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Wie sicher ist Marokko?

Erstellt von BerniB, 26.09.2014, 17:02 Uhr · 40 Antworten · 6.752 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #11
    Zitat Zitat von Viator Beitrag anzeigen
    Ich habe auch eine Reise nach Marokko geplant und zwar schon für mitte Oktober. Ein wichtiger Streckenabschnitt ist für mich die Piste Zagora, die liegt allerdings einerseits im Grenzgebiet zur Algerischen Sahara und ist zweitens recht dünn besiedelt - deswegen will ich da ja hin.

    Wenn dass AA nun die Sicherheitshinweise verschärft und u.a. Das hier schreibt



    dann mache ich mir schon Gedanken. Normalerweise bin ich bei sowas ja recht robust und denke mir dass die ja von mir sowieso nix wollen. Aber dieses Mal ist das irgendwie anders und wenn dann schon mit so einem doofen Gefühl unterwegs ist bringt das ja auch nix.

    Glücklicherweise habe ich keine organisierte oder geführte Tour gebucht sondern wollte auf eigene Faust los, daher brauche ich jetzt auch nichts stornieren .... aaahhaaber ... wo fahre ich jetzt alternativ hin??????

    Ich habe die halbe Nacht wach gelegen weil ich nicht weiß wohin ich nun am 11.10.14 aufbrechen soll ... hat jemand einen Tipp?

    Greetz

    Viator
    Dieser Sicherheitshinweise steht da schon seit Jahren. Das ist nichts neues, und das in wüstengebieten Entführungsgefahr besteht, sollte jedem, der die Nachrichten verfolgt, seit mindestens 5 Jahren bekannt sein.

    Das einzige, was sich geändert hat, ist die Öffentlichkeitsarbeit der Entführer - enthauptungsvideos haben schon etwas beklemmendes.

    Wie andere schon gesagt haben, es gibt genug sichere Gegenden in marokko.... Die immer noch mehr nach wüste Aussehen wie das meiste andere das du recht einfach mit dem Moped erreichen kannst.

    Ich mach mir mehr Sorgen um Amper.... Kein arabisch, kein französisch... Das wird sicher spannend....

    Frank

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    #12
    Ich finde Sprachkenntnisse werden vollkommen überbewertet, mein Französisch ist auch schon über 30 Jahre her und Grund für eine Ehrenrunde gewesen. Und ob mein Arabisch aus zwei Jahren Kuwait-Aufenthalt Ende der 70er noch etwas brauchbares hergibt ist auch fraglich.

    Anyway, ich lasse mich lieber positiv von Amper überraschen mit seinem Reisebericht als dass ich mir anhören muss: "siehste, habe ich Dir doch gleich gesagt, ... und überhaupt, wie kann man da nur hin, das AA hat doch davor gewarnt" wenn sie ausgerechnet mich kidnappen. Und dann will nachher keiner was für mich bezahlen und dann lassen die Spackos mich nachher kopflos inne Wüste liegen, ... nene

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    #13
    im Übrigen stimmt es nicht ganz, dass die Reisewarnung seit 5 Jahren gleichlautend ist. Sicher sind die grundsätzlichen Warnungen vor Abgelegenen Gebieten schon immer da gewesen, aber neuerdings ist da doch ein etwas schärferer Zungenschlag drin, und wenn es nur die Umbenennung von "allgemeine Reisehinweise" in " dringende Sicherheitshinweise".

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    #14
    Zitat Zitat von Viator Beitrag anzeigen
    im Übrigen stimmt es nicht ganz, dass die Reisewarnung seit 5 Jahren gleichlautend ist. Sicher sind die grundsätzlichen Warnungen vor Abgelegenen Gebieten schon immer da gewesen, aber neuerdings ist da doch ein etwas schärferer Zungenschlag drin, und wenn es nur die Umbenennung von "allgemeine Reisehinweise" in " dringende Sicherheitshinweise".
    Da hast du sicher recht. Ich will auch niemanden raten irgendwohin zu fahren, wo er sich nicht wohl fühlt.

    Es gibt genug schöne Gegenden in dieser Welt - viele davon sind allerdings etwas unsicherer als der Schrebergarten um die Ecke - man muss sich auch nicht verrückt machen lassen.

    Frank

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    Daumen hoch Marokko, Daumen hoch

    #15
    Das was das Auswärtige Amt kommuniziert, ist eine "Pflichtübung".
    Wenn jemand etwas zustößt und sie hätten nicht gewarnt, würde es doch gleich heiß,
    ja warum sagt uns denn keiner was.

    Sie müssten eigentlich viel mehr vor Reisen nach London, Paris, New York usw. warnen.

    War im April für 4 Wochen in Marokko, davon 3 Wochen alleine. Hauptsächlich in südöstlicheren einsameren Regionen.
    Da habe ich mich die ganze Zeit über sehr sicher gefühlt.
    Natürlich ist sowas immer nur ein Gefühl. Und so ganz direkt an der Ost und Süd Grenzlinie würde ich mich höchstens ganz kurz aufhalten.
    Momentan würde ich mich bedenkenlos, praktisch überall in Marokko, bewegen.

    Was im April 2015 ist, kann heute niemand wissen.
    Tatsache ist, dass man inzw. fast überall auf der Welt, mit einer gewissen Gefahr rechnen muss, dass Extremisten einen in irgendeiner Form missbrauchen. Das macht mir Sorgen.

    Für Marokko, seine außerordentliche Vielfalt und seine Menschen, lohnt es sich nicht zu ängstlich zu sein.
    Vorsichtig und umsichtig schon.

    Zur Sprache, natürlich ist es toll wenn man ein paar Worte arabisch drauf hat. Das ist eher eine Sache der Höflichkeit.

    Ich kann nur sehr schlecht einige Brocken Französisch. Gerade ausreichend um ein Zimmer und etwas zu essen und trinken zu bestellen. Viele etwas Jüngere sprechen englisch, (was ich aber auch nur schlecht beherrsche).

    Darüber würde mir keine nennenswerten Sorgen machen.
    Natürlich wäre es genial, für Reisen nach Marokko, gut französisch zu sprechen.

    Für alle die es tun, gute Reise!
    Gruß Rolf

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    #16
    Die Gefahr von Terroristen "missbraucht" zu werden ist relativ gering, besonders wenn man sich vornehmlich im Landesinneren aufhält.
    Vorsicht ist im Rif-Gebirge geboten (dort fährt kein Guide einer vernünftig geführten Tour mit einem hin), denn hier kann man zum ungewollten Drogenkurier werden sofern man sich außer Sichtweite des Fahrzeugs begibt.

    Wer Wüste will der fährt einfach parallel rechts oder links der eigentlichen Straßen, da hat man schon genug Stein- und Geröllwüste.
    Weiß nicht mit welchen Fahrzeugen ihr euch in Marokko bewegt, aber am Erg Chebbi gibt es genügend Sand, dort ist es auch sicher.
    Anfahrt dort hin ist weitläufige Piste, hier kann man eine GS nach Herzenslust ausquetschen. Durch die Dünen des Erg selbst kommt man mit einer Reiseenduro nicht, entsprechende Pellen vorausgesetzt kann man sich höchstens durch die Ausläufer quälen. Der Sonnenuntergang dort ist aber definitiv sehenswert.

    Süden und Südosten Marokkos ist sicher, von den Grenzen würde ich mich fernhalten, westlicher Rand des Rif-Gebirges ist auch kein Problem, nur allzu weit Richtung Grenze vorwagen würde ich mich nicht.
    Wer es dennoch tut bekommt u.U. Probleme mit Polizei und Zoll. Wer sich dort herumtreibt hat im Regelfall nur eines im Sinn, entsprechend lauern dort Späher. Wer sich also unnötige Kontrollen ersparen will macht einen möglichst großen Bogen um diesen "Hotspot".

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    #17
    Zitat Zitat von KaTeeM is a sche... Beitrag anzeigen
    Ich bin sehr gespannt auf Deinen Bericht. Viel Spaß und keinen Stress wünsche ich Dir.
    Gruss Jan
    danke Jan, hoffe ich auch. ich hab nen Foto und die GoPro dabei, ihr werdet wieder viele Bilder ertragen müssen.

    Zitat Zitat von fmantek Beitrag anzeigen
    Ich mach mir mehr Sorgen um Amper.... Kein arabisch, kein französisch... Das wird sicher spannend....
    mußt du nicht, ich kann bayrisch und rudimentär englisch, also bestens gerüstet für die Welt.

    Zitat Zitat von vierventilboxer Beitrag anzeigen
    Vorsicht ist im Rif-Gebirge geboten (dort fährt kein Guide einer vernünftig geführten Tour mit einem hin), denn hier kann man zum ungewollten Drogenkurier werden sofern man sich außer Sichtweite des Fahrzeugs begibt..
    hab ich gehört, aber wenn man nach Chefchouen will und von dort nach Fes....ich sag denen einfach ich bin Nichtraucher

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    #18
    Genauso isses dem gibts nichts hinzu zu fügen!!!
    Zumindest wars im April/Mai 2014 so.

    Zitat Zitat von vierventilboxer Beitrag anzeigen
    Die Gefahr von Terroristen "missbraucht" zu werden ist relativ gering, besonders wenn man sich vornehmlich im Landesinneren aufhält.
    Vorsicht ist im Rif-Gebirge geboten (dort fährt kein Guide einer vernünftig geführten Tour mit einem hin), denn hier kann man zum ungewollten Drogenkurier werden sofern man sich außer Sichtweite des Fahrzeugs begibt.

    Wer Wüste will der fährt einfach parallel rechts oder links der eigentlichen Straßen, da hat man schon genug Stein- und Geröllwüste.
    Weiß nicht mit welchen Fahrzeugen ihr euch in Marokko bewegt, aber am Erg Chebbi gibt es genügend Sand, dort ist es auch sicher.
    Anfahrt dort hin ist weitläufige Piste, hier kann man eine GS nach Herzenslust ausquetschen. Durch die Dünen des Erg selbst kommt man mit einer Reiseenduro nicht, entsprechende Pellen vorausgesetzt kann man sich höchstens durch die Ausläufer quälen. Der Sonnenuntergang dort ist aber definitiv sehenswert.

    Süden und Südosten Marokkos ist sicher, von den Grenzen würde ich mich fernhalten, westlicher Rand des Rif-Gebirges ist auch kein Problem, nur allzu weit Richtung Grenze vorwagen würde ich mich nicht.
    Wer es dennoch tut bekommt u.U. Probleme mit Polizei und Zoll. Wer sich dort herumtreibt hat im Regelfall nur eines im Sinn, entsprechend lauern dort Späher. Wer sich also unnötige Kontrollen ersparen will macht einen möglichst großen Bogen um diesen "Hotspot".

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    #19
    Also, auf vielfachen Wunsch gebe ich mal hier meine Meinung zum Besten!

    Gerade in den letzten Tagen wurde ich immer wieder von Reisebüros oder Bikern angefragt, wie meine Einschätzung für diese oder jene Situation sei. Ich lebte 30 Jahre in Afrika und bin 4 Mal im Jahr in Marokko. Zur Zeit schreibe ich an einem neuen Reiseführer "Marokko mit der GS". In Marokko wiederum hat der BMW GS CLUB seine eigene Vertretung in Casablanca und wir arbeiten intensiv mit vielen Hotels zusammen. Mit Marokko telefoniere ich fast jeden Tag, schon um das größte BMW GS Treffen, das es jemals in Afrika gegeben hat, ordentlich organisieren zu können. Wir haben also praktisch alle 100 Km einen Vertrauten sitzen, der informieren und helfen kann.

    Auswärtige Amt:

    Ja, richtig, die warnen schon seit Jahren vor Ausflügen an der algerisch-marokkanischen Grenze ab und von der Westsahara sowieso!

    Trotzdem fahren jedes Jahr 500.000 Touristen, oft auch alleine, genau in dieses Grenzgebiet und es passierte gar nichts!

    Das AA muss aus rechtlichen Gründen diese Warnungen herausgeben, aber sie sind auch nicht völlig aus der Luft gegriffen! Hier benötigt es Fachleute, um die jeweilige Situation von Woche zu Woche einordnen zu können! Wie ernst ist die Warnung zu nehmen? Wir werden in D ja auch ab und zu vor Terroranschlägen dringend gewarnt, dann gibt es die Patrouillen mit MPs an den Flughäfen und Bahnhöfen... denkt sich da jemand etwas dabei, wenn er in Frankfurt oder Hamburg in den Flughafen geht? Nein, eigentlich ist dort die Gefahr so gut wie nicht spürbar oder existent. Die USA warnten vor 2 Jahren dringend vor einem Besuch in Garmisch- Hintergrund: hier wurden einige Gis verprügelt und die USA fürchteten um eine Revolution in Bayern mit starken Übergriffen auf Fremde. Na ja.

    Konkret:

    Viele kenne mich hier persönlich und wissen, dass ich weder Wahnwestenfahrer bin, noch vor irgendetwas Angst hätte. In Afrika bin ich zuhause , spreche die Sprachen und liebe die orientalische Kultur. Soweit zu meiner Einstellung.

    Heute, am 27.9. würde ich als GS Fahrer:


    - keinesfalls nach Algerien, Tunesien, Libyen oder Ägypten fahren.

    Ich möchte Urlaub und Freude erleben und mir keinen Stress machen müssen!

    - die Strecke Merzouga-M'hamid- Lac Iriki meiden (Desert Highway)

    die Grenze zu Algerien ist dort zu "offen" !

    - den Süden Marokkos (Foum Zguid- Guelmim) nur mit mehreren Maschinen befahren

    einsame Strassen...

    - nicht in die Westsahara fahren

    mit dem "Erfolg" der letzten Terroraktion in Algerien steigt dort das Risiko!


    Die letzten Tage wurden Djiahdisten in Ceuta und Melilla verhaftet! Die Polizei in Marokko ist omnipräsent und in Alarmstufe ROT versetzt worden.

    Ergo:

    Marokko kann nach wie vor gut und sicher bereist werden, aber seit letzter Woche haben sich einige Dinge geändert!

    Das kann sich die nächsten Wochen entspannen oder noch verschlechtern.

    Meines Dafürhaltens ist die Überfahrt nach Marokko, der Atlas und die Atlantikküste absolut sicher. Marrakesch (letztes Bombenattentat 2011) ist sicher und nach Erfoud oder Merzouga- kein Problem!

    Wer Tages-News haben will, kann sich an mich wenden.

    Grüße


    Gérard

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    #20
    danke dir Gerard, so sehe ich das auch.
    die Strecke Merzouga nach M`hamid habe ich von der Liste eh gestrichen , ich denke das ist eh nix für eine Yamaha Tricker


 
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