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Von Appenzell nach Singapur 4.Juli-Ende Oktober 2016

Erstellt von swisscosmopolit, 01.05.2016, 13:57 Uhr · 7 Antworten · 775 Aufrufe

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    Standard Von Appenzell nach Singapur 4.Juli-Ende Oktober 2016

    #1
    Hallo zusammen

    Ich reise ab dem 4. Juli bis ca. Ende Oktober mit dem Motorrad von Appenzell nach Singapur
    Die ungefähre Route ist wie folgt:

    04.7.-06.7.2016: Schweiz-Ancona, dann Fähre bis Igoumenitsa
    06.7.-08.7.2016: Griechenland ->Türkei (Canakkale)
    08.7.-17.7.2016: Türkei (Bergama, Pamukkale, Cappadocia, Tatvan, Dogubayazit)
    17.7.-29.7.2016: Iran (Urmai, Täbris, Isfahan, Shiras, Yazd, Bam, Deyhuk, Maschad)
    29.7.-01.8.2016: Turkmenistan (Asgabat, Derweze Krater, Kunya-Urgench
    01.8.-08.8.2016: Usbekistan (Xiva, Buchara, Samrakand, Taschkent)
    08.8.-21.8.2016: Kirgisistan (10 Tage Sicherheitszeit, Motorard-Service bei netten Schweizern, neue Reifen, diverse Ausflüge in Hinterland und nach Kasachstan (Visa-frei))
    21.8.-21.9.2016: China (Die Reise durch China erfolgt aus logistischen Gründen mit den Jungs von Edelweiss)
    21.9.-25.9.2016: Laos (Luan Prabang, Vientiane)
    25.9.-01.10.2016: Thailand (Route noch offen)
    1.10.-20.10.2016: Myanmar (Route noch offen)
    20.10.- Ende Oktober: Malaysia->Singapore

    Wer ist in dieser Zeit auf ähnlichen Strecken unterwegs?

    Die Visa Anträge sind unterwegs (Iran, Uzbekistan, Transit Turkmenistan, China), Carnet de Passage bestellt, Impfungen erneuert, fehlende Ausrüstung ergänzt, bei Touratech ein halbes Vermögen für Gepäck und Motorradschutz ausgegeben, aus USA den LED-Zusatzscheinwerfer Rigid Industries SR-Series 6″ von BDCW mitgebracht und montiert (Hammer Kurvenlicht), bin begeistert).

    Mit der neuen GS1200 ADV übe ich bereits seit ein paar Tagen leichtes off-road (leider eiskaltes Wetter hier) im Appenzellerland) und habe einen letzten Punkt bei dem ich gerne um Eure Hilfe bitte:

    Wer hat Erfahrungen und Vorschläge für den perfekten Transport der Ersatzreifen auf dem Motorrad.
    Meine Idee ist es, den Vorderreifen (19-Zoll) hinten am Motorrad zu befestigen und den Hinterreifen (17-Zoll) auf der Gepäck anzubinden (wegen besserer Gewichtsverteilung auf der Hinterachse). (Für knapp 20.-- Franken kann man im Internet Reifentaschen kaufen, um nicht immer schwarze Finger zu haben beim hantieren.)

    Wer kennt eine Art Heckverlängerung oder einer Konstruktion um den Reifen hinten dranzuhängen?
    ich habe mal die optimale Höhe der Montage mit einem Holzstiel versucht zu ermitteln. (Siehe Bild von hinten)
    Könnten die Abgase von Auspuff den Reifen schädigen (Temperatur)?

    Anbei ein paar Bilder:
    Anhang 195003Anhang 195004Anhang 195005Anhang 195006Anhang 195007

    Freue mich auf Eure Kommentare und Anregungen.
    Pat

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    Standard

    #2
    Servus Pat,

    bin vor drei Wochen aus Singapur zurück gekommen...

    Wenn Du mit neuen Reifen los fährst sollten die bei den vielen Geradeaus-Fahrten locker für 25.000 km halten, meine Heidenaus sind jetzt nach 23.000 km immer noch zu gebrauchen und werden nur aufgrund der Reifenpanne in Georgien gewechselt. Wenn Du einen Schlauch drin hast den Du flicken kannst würde ich gar keine Reifen mitnehmen. Da Du nicht durch China fährst sollte ein Satz Reifen ausreichend sein da Du vermutlich nicht mehr wie 20.000 km fahren wirst...
    Und für den Zeitplan benötigst Du eigentlich kein Offroad wo Du Dir die Reifen vernichtest, das wird schon stressig genug, und ein paar Schottersträßchen dürfte ja kein Problem darstellen...

    Zu Deiner Streckenplanung:
    Ähm, joa, machbar, aber furchtbar hektisch, also richtig furchtbar hektisch...

    Türkei
    sind meiner Meinung nach zehn Tage zu wenig, wenn Du noch Sightseeing einschieben willst.

    Für den Iran sind zehn Tage definitiv zu wenig, für die von Dir geplante Strecke musst Du mindestens 20 Tage rechnen, auch wenn es dort sehr viel gradeaus geht, so ist da 500 km am Tag kein Pappenstiel, und dann hast Du auch nur die großen Hauptstraßen, interessant werden aber erst die etwas kleineren Nebenstrecken. Und Landschaftlich und Motorradfahrertechnisch gesehen müsstest Du Dich viel mehr im Norden zwischen Teheran und Kaspischen Meer aufhalten, Kurven und Berge en masse.

    Turkmenistan da hast Du nen Krater erwähnt. Vergiss es, Sightseeing ist bei diesem 4-Tages-Transitvisum nach Berichten von anderen Reisenden von Ende 2015 NICHT möglich.

    In Usbekistan von Chiwa nach Taschkent ist es ebenfalls mehr als sportlich wenn Du das in acht Tagen machen willst. Du wirst abends so ko sein dass Du weder Bucchara noch Smarkand anschauen kannst.

    Laos ist sehr geil, aber nimm Dir da ein paar Tage mehr Zeit und fahr auch in den Osten rüber, aber nicht zu weit nach Süden, auch da sind nur die kleineren Nebenstraßen interessant, die Hauptstraßen sind verhältnismäßig stark befahren und gefährlich. Versicherung kann an der Grenze beantragt werden, Visum gibt es für Schweizer an der Grenze Kostenfrei für 15 Tage

    Myanmar
    benötigst Du einen Legal Officer, einen Guide und deren Fahrer. Das MUSST Du spätestens vier Wochen bevor Du in das Land einfährst beantragen, inklusive genauer Streckenplanung und vorgebuchten Hotels! Wenn Du das ganze auf eigene Faust erledigen willst stelle Dich für Deine geplanten 20 Tage deutlich über 6.000,-- EUR ein, mit Hilfe von örtlichen Reisebüros kann es günstiger werden, ich habe für 15 Tage all inkl. 2.600,-- EUR bezahlt. Die südlichen Grenzübergänge nach Thailand sind derzeit NICHT offen, Du musst also spätestens in Mae Sot rüber, von da brauchst Du mindestens 3 Tage bis Malaysia

    Thailand halte Dich vor allem im Norden auf, ALLES südlich der Linie von Mae Sot und Petchabun ist furchtbar langweilig...
    Für Thailand benötigst Du übrigens eine Versicherung, kann im Normallfall an der Grenze beantragt werden.
    Visum gibt es an der Grenze für Schweizer für 12 Tage, könnte knapp werden, darauf achten dass das Motorrad trotzdem 28Tage temporären Import gibt, wenn Du den temporären Import überschreitest wird es richtig teuer (bis zu 40.000,-- EUR), Personenvisum kostet wenn Du es überschreitest mittlerweile 100,-- $ pro Tag, max. 1.000,-- $.

    Malaysia, vermeide die Cameron Highlands, sieht zwar auf der Karte gut aus, aber man kann vor lauter Touristen nicht mehr fahren, halte Dich lieber im Norden entlang der Thai-Grenze auf oder dann nordöstlich von KL (z.B. Frasor Hills). Wenn Du KL mitnehmen willst, plane mindestens zweieinhalb Tage ein.

    Singapur benötigst Du eine Versicherung, eine Zulassung und noch ein paar andere Papiere. Diese kannst Du NICHT an der Grenze beantragen und nach meinen kurzen Recherchen nachdem ich an der Grenze fest gesessen bin, auch nicht online. Sprich, Du musst das Mobbed in Malaysia parken, mit dem Bus nach Singapur rein, die Papiere besorgen, was durchaus ein paar Tage dauern kann, und erst dann kannst Du das Motorrad holen...

    Für mein Gepäck hatte ich meinen Babysarg auf dem Soziussitz montiert, wenn Du die Möglichkeit hast, mach sowas, dann ist alles versorgt, Du kommst überall bei und Du kannst alles abschließen...

    Soviel mal auf die Schnelle... Ein paar mehr Infos findest Du auf meiner website... Ansonsten kannst Du Dich gerne melden, dann versuche ich das etwas näher zu erläutern...


    Grüße von einem der sich für diese Strecke zwei Monate länger Zeit gelassen hat...

    Ecki

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    #4
    Hi Ecki
    Vielen Dank für den Feedback.
    Freut mich sehr und würde gerne mich mit Dir intensiver austauschen.
    Ich war im Januar einen Monat in Peru mit dem Motorrad, das hat mich übrigens dazu bewogen, jetzt bald wieder in den Sattel zu steigen, eigentlich wollte ich ja erst im November den Rest der Panamericana machen, von Süden nach Norden.

    Hmm... zugegeben, ist durchaus zeitweise eng geplant.
    Allerdings muss ich sagen, das es ein paar Punkte gibt, wo ich das etwas entspannter sehe, bzw. interpretationsunterschiede vorliegen:
    ich fahre 30 Tage durch China, allerdings nicht alleine, sondern mit anderen die mit Edelweiss aus Österreich organisiert wurden. darum brauche ich auch die Reifen.

    Türkei:
    Ist mir nicht ganz unbekannt, und versuche zügig bis Tatvan zu kommen, wo ich bereits eine Unterkunft habe. Insofern sehe ich 10 Tage als nicht zu grossen Stress für die 2800km.

    Iran:
    es sind 12 Tage, allenfalls 14 Tage für die 4000km.
    ich weiss, etwas stressig, aber da ich Teheran umfahre und mich auf Isfahan, Shiras, Bam und kurz Maschad konzentriere, scheint das auch machbar zu sein. In Isfahan und Maschad habe ich bereits Couchsurfing Kontakte (das ist unglaublich, wie gut das im Iran geht). Dazwischen zelte ich, wenn es mir mal zu anstrengend wird. Ausserdem gibt es auch genug Hotels.

    Turkmenistan:
    Ehrlich gesagt, ist mehr als eine Übernachtung in Asgabat unnötig. Der Krater ist auf dem weg nach Usbekistan und problemlos zu besuchen. Hat direkt daneben sogar einen Campingplatz und sind immer ein paar Reisende mit Jeep oder Motorrad anzutreffen. Bekannte von mir werden Anfang Juni dort sein.
    Ich habe das Transit-Visum für 5 Tage, brauche aber effektiv 3 Tage, bzw. maximum 3 Übernachtungen.
    Es geht eh nur geradeaus durch die Wüste und Turkmenistan ist eher langweilig.

    Usbekistan:
    Hier hast Du vollkommen recht. Habe je zwei Tage in Xiva, Buchara und Samarkand geplant. Taschkent ist nix besonderes, da war ich schon mal vor vielen Jahren. Da ich für Kirgisistan kein Visa brauche und ich für Usbekistan ein 30-tage Visa habe, kann ich auch ein paar Tage dran hängen, falls ich mag.

    Kirgisistan/Kasachstan:
    beide Länder Visa-frei, daher unproblematisch. Ausserdem habe ich in Osch(Kirgisistan) bereits abgemacht, und kriege einen Satz neue Reifen (made in South-Korea) würde aber meine mitgebrachten TKC70 aufziehen und die Koreanischen als Reserve mitnehmen.

    China:
    ich muss am 21.8. an der Grenze zu China stehen, sonst wird das mit der Durchfahrt nicht klappen. Daher auch die 10 Tage Reserve davor. Die 30 Tage China-fahrt mache ich mit anderen Motorradfahrern. Dort brauche ich auch die Reifen zur Sicherheit.

    Laos:
    Ja, kenne ich bereits und ist eigentlich ausser der Unfallgefahr völlig unproblematisch und wie Du schreibst "geil". Als Schweizer kann man auch 30 Tage Visum haben, analog Thailand. Die Fahrt durch die extremen bergstrecken ist sicher ein Highlight.

    Thailand:
    Absolut unproblematisch, ausser der Verkehr natürlich:-), Carnet de Passage aus der Schweiz akzeptiert, Visum für 30 Tage ist Standard. War die letzten Jahre viel dort und fast das ganze Land mit dem Auto schon bereist. Eigentlich fahre ich nur durch Thailand durch, besuche ein paar Leute im Isan, Korat und BKK. (alles auf der Strecke)

    Myanmar:
    Yes, das ist der Höhepunkt. Die magische Südroute ist wohl das einzige echte Abenteuer auf der ganzen Strecke. Ich war im Januar 2015 bereits in Myanmar, einfach ohne Visum über die Grenze marschiert (Grenzübergang nördlich von Chiang Rai). Kein Guide, kein Garnichts. Habe drüben ein Scooter gemietet und einfach rumgedüst. Ein-/Ausreise-Stempel gabs direkt in den Pass reingestempelt. Nun versuche ich es mit dem Motorrad bis es klappt :-), vielleicht brauche ich einen guten Schlepper.
    Habe gehört, dass der Grenzübergang im Süden Kawthaung-Ranong seit Ende 2015 offen ist, was ich bei den vielen Gast-/Schwarzarbeitern aus Myanmar in Thailand durchaus als realistisch einstufe.

    Malaysia:
    ja, sehe ich gleich. Habe die Strecke KL-Malakka schon gefahren (allerdings Autobahn mit dem Auto).

    Singapore:
    Wenn die Theater machen, dann bleibe ich halt mit dem Bike draussen. ich kenne Singapore von vielen Reisen und mag diese Pseudo-saubere Polizei-Stadt nicht besonders, ausser den Singapore-Sling:-), aber den kann ich mir dann auch zu Fuss holen:-)
    Falls ich nicht weiter nach Indonesien->Australien (Darwin) fahre (verschiffe) würde ich das Motorrad eh von BKK aus wieder per Flugzeug nach Europa oder Argentinien transportieren lassen.

    Wie gesagt, alles ab Laos plane ich nicht so genau, da ich nur 2 Fixpunkte habe, das Transitvisa Turkmenistan und den China-Start.


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    Pat

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    #5
    Btt und zu Deiner Frage:" Könnten die Abgase von Auspuff den Reifen schädigen (Temperatur)?"


    Alles in der Nähe des Abgasstrahls ist auf Dauer eine schlechte Idee, hier gibt's schon viele Bilder von Skulpturen aus rudimentären Blinkern, die den thermischen Weg alles Irdischen durchlitten haben. Mir hat es vor vielen Jahren selbst ein im Wind pendelndes Gurtstück vom Spanngurt weggebrannt

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    #6
    Smile...
    Hallo Ecki....nochmals ein Feedback:h
    Habe gerade Deine "das Leben ist eine Reise" page etwas durchforstet...wow, Hut ab und herzliche Gratulation!!
    Sehr bewegend, vor allem das Thema Iran.

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    #7
    Hi Apfelrudi, danke für den Hinweis.
    Könnte man den Reifen an der kritischen Stelle schützen? ich denke, zum Beispiel mit Hitzeschutz Auspuffband umwickeln.
    Möchte irgendwie die Idee mit dem Reifen hinten als Gummipuffer nicht so einfach aufgeben...

    fullsizerender.jpg

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    #8
    Sorry, habe dazu keine Idee.
    Und was ist, wenn Du Dir den Reifen vorab schon wo hin schicken lässt? (natürlich mit dem Risiko, dass Du ihn natürlich genau woanders brauchst)


 

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