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Liguri e Piemonte ... 2011 ;)

Erstellt von femto, 13.07.2011, 21:22 Uhr · 97 Antworten · 9.813 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard TAG #o2 - Ligurische Grenzkammstraße (LGKS) "(Nordteil - La Brigue bis Fort Centrale)

    #21
    TAG 02 ist wieder unter den "Grösseren Touren" - "Liguri e Piemonte" auf der Homepage, oder direkt per Link hier abgelegt >klick<.
    __________________________________________________ _______________

    TAG 02 - Tour.
    (9 1/2 Stunden, ca. 100km)
    [Tourdarstellung mit Hilfe von "GPS-Trackanalyse.NET", Kartendarstellung aus "GeoSetter", "powered by Google"]


    Der Morgen begann, wie es für uns auf dieser Tour üblich werden sollte ... nicht zu früh!

    Maik & 'Murmel', die "Stollenreiter", mit denen wir gestern schon ein erstes Abendankunftsbier und 'n Klönschnack genossen, hatten noch hilfreiche und ergänzende Infos für uns zum Nordteil der LGKS, den sie am Tag zuvor bereits fuhren, - und die Jungs standen bereits voll aufgerödelt in den Startlöchern, bevor wir uns überhaupt gedanklich so richtig mit dem ersten Morgenkaffee angefreundet hatten. Wie kann man es nur jemals sooo eilig haben ...

    Stollenreiter startbereit.


    Während das Grollen der schweren Stahlroß-Motoren der Jungs, die sich nun den Südteil mit Auffahrt über La Brigue vorgenommen hatten, langsam verhallte, überlegten wir uns beim ersten Kaffee, wie die Tour heute wohl tatsächlich aussehen sollte. Unsere Entscheidung fiel auf "Nordteil LGKS" mt Auffahrt über La Brigue - um dann mal zu schauen, wie weit wir vertretbar nach Norden kommen würden. Im Zweifel wollten wir umdrehen, das Vergnügen in Richtung Süd wieder zurückhoppeln - und die LGKS über deren Südteil dann vervollständigt zu beenden. Doch das Glück war uns hold - und es sollte anders kommen.

    Die Auffahrt über La Brigue hatte so ihre Tücken. Allerdings weniger fahrerisch, als vielmehr "navigatorisch".
    Wir ließen es, wo möglich, begeistert fliegen und genossen die paar wenigen Kilogramm Motorrad. Als Aufahrt hatten wir uns eine kleine Nebenstrecke rausgesucht - die dann aber an einem freundlichen Hofbesitzer endete, der uns den dringenden Rat gab, bei ihm nicht weiter durchzufahren. "Trop difficile!". Ein kleines selbstgemaltes Schild, auf das er deutete, illustrierte sein Anliegen - und wir unterhielten uns ein paar Minuten und bekamen ein paar gute Tips, wie wir uns zur anderen Auffahrt durchschlängeln konnten. Auf ging's!

    La Brigue hoch im Galopp.




    Endlich! Die LGKS erwartete uns, wir erreichten sie in der "Mitte" zwischen ihrem nördlichen und eher südlichen Teil und sie beschenkte uns gleich von Beginn weg mit lieblichen Plüümchen (ich konnte nicht widerstehen und gut fahrbarem Schotter. Ein Traum wurde endlich wahr, ein schöner.

    Das kleine nachstehende Panorama zeigt linker Hand die Strecke zum Nordteil der LGKS, die wir wählten. Rechts ginge es weiter gen Süden - und in ganz klein, auf dem Brunnen liegend, sieht man doch tatsächlich noch den sonderbaren 'Edeka'-Stoffbeutel mit diversen Ersatzschläuchen, den Maik & 'Murmel' dort heldenhaft vergessen hatte ... Sollte also jemand von Euch dort in Kürze noch vorbeikommen - nehmt's mit nach Braunschweig, ein Kaffee von den Jungs dürfte Euch sicher sein ...

    LGKS-Begrüßung.






    Die Grenzkammstraße führte uns wohlgesittet und angenehm fahrbar sanft weiter in Richtung Norden - immer in Bögen um die Hänge und Kämme herum und verwöhnte uns mit sensationellen Ausblicken und herrlichen Gegensätzen von weichen, begrünten Hügelketten und harschem Felsgestein. Alles auf angenehmen Schotterband noch schön zu durchfahren.

    North-bound.




    Bei aller Begeisterung für die wunderbaren Aussichten, die die Straße bot, teils mit herrlichem Blick auf das am dunstigen Horizont klar ausmachbare Mittelmeer, einige tausend Höhenmeter tiefer, ist es dennoch angeraten, gelegentlich mal einen Blick auf's liebevoll programmierte Navi zu werfen ... Wer das nicht tut, der verpaßt eine ganz wesentliche Abzweigung, "entdeckt" den kleinen 450m langen Tunnel, die "galleria buia" - kann das bekannte Denkmal von unten sehen - und hat die undankbare Aufgabe, das Ganze in seinem Reisebericht auch noch verzweifelt als 'Absicht' zu verkaufen ...

    Collardente galleria buia.


    Uns passierte das natürlich nicht unabsichtlich - und wir aalten uns nach Kurzem dann die letzten Meter bis zum Denkmal hinauf - und genossen den weiten Blick auf den nächsten Teil der LGKS, der hinsichtlich der Straßenverhältnisse etwas weniger komfortabel ausfallen sollte.

    Denkwürdig.




    Aussichtsreich.


    Für den nächsten Teil der Nord-LGKS wechsel' ich nochmal auf eine neue Seite, um die Ladezeiten mit Bildchen in erträglichen Grenzen zu halten ...

    (Hier geht's bald weiter)

  2. HvG
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    Standard

    #22
    obwohl ich erst letztes Jahr oben war und die LGKS von allen Varianten angefahren bin... ich kann mich nicht satt sehen.....
    was bei Stephans Bilder auch nicht wundert

  3. Registriert seit
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    Standard

    #23
    Ich bin begeistert

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    #24
    Vielen Dank!
    @Hubert: Ja, für uns ist dort auch noch eine Menge "offen" geblieben - wir müssen & wollen ganz sicher nochmal wieder dorthin zurück. (was wir alles nicht gefahren sind ... )

  5. Registriert seit
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    Standard TAG #o2 - Ligurische Grenzkammstraße (LGKS) - Fortsetzung

    #25
    TAG 02 ist wieder unter den "Grösseren Touren" - "Liguri e Piemonte" auf der Homepage, oder direkt per Link hier abgelegt >klick<.
    __________________________________________________ _______________
    (Fortsetzung)

    Es war Zeit für die Mittagspause.
    Ausreichend durchgeschüttelt von den streckenweise eher etwas unkonfortablen Abschnitten, kamen wir im Wortsinne entspannt auf einem Stück Wiese direkt vor dem ersten Ankündigungsschild der derzeitigen Streckensperrungen zu liegen ... Diese Ankündigungstafel, auf der auch die Ordinanzia No. 4 mit ausgehängt ist, steht grob auf Position N44° 7' 44" E007° 40' 50", meine ich. Das ist auf der Wanderkarte "eine Daumenbreite östlich" vom Colle Selle Veccie zu finden - dort, wo die LGKS ihre Biegung nimmt.

    Pause mit Ankündigung.



    Vielleicht kann ich ein bißchen zur tatsächlichen derzeitigen Lage vor Ort mit beitragen:
    Der liebevoll eingeschweißte Aushang links auf der gelben Tafel läßt nicht wirklich viel Deutungsspielraum - er erklärt u.a. sinngemäß (als Auszug frei übersetzt nach mir und um die Amtsschimmelpassagen erleichtert :
    "[...] Auch festgestellt wird, daß auf der Strecke zwischen km 16,300 (Località Prato Bertrand) bis km 23,00 (Località Colle dei Signori) die Fahrbahn ist sehr uneben ist, und einige Wände in den Wandverstärkungen sichtbare Läsionen mit Einsturzgefahr aufweisen; Deshalb betrachtet haben wir die Straße geschlossen. [...]"

    Während wir noch unser gewaltiges Improvisation-Italienisch spielen ließen - und uns genüßlich durch 1m belegtes Baguette nagten, trafen wir das erste Mal auf diesen netten Herren, der in seinem weißen Geländewagen vorbegefahren kam. Er hielt an, ließ einen freundlichen Blick über Gesche & die kleine beta streichen - wir unterhielten uns - und er äußerte nach einer Weile die Einschätzung, daß die Straßenverhältnisse keine Probleme für uns machen würden. Wir sollen mal aufessen und losfahren.

    Aha?! Etwas unschlüssig sahen wir dann bis zum opulenten Süßspeisen-Nachtisch noch in Ruhe zu, wie drei, vier weitere Fahrzeuge mit lokalem Kennzeichen und einige Zweiräder (Opa mit Hut, Einkaufstaschen und Sozia war besonders beeindruckend) allesamt frohen Mutes weiterfuhren. Also gut.

    Der Weg war noch weit - und die LGKS beglückte uns mit zunehmend herzlicherem Untergrund.

    Bodennah.


    Vorbei am Refugio Don Barbera auf mittlerweile 2o7o Metern über dem Meeresspiegel hüpften wir umsichtig voran - und priesen (teils lautstark vor Begeisterung unter'm Helm die leichten kleinen 'Mountainbikes', die alles mit großer Freude wegsteckten, plattbügelten - und auch kurzfristigen Richtungskorrekturen durchweg aufgeschlossen gegenüber standen ... Ein Traum. Nachstehend einige Streckeneindrücke aus diesem Abschnitt:

    Hanglage.


    Aufwärts.


    Weiter aufwärts.


    Und nochmal richtig aufwärts ...


    (einige Steinpassagen und leichte (!) Abbruchstellen unterschlage ich hier leider, da ich die Aufnahme-Technik zwischendrin versemmelt habe. Leider)

    Etwas unbequem ...


    Es hoppelte noch ein paar Mal prächtig, war immer frei & mindestens Single-Trail - und in Summe mit unseren Stoppelhopsern einwandfrei & mit Freude fahrbar. Auch zügig ...
    Weiterhin etwas unbequem ...


    Das Gestein wechselte die Farbe so langsam von dem aufregenden Schneeweiß zurück zum lieblichen Grau, der Weg wurde wieder fahrbarer - und das langsam nahende Fort Centrale dämmerte allmählich wieder herauf. Die Nordschleife krümmte und schlängelte sich so langsam nach Westen.
    Voran!


    Daß auch diese, eher weniger spektakulären Passagen ihre Tücken haben, zeigte sich ein Stückchen weiter, wo zwei andere Biker ihr Hinterrad flicken mußten. Sie brauchten jedoch keine Hilfe, wußten, was sie da taten - und versicherten uns, daß sie den Nagel wieder etwas weiter mitten auf die Strecke geworfen haben - also alles bestens.



    ... und wir hoppelten noch ein wenig weiter ...
    Für die nachstehende sehr verlockende Seitenauffahrt fehlte uns heute leider die Zeit - und wir wollten auch nicht mehr als notwendig in dem Streckenabschnitt umherfahren. Ganz unten vom Fuße dieser irren Schlängelpassage fuhr gerade ein weißer Geländewagen aufwärts ... der uns irgendwie seltsam vertraut vorkam. Wir machten, daß wir Land gewannen und vorankamen ...

    Traumauffahrt.


    Etwas weiter - und bereits um die "Nordkrümmung" herum trafen wir noch auf die zweite Abschrankung mit "Maulwurfhügel", die in etwa auf N44° 9' 20" E7° 37' 19", also nahe dem "Colle della Perla" steht, wie ich meine. Hier sollen dann wohl wirklich keine Zweispurfahrzeuge mehr fahen, wie es den Anschein hat.

    Mauwurfhügel.


    Vollkommen zu Unrecht wähnten wir uns damit wieder voll auf 'legalem' Boden, feierten dies gebührlich und mit wundervollem Ausblick auf harsche Steinmassive und weiche Wiesenverläufe, die im flacher werdenden Licht wunderschön zu kontrastieren begannen. Ein Moment, der gerne in Erinnerung bleibt ...

    Malerische Landschaften.


    Freude. (& ein bißchen Erleichterung


    In dem Moment brummte dann wieder der Herr mit seinem weißen Geländewagen an uns vorbei. Wir freuten und überschwänglich und grüßten freundlich(st) - und irgendwie hinterließ sein etwas verschmitzter, jedoch zurückhaltender Ausdruck ein etwas komisches Gefühl ... er sollte doch nicht etwa?! ...

    DOCH. Sollte er.
    Er war der Mann mit dem Schlüssel, wie wir ein gutes Stück später feststellen durften. Unser basses Erstaunen war uns wohl noch ins Gesicht geschrieben, als wir ganz langsam auf ihn zurollten, während er gerade nach der (uns bis dato unbekannten) Sperrkette am NW-Ausgang der LGKS griff ...

    Ups.



    Mit demselben, nicht unfreundlichen Gesichtsausdruck senkte er uns nochmal die Kette, ließ uns passieren - und schloß dann klickend ab.
    Man muß einfach auch mal Glück haben ... Ich bin sicher, wir haben uns verstanden ...

    Durch & zu.


    So. An dieser Stelle könnte unsere Geschichte zum 2. Fahrtag eigentlich enden ...
    Da das in der Region aber nicht ohne das unausweichliche und überall präsente Fort Centrale möglich ist - müssen einfach noch zwei Bildchen her.

    Fort Centrale.


    Im Rückspiegel betrachtet, wieder eine wundervolle, durchweg gelungene Tagestour - in einer beeindruckend herrlichen Landschaft.



    Direkt vom Fort aus sind wir dann abgefahren - und haben zugesehen, daß wir in Tende noch schnell etwas zu Essen kaufen konnten, damit unser kleiner Camping-Grill ja nicht arbeitslos wird. Und einige Dosen Bier für den Abend mit den Stollenreitern mußten auch noch Platz im Rucksack finden.

    Tende, Einkauf & Aus.


    Und wäre es tief in der Nacht nicht irgendwann so kühl & 'trocken' geworden, dann hätte ich mit Maik wohl noch die ganze Nacht durchgequatscht ...
    So aber gingen wir irgendwann höchst verantwortungsvoll in die Schlafsäcke - Für die Jungs sollte der nächste Tag die Rückfahrt nach Hause, für uns hingegen das Verlegen unseres Camps von Tende etwas nordwärts in Maira-Stura-Tal bringen ... So gut, wie diese Nacht, habe ich schon lange nicht mehr geschlafen ...

  6. X-Moderator
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    #26
    in dem Spar-Laden war ich auch vor 6 Wochen......Schweineteuer da...

  7. HvG
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    #27
    Zitat Zitat von freewayx Beitrag anzeigen
    in dem Spar-Laden war ich auch vor 6 Wochen......Schweineteuer da...
    aber leckeren Käse und Salami

  8. X-Moderator
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    #28
    .. stümmt..

    hat Madame auch immer schön ihren Rundgang gemacht....

  9. Registriert seit
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    Standard

    #29
    Hi Stephan,

    einen suuper Bericht mit suuuper Bildern von einer super Tour hast Du da abgeliefert.
    Respekt!

    Wir haben im letzten Jahr die LGKS im umgekehrter Richtung mit Q und Kälbchen gemacht - und dann ebenfalls die Maira-Stura. Ein Traum!

    Viele Grüße!

  10. Registriert seit
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    #30
    Stephan, wie immer halt:

    tolle bilder, teils wahnsinnig tolle dabei
    und dein text passt auch wieder saugut!

    sehr sehr schöne tour, die ihr da hattet!
    ralf (mit träne im knopfloch)


 
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