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22 Jahre Deutsche Einheit

Erstellt von ElchQ, 03.10.2012, 09:45 Uhr · 54 Antworten · 3.159 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard

    #31
    Zitat Zitat von GSATraveler Beitrag anzeigen
    Im Übrigen freut es mich einfach, dass die beiden Deutschland wieder eine Nation sind und Europa dadurch ein gutes Stück demokratischer und liberaler geworden ist (salbaderblabla, lässt sich aber fast nicht weniger pathetisch sagen).
    Gruss Rolf.
    Naja, ich kenne da auch andere Stimmen aus der Schweiz, die davon reden, dass die "Großmacht" in der Mitte Europas eine potentille Gefahr darstellt, auch und gerade in der EU und über die wirtschaftlichen Beziehungen auch für die Schweiz.

    Nein, das Gejammer ist hier groß, weil man den Versprechen von Kohl und nicht den Warnungen von Lafontaine geglaubt hat. Weil man nicht versteht, das der größte Teil der Bevölkerung der Beitrittsgebiete von 1933 bis 1989 in einer Diktatur (in 2 direkt aufeinanderfolgenden) gelebt hat, die die Menschen natürlich geprägt hat. Weil viele nicht wissen, das die ideologische Beeinflußung bereits im Kindergarten angefangen hat (deshalb gab es Kindergartenplätze für alle) und damit erst die Generation die jetzt Mitte 20 ist, die Geiß'el der Bevormundung abschütteln kann.

    Das wir eine Nation sind, ist einfach nicht wahr, der Osten und der Westen ticken noch zu unterschiedlich. Ich kann es hier täglich erleben, es sind nur Kleinigkeiten, aber sie sind vorhanden. Die nächste Generation, die wird es wahrscheinlich schaffen.

  2. GSATraveler Gast

    Standard

    #32
    Wie schon gesagt, haben wir hier unten ja grundsätzlich nicht wirklich eine Ahnung von Eurem Blinddarm, sondern vor Allem von den unseren. Aber eines wissen wir aus ziemlich langer Erfahrung ziemlich genau: Integration von unterschiedlichen Kulturen funktioniert sehr wohl, und zwar ohne dabei alle gleich zu machen (Annäherungen sind immer gut, Identitätsaufgaben jedoch nicht nötig), Mentalitätsunterschiede liegen sehr wohl drin und sind sogar erwünscht, weil identitätsstiftend. Voraussetzung dafür ist bloss, dass man den Anderen seine Eigenheiten und Freiheiten lässt und jeder einzelne nicht zu sehr Rappen bzw. Cents zählt, das grosse Ganze irgendwie im Auge zu behalten versucht. Tönt blöd, aber ist wie mit den Kindern: Teilen will gelernt sein und ist nicht immer einfach. Ist ein täglicher Kampf im Sinne einer steten, mehr oder weniger wohlwollenden politischen Auseinandersetzung.

    Klar hat Kohl dick aufgetragen, war ja auch ein Politiker, der am Scheideweg einer Nation stand, seine Äusserungen dementsprechend zu werten etwa wie die eines Autoverkäufers, bestenfalls, aber das wusste man zumindest im Westen ja. Aber welches wären denn die realistischen Alternativen gewesen?

    Kleingeister gibt es überall, auch diesbezüglich haben wir sehr lange Erfahrung, manchmal hilft nur ignorieren.

    Gruss Rolf.

  3. Baumbart Gast

    Standard 22 Jahre Deutsche Einheit

    #33
    Zitat Zitat von juekl Beitrag anzeigen
    Hi
    na gut ca. 17 Leute sind dafür, aber 25160 sind wohl anderer Meinung.
    Damit kann ich gut leben.
    Gruß aus dem Westen
    Mehr Von Euch Vollpfosten brauchen wir auch nicht. Bei 80 Mio n gutes Verhältnis.

  4. Registriert seit
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    #34
    Zitat Zitat von C-Treiber Beitrag anzeigen
    Naja, ich kenne da auch andere Stimmen aus der Schweiz, die davon reden, dass die "Großmacht" in der Mitte Europas eine potentille Gefahr darstellt, auch und gerade in der EU und über die wirtschaftlichen Beziehungen auch für die Schweiz.

    Haben ein paar Schweizer Angst, dass sie von dem bisherigen Kuchen in Zukunft zu wenig abbekommen?
    Ich denke, dass wohl eher das restliche Europa große Augen machen würde wenn D aus dem Euro aussteigen und den Schweizer Franken "adoptieren" würde.
    Soweit wird es aber mit unserer Angie M. nicht kommen. Keine Angst!


    Nein, das Gejammer ist hier groß, weil man den Versprechen von Kohl und nicht den Warnungen von Lafontaine geglaubt hat. Weil man nicht versteht, das der größte Teil der Bevölkerung der Beitrittsgebiete von 1933 bis 1989 in einer Diktatur (in 2 direkt aufeinanderfolgenden) gelebt hat, die die Menschen natürlich geprägt hat. Weil viele nicht wissen, das die ideologische Beeinflußung bereits im Kindergarten angefangen hat (deshalb gab es Kindergartenplätze für alle) und damit erst die Generation die jetzt Mitte 20 ist, die Geiß'el der Bevormundung abschütteln kann.

    Werden sie nicht, ganz im Gegenteil! Der Durchschnittsdeutsche ist höriger denn je, von einer erneuten 68-Bewegung sind wir Lichtjahre entfernt.

    Das wir eine Nation sind, ist einfach nicht wahr, der Osten und der Westen ticken noch zu unterschiedlich. Ich kann es hier täglich erleben, es sind nur Kleinigkeiten, aber sie sind vorhanden. Die nächste Generation, die wird es wahrscheinlich schaffen.

    Wir unterscheiden uns nur durch Kleinigkeiten und es gibt nur noch ein paar Ewig-Gestrige die sich die Mauer zurück wünschen. Nicht mal ein Krimineller ist so doof, dass er sich wünscht eingesperrt zu werden. Auch in der Diktatur unter A.H. war nicht alles schlecht, aber wer wollte ernsthaft dorthin zurück? Wer wollte ernsthaft behaupten sich gerne von machthungrigen, völlig weltfremden und durchgeknallten Psychpathen regieren zu lassen?
    Irgend etwas ist immer verbesserungswürdig. Würde man das nicht sehen würde die Entwicklung still stehen.
    Es wird immer Leute geben die auch durch das engmaschigste soziale Netz fallen werden, das wird auch die beste Regierung Deutschlands nicht verhindern können.
    Trotzdem sehe ich keinen Anlass etwas generell zu kritisieren was im Kern richtig ist.
    Fast 70 Jahre in denen es nahezu nur bergauf ging, seit über 20 Jahren ein vereintes Deutschland - ist das nichts wert?
    Nahezu keiner muss hungern, keiner frieren, keiner wird verfolgt, keiner gefoltert - zumindest nicht wenn er sich an gewisse Spielregeln hält.
    Gut, die einen haben/hatten etwas mehr Glück, die anderen trifft/traf es etwas härter, im Grundprinzip geht es aber der Masse derzeit deutlich besser als früher.
    Ich sehe an der momentanen Struktur nichts was die vorangegangenen Entscheidungen grundlegend in Frage stellen könnte!
    Paranoide Wahnvorstellungen Einzelner sollte man nicht überbewerten, denn sie spiegeln nicht das wahre Bild des "jetzigen Deutschlands" dar, auch außenpolitisch nicht!

  5. Registriert seit
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    Standard

    #35
    Zitat Zitat von GSATraveler Beitrag anzeigen
    (Annäherungen sind immer gut, Identitätsaufgaben jedoch nicht nötig), Mentalitätsunterschiede liegen sehr wohl drin und sind sogar erwünscht, weil identitätsstiftend. Voraussetzung dafür ist bloss, dass man den Anderen seine Eigenheiten und Freiheiten lässt und jeder einzelne nicht zu sehr Rappen bzw. Cents zählt, das grosse Ganze irgendwie im Auge zu behalten versucht. Tönt blöd, aber ist wie mit den Kindern: Teilen will gelernt sein und ist nicht immer einfach. Ist ein täglicher Kampf im Sinne einer steten, mehr oder weniger wohlwollenden politischen Auseinandersetzung.

    Klar hat Kohl dick aufgetragen, war ja auch ein Politiker, der am Scheideweg einer Nation stand, seine Äusserungen dementsprechend zu werten etwa wie die eines Autoverkäufers, bestenfalls, aber das wusste man zumindest im Westen ja. Aber welches wären denn die realistischen Alternativen gewesen?

    Gruss Rolf.
    Ich meine, bei Euch hat das eine lange Tradition, die wir nun bei weitem nicht haben. Es geht auch nicht um Integration, wi ihr sie mit Eurem kantonalen und sprachliche Unterschieden hinbekommt. (Obwohl, man kann daran schon verzweifeln. Basel/Baselbiet, Nichtraucherschutz, Jura, Steuern) und für einen Aussenstehenden auch nicht immer nachvollziehbar, die Kantone haben sich bis 1878? untereinander bekriegt, ein Teil der Jura will wieder zu Bern und was weiß ich alles. Die aus Züri mögen die aus Basel nicht und umgekehrt. Ja, das haben wir auch, trotzdem sind die Unterschiede zwischen Ost und West gößer als bei Euch zwischen Züri und Aargau odern den Welschen.

    Schwyzerdütsch, Italienisch, Französisch und Räteromanisch. Da haben wir es einfacher, deutsch, bayerisch und sächsisch und drei Nasen die sorbisch sprechen, da weder bayerisch noch sächsisch offizielle Amtssprachen sind. Vielleicht sollten wir das einführen, im Sinne der Vertsändigung.

    Nein, seid ich da war, bewundere ich Euch für Eure Gelassenheit was diese Thema angeht.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Nordlicht Beitrag anzeigen
    Mein Vater wurde im 1. WK geboren, kämpfte im zweiten, landete in der DDR in Bautzen oder Sachsenhausen und haute dann irgendwann ab in den Westen.
    Als die Mauer fiel, sagte er mir, dass erst jetzt für ihn die Nachkriegszeit beginn würde. Völkerrechtlich ist das, glaub ich, sogar korrekt. Vor allem aber hab ich als Nachfahre dort zum erstenmal gespürt, WIE intensiv er unter der Teilung gelitten hat. Daran denk ich immer, wenn auch ich in die Meckerfalle tappe und mich über den Lügenkohl aufrege.
    Ich hab ja damals angeregt, die Mauer nicht abzureissen, sondern um 90 Grad zu drehen, um den Freistaat Bayern loszuwerden- aber irgendwie ging die Idee unter
    Das ist völkerrechtlich richtig. Am 3. Oktober fand der Beitritt der DDR zur BRD statt. Durch die (notwendige) Zustimmung der vier Siegermächte. Einen Friedensvertrag gibt es nicht aber de facto haben die 2 + 4-Verträge, die erst im März 1991 zustande kammen die selbe Bedeutung. Mit der Hinterlegung der letzten Ratifizierungsurkunde wurde Deutschland die volle Souveränität garantiert. Bis zu diesem Zeitpunkt herrschent völkerrechtlich betrachtet, die Siegermächte in Deutschlan.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von vierventilboxer Beitrag anzeigen
    ...
    keiner wird verfolgt, keiner gefoltert - zumindest nicht wenn er sich an gewisse Spielregeln hält.
    Keiner wird verfolgt oder gefoltert, wenn er sich an gewisse Spielregeln hält? Das ist der Stoff aus dem Diktaturen sind. Mal ehrlich, genauso hat die DDR funktioniert, wenn das Dein Demokratieverständnis ist ...

  6. Baumbart Gast

    Standard 22 Jahre Deutsche Einheit

    #36
    Zitat Zitat von C-Treiber Beitrag anzeigen

    Das wir eine Nation sind, ist einfach nicht wahr, der Osten und der Westen ticken noch zu unterschiedlich. Ich kann es hier täglich erleben, es sind nur Kleinigkeiten, aber sie sind vorhanden. Die nächste Generation, die wird es wahrscheinlich schaffen.
    geh mal als Flensburger nach Oberbayern. Die gehören nach deiner Definition auch nicht zu einer Nation.

  7. Registriert seit
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    #37
    für eins sollte man den kohl dankbar sein,durch die "wende" haben wir geniale motorradstrecken geerbt.

    bin jedes jahr 4-10 tage dort unterwegs,gut, über das wetter müßte man noch mal reden

  8. Registriert seit
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    #38
    Zitat Zitat von C-Treiber Beitrag anzeigen
    Das ist der Stoff aus dem Diktaturen sind. Mal ehrlich, genauso hat die DDR funktioniert, wenn das Dein Demokratieverständnis ist ...
    Demokratie ist das Recht mit Leuten die einem das Wort im Maul herum drehen solange über ein Thema quatschen zu können bis sie damit aufhören!

  9. Registriert seit
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    #39
    Zitat Zitat von GSATraveler Beitrag anzeigen
    Wie schon gesagt, haben wir hier unten ja grundsätzlich nicht wirklich eine Ahnung von Eurem Blinddarm, sondern vor Allem von den unseren. Aber eines wissen wir aus ziemlich langer Erfahrung ziemlich genau: Integration von unterschiedlichen Kulturen funktioniert sehr wohl, und zwar ohne dabei alle gleich zu machen (Annäherungen sind immer gut, Identitätsaufgaben jedoch nicht nötig), Mentalitätsunterschiede liegen sehr wohl drin und sind sogar erwünscht, weil identitätsstiftend. Voraussetzung dafür ist bloss, dass man den Anderen seine Eigenheiten und Freiheiten lässt und jeder einzelne nicht zu sehr Rappen bzw. Cents zählt, das grosse Ganze irgendwie im Auge zu behalten versucht. Tönt blöd, aber ist wie mit den Kindern: Teilen will gelernt sein und ist nicht immer einfach. Ist ein täglicher Kampf im Sinne einer steten, mehr oder weniger wohlwollenden politischen Auseinandersetzung.

    Klar hat Kohl dick aufgetragen, war ja auch ein Politiker, der am Scheideweg einer Nation stand, seine Äusserungen dementsprechend zu werten etwa wie die eines Autoverkäufers, bestenfalls, aber das wusste man zumindest im Westen ja. Aber welches wären denn die realistischen Alternativen gewesen?

    Kleingeister gibt es überall, auch diesbezüglich haben wir sehr lange Erfahrung, manchmal hilft nur ignorieren.

    Gruss Rolf.
    Bin da etwas anderer Ansicht, wenn man nach Berlin-Neukölln schaut. Auch der Bürgermeister Buschkowski ist in seinem Buch der Ansicht, dass Multikulti gescheitert ist. Neukölln ist ein Staat im Staat geworden, diese Entwicklung ist gefährlich und wenn es so weitergeht, wird der übernächste Kanzler von Deutschland ein Ayatollah oder ein Salafistenprediger a la Vogel sein.

    Das Problem ist nicht nur in Neukölln auch in anderen grossen Städten Deutschlands, da auch hier die halbe Stadt Türken usw. gehört. Man hat zu lange verharmlost, zugeschaut, ungebremste Zuwanderung toleriert mit unabsehbaren Folgen für die Zukunft.

    Damit wir in der Schweiz nicht die gleichen Probleme bekommen, wird ein Zuwanderungsstopp und radikale Aenderung der Asylpolitik diskutiert und durchgesetzt.

    Die deutsche Regierung muss sich in dieser Hinsicht auch Gedanken machen, ansonsten könnt Ihr den 3. Oktober bald umbenennen in Tag der deutschen und islamischen Einheit.

  10. Registriert seit
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    2.678

    Standard

    #40
    Zitat Zitat von BMW-Hans Beitrag anzeigen
    Bin da etwas anderer Ansicht, wenn man nach Berlin-Neukölln schaut. Auch der Bürgermeister Buschkowski ist in seinem Buch der Ansicht, dass Multikulti gescheitert ist. Neukölln ist ein Staat im Staat geworden, diese Entwicklung ist gefährlich und wenn es so weitergeht, wird der übernächste Kanzler von Deutschland ein Ayatollah oder ein Salafistenprdeiger a la Vogel sein.

    Das Problem ist nicht nur in Neukölln auch in anderen grossen Städten Deutschlands, da auch hier die halbe Stadt Türken usw. gehört.

    Ich weiß jetzt auch nicht so genau, ob es eine wirklich gute Idee ist, hier und jetzt die leidige Multikulti-Diskussion so ganz ohne "offizielle" Moderatoren zu führen. Erfahrungsgemäß artet das nach kurzer Zeit immer aus.
    ...


 
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