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Fragen zur USA Harley Reise

Erstellt von okr, 13.08.2011, 10:22 Uhr · 13 Antworten · 1.988 Aufrufe

  1. okr
    Registriert seit
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    90

    Standard Fragen zur USA Harley Reise

    #1
    Hi,

    wir wollen nächstes Jahr im September 6 bis 9 Tage an die Westküste mit gemieteten Harleys eine Tour machen.
    Grobe Planung ist momentan, Ankunft in Las Vegas dann so 6 bis 7 Tage mit den Harleys um den Grand Canyon herum, ggf. die verschiedenen National Parks besuchen und dann wieder Las Vegas.


    Vielleicht hat der eine oder andere damit ja schon Erfahrungen und kann uns ein paar Tipps geben.
    Z.B.
    Wie viele km am Tag sind realistisch
    Welches Kartenmaterial ist für die Planung zu empfehlen
    Was darf man auf keinen Fall auslassen
    Mietet man besser bei EagleRider oder bei Harley
    Nehme ich besser einen Helm aus DE mi

    Fragen über Fragen

    Grüße

    Oliver

  2. Registriert seit
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    Standard

    #2
    Ich habe mir schon mal eine Harley gemietet, aber eine in Florida. In LV war ich nur mit dem Auto.

    Ich kann dir nur eine Sache zum Helm sagen: In den USA sind Helme vorgeschrieben, die die DOT-Norm tragen. Die genaue rechtliche Lage bzgl. Helmpflicht kann ich dir nicht sagen, aber in meinem Fall war es im Mietvertrag vorgeschrieben, dass ich einen DOT-Helm trage, und der Verleiher hat mir einen geliehen. Insofern ist es nicht erforderlich (und eigentlich auch nicht sinnvoll) einen deutschen ECE-22.05-Helm mit nach Amiland zu schleppen. Ich habe allerdings auf meiner Tour (an einem Tag von Miami nach Key West und zurück, rund 580 km) eins dringlich vermisst: Eine Schutzbrille gegen den Fahrtwind, denn der Händler hatte mir einen Jethelm gegeben.

    Bei der geplanten Gegend, die du da vorhast, würde ich mir ernsthaft Gedanken über die Wasserversorgung machen, denn in Nevada kann es mächtig heiß und trocken werden. Vielleicht packst du dir einen Falt-Wasserkanister ins Gepäck. Und wenn ich heute nochmal nach Amiland fahren würde, würde ich mir überlegen, ob ich nicht ein Android-Smartphone mit GPS und Navi-Software mitnehme. Eine SIM-Karte müsste man dann vor Ort kaufen, sonst wird man arm.

  3. Registriert seit
    05.12.2007
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    326

    Standard

    #3
    Zitat Zitat von okr Beitrag anzeigen
    Hi,
    ...
    Vielleicht hat der eine oder andere damit ja schon Erfahrungen und kann uns ein paar Tipps geben.
    Z.B.
    Wie viele km am Tag sind realistisch
    Welches Kartenmaterial ist für die Planung zu empfehlen
    Was darf man auf keinen Fall auslassen
    Mietet man besser bei EagleRider oder bei Harley
    Nehme ich besser einen Helm aus DE mi
    Hallo Oliver,

    ich bin schon öfters in den USA Motorrad gefahren und habe hier ein paar nützliche Infos zusammengetragen. Auch Routenbeschreibungen findest du unter "Bike Tours".

    Das könnte die ersten Fragen vielleicht beantworten, ansonsten fragst du eben noch einmal nach .

    Gruß

    Bearloe

  4. Registriert seit
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    1.175

    Standard

    #4
    Ein Navi könnt ihr euch getrost sparen, so viele Straßen gibt es – jedenfalls für Harleys – gar nicht, dass man großartig die Wahl hätte. In jedem WalMart könnt ihr für ein paar Dollar eine Rand McNally Autoatlas kaufen, damit seid ihr dann kartenmässig bestens ausgerüstet.

    6-7 Tage für eine Tour von Las Vegas um den Grand Canyon sollte kein Problem sein, allerdings solltet ihr beachten, dass das Gebiet um den Grand Canyon auf knapp 2000m Meereshöhe liegt und es im September schon entsprechend kalt werden kann.

    Tagesetappen von 500km sind sehr realistisch, es gibt ja auf weiten Strecken absolut nix außer der leeren Landschaft zu sehen und die kann man ja während der Fahrt genießen.

    Wenn ihr von Süden her (also von Flagstaff / I-40) an den Südrand des Grand Canyon fahrt (der Südrand ist der touristisch erschlossene, der Nordrand ist nicht so gut zugänglich) möchte ich euch empfehlen, direkt bis an den Canyon zu fahren, also nicht erst im Hotel einchecken und dann zum ‚Rim‘ zu düsen. Der Eindruck ist dann meine Meinung nach viel gewaltiger, man fährt stundenlang durch flaches Land und auf einmal steht man an dem Graben. Dieser Kontrast kommt am besten zu tragen, wenn man ihn nicht zwischenzeitlich mit einer Pause im Hotel verwässert.

    Monument Valley liegt ja auch noch im Bereich des Möglichen, das ist ja die typische Westernlandschaft, umso enttäuschender sind dann aber die Ortschaften in der Umgebung (Kayenta in AZ). Das ist Indianerreservat und nicht, dass ich was gegen Indianer hätte, aber schäbige McDonalds und nicht so ganz trockene Einwohner muss ich nicht haben. Also wenn ihr Monument Valley mitnehmen wollt dann nur so im vorbei fahren, nicht dort übernachten (Grand Canyon - Monument Valley – Paige an einem Tag sollte kein Problem sein).

    Nördlich vom Grand Canyon, also sozusagen auf eurem Rückweg nach Las Vegas, kommt ihr ja mehr oder weniger direkt durch den Zion National Park. Noch schöner ist meiner Meinung nach Bryce Canyon, bei einem 6-7 Tage Trip liegt das auf jeden Fall im Bereich des Möglichen. Dort gibt es direkt am Eingang des Parks ein Best Western Hotel, sehr empfehlenswert. Bryce liegt dann noch ein paar Meter höher, also auch und speziell hier immer die Wettervorhersage checken.

    Wenn ihr viel fahren wollt dann solltet ihr die US21 in Utah in Erwägung ziehen, ist zwar nicht ganz auf eurer ‚Rund um den Canyon‘ Route, aber trotzdem machbar (von Hanksville US24, Torrey, dann 21 Boulder, Escalante, Bryce). Das geht dann mitten durch den Capitol Reef National Park, Grand Escalante Staircase und am Kodachrome State Park vorbei. Die 21 ist meiner Meinung nach die schönste Straße in den USA und wird auch immer wieder von den diversen Reiseführern in die Top10 gewählt

    Bei der Rückfahrt nach Nevada werdet ihr um ein bisschen Interstate kaum rum kommen, die I-15 ist aber gerade auf dem kleinen Abschnitt durch Arizona durchaus sehenswert, man fährt durch eine tolle Schlucht wieder runter nach Nevada.
    Knapp 100km nach der Nevada- Stateline könnt ihr dann noch nach links ins Valley Of Fire abbiegen, hier wurden ein paar Szenen von StarTrek ‚Generations‘ gedreht (Plant Veridian, von wo aus Soran mit seine Kanone einen Planten vernichten wollte…). Vom Valley Of Fire geht es dann am Lake Mead gemütlich zurück nach Las Vegas.

    Wie du ja jetzt sicher schon gemerkt hast, ich war schon öfters in der Gegend unterwegs, mit Auto und Motorrad, allerdings immer mit dem eigenen, so dass ich keine sinnvollen Tipps zum Thema mieten und Helm geben kann.

    Übrigens, ich bin zwar ganz sampleman’s Meinung, dass eine ausreichende Wasserversorgung wichtig ist, große Gedanken würde ich mir aber nicht machen. Tankstellen sind selbst im Westen dicht genug gesät, dort kann man sich dann versorgen und eine oder zwei kleinere Flaschen für die Strecke zwischendrin mitnehmen. Ich bin jedenfalls bis jetzt immer ohne größeren Wasservorrat ausgekommen und bin schon bei weit höheren Temperaturen als sie dort im September herrschen werden unterwegs gewesen.

    Gruß

    Frank

  5. Registriert seit
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    Standard

    #5
    Zitat Zitat von FrankS Beitrag anzeigen
    Übrigens, ich bin zwar ganz sampleman’s Meinung, dass eine ausreichende Wasserversorgung wichtig ist, große Gedanken würde ich mir aber nicht machen. Tankstellen sind selbst im Westen dicht genug gesät, dort kann man sich dann versorgen und eine oder zwei kleinere Flaschen für die Strecke zwischendrin mitnehmen. Ich bin jedenfalls bis jetzt immer ohne größeren Wasservorrat ausgekommen und bin schon bei weit höheren Temperaturen als sie dort im September herrschen werden unterwegs gewesen.
    Das Problem tritt im Fall einer Panne auf. Wir waren dort mit dem Auto unterwegs und hatten immer einen Fünfliterkanister Wasser im Kofferraum. Den haben wir zwar nicht gebraucht, aber wir hatten auch keine Panne.

  6. Registriert seit
    30.09.2010
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    Standard

    #6
    sehr viele antworten bekommst du hier:

    http://forum.milwaukee-vtwin.de/index.php

  7. fls
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    Standard

    #7
    Ich persönlich würde in San Francisco starten, wenn du nicht Wert auf Hollywood legst. SFO ist für meinen Geschmack deutlich schöner.
    Von dort kannst du gleich westlich in die Berge (gut fahrbar, auch für die Gußbatzen aus Milwaukee). Sequoia - Yosemite - Mono Lake - Death Valley - liegen da für amerikanische Verhältnisse dicht gedrängt beieinander. Rund um LV ist der Brice ein MUSS und die 24 bei Hanksville wäre in Europa einen eigenen NP wert.
    Die 500 km Wüste von LA nach Barstow und Las Vegas sind eher .... was für Harley-Fahrer

    Eindrücke, Bilder und Route von unseren Erkundungen des Westens
    www.q-rider.de

    Grüße
    Barney

  8. okr
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    Standard

    #8
    Hey Mann,

    DANKE

    mit so vielen Antworten hatte ich gar nicht gerechnet.

    Werde mal die ganzen Tips und Links durchlesen!

    Ich habe gelesen, das man dort richtig gut Motorrad fahren kann, schöne Strassen, viele Kurven und vor allem leere Strassen, so das deren Empfehlung war sich eher keine Harley zu mieten!

    Ist dem so?

    Grüße

    Oliver

  9. Registriert seit
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    Standard

    #9
    Vom Westen kommend in Richtung Death Valley sind wir mal mit dem Mietwagen einen Tag lang nur Kurven gefahren, gefühlte 200km lang und nicht mehr als 50 meter geradeaus.

  10. Registriert seit
    29.09.2007
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    Standard

    #10
    Zitat Zitat von okr Beitrag anzeigen
    ...viele Kurven...
    In der Sierra Nevada sicher, viele Kurven.
    Östlich von Las Vegas, also praktisch die gesamte Gegend um den Grand Canyon, eher nicht, da hast du dann die schnurgeraden Strassen bis zum Horizont.



    Weiter im Norden (Utah) ist's dann schon wieder interessanter

    Gruss

    frank


 
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