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zwei neue GS und nach Rumänien evt. Ukraine

Erstellt von dodgemolli, 29.08.2010, 09:55 Uhr · 17 Antworten · 3.044 Aufrufe

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    #11
    .... Bilder und Bericht werden folgen, ich hatte mir von Baedeker den Rumänienreiseführer gekauft, der ist mit einer großen Reisekarte und allen Infos rund um Land und Leute, den kann ich wirklich nur empfehlen, er hat zwar 23 Euro gekostet aber das Geld ist er wert, wann wollt ihr nach Rumänien aufbrechen?

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    #13
    ich bin schon in beiden ländern lange gewesen und kann euch bei bedarf ein paar einzelheiten zu mailen. die hier alle reinzuschreiben würden den rahmen sprengen.

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    Standard Rumänien Moldawien Ukraine

    #14
    Hier mal mein Bericht von meiner ersten Tour in die Ukraine aus dem Jahr 2006. Probleme mit Diebstählen oder ähnlichem hatte ich bei meinen beiden Reisen nicht!

    Wie versprochen mein Reisebericht, losgefahren bei normalem Wetter, das sich ab Dachau aufs übelste veränderte. Bei strömenden Regen ging es weiter über Salzburg, Wien nach Ungarn. Das Wetter wurde ab der Grenze nach Ungarn dann schlagartig besser, weiter Autobahn Györ, Budapest bis Füzesabony. Hier habe ich das erste mal übernachtet. Am Sonntag ging es dann weiter und die Strassen würden für mich mit dem Motorrad immer schöner, besser als die sture Autobahnbolzerei. Über Miskolc, Tokaj nach Zahony an die Ukrainische Grenze, als ich die vielen Fahrzeuge standen sah, schwante mir übles, aber mit dem Motorrad gab es wenig Probleme, die Autofahrer ließen mich alle ziehen, auf der Brücke zum Ukrainischen Grenzposten rangierten die Autofahrer sogar ihre Fahrzeuge, um mich mit meiner BMW ziehen zu lassen. Trotzdem benötigte ich an der Grenze fast 2 Stunden, ich will gar nicht daran denken wie lange ich mit dem Auto benötigen würde!
    Dann endlich in der Ukraine, die Karpaten warten schon. Das nächste Ziel meiner Reise war Ivano-Frankivsk. An einem Hotel in den Karpaten gab es dann die erste Stärkung, der Grill hat geraucht also Schaschlik geordert zweimal Schaschlik mit Pommes und Salat dazu 2 Tassen Kaffee und ein Fanta für 28 Griwna.
    Dann in Ivano-Frankivsk, das erste Problem, keiner kennt die Stadt Cortkiev auch mit der Bezeichnung der Strassennummer kann keiner etwas anfangen, weder Polizei noch Taxifahrer. Sie schicken mich nach Ternopil, als ich sagte wo die Reise hingeht. Dieser Umweg hat mich etwa 200km gekostet. Weiter auf der Strasse nach Vinitzia, eine relativ gut ausgebaute Strasse, teilweise Autobahnähnlich ausgebaut. Durch wunderschöne Alleen, aber nach den Karpaten ein Schock für mich es geht stur geradeaus. Ab und an ein paar Steigungen und Gefällstrecken aber das war es auch schon.
    Kurz vor Vinitzia die zweite Übernachtung, aber erst im 3. Hotel war ein Zimmer verfügbar. Bewachter Parkplatz, was will man mehr. Mit dem Nachtwächter eine geraucht und etwas unterhalten, dann ins Bett.
    Am Montag ging es weiter über Nemirov, Uman, Permwomajsk, Neu Odessa, Nikolajev, Cherson, Simferopol nach Yalta. Die Strassen wurden wieder etwas freundlicher, mehr Kurven je näher ich an und auf die Krim kam. Das einzig störende an diesem Tag waren sehr starke Seitenwinde, was meine volle Konzentration forderte. Für die Motorradfahrer unter uns, es ist vergleichbar mit den Fallwinden entlang der Küstenstrasse in Kroatien.
    Am Abend gegen 22:00 Uhr war ich dann bei meinen Schwiegereltern.
    In der folgenden Woche habe ich meine Zeit mit meiner Familie verbracht, am Sonntag war dann die Taufe von Katja. Das ist die Tochter meiner Schwägerin.
    Meinen Plan mit der Heimreise über die Rumänischen Karpaten habe ich in der Woche verworfen. Es war selbst in der Ukraine unmöglich eine Fährverbindung von Odessa nach Constanza in Rumänien bzw. nach Varna in Bulgarien zu bekommen. Eine weitere Option über Odessa, Ismail nach Reni mit dem Motorrad zu fahren und auf dem Landweg nach Rumänien einzureisen hat sich dann auch zerschlagen, da laut Aussage von meinem Schwager Andrej ich ca. 20km über moldawisches Staatsgebiet zu fahren hätte. Dies wurde mir dann noch von einem Arbeitskollegen von Ihm, beide arbeiten beim Fahrdienst des Krimparlaments, bestätigt.
    Ohne Transitvisum ein aussichtloses unterfangen. Auch hier habe ich dann mit dem moldawischen Konsulat in Deutschland telefoniert, da gab man mir den Tipp das Transitvisum in Kiev auf dem Konsulat zu holen, was kein Problem sei. Aber ca. 800 km nach Kiev und dann wieder in etwa die gleich Strecke zurück das war dann selbst mir zuviel
    Am Montag hieß es dann schon wieder Koffer packen. Die Rückreise habe ich erst am Dienstag angetreten, weil es am Montag geschüttet hat wie aus Eimern. Auf der Krim selbst hat es bei der Abfahrt noch leicht geregnet, schlimmer aber war der Nebel bis weit hinter Simferopol.
    Dann wurde das Wetter schlagartig besser und es ist so geblieben bis ich Zuhause war. Im Großen und Ganzen bin ich die gleiche Strecke zurückgefahren wie ich gekommen bin.
    In Uman habe ich nochmals übernachtet auf einem Autohof, bewacht und abgeschlossen.
    Ab Vinitzia habe ich dann die Hauptstrasse verlassen in Richtung Bar um auf Nebenstrassen Richtung Uzgarod zu fahren. Was sich als Traum für mich herausstellte. Man fährt über Dörfer und fühlt sich um Jahrzehnte zurückgeworfen. Pferdekutschen, Ochsengespanne, und dann ich mit meinem Motorrad wie von einem anderen Stern.
    Generell nicht nur hier sondern überall wo ich Pause gemacht habe beim Tanken oder beim Essen. Ist man in kürzester Zeit umringt von Kindern und Jugendlichen die voller erstaunen das Motorrad anschauten. Dann galt es Fragen zu beantworten, was kostet die Maschine, wie viel PS, wie schnell fährt das Motorrad, wo kommst Du her wo fährst Du hin usw.
    An der Grenze zur Slowakei die gleiche Prozedur, mit dem Motorrad an allen anderen vorbei, selbst Polizisten schickten mich an den wartenden Autos nach vorne an die Grenzstation. Zirka 20 km nach der Grenze eine weitere Übernachtung in einem kleinen aber feinen Motel. Auch hier ein abgeschlossener Hinterhof für die Unterbringung von meinem Motorrad.
    In der Slowakei ging es dann entlang der Hohen Tatra über Poprad, Zilina, Trencin nach Bratislava. Teilweise über Autobahn dann wieder über Landstrassen.
    Ab Wien ging es dann nur noch über die Autobahn nach Hause, Linz, Passau wo ich in der Nacht nochmals getankt habe, da stellte ich mir dann die Frage, noch mal übernachten oder nach Hause, die Entscheidung fällte ich nach einer Zigarette. Heim und im eigenen Bett schlafen. Über Nürnberg, Feuchtwangen, Aalen ging es dann im Expresstempo nach Hause. Ankunft in der Heimat 01:30 Uhr.
    In der Zusammenfassung es war eine geniale Tour, ohne Pannen. Außer Tanken und einem halben Liter Öl auf 6014KM gab es keine Probleme. Mein Durchschnittsverbrauch lag zwischen 4 und 5 Litern auf der Strecke. Der Autobahnzuschlag ab Passau trieb den Verbrauch dann hoch auf 7-7,5 Litern. Die Benzinversorgung in der Ukraine ist als sehr gut zu bezeichnen, ich bekam überall bleifreien Kraftstoff. Die Leute sehr nett und hilfsbereit. Einheimische Motorradfahrer winken Dir mit beiden Händen zu, einmal ist einer umgedreht und mir hinterhergefahren. Wir haben angehalten und uns kurz unterhalten, es war schon später Nachmittag und er wollte mir bei der Zimmersuche behilflich sein, aber ich hatte mir das Ziel gesetzt Uman zu erreichen, so haben sich unsere Wege dann getrennt.
    Mit meiner Frau wird es zwar Ärger geben, aber dennoch es wird nicht die letzte Tour in die Ukraine gewesen sein, denn es gibt noch viel zu entdecken und zu erfahren!
    Ich habe bestimmt das eine oder andere vergessen zu schreiben, zum Beispiel die Polizei, auf der gesamten Strecke wurde ich nur einmal angehalten, weil ich angeblich an einer Stoppstelle nicht angehalten habe, zum Glück hatte der Kollege einen Sprinterfahrer in der Mangel, er lebt in Hannover kommt aber aus Uman. Der bestätigte, dass ich angehalten habe, da von Links ein Auto gekommen ist.
    Im Übrigen die Dai ist mit Lasern bewaffnet um Geschwindigkeitssünder zu ermitteln, allerdings nur wer in die Städte hineinfahrt. Bei der Ausfahrt aus der Stadt habe ich es nicht erlebt. Auf Verbindungsstrassen wird überhaupt nicht kontrolliert zumindest nicht in der Zeit in der ich Unterwegs war.


    Wer Fragen hat oder Informationen benötigt darf sich gerne mit mir in Verbindung setzen, ich habe jetzt auch einen Strassenatlas der Ukraine im Maßstab 1:500 000 anstelle der hier verfügbaren Karte 1:1 250 00. Damit sind dann die Abstecher in die Pampa viel besser zu planen. Wer den Atlas benötigt ich würde diesen auch verleihen!


    Ergänzend hierzu:

    Für Moldawien wird kein Visum mehr benötigt, somit kann problemlos von Rumänien über Moldawien in die Ukraine eingereist werden.
    Die Strafen für Verkehrverstöße in der Ukraine sind seit etwa 1,5 Jahren drastisch erhöht worden.

    Bin 2008 erneut mit dem Motorrad in die Ukraine gefahren, diesmal über Rumänien und Moldawien, Übernachtungen sind problemlos möglich in Hotels oder Pensionen auch zelten geht, aber nicht unbedingt direkt an der Strasse. Kyrillisch lesen solltet ihr schon ein bisschen können ansonsten hilft das "Ohne Wörter Wörterbuch".

    Gegenüber der Polizei verhaltet euch freundlich und besteht immer auf einer Quittung, dann können sie die Kohle nicht ins private Säckel stecken sondern müssen das Geld abliefern.
    Solltet ihr der russischen Sprache etwas mächtig sein, gegenüber der Polizei könnt ihr nur Deutsch bzw. Englisch. Meist mit dem Ergebnis das sie einen laufen bzw. fahren lassen.
    Bei ernsteren Verstößen oder Unfällen auf einen Übersetzer bestehen, bei Unfällen muss die Dai (Polizei) zwingend hinzugezogen werden

    Meine dritte Reise ist für 2011 geplant, wer noch weitere Informationen braucht darf sich gerne an mich wenden, das Angebot mit dem ukrainischen Atlas besteht auch noch!

    Gruß

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    #15
    Hallo

    erstmal vielen vielen Dank für die Hilfe von allen hier wird wahrscheinlich "nur" bis Rumänien gehen wegen einem Zeit Problem das ich nun habe

    Danke für den Bericht


    MFG Steffen

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    #16
    Ich würde auch meinen, daß in touristenreichen Gegenden wesentlich höhere Gefahr besteht, sein Mopped zu verlieren als in Rumänien! Frankreich oder Italien in Tourigegenden ist garantiert mehr Diebsvolk unterwegs als in Zarnesti in den Karpaten. Die offiziellen Statistiken sagen das ebenso. Amsterdam oder Hamburg ist in der Kriminalitätsrate schlimmer als Bukarest.

    Was den ADAC betrifft: ja, lohnt sich.
    Wir waren dieses Jahr drei Wochen in Romania, hatten eine Panne, brauchten ein Ersatzteil: der ADAC bezahlte den Abschlepper, den Aufenthalt von drei Tagen im Hotel, den Flug des Ersatzteils nach Bukarest, den Kurier nach Targu Jiu. Und wir hatten immer eine deutschsprechende Ansprechpartnerin, die z.B. der Werkstatt Anweisungen übersetzen konnte.

    Später hat uns der ADAC noch per Kurier den wie auch immer in der Werkstatt verbliebenen Motorradschlüssel 300 km per Kurier hinterhergefahren.
    Mach das mal ohne ADAC Plus.

    Und zwei Wochen sind knapp. Wir hatten schon mit drei Wochen Probleme. Ich glaub', wir müssen noch mal

    LG
    Elke
    P.S. Homepagebereich "Rumänien" ist in Arbeit - aber dauert noch paar Tage...

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    #17
    ich kann mich nur anschliessen wenn gesagt wird das es nicht gefährlich ist. in all den 2 jahren in denen ich dort gewesen bin hatte ich nicht einmal das gefühl das ich am falschen ort bin oder auch nur eine brenzlige situation gehabt. auch habe ich das moped ein paar mal nur mit lenkradschloss an der strasse stehen lassen, und ich habe es immer noch. ich bin der meinung wenn man sich normal verhält und nicht in dunklen ecken rumlungert passiert einem dort nichts. sicherheitshalber sollte man auch nicht unbedingt seine "goldene armbanduhr" überall umherzeigen, aber das sollte man wohl mittlerweile auch in deutschland nicht mehr unbedingt.

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    #18
    Tip, der auch in anderen osteuropäischen Ländern gut funktioniert hat: Vor Ort erkundigen, wie die Lage ist! Die IEnheimischen kennen ihre Nachbarschaft genauso gut wie wir unsere. Da sie aber meist noch sehr viel mehr Wert auf Gastfreundschaft legen, wäre es ihnen fatal, wenn ein Gast Schaden nimmt. Und natürlich: Je mehr Stadt, desto mehr Risiko.
    In Bukarest würd ich meinen Töff nicht am Strassenrand parkieren mit Gepäck drauf. In Zürich aber auch nicht!
    In einem slowakischen Dorf musste ich nachts auf Klo und sah einen Typen an meinem Töff. Ich renne raus und merke 1., dass ich erheblich zu wenig anhabe und 2., dass es der Nachtportier vpm Hotel ist. Er entschuldigt sich und sagt, von seinem PLatz aus habe er die Maschine nicht komplett sehen können, weshalb er sie mehr unter die Lampe geschoben hat.
    Was auch genau so stimmte.


    Und eben: Einzig in Lettland ermahnten mich die Einwohner selbst eines Dorfes, das Motorrad nicht unbeobachtet abzustellen, weil dort die Russenmafia grade sehr aktiv sei und alles klauen würde, was rollt.

    Einfach losfahren.


 
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