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Strassenverhältnisse in der Mongolei

Erstellt von Michael K., 11.11.2015, 18:00 Uhr · 23 Antworten · 2.565 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Strassenverhältnisse in der Mongolei

    #1
    Hallo,

    ich überlege im nächsten Sommer von der Mongolei über den Pamir-Highway in den Iran zu fahren.Das Motorrad eine GS1200ADV würde ich mit einer Spedition in die Mongolei bringen lassen.Da ich keine grosse Lust auf Sandpisten habe,möchte ich gerne wissen,welche Strassen Richtung Russland asphaltiert bzw. sandfrei sind.

    Grüsse

    Michael

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    Standard

    #2
    Durchgehend neue Autobahnen (allerdings mautpflichtig ...)

    p.s. Schotter, Gras und Flüsse sind auch "sandfrei" !


    Motorradreisen - Mongolei - OVERCROSS Reisen

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    #3
    schau mal hier: www.klausmotorreise.com

    der hat ein großes wissen wenn eine tour richtung osten startet.

    wenn hier keine antwort kommen sollte, versuchs in der motorradkarawane...

    liebe Grüße

    ps: ich dachte in die mongolei fährt man auch wegen der herausforderung^^

  4. Registriert seit
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    #4
    Am liebsten sind mir natürlich Antworten mit Substanz und von Reisenden die das Land schon bereist haben.

  5. Registriert seit
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    #5
    Zitat Zitat von QVIENNA Beitrag anzeigen
    Durchgehend neue Autobahnen (allerdings mautpflichtig ...)

    p.s. Schotter, Gras und Flüsse sind auch "sandfrei" !


    Motorradreisen - Mongolei - OVERCROSS Reisen
    ???????????

    Also ich war bis jetzt 2 x mit dem Motorrad in der Mongolei.

    2013 und 2015.

    Wenn Du Sandpisten vermeiden willst gibt es nur einen Weg nach Russland, die ca 350km bis zur Russischen Grenze von Ulaanbaatar in den Norden Richtung Baikalsee.

    Es gibt in der Mongole 2 Hauptrouten in den Westen nach Russland.

    Die Nordroute.

    Die geht von UB einmal Richtung Norden, bei Darkhan dann Richtung Westen.
    Bis Moron ist das Asphalt, ab dann Sand, gepresste Erde, Flussdurchfahren usw....
    Ein Teil der Nordroute ist echt heftig, und im letzten Teil zwischen Ulaangom und Olgii hatten wir ca 35 Wasserdurchfahrten, von ganz leicht bis schwer.


    Die Südroute

    Hier ist die Hauptroute Ost/West in der Mongolei.
    Es wird inzwischen schon viel asphaltiert, doch mit Stand 2015 ist ca die Hälfte fertig oder zum Asphaltieren vorbereitet.
    Vorbereitet heißt, es ist starkes Waschbrett.
    Und der Rest ist Schotter, Sand oder Ähnliches.


    Die "Centerroute"

    Diese ist eigentlich die schönste Route meiner Meinung nach.
    Bis Kharakhorum und danach einige kurze Stücke bis Uliastay sind asphaltiert oder vorbereitet.
    Danach geht es dann ab Uliastay entweder weiter über die Nordroute oder nach Altai zur Südroute.
    persönlich würde ich da die Südroute empfehlen.

    Hier hab ich meine Reiseberichte über die Mongolei, da kannst Dir gerne mal die Fotos ansehen was Dich erwartet.
    Klaus Reisepage - REISEN / TRIPS


    Generell gilt aber schon:
    Wenn Du nur von Ulaanbaatar Richtung Baikal ducrh die Mongolei fährst, dann hast Du von der Mongolei eigentlich nichts gesehen.
    Die Strecken bis ca 4/500km um Ulaanbaatar herum sind Großteils Asphalt und da fahren auch die Mongolen aus der Stadt auf "Urlaub"
    Also ist die Gegend eher touristisch.

    Die eigentliche Mongolei fängt erst danach an.


    Ich hab mal für ein anderes Forum eine Zusammenstellung der Strecken gemacht:



    Detail der Nordroute im Westen:



    WEGBESCHREIBUNGEN IN DER MONGOLEI

    Stand 2015, mit Erfahrungen aus 2 Jahren. Kann sich aber immer ändern!!!



    Grüne Route:
    Nordroute direkt nach der Grenze von Tsaaganuur bis Ulaangom.
    Dieser Teil gilt wegen der schwierigen Bedingungen und der tiefen Wasserdurchfahrten als kaum befahrbar.
    In manchen Jahren ist viel Regen oder Schmelzwasser und dann kommt so gut wie niemand durch.

    Rote Route.
    Nordroute die zu befahren ist.
    Ca 35 Wasserdurchfahrten, davon 10 schwerere, aber mit normalen Enduros ohne Probleme machbar.
    Tieferer Sand für ca 50km aber sonst ok.


    Lila Route:
    Hat eine Wasserduchfahrt, die teilweise sehr tief und anspruchsvoll isst, kenne einige Geschichten wo sich Fahrer wegend er tiefe einen Schnorchel für den Luftfilter bauten, Allerdings habe ich 2015 auch 2 Fahrer getroffen, die da überhaupt kein Problem hatten. Kommt also auch hier auf den Wasserstand an.


    Türkise Route:
    Südroute.
    Gilt als die Einfache Route.
    2015 ist ca die Hälfte asphaltiert oder zum Asphaltieren vorbereitet.
    Trotzdem viel Waschbrett, Sand und auch durchaus Offroad.
    Bis Altai landschaftlich schön und ab dann eher etwas langweiliger.
    Kurz vor Khovd ist eine Wasserdurchfahrt, es gibt aber in ca 2km daneben eine Brücke.
    Vorher genau schauen, bei uns war 2013 ein kleines Schild mit einem Pfeil das wir übersehen bzw nicht beachtet haben !!

    Dunkelgrüne Route
    Centerroute über Altai bis Uliastay und weiter Tosontsengel und Kharakorum.
    Für mich persönlich der schönste Teil und auch Bergpässe und Wiesen mit Edelweiß und landschaftlich eher abwechslungsreich.
    Es ist schon immer wieder Sand auf den Strecken, aber das ist in der Mongolei normal.
    2013 waren auch teilweise Bauarbeiten für eine ordentliche Strasse, aber hauptsächlich nach Uliastay. Ab Kharakorum Asphalt
    Auf dieser Strecke auch viel Kultur.


    Dunkelrote Route.
    Tes bis Bayantes Nordstrecke
    Dieser Teil ist Tiefsand.
    Wer das nicht mag sollte in dem Bereich die Südroute nehmen

    Dunkelgraue Route:
    Tes bis Bayantes Südteil.
    Hier weniger Sandig, und gut zu fahren.


    Ocker Route
    Ulaangom bis Tes.
    Fand ich persönlich nicht so prickelnd, wenig abwechslungsreich, man ist auf ca 800Hm herunten, ungewöhnlich für die Mongolei. Strecke abwechselnd Schotter, Sand und Lehmboden. Bei Nässe sicher sehr spaßig.

    Schwarze Route.
    Bayantes bis Moron.
    Landschaftlich sehr schön, man kommt auch wieder auf über 1500 HM und hat Bergpässe und Flüsse.
    Strasse oft Lehmboden, der bei Regen sicher schlammig ist.

    Weisse Route:
    Moron über Bulgan und Darkhran bis UB
    Diese Strecke ist Asphalt.


    Generell ist die Mongolei trotzdem fordernd, für Motorrad und Mensch.
    Die Strassen sind generell etwas sandig oder Wellpiste.
    Alles was nicht fest ist wird abgerüttelt.
    Wasserdurchfahrten können nach Regen ( den man oft nicht sehen muß, der kann weiter Flussaufwärts niedergegangen sein ) oft sehr hoch sein, das ändert sich aber innerhalb weniger Stunden wieder. Manchmal hilft warten.
    Gerade Wasser ist sehr von der Jahreszeit und Niederschlag bzw. Schneeschmelze abhängig.

    Es kann auch vorkommen, das es im Sommer schneit, wir hatten 2013 einmal knapp über 0° beim campen. Im Juli !!

    Strecken sind auch sehr fordernd für die Kupplung!!

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    #6
    Hallo,

    danke für den Tip.Diese Seite von Klaus hatte ich schon gesehen.Der hat sehr gute Streckenbeschreibungen aufgeführt.Noch kurz zum Thema Herausforderungen.Ich plane von der Mongolei nach Indien zu fahren.Auf der Strecke gibt es genug Herausforderugen.Und sich mit einer schweren GS über Sandpisten zu quälen ist für mich heutzutage einfach nur idiotisch.Vor 20 Jahren habe ich so die Sahara durchquert,aber heute brauch ich das nicht mehr.

    Grüsse

    Michaek

  7. Registriert seit
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    #7
    Frage:
    Welche Strecke willst von der Mongolei nach Indien nehmen?

    Generell gilt:
    Du hast keine Sandpisten wie in der Sahara, aber die Länder dort sind alle generell sandig.
    Egal ob Mongolei, Kasachstan oder Usbekistan.

    Und man hat halt in den Tracks immer wieder Sand, oder Schlamm...
    Und diese gespurten Sandpisten können mühsam sein, sind aber fahrbar.
    Ist halt eine Frage der Erfahrung.
    Ich hab mir zB nach meiner ersten Fahrt auch Hechlingen gegönnt, und das hat mir viel geholfen .

    Kann Dir auch in Russland passieren, das eine Baustelle ist. Die sind dann schnell mal 30-50km.
    Und auch von groben Tiefschotter, bis Sand oder Schlamm alles vorhanden.

    Genau genommen, da kann nicht passieren, das passiert mit ziemlicher Sicherheit.
    Denn durch die Permafrostböden müßen die sehr viel reparieren.

  8. Registriert seit
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    #8
    Hallo Klaus,

    deine Anwort hat wirklich Substanz.Danke.Meinst Du die schwarze Route die dann von Murun Richtung Westen nach Russland führt,ist auch sandig?Ich bin schon oft im Sand gefahren,aber eine GS1200 ist dafür einfach nicht gemacht.Da nimmt man besser eine KTM 690 oder einen Geländewagen.

    Grüsse

    Michael

  9. Registriert seit
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    #9
    Die Schwarze Route geht noch, die ist ungefähr so:





    Aber danach wirds etwas krasser:





    Wobei, von den schwierigeren Strecken hab ich oft keine Fotos, aber das hast in den Videos ganz gut.

  10. Registriert seit
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    #10
    Hallo Klaus,

    Das sind ja mal wirklich absolut detaillierte und hilfreiche Infos für jemand der eine Mongolei Tour plant. Danke dafür, auch wenn ich selbst derzeit keine Reise dorthin machen kann.
    Stefan


 
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