kneipen sind längst nicht so verbreitet wie bei uns und sehr teuer. Was damit zusammen hängt, dass auch die Wirte im staatlichen Alkoholverkauf einkaufen müssen und die selben Preise zahlen wie der Normalbürger.

    Ein Abstecher lohnt noch, das ist Lund (etwas nördlich von Malmö) eine Studentenstadt, in der ein wenig mehr los ist und deren Altstad wirklich schön ist. Skane Djurpark lohnt auch für einen Nachmittagsabstecher.

    Schweden haben zudem ein etwas anderes Verhältnis zu Entfernungen. "Am" oder "Bei" als Ortsbezeichnung, das können dann schon mal locker 20-30km sein. Die Entfernungs-Angabe in Meilen in Skandinavien, wird auch gerne von Einheimischen benutzt, um Leute zu foppen, 1 schwedische Meile = 10.000m.

    In Schweden ist die Begrüßun "hey" gängig bwz "hey do" (wird sicher anders geschrieben aber so gesprochen), was in etwa unserem "Hallo" und "Tschüß" oder dem italienischen "Ciao" entspricht. Also eine etwas saloppere Form der Anrede. Mir haben sich Schweden bisher nur mit ihrem Vornamen vorgestellt, nie mit ihrem Familiennamen, was bei größeren Ansammlung manchmal schwierig wird.

    Aber um auf Deine ursprüngliche Frage zurück zu kommen, ich bevorzuge in Südschweden (und nur den Teil von Schweden kenne ich halbwegs) die Straßen in Küstennähe. Es ist einfach etwas abwechslungsreicher als 30km geradeaus durch den Wald zu fahren.

    Mal zwei Bilder von der Örseundbrücke (kann man nur von Schweden aus ohne größere Umstände fotografieren.)

    010.jpg015.jpg

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    #5
    Ha ich letztes Jahr gerad noch ne Woche gemacht-allerding andersrum Von Rostock nach Trelleborg mit der Fähre (das erste und LETZTE Mal Scandlines ! ) und dann schön gerade so am Wasser lang Richtung Karlskrona -den ganzen Tag in aller Ruhe . . . Unterkünfte buche ich nie-in Schweden und Norwegen nehme ich grundsätzlich Hütten auf'm Campingplatz ! Karlskrona und Umgebung angesehen und 2 Tage später mit der Fähre nach Danzig (fahre eigentlich immer über Nacht dann kommt man morgens an und hat den ganzen Tag !) Da war leider Regen-hätte mir gern Danzig angesehen und so blieb uns nichts anderes übrig als zu fahren: wieder eng an der Ostseeküste geblieben-die alten (und mittlerweile schon wieder toprestaurierten) Kurstädte Köslin (da schien schon wieder die Sonne) und Kolberg durchfahren -Übernachtung auf Campingplatz,Hütte mit allem 35,- Nächsten Tag dann weiter an der Küste lang nach Schweinemünde-Übernachtung auf Usedom und dann wieder nach Haus. . . Alles in allem ne schöne Minitour die man aber jederzeit erweitern kann !

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    #6
    Noch etwas, während bei uns ein jaja oder danke, danke, einen etwas abschätzigen Charakter hat, ist es in Schweden eine Verstärkung, Jo jo oder Tak tak sind dort nicht abschätzig. Im englischen ist mir diese Verdoppelung in Schweden nicht aufgefallen, wohl aber nehmen sie es mit ins Deutsche rüber.

    Grüne Versicherungskarte ist Pflicht in Schweden., gelbe Linien, ob durchgezogen, gestrichelt oder Zick-Zack am Fahrbahnrand bedeuten Parkverbot, Vertsöße sind in Schweden richtig teuer. Straßenbahnen haben immer und überall Vorfahrt, es gelten 0,2Promille.

    Eine Besonderheit noch, die für Verwirrung sorgt.

    Unbeschrankte Bahnübergänge in Schweden blinken weiß (damit erkennt man das die Anlage funktioniert, der Umkehrschluß nicht blinken = Anlage defekt) nähert sich ein Zug ändet sich das Blinken in rot. Also weiß blinken, freie Fahrt, rot blinken Zug kommt, kein blinken höchste Vorsicht.

    Für Dänemark fällt mir als Besonderheit nur ein, das die ihre Parkverbotszeiten in unterschiedlichen Farben aufdrucken. Woebi Schwarz für Mo-Fr. steht, in Klammern gesetzt bedeutet Samstags und rot an Sonn- und Feiertagen.

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    #7
    Zitat Zitat von C-Treiber Beitrag anzeigen
    Den Zusammenstoß mit einem ausgewachsenen Elchbullen (rund 2 Tonnen) überlebst Du nicht, der Elch schon eher. .
    auf dem Planeten 4 G vielleicht

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    #8
    Vielen Dank erstmal für die guten Ratschläge. Gibts sonst noch Hinweise die zu beachten sind oder Routenvorschläge ???


 

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