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Im Sommer nach Rumänien! Welches Moped? Welche Route?

Erstellt von holzer00, 03.02.2010, 21:29 Uhr · 15 Antworten · 2.781 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    3

    Standard Im Sommer nach Rumänien! Welches Moped? Welche Route?

    #1
    Hallo

    ein Freund und ich haben diesen Sommer einen Plan ...

    Wir wollen uns zwei gebrauchte F 650 GS (BJ: 2000- 2007) mit Koffer kaufen und dann nach Rumänien ans Donau-Delta fahren und wieder zurück.
    - Als Reisezeit dachten wir an Juni-Juli.
    - Urlaub würden wir im Betrieb für 4 Wochen bekommen.
    - Haben beide auf verschiedenen Motorrädern erst ca. 10.000km auf Straße zurückgelegt (nur kurze Touren)
    - Haben keine Erfahrung mit Enduros und Geländefahrten (aber genau das wollen wir in Rumänien machen)
    - Sind recht gut ausgestattet mit Campingutensilien wie Zelt, Schlafsack, Kocher, ... und haben auch ne Menge Erfahrung im wildcampen was wir überwiegend machen wollen ...
    - Als Transportboxen dachten wir an 2 Koffer, nen Tankrucksack und vielleicht noch ne Rolle hintendrauf

    Hier ne Route die ich in Google Maps mal abgesteckt habe:
    Start: - Deutschland, Freiburg im Breisgau
    dann schnell raus aus Deutschland: Tschechien, Prag
    weiter in die: - Slowakei, Bratislawa
    - Ungarn, Budapest
    - Rumänien, Ostkarpaten
    - Rumänien, Donaudelta
    - Rumänien, Bukarest
    - Rumänien, Südkarpaten
    - Serbien, Belgrad
    - Ungarn, Plattensee
    - Kroatien, Zagreb
    - Slowenien, Trieste
    - Österreich, Dolomiten
    über: - Deutschland, Bodensee zurück nach Freiburg

    http://maps.google.de/maps?f=d&sourc...256836&t=p&z=5

    Was meint ihr zu der Wahl der Maschinen und zu der Route?
    Glaubt ihr das ist in 3-4 Wochen gut zu fahren? Wir wollen 70% - 80% Straße fahren (also 20% - 30% Feldwege und Gelände)
    Wir möchten auch etwas von den Ländern sehen und erleben und nicht nur auf dem Moped sitzen!
    Müssen wir in den jeweiligen Ländern auf etwas besonderes beachten oder gar ganz meiden?

    Bin gespannt auf eure Meinung und Tips ...
    Christian

  2. Registriert seit
    24.07.2006
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    Standard

    #2
    Zitat Zitat von holzer00 Beitrag anzeigen

    Was meint ihr zu der Wahl der Maschinen und zu der Route?

    Christian
    Dafür sind sie gebaut. Andere würden das sogar mit einem Mofa hinbekommen. Also ab nach Rumänien

  3. Registriert seit
    27.08.2007
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    Standard

    #3
    Hi,
    sehe ich auch so, die Mopeds sind dafür gut geeignet.
    Mit je 2 Aluboxen und Gepäckrollen kriegt ihr auch genug Zeugs rauf. Ich habe eine Weile in Rumänien gearbeitet, das Land und die Menschen sind fantastisch, allerdings geht es dort wesentlich langsamer vorran, es gibt kaum Autobahnen und es sind sehr viele Panjewagen unterwegs. Die geplante Strecke klingt auch interessant, aber der Norden und Osten hat mehr zu bieten, Bukarest selbst ist nicht wirklich interessant! Auf jeden Fall viel Spass euch, mein Neid sei euch gewiss
    Es gibt hier einen rumänischen User, der könnte euch noch nützliche Tips geben.
    Oder:Rumänien im September

  4. Registriert seit
    03.02.2010
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    Standard

    #4
    Danke für eure Antworten!

    In anderen Foren sagen manche User das es nicht in 3 Wochen zu fahren ist!?

    Ich kanns nur schwer einschätzen wie lange man kalkulieren sollte.
    Aber wenn ich solche Geschichten wie diese lese sollte es doch kein Problem sein .... auch das das doch sehr extrem ist. 16.000km in vier Wochen:
    http://www.q-rider.de/2009/html/kirgisistan.html

    Am ersten und letzten Tag wollen wir ca. 1000km fahren, bleiben also "nur" noch 4000km übrig. Macht also bei 20 Tagen 200km am Tag. Das sollte doch problemlos möglich sein selbst bei schlechten Straßen. Probleme kanns halt bei Pannen geben (aber darum wollen wir ja ne GS ;-) ).

    Weiß jemand ob man für die Länder ein Visa braucht? Oder reicht der Perso und/oder ein Reisepass? Serbien ist schlieslich noch nicht in der EU ...
    http://upload.wikimedia.org/wikipedi...ISO_3166-1.png

    Christian

  5. Registriert seit
    06.07.2007
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    385

    Standard

    #5
    Hi Christian,


    ein Freund von mir war 2008 3 Wochen in Romania.

    Seinen Tourenbericht findest Du unter: www.motorradtouren-info.de

    Denke er wird nichts dagegen haben, wenn Du Dich mit Deinen konkreten Fragen per Kontakt-Formular seiner Web-Seite an Ihn wendest.


    Gruß


    Klaus

  6. LGW Gast

    Standard

    #6
    Plant Ruhetage ein, die braucht man immer mal. Also Tage, wo man an einem Ort verweilt, vielleicht ein paar Abstecher macht in die Berge oder so, aber keine Strecke machen muss. Schon alleine wenn man DEN "Spot" an einem See gefunden hat, wo man einfach nimmer weg will...

    Meine Erfahrung vor allem vom Wandern oder sonstigen "draussen"-Touren ist ganz klar, dass solche Pausentage die Reise dann erst attraktiv machen - obwohl ich wirklich gerne sehe wie die Landschaft vorbeizieht

    1000km am Tag sind natürlich eine ziemliche Tortur, auf den 650ern auf der BAB aber noch machbar. Aber stellt euch darauf ein, den Tag einfach nur zu "erleiden" und dann schnell zu vergessen. Rechnet 10 Stunden fahrt! Für normale Tagesetappen auf kurvenjägerigen Landstraßen rechnet man ja gerne so 300km, damit es dauerhaft Spaß macht - 200km am Tag sind also eigentlich kein Thema. Man kommt auch in 6 Tagen ausm Pott ans Nordkap, schau mal wie viel Kilometer das sind

    Eine Gesamtstrecke von 5000km in drei Wochen ist auf jeden Fall machbar, das ist ja im Grunde ein Katzensprung. Nur muss man eben bedenken, man will ja auch verweilen, hier und da mal was "mitnehmen", Offroad-Abstecher ohne Streckengewinn oder einfach "verfahren"... mir wäre das aber nicht zu viel. Im Zweifel macht einfach vorher mal eine drei- oder Viertages-Tour und fahrt dabei jeden Tag so ca. 400km, und schaut mal ob ihr euch das so lange vorstellen könnt. Es gehört natürlich einiges an Willen dazu.

    Womit sind die Jungs denn da unterwegs, wenn sie meinen 5000km in drei Wochen ist "unfahrbar"? - wenn man sonen Grätenbrecher unterm Hintern hat ist das sone Sache, aber mit ner komfortablen Enduro mit drei Buchstaben drauf (jaaa, auch Orange zur Not ) ist das doch kein Ding.

    Das Motorrad ist auf jeden Fall tauglich für Onroad und Offroad - wurde ja schon gesagt, dafür sind sie gebaut. Der Einzylinder ist relativ unkaputtbar und pflegeleicht, und Leistungsmässig allemal ausreichend, die Motorräder ansonsten simpel aufgebaut und nicht übertechnisiert.

    Ladungsmässig müsst ihr halt mal schauen, was so alles mit soll; die Systemkoffer (Vario) sind nicht so wirklich geräumig, ich kriege bspw. mein Tatonka-Zeltgestänge so gerade eben diagonal unter, und dann geht nur noch Kleinkram rein. Da wären klassische Aluboxen (Teuertech o.Ä.) vermutlich praktischer, zumindest wenn ihr komplettes Camping-Gear mitnehmen wollt (ein oder zwei Zelte?)

    Grundsätzlich packen die Maschinen so bis zu 80-100kg Zuladung bei normalem Fahrergewicht (verteilt natürlich), also eigentlich kein Thema. Beachtet aber, dass die Ladung auch angemessen fürs Gelände gesichert und geladen sein muss, nicht das euch nachher das Heck wegen Überladung und Überlastung im Fluss liegen bleibt - je nach dem, was ihr vorhabt. Schotterstraßen sind allerdings *kein* Gelände.

    Je nach Körpergröße kann es Sinn machen, nach dem Dakar-Modell Ausschau zu halten, so ab 180cm fühlt man (/ich/) sich auf der höheren Dakar eigentlich wohler, und das 21"-Rad vorne sowie der größere Federweg tun im Gelände ihr gutes. Reifenwahl vielleicht Metzeler Tourance (mehr Straßenorientiert aber für Schotter geeignet, Nässeschwäche - der neue EXP ist bei Nässe besser, verschleisst aber schneller), Heidenau K60 (bisserl mehr Stolle), oder Conti TKC80, wobei der schon extrem ist

    Ab BJ 2003 hatte die Einzylinder Doppelzündung ("2sparc" steht auch auf dem Motorseitendeckel, ich glaub' links), spart theoretisch noch mal etwas Sprit und macht's ganze noch etwas Laufruhiger - wobei meine 2001er konstant 3,5-4,5 Liter Super verbraucht, je nach "langsam angehen" oder "am Hahn reissen"-Fahrweise - also ein sehr genügsamer Zeitgenosse - ansonsten gibt es eigentlich keine wesentlichen Unterschiede zwischen den Modellen.

    PS: wenn ihr da von der Straße runterwollt, macht einen Enduro-Kurs oder trefft euch mit Leuten im Steinbruch oder sowas. Ungeübt ist das relativ gefährlich, schnell hat man sich mal ein Handgelenk angeknackst weil sich das Vorderrad verabschiedet, und im tiefen Nirgendwo ist dass dann blöd. Also vorher mal ein paar Tage Training in heimischen Gefilden, dann steigt die "Sicherheitskomponente" extrem an

  7. Registriert seit
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    Standard

    #7
    Weiß jemand ob man für die Länder ein Visa braucht? Oder reicht der Perso und/oder ein Reisepass? Serbien ist schlieslich noch nicht in der EU ...
    Hi,
    für die genannten Länder reicht der Reisepass!

  8. Registriert seit
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    196

    Standard

    #8
    Hallo, Christian,

    also ich befürchte, dass Ihr Euch ein wenig übernehmt.

    Wenn Du sagst, dass Ihr jeweils erst 10 tkm auf kleineren Touren gefahren seid, würde ich mir bspw. nicht vornehmen, an einem Tag 1.000 km zu fahren. Meine Erfahrung ist, dass auch auf der BAB mit ner 650'er nicht viel mehr als 600-700 km drin sind. Alles andere wird wirklich eine Qual (Hintern und Müdigkeit) und dann erhöht sich zwangsläufig auch die Unfallgefahr. Ich würde es mir nicht vornehmen, sondern lieber 2 mal 700 km planen, wenn es Eure Zeit nicht anders zulässt. Alternativen für die erste Teilstrecke: Hänger, Autoreisezug oder mit viel mehr Zeit touren ...

    Tatsächlich müsstet Ihr auch damit rechnen, dass Ihr Euch jeden Tag einschl. Zeltaufbau, Auf- und Abladen, Essen usw. eine Menge um Euch selbst kümmern müsst. Das geht Euch irgendwann auf die Nerven, wenn Ihr es nicht gewohnt seit und Ihr werdet Euch - wie schon ein Vorredner sagte - gerne mal über mehr als eine Nacht an einem Ort aufhalten wollen, insb. wenn es Euch gut gefällt. Das sowie 2 Ruhetage würde ich mit einplanen.

    Daneben kann Euch das Wetter einen Strich durch die Rechung machen, was kaum vorher zu berechnen ist. Hierfür solltet Ihr mindestens ein bis zwei Tage "Luft" einrechnen.

    Schließlich glaube ich kaum, dass Ihr einen offroad-Anteil von 20-30% der Strecke hinbekommen werdet. Deutlich unter 10% sind realistisch.

    Bitte versteht mich nicht falsch, Ihr könnt all das schaffen. Da bin ich mir sicher. Ich vermute aber - aus eigener Erfahrung -, dass irgendwann der Spaß zu kurz kommt. Daher würde ich konservativer planen ... das nur als Denkanstoß.

  9. LGW Gast

    Standard

    #9
    Zitat Zitat von gsforever Beitrag anzeigen
    Meine Erfahrung ist, dass auch auf der BAB mit ner 650'er nicht viel mehr als 600-700 km drin sind. Alles andere wird wirklich eine Qual (Hintern und Müdigkeit) und dann erhöht sich zwangsläufig auch die Unfallgefahr. Ich würde es mir nicht vornehmen, sondern lieber 2 mal 700 km planen, wenn es Eure Zeit nicht anders zulässt. Alternativen für die erste Teilstrecke: Hänger, Autoreisezug oder mit viel mehr Zeit touren ...
    Das stimmt natürlich - die "Bequemlichkeit" ist spätestens nach 600km vorbei. Deswegen hatte ich ja auch geschrieben, "Aber stellt euch darauf ein, den Tag einfach nur zu "erleiden" und dann schnell zu vergessen."

    Für einen reinen Anreise- und Abreisetag kann ich mir das vorstellen, aber ein besonders guter Start ist das natürlich nicht, vor allem nur mit vorherigem "Training" zu empfehlen. Maschine kaufen und "druff" kann nach hinten losgehen, falls einem bspw. die Sitzbank nicht so liegt. Und 10 Stunden reine Fahrtzeit - das bedeutet ja letztlich 14 Stunden unterwegs, denn Pausen sind Pflicht sonst sind Unfälle vorprogrammiert - muss man ja auch erstmal wegstecken

    Also vielleicht wirklich besser 2*700km statt 1*1000... Autozug hatte ich auch schon überlegt, ist aber natürlich ein Kostenfaktor und der muss auch zur rechten Zeit fahren

    Pausentage möchte ich auch noch mal betonen. Wann immer ich auf meinen kleinen Outdoor-Touren an die Grenzen gekommen bin, fehlte es einfach nur an Pausenzeiten. Sie geben viel Gelegenheit wieder die eigene Mitte zu finden und, weniger esoterisch, den Blasen Zeit, abzuheilen

    Also gönnt euch das, macht dafür im Zweifel einen Schlenker weniger.

  10. fls
    Registriert seit
    25.04.2008
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    1.687

    Standard

    #10
    Hallo Christian!

    Wir machen nicht nur Gewalt-Touren und sind 2003 auch ganz gemütlich über den Balkan, mit Schwerpunkt Rumänien, getuckert.
    http://www.q-rider.de/2003/html/balkan-tour.html

    Grüße
    Barney


 
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