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Wie wird ein Motorrad auf dem Autozug festgemacht?

Erstellt von palmstrollo, 25.11.2008, 17:37 Uhr · 23 Antworten · 7.962 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Wie wird ein Motorrad auf dem Autozug festgemacht?

    #1
    Ich habe eben ein Bild gesehen, auf dem Motorräder auf einem Reisezug standen. Die Mopeds standen allesamt auf dem Seitenständer und waren nach links hin mit Gurten an einer Reeling festgemacht. Leider konnte ich auf dem Bild nicht erkennen, ob nach rechts auch Gurte gespannt waren. Ich gehe aber mal davon aus
    Was mich dabei stört ist folgendes: Wir fahren nächstes Jahr mit dem Auto-Zug nach Verona. Ich würde dabei meine Q allerdings ungern auf dem Seitenständer stehend auf einem Zug transportiert wissen. Wenn ich die Q auf meinem Hänger transportiere, steht sie auch auf keinem Ständer und kann (wenn sie will) einfedern.
    Werden die Mopeds von den "Verladetechnikern" so verzurrt, dass der Ständer nachher entlastet ist?
    Oder ist meine Sorge um den Ständer bzw. seine Aufnahme unbegründet?

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    #2
    Der Seitenständer ist nicht völlig entlastet. Aber meine Kuh hat das Prozedere nun schon 4x Hamburg - Lörrach und retour mitgemacht - ohne den geringsten erkennbaren Verschleiss. Es sind 4 Gurte, die den Töff quasi an den Boden nageln - dadurch bekommt der Seitenständer keinerlei Mehrbelastung durch seitliches Neigen oder so.
    Wenn du dich mit dem Absteigen nicht beeilst, haben die Jungs zumindest der DB deine Muh verschnürt, bevor du beide Beine am Boden hast Die wissen sehr genau, was sie tun. Da kannst du ganz entspannt Profis ihr Werk vollbringen lassen!

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    #3
    Meine Mopeds sind dauernd auf irgendwelchen Fähren unterwegs - liegt an meiner Location - und auf Autoreisezügen war ich auch schon des öfteren. ein Dreibein fällt nicht um, daher gibts nichts besseres als den Seitenständer, um deine Kuh zu vertäuen. Wenn stahlaugen auf dem Boden sind, dann am besten um den Rahmen oder über die Sitzbank (auch wenn manche das nicht so gern tun, da sie Schäden an der Bank befürchten, was man aber ausgleichen kann, indem man seine Handschuhe darunterlegt) und dann kräftig in die Federn ziehen. Hat in der irischen See schon Windstärke 10 überlebt, als die Lastwagen anfingen zu rutschen. Für den Veronazug reichts allemal. Viel Glück

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    #4
    Zitat Zitat von Nordlicht Beitrag anzeigen
    Der Seitenständer ist nicht völlig entlastet. Aber meine Kuh hat das Prozedere nun schon 4x Hamburg - Lörrach und retour mitgemacht - ohne den geringsten erkennbaren Verschleiss. Es sind 4 Gurte, die den Töff quasi an den Boden nageln - dadurch bekommt der Seitenständer keinerlei Mehrbelastung durch seitliches Neigen oder so.
    Wenn du dich mit dem Absteigen nicht beeilst, haben die Jungs zumindest der DB deine Muh verschnürt, bevor du beide Beine am Boden hast Die wissen sehr genau, was sie tun. Da kannst du ganz entspannt Profis ihr Werk vollbringen lassen!
    Gut erklärt, Holger. Nur hättest Du ein schöneres Bild reinstellen können:




    PS: Theoretisch sollte bei den GSen die Halterung vorne vorteilhafter nicht an die Federbeine, sondern hinten an dem Ding (heisst das Telelever? - aber guck auf meinem Bild) angemacht werden - hab ich mal gelesen. Aber das können Dir hier die 'Profis' sicher besser erklären ;-)

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    #5
    Hallo Palmstrollo!

    Das Problem ist das Entladen. Da lösen die Mitarbeiter der Bahn oft die Gurte bevor sie die Fahrer auf den Zug lassen und da bestünde die Gefahr, daß sie ohne ausgeklappten Ständer - gerade stehend und nur in die Federn gespannt und verzurrt - beim Lösen der Gurte umkippen würde.

    Fahre seit 10 Jahren mehrfach im Jahr mit dem Autoreisezug, denke ein bißchen Geschaukel auf dem Zug ist besser als der Verschleiß an Mensch und Maschine bei Tausenden Mehrkilometer.

    Grüße

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    #6
    Moin,

    meine hat ist auch schon desöfteren mit einem Autozug transportiert worden, ich habe sie meistens auf den Hauptständer gestellt.
    Das verzurren selber machen die Bahnmitarbeiter.
    Du bekommst von denen vier kurze Schlingen die du an der Q befestigst , an diesen Schlinge befestigen die Bahnmenschen dann ihre Zurrgurte.
    Die Schlingen vorne am besten irgendwo am Standrohr anbringen, hinten an den Gepäckbefestigungspunkten.

  7. Registriert seit
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    #7
    Danke für eure Antworten.
    Ich habe dann nochmal gründlicher auf den Seiten der Bahn gesucht und auch das Passende gefunden:

    ...
    Beim Festziehen der Gurte ist die Reihenfolge wichtig
    Zuerst werden die Hakengurte auf der linken Seite (Seitenständerseite) ohne Spannung angezogen. Danach werden die Gurte auf der rechten Seite angezogen und die Maschine dabei leicht in die Federn gezogen. Die Federn des Motorrades bestimmen letztendlich die Spannung der Gurte. Beim Anziehen der Gurte auf der rechten Seite wird die Maschine leicht nach rechts gezogen, so dass der Seitenständer entlastet wird.
    Durch die Verwendung von vier Gurten kann, auch wenn der Seitenständer wegklappt oder defekt ist, das Motorrad nicht umkippen.
    Bei der Anbringung der Anschlaggurte und der anschließenden Verzurrung mit den Hakengurten muss darauf geachtet werden, dass die Gurte nicht nach unten rutschen und frei gespannt werden können. Die Gurte dürfen weder über Teile des Motorrades geführt werden, noch dürfen sie Spannung auf Anbauteile oder Verkleidungsteile ausüben
    ...

    Bin jetzt beruhigt. Nochmals Danke.

  8. Registriert seit
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    #8
    Zitat Zitat von bernyman Beitrag anzeigen
    ich habe sie meistens auf den Hauptständer gestellt.
    Und die Kerle haben dich nicht vom Zug geschmissen?

    Auf dem letzten Autoreisezug stand kein einziges Mopped auf dem Hautpständer, ich glaub die sehen das auch nicht gerne.

  9. Registriert seit
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    Standard

    #9
    Gibt es eigentlich noch Moppeds die keinen Seitenständer haben?

  10. Registriert seit
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    Standard

    #10
    Hallo,

    ich habe mir diese Jahr vor meiner ersten Autozugfahrt auch Gedanken gemacht und habe versucht, mich schlau zu lesen.

    Eins habe ich aber gelernt:

    Keine Gedanken machen - die Typen vom Autozug machen das schon!!!!

    Also wirklich, keine Sorge - alle Mopeds sind heil geblieben

    Gruß Otti

    PS. Hier jedoch eine kleine Adventure-Geschichte:
    Ich habe mir das DIN A4-Blatt auf dem "Bozen" stand auf die feuchte Scheibe geklebt. Das sollte man nicht machen, denn beim Einfahren in den Zug muss man mit dem Helm bis auf den Tank herunter und da war genau im Blickfeld auf der Scheibe mein DIN A4-Blatt
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken bozenzettel.jpg  


 
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