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Erfahrungen Motorradreisen in Kenia?

Erstellt von Marc, 14.09.2007, 17:59 Uhr · 7 Antworten · 2.427 Aufrufe

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    Standard Erfahrungen Motorradreisen in Kenia?

    #1
    Wir planen im nächsten Herbst eine Tour mit geliehener GS durch Teile von Kenia zu machen. Gibt es jemanden der uns von seinen Erfahrungen in Kenia (weitere Umgebung von Nairobi) berichten kann oder einen Tip hat, wo ich mich weiter zu Straßenzustand, Sicherheitslage usw informieren kann (außer dem Auswertigen Amt)? Hat jemand Erfahrungen mit den organisierten oder selbstgeführten Touren von Discover Kenia Tours bzw. GS-Sportreisen bzw. Furstenberg-Safaris gemacht?
    Danke für jeden Tip!
    Ach ja, ggf. suchen wir (Paar, 35 Jahre) auch noch nette Leute, die auch Lust haben Motorradfahren und wilde Tiere gucken zu vereinen. Wir haben vor, uns für eine Woche eine 1150er zu mieten und gemütlich ca. 1400km Straße zu genießen, kombiniert mit schönen Lodges zum einigermaßen bezahlbaren Preis.

  2. Registriert seit
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    Standard

    #2
    Zitat Zitat von Marc
    Wir planen im nächsten Herbst eine Tour mit geliehener GS durch Teile von Kenia zu machen. Gibt es jemanden der uns von seinen Erfahrungen in Kenia (weitere Umgebung von Nairobi) berichten kann oder einen Tip hat, wo ich mich weiter zu Straßenzustand, Sicherheitslage usw informieren kann (außer dem Auswertigen Amt)? Hat jemand Erfahrungen mit den organisierten oder selbstgeführten Touren von Discover Kenia Tours bzw. GS-Sportreisen bzw. Furstenberg-Safaris gemacht?
    Danke für jeden Tip!
    Ach ja, ggf. suchen wir (Paar, 35 Jahre) auch noch nette Leute, die auch Lust haben Motorradfahren und wilde Tiere gucken zu vereinen. Wir haben vor, uns für eine Woche eine 1150er zu mieten und gemütlich ca. 1400km Straße zu genießen, kombiniert mit schönen Lodges zum einigermaßen bezahlbaren Preis.
    Hallo Marc,

    dann paßt mal auf, daß sie Euch die Dinger nicht unterm Ar.......... wegklauen. Kenia ist nicht mer das, was es mal war, war mehrmals dort, jedoch ohne Moped.

  3. Registriert seit
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    #3
    Hallo Marc

    ich war letztes Jahr (u. a.) in Kenia. Ist ein ganz schönes und einfach zu bereisendes Land. Ein gemietetes Moped ist gut, denn das Motorrad für ein paar Wochen runter zu transportieren lohnt sich nicht. Zu teuer. Für die Nationalparks könnt (müsst) Ihr Euch ein Auto mieten und damit reinfahren. Haben wir auch so gemacht. In den Crater-Lake NP kann man auch mit dem Moped rein. Da gibt es keine gefährlichen Tiere. Ist schon cool so mit der Kuh zu einer Griaffenherde hin zu fahren...
    Wenn Du Dich normal benimmst ist das Land nicht gefährlich. Und daß jemand das Moped klaut ist auch nicht zu befürchten. Die meisten können mit so einem Bock eh nicht fahren...
    Straßenzustand ist gut. Außer ein paar Strecken. Wie lange wollt ihr denn unterwegs sein? Was wollt ihr denn anschauen?
    Für etwaig Frage kannst Du mir ja ´ne Mail schicken. Adresse ist auf der Webpage in meiner Signatur. Hier gibt´s übrigens auch Berichte und Bilder zu unserer Reise.


    Gruss,
    Chri

  4. Registriert seit
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    #4
    Hallo Marc,

    ich habe von 1998 - 2001 in Nairobi gearbeitet und mit meiner XT600 so ziemlich das ganze Land "erfahren".
    In Kenia werden meiner Erfahrung nach nur kleinere Raeder und natuerlich Autos gestohlen. Groessere Raeder haben keinen Markt. Ich habe gute Erfahrungen auf meiner XT gemacht und finde, dass Reisen per Motorrad in Kenia ungleich interessanter und spannender ist als mit dem Auto.
    Wichtig ist allerdings:
    Keine Tour ohne GPS in Verbindung mit einer Michelinkarte, Shellkarte auch ok!
    Immer genuegend Reservetanks dabei, mindestens 5 Liter.
    Alle Fahrzeugpapiere in Kopie, besser mehrere Kopien. Ist mir zwar nur selten passiert, aber wenn die Polizei sich mal einen Spass erlauben will, aergert sie uns Auslaender gerne mit der Frage nach den Papieren. Und weil man nur selten einen Fotokopierer dabei hat, kann einen die Aufforderung nach Kopien einige Zeit (und Schillinge) kosten.
    In die Parks darf man (mit wenigen Aussnahmen) nicht mit dem Motorrad fahren. Ist zwar moeglich, sich an den Gates vorbei zu mogeln, habe ich aber nach einer boesen Begegnung mit zwei Hyaenen nie wieder gemacht. Damals noch ohne GPS und nur 3 Litern Reserve. Da ist mir ganz schoen warm geworden, 5 Uhr Nachmittags und weit weg von einer Strasse, mit diesen zwei stinkenden Gebissen, die sich aber nicht naeher ran trauten und immer so 10 Meter rechts und links von mir mitliefen. Zum Glueck stand da ploetzlich ein kleiner Massai mit seinen Kuehen. Vor denen hat sogar eine Hyaene Respekt. Der hat zwar nicht besser gerochen, dafuer aber ein freundlicheres Gebiss, und vor allem eine kleine Huette gehabt.
    Handy unbedingt mitnehmen, es gibt billige Prepaid - Karten in Kenia und man hat fast ueberall Netz.
    Auf gar keinen Fall in den Norden Richtung Somalia fahren, ebenfalls nicht an die tansanische Grenze im Sueden. Da gibt es Shifter-Banden, die verstehen kaum Spass. Auch die Gegend um Lamu ist nicht ohne. Ich bin selber auch schon zweimal in der Gegend um Nakuru ueberfallen worden, also gar nicht so weit weg von Nairobi.
    Den Turkana See bitte auch meiden, ebenfalls die Grenze nach Aethiopien und Uganda, westlich von Eldoret.
    Habt Ihr wirklich vor, mit nur einem Rad zu fahren? Das wuerde ich lieber nicht machen. Ward Ihr schon mal in Kenia?
    Gruss,
    Bernhard

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    Reden

    #5
    Entweder ist der Marc schon unterwegs oder aber es hat ihm die Sprache verschlagen?

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    Standard Endlich Antworten

    #6
    Hallo,

    vielen Dank erst mal für die hilfreichen Tipps.
    Ich bin noch nicht unterwegs, zumindest nicht in Kenia, das ist erst für ende September 2008 geplant. Aber ich war beruflich in letzter Zeit viel unterwegs und habe mir nebenbei endlich eine eigene GS zugelegt (1100er, Bj 97, 75.000km) und dann muss man ja erst mal fahren statt Computern...
    Da wir unsere beiden Kinder zu Hause bei Opa und Oma lassen, haben wir leider nur extrem wenig Zeit. Daher kommt für uns nur eine kleinere Tour in der weiteren Umgebung von Nairobi in Frage. Zur Zeit sieht es eher nach der geführten Tour (z.B. GS-Sportreisen) über 9 Tage aus, es hängt jedoch noch von den Terminen im nächsten Jahr ab, da meine Frau als Lehrerin nur zu ganz bestimmten Zeiten frei hat.
    @ Berns:
    Ja, wir wollen mit einer 1150er fahren zu zweit, da meine Frau zwar auch Motorrad fährt, aber in den letzten Jahren nicht und sich daher lieber hinten drauf setzt. Die Strecke wird auch nahezu ausschließlich Asphalt sein.
    In Kenia selbst war ich noch nicht, zwar schon in manchen anderen Teilen dieses Globus, aber in Afrika kenne ich nur Südafrika und das ist sicherlich eine etwas andere Welt.
    Wie sahen denn die Überfälle in der Gegend von Nakuru aus, denn in diese Gegend wollen wir auch. Ich selber habe bisher einen Überfall in Johannesburg erlebt, aber wer da in die Stadt geht ist ja auch selber schuld...
    GPS werden wir sowieso mitnehmen, die Frage ist zur Zeit nur ob ich Straßendaten bekomme oder einfach mein altes Garmin GPS 3 mitnehme. Ansonsten wird die Strecke ja eh vorbereitet sein bzw bei der geführten Tour entsprechen vermittelt. Für die Nationalparks stände dann auch ein Safaribus zur Verfügung.
    Die bekannten gefährlichen Gebiete im Norden usw tangieren wir nicht.
    Papiere werde ich natürlich mehrfach kopieren. Bei einer Ostsee-Umrundung habe ich sechs Kopiender Papiere, sieben Passbilder, 100 US Dollar auf der Russischen Botschaft (Gebühr nicht Schmiergeld) und einen "Seuchenpass" unterwegs gebraucht.
    @Chri:
    Deine Bilder haben wir uns angesehen und unsere Vorfreude wachsen lassen...
    Sicherlich komme ich später nochmal mit weiteren Fragen auf das Angebot zurück, danke

    Wie ist denn der Vekehr dort? Unser geplanter Streckenverlauf soll etwa sein:
    Nairobi - Nyeri (Aberdare Nationalpark, Treetops) - Nakuru (Lake Nakuru NP) - Lake Baringo - Kerio Valley - Lake Baringo - Lake Naivasha - Nairobi

    Wie habt ihr es gehandhabt mit der Malaria-Prophylaxe, wenn man nur in dieser Gegend bleibt?

    Viele Grüße aus Aachen,
    Marc

  7. Registriert seit
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    Standard

    #7
    Hallo Marc.

    die Strassen sind so weit ganz gut in Kenia. Wir waren auch zu zweit unterwegs auf einem Moped (übrigens auch ´ne 1100 GS; Bj. 95) und sind sogar Moyale Isiolo gefahren. Das gefährliche dort oben ist die Piste und keine Banditen. Es ist im Moment eigentlich gar nirgends in Kenia richtig gefährlich. Ausser in Nairobi Nachmittags / Nachts. Abr wie Du schon über Jo-burg geschrieben hast "...wer da in die Stadt geht ist ja auch selber schuld..."
    Du kannst ja mal unsere Reisebrichte lesenn Hier ist der Link zum Keniabericht:
    http://www.rci-ontour.de/Kenia.htm
    Malariaprophylaxe: Wir hatten über mehrere Monate Lariam geschluckt - ich weiss. Saugefährlich das Zeug. Aber mit Malaria-tropica ist auch nicht zu spassen und wir haben Lariam gut vertragen. Ich würde aber nichts prophylaktisch nehmen sondern nur standby Medikation mit dabei haben. Wenn sich dann der Verdacht von Malaria ergibt, dann das Zeugs einschmeissen. Schon den Geldbeutel und auch den Körper. Es ist ja nicht ständig akute Gefahr von Malaria. Als wir unterwegs waren haben wir auf der gesamten Fahrt fast keine Mücke gesehen.

    Grüsse,
    Chri

  8. Registriert seit
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    Standard

    #8
    Hallo Marc und Chri,

    Die Ueberfaelle habe ich beide gut ueberstanden. Immer an die Spielregeln halten, also freundlich alles hergeben, was verlangt wird. In einem Fall hab ich aber einfach nur Gas gegeben und bin durchgebrochen, weil ich auch keine Waffen gesehen habe.
    Eine gefuehrte Tour ist richtig, da seid Ihr in der Gruppe.
    Vielleicht bin ich aber auch etwas paranoid, Chri. wenn man dort unten wohnt, hoert man so viele Stories, dass es kein Wunder ist. Mir selbst ist es aber in drei Jahren nur zweimal passiert, wie gesagt. Das ist ja eigentlich noch besser als in der Gegend um den Frankfurter Haupbahnhof.
    Malaria gibt es in Kenia nur wenig. Vor allem nicht dort oben, wir Ihr herum kommt, eher an der Kueste.
    Lariam soll zwar noch wirken, alles andere hat schon zu Resistenzen gefuehrt. Und das sollte man vielleicht auch bedenken: wenn wir reichen Weissen uns schoen mit Lariam eindecken, und es sogar als Prophylaxe nehmen, tun wir den Leuten dort (vor allem den Kindern) keinen grossen Gefallen. Immer solidarisch bleiben, denke ich mir und nehme seit 20 Jahren ueberhaupt keine Prophylaxe, sondern kuriere die Malaria aus, wenn ich mal eine habe. Physische Prophylaxe hat sich bei mir auch gut bewaehrt, also:
    Keine dunkle Kleidung, vor allem an den Knoecheln und Ellbogen, dann ab 18.00 Uhr nackte Hautstellen mit Mueckenmittel einreiben. Moskitonetz ist klar.
    GPS ist bei gefuehrter Tour auch nicht unbedingt noetig. Nur wenn man alleine herum faehrt. Die Leute auf den Doerfern kennen sich oft nicht sehr gut aus und geben keine verwertbare Auskunft. Ich habe immer mein Garmin eVista dabei und lade mir wichtige Punkte und Strecken vorher von Google Earth drauf. Kenia ist teilweise hochaufloesend, Nakuru z.B. sehr schoen.
    Gruss,
    Bernhard


 

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