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Anglizismen

Erstellt von Baumbart, 14.03.2012, 11:47 Uhr · 192 Antworten · 12.113 Aufrufe

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    Zitat Zitat von Nordlicht Beitrag anzeigen
    Ohohoooh!
    Ausländische Einflüsse auf unser geliebtes Deutsch!!!

    Ganz brandaktuelles Thema!
    Da hab ich mich doch grad erst mit meinem Friseur drüber unterhalten, nachdem ich auf meiner Terrasse neben der violetten Jalousie auf der Couch Platz genommen hatte. Da gab es dann so einen leckeren Dip zum Steak. Und wenn mein Portemonnaie nicht so dauerhaft leer wäre, dann hätte ich mich auf mein Mountinbike gesetzt und wäre... Ach, ich hab keine Lust mehr. Der eine oder ander hat evtl. begriffen, worauf ich hinaus möchte...

    Es ist ein schmaler Grat zwischen Schutz und Ersticken einer Sprache. Wer ständig busy ist, hat einfach einen ander Waffel.
    Aber wer dann im Zwischennetz eine Heimseite erstellt, der sollte mit der anderen Person zusammen zum Psychiater gehen!

    Hierzulande hat es natürlich viel mehr fremde Spracheinflüsse, schon allein wegen der 4 Landessprachen. Aber grade Anglizismen sind sehr im Alltag verankert. Es goal go tschuute (goal=Tor, tschute=to shoot=schiessen) ist kein Jugendslang, sondern wird im Tv von den Moderatoren gefordert!
    Will sagen: die Franzosen übertreiben es, wir sind manchmal, die Schweizer teilweise sehr lax damit.
    Und dann gibts halt die Begriffe, die ausländisch einfach besser sind als die eigenen. Und dann wäre eine Sprache untauglich, wenn sie solche Begriffe nicht adaptieren würde.
    Das Handy ist eben kein Anglizismus mehr, sondern ein Name für ein Produkt.
    Gutes Beispiel wie das in der CH funktioniert. Aufgrund der speziellen Situation dass man sogar der eigenen Bevölkerung verschiedene Nationalitäten unterstellen könnte-und über die verschiedenen Sprachen hinaus auch noch Dialekt gepflegt und gesprochen wird, der quer durchs Land variiert, sollte man annehmen, dass die eigene Kultur, vor allem sprachlich, völlig daneben gehen muss.... den Rest müssten dieser Kultur dann die vielfältigen Ethnien geben, die in dem kleinen Land auch in entfernten Landesteilen auftauchen, in den Städten ist sowieso ein irrer Mix mit Touristen aus aller Welt unterwegs.

    Aber die Zahlen dieser kleinen Multikulti-nation sprechen völlig irrwitzig komplett dagegen...und dann sind die auch noch alle cool drauf in diesem Durcheinander.

    Vielleicht deswegen:

    International belegt zB Zürich über Jahre hinweg die Plätze 1 und 2 in der Kategorie Lebenskomfort, die Schweiz gilt als die ökonomisch kräftigste Nation der Welt, die Bevölkerung ist mit Abstand die reichste weltweit, niedrige Kriminalitätsrate. Die Bevölkerung gilt nicht als die glücklichste, das alltägliche Leben hat nichts paradisisches, aber wenn man den theoretischen Maßstab über Anglizismen hier anwenden würde, müsste man der CH schon seit Jahrzehnten eine einzige Katastrophe prognostizieren. Aber wenn das hier einer machen würde, würde das als ziemlich lächerlich aufgenommen. Die einheimische Bevölkerung sieht das sogar für sich selbst nicht als allzu wichtig an. Und der Kauderwelsch ist tatsächlich ein gehöriges Durcheinander. Aber man kennt das nicht anders, ist es so gewohnt.

  2. GSATraveler Gast

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    Na ja Parzival, ich würde die CH nicht zu sehr als Beispiel und schon gar nicht als gutes Beispiel für was auch immer heranziehen, der historisch bedingten Spezialitäten sind hier zu viele, als dass man unsere Situation auf verhältnismässig homogene und grosse Gesellschaften wie D/F/I heranziehen könnte. Und vergiss ob all der Lobhudelei nicht, dass wir mit Japan zusammen die höchste Selbstmordrate haben; das mit der paradiesischen Lebensqualität relativiert sich dadurch doch etwas. Und wie war das mit den Minaretten und dem auch für Ausländer geltenden Bankgeheimnis doch noch mal genau?

    Unser Anteil an ausländischen Staatsangehörigen, die hier dauerhaft leben, beträgt rund 21%. Rechnet man die ländlichen Gebiete mit deutlich geringerem Anteil weg, ergibt dies in den Städten und Agglos mehr als ein Drittel. Dieser hohe Anteil ergibt sich u.a. auch aufgrund unserer im Vergleich zu den umliegenden Staaten rigiden Einbürgerungsgesetzen. Und wir haben glaube ich auch unsere Probleme mit der Migration; vorab aufgrund unserer Kleinräumigkeit konnten wir vielleicht noch gerade so verhältnismässig ordentlich damit umgehen.
    Gruss Rolf

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    Zitat Zitat von GSATraveler Beitrag anzeigen
    Na ja Parzival, ich würde die CH nicht zu sehr als Beispiel und schon gar nicht als gutes Beispiel für was auch immer heranziehen, der historisch bedingten Spezialitäten sind hier zu viele, als dass man unsere Situation auf verhältnismässig homogene und grosse Gesellschaften wie D/F/I heranziehen könnte. Und vergiss ob all der Lobhudelei nicht, dass wir mit Japan zusammen die höchste Selbstmordrate haben; das mit der paradiesischen Lebensqualität relativiert sich dadurch doch etwas. Und wie war das mit den Minaretten und dem auch für Ausländer geltenden Bankgeheimnis doch noch mal genau?

    Unser Anteil an ausländischen Staatsangehörigen, die hier dauerhaft leben, beträgt rund 21%. Rechnet man die ländlichen Gebiete mit deutlich geringerem Anteil weg, ergibt dies in den Städten und Agglos mehr als ein Drittel. Dieser hohe Anteil ergibt sich u.a. auch aufgrund unserer im Vergleich zu den umliegenden Staaten rigiden Einbürgerungsgesetzen. Und wir haben glaube ich auch unsere Probleme mit der Migration; vorab aufgrund unserer Kleinräumigkeit konnten wir vielleicht noch gerade so verhältnismässig ordentlich damit umgehen.
    Gruss Rolf
    Es geht hier nicht um den Ländervergleich, sondern um das Beispiel im Umgang einer Nation mit fremdem Sprachgut. In Folge hat man natürlich auch mit der Kultur dieses Sprachraums zu tun. Und weshalb soll die Schweiz dabei kein gutes Beispiel sein? Weil dies historische Ursprünge besitzt? Selbstverständlich gibt es die auch in der Schweiz...genau wie in jedem anderen europäischen Land. Deutschland und Frankreich, Italien-sie haben alle eine lange Entwicklung durchlebt bis zu ihrer heutigen Staatsform. Historisch bedingt wüsste ich da nichts zu berichten, was der Schweiz einen Sonderstatus diesbezüglich einräumen würde.
    Ausser der Tatsache, dass eben die Sprachgrenzen und auch kulturellen Grenzen in diesem Land verlaufen OHNE das Land politisch oder ideologisch zu spalten.

    Ich möchte dir zustimmen dass die kleine Größe eines Landes Vorteile bietet um eine Ordnung zu gewährleisten. Aber im Vergleich zu den europäischen Nationen ist dieser Unterschied doch gering.

    Die Schweiz liesse sich mit einem der grossen deutschen Bundesländer vergleichen. Keiner kann sagen, es wäre eine Selbstverständlichkeit wenn zB Baden-Württemberg eine 3 sprachige Nation wäre, wo die Bevölkerung durch ein riesiges Gebirge voneinander getrennt existiert - und trotz zusätzlicher massiver Zuwanderung eine gemeinsame erfolgreiche Schiene gefahren wird.

    Also ich kann jedenfalls nicht erkennen was an Anglizismen oder eben ein paar eingebürgerten fremdländischen Ausdrücken dramatisch sein soll wenn anderswo unterschiedliche Sprachen im selben Land existieren.


    Dass die CH kein Paradies ist habe ich selber bereits geäußert, Selbstmordraten auf die Sprache zurückzuführen wäre dann doch befremdend. Es hängt eher damit zusammen, dass in Ländern mit einer Leistungsgesellschaft die Menschen viel mehr von sich abverlangen. Jemand, der kein Geld, keinen Job, keine Zukunft hat, der wird kaum an einem Burnout-syndrom erkranken. Genauso ist der Druck in modernen Industrienationen ungleich höher. Man wird dazu erzogen. Der Preis den wir für Erfolg zahlen ist jedenfalls anderer Natur - bestimmt nicht sprachlich oder kulturell bedingt.

    Was Minarettverbot angeht wäre dies scheinbar genau gleich in Deutschland geschehen. Woanders werden Burkhas und Kopftücher verboten, hat auch nichts mit Sprache oder Vielfalt zu tun. Ich sehe es als völlig legitim an wenn eine Landesbevölkerung auch einmal NEIN zu fremdem Kulturgut sagt. Das ist nix anderes wie wenn ich zu jemand komme und der sagt, dass nur auf dem Balkon geraucht werden darf....ich finde es da eher unverschämt wenn man sich wo als Gast aufhalten darf und dann Forderungen stellt die nicht in die Vorstellung des Hausherrn passen. So viel nur mal da dazu mit welcher Selbstverständlichkeit man sich hier als fremdenfeindlich betiteln lässt. Demokratie bedeutet einfach, dass eine Minderheit auch zu akzeptieren hat, dass die Mehrheit sich nicht anpassen muss. Oder was sollte sonst angeblich gerecht sein?

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    Zitat Zitat von Parzival Beitrag anzeigen
    Was Minarettverbot angeht wäre dies scheinbar genau gleich in Deutschland geschehen, es werden woanders Burkhas und Kopftücher verboten, hat auch nichts mit Sprache oder Vielfalt zu tun. Ich sehe es als völlig legitim an wenn eine Landesbevölkerung auch einmal NEIN zu fremdem Kulturgut sagt. Das ist nix anderes wie wenn ich zu jemand komme und der sagt, dass nur auf dem Balkon geraucht werden darf....ich finde es da eher unverschämt wenn man sich wo als Gast aufhalten darf und dann Forderungen stellt die nicht in die Vorstellung des Hausherrn passen. So viel nur mal da dazu mit welcher Selbstverständlichkeit man sich hier als fremdenfeindlich betiteln lässt.
    Grundgesetz

    I. Die Grundrechte (Art. 1 - 19) Gliederung

    Artikel 4


    (1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.
    (2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

    aus http://dejure.org/gesetze/GG/4.html

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    Geiler Thread, von ein paar englischen Brocken zu Minaretten

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    Zitat Zitat von Schlonz Beitrag anzeigen
    Grundgesetz

    I. Die Grundrechte (Art. 1 - 19) Gliederung

    Artikel 4


    (1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.
    (2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

    aus http://dejure.org/gesetze/GG/4.html
    Wäre wahrhaftig ein abweichendes Thema, aber die Diskussion kann man sich genauso schenken wie einen Hinweis auf das GG, denn es geht sowieso an egal welchem Thema vorbei.
    Die Religionsausübung ist in der CH nicht eingeschränkt worden und somit stünde das nicht im Gegensatz zum deutschen Gesetz. Rein informativ: nur weil in D nicht abgestimmt wurde, heißt nicht im Umkehrschluss, dass sie erlaubt sind. Es wird darüber immer im jeweiligen Fall einzeln entschieden.

  7. GSATraveler Gast

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    sehr spezielle interpretation dessen, was ich geschrieben hatte. fremdenfeindlichkeit hatte ich niemandem vorgeworfen, nicht einmal unterschwellig. aber interessant, dass du dies so verstanden hast (DAS ist nun unterschwellig).

    die ch als leuchtendes beispiel für europa zu nehmen, das mache ich jeweils, um den europäer an meinem tisch etwas zu nerven, ist aber echt ein scherz. unsere anlaufzeit betrug mal eben - sagen wir mal - ein paar hundert jahre - da müssen die sich aber sputen, mann! dazwischen hatten wir auch etliche dunkle zeiten. dann hat uns napoléon mit seiner grande armée freundlichst auf die sprünge geholfen und am anfang der sog. modernen ch stand ein krieg, mit welchem die katholiken mit gewissem nachdruck zum mitmachen eingeladen wurden. schliesslich verläuft die kulturgrenze hier eben gerade nicht entlang der sprachgrenze, so dass wichtige deutschsprachige gebiete die dominanz der deutschsprachigen mehrheit verhindern helfen. und wir haben selbstverständlich ständig kulturkonflikte, die wir ja auch munter und mit ausdauer austragen. nicht zu heftig, versteht sich, sonst führt das zu brüchen - möglicherweise kommt teilweise von daher unsere sprichwörtliche zurückhaltung.

    die grossen umliegenden staaten haben ein ganz anderes bewusstein ihrer selbst, haben ja auch eine ziemlich andere, grössere geschichte. ich glaube, wir ch-ler können das nicht wirklich nachvollziehen. wir, die wir uns primär über abgrenzung von den bösen nachbarn und nicht über zugehörigkeit zu einander definieren. aber zu diesem thema sollte sich wohl eher ein histeriker äussern, ich spreche da nur aus meiner allgemeinen verbildung und beobachtung heraus.

    was die integration anderer kulturen angeht, so wissen wir in luziden momenten eigentlich genau, dass es dafür keine einfachen und schnellen lösungen gibt. liberalismus - nicht bloss im wirtschaftlichen sinn verstanden - waren in allen zeiten am fruchtbarsten. aber wir orientieren uns in mittel-west-europa ja auch mehrheitlich daran. bisher. ist zu hoffen, das dies möglichst lange so bleibt.
    jetzt mache ich doch einen integrationsfred daraus. soviel zur umsetzung von vorsätzen.
    Gruss Rolf.

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    Aktuelles Beispiel aus Sindelfingen für Sprachpanscherei der dämlichen Art, entnommen aus DER SPIEGEL (Ausgabe v. 19.3.12):

    Eine bahnbrechende Neuheit beim neuen Mercedes SL sind Scheibenwischerblätter, die das Wasser auf die Scheibe sprühen. Mercedes-Benz bezeichnet diese Revolution des Scheibenwaschens als "Magic Vision Control" , vom SPIEGEL als magisches Wischiwaschi bezeichnet

    Grüße
    Steffen

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    Zitat Zitat von Zörnie Beitrag anzeigen
    Aktuelles Beispiel aus Sindelfingen für Sprachpanscherei der dämlichen Art, entnommen aus DER SPIEGEL (Ausgabe v. 19.3.12):

    Eine bahnbrechende Neuheit beim neuen Mercedes SL sind Scheibenwischerblätter, die das Wasser auf die Scheibe sprühen. Mercedes-Benz bezeichnet diese Revolution des Scheibenwaschens als "Magic Vision Control" , vom SPIEGEL als magisches Wischiwaschi bezeichnet

    Grüße
    Steffen
    Was ich dabei bemerkenswert finde ist noch nicht einmal mit welchen Bezeichnungen wieder etwas vermarktet wird., sondern WAS.

    Ich finde es erstaunlich wenn Mercedes jetzt etwas “revolutionäres“, sogar erst mal nur für die Luxusklasse ankündigt, was bereits vor 25 Jahren im Zubehörmarkt als angeblicher “Rallyescheibenwischer“ zum Austausch mit dem Seriensystem angeboten wurde. Nur hats damals wohl keiner beachtet.

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    Zeichnet sich die deutsche Rechtschreibung nicht durch Groß- und Kleinschreibung aus? Abgesehen von Punkt und Komma ,
    Haupt- und Nebensatz?

    Hab ich hier im Forum gefunden :

    "nee, habe ich nicht aber es sind immer die selben 15 bis 20 Maschinen
    die rauf und runter fahren und das sind einheimische fahrer da gibt es kein wenn und aber vor der einfahrt zum kyffhäuser am grill kann man alles schön beobachten und zuhören was sie manchmal vorhaben wenn
    fremde einfahren.

    und noch was die warten förmlich wenn auswertige kommen damit die dich überholen können wie die blöden. "


    Ein Traum

    Gruß Uwe
    __________________


 
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