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Atomkraft/Laufzeitverlängerung/Alternativen

Erstellt von Di@k, 14.03.2011, 15:50 Uhr · 597 Antworten · 26.296 Aufrufe

  1. TomTom-Biker Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Zebulon Beitrag anzeigen
    Ich schmeisse mal in die Runde, dass im Saarland der Bau eines höchst effizienten Steinkohlekraftwerkes gegen den Widerstand der Bevölkerung nicht durchgesetzt werden konnte.
    Und irgendwann müssen die Leute verstehen, solange man regenerativ nur auf ca 50 % Gesamtleistung kommen kann (bis2040/50) IMMER normale Kraftwerksleistung dafür sorgen muss , dass die Schwankungen der regenerativen Energien ausgeglichen werden, sei es mit Atom, Kohle, Öl oder Gas.
    In Leipheim/Bayern plangt ein Stadtwerkekonsortium auf einem stillgelegten Militärflugplatz, ein GuD Kraftwerk mit ca 1000 MW. Ist sicher eine gute Technik. Leider ist die Finzierung total offen. Deutschlands leistungsstärkstes KKW befindet sich in 20 km Entfernung. Da muss man sich das Leitungsnetz auch noch genau anschauen.

    Fazit: energiepolitsch haben wir keinen (dringend benötigten) Plan. Aktionismus ist Trumpf. Mittelfristig ist das schlecht.
    Sicherlich, Großkraftwerke in unmittelbarer Nähe zu Siedlungsgebieten haben in Deutschland tatsächlich schlechte Chancen auf Realisierung. Und Kombikraftwerke mit einer Leistung von 1000 MW geplant von einem Konsortium mehrerer Stadtwerke werden über das Planungsstdium aller Voraussicht nicht hinauskommen. Das haben andere vor Jahren schon probiert und sind schlicht und einfach an den notwendigen Investitionen gescheitert. Der Brocken war einfach zu groß.

    Aktionismus ist es, neben den Kleinanlagen auf Dächern (die halte ich für sinnvoll), in Deutschland große Solarparks mit mehreren 10 MW Leistung zu errichten. Das ist m. E. technisch irrsinnig und rechnet sich nur aufgrund der gültigen Förderungen. Sprich Kapitalanlagen und Abschreibungsmodelle. Derartigem gehört ein Riegel vorgeschoben.

    Effektiv sind Offshore WP, da diese aufgrund der verwendeten Anlagengrößen, der Masthöhen und des Aufstellungsortes mit ganz anderen Wirkaungsgraden und Erträgen arbeiten. Der erste deutsche echte Offshore-WP Alpha-Ventus ist nach langer Planung seit ca. einem Jahr in Betrieb. Miteigentümer ist die Eon, die als Gesamtkonzen auch da KKW in Gundremmingen betreibt. Die elektrischen Einrichtungen wurden größtenteils von AREVA T&D geliefert, deren Mutter (ohne T&D) Uran abbaut, Brennelemente herstellt und Kernkraftwerke baut. Ist das Zufall?

    Riffgrund 1 mit ca, 320 MW Nennleistung ist prjojektiert und weitere Parks mit Leistungen von bis zu 1GW in Nord- und Ostsee sind in der Planung. Dabei geht es um Kosten in Milliardenhöhe. Und das macht man nicht ohne Wirtschaftlichkeitsprüfung und ohne Machbarkeitsstudie.

    Vor ca. 5 Jahren wurde eine Studie zur Integration erneuerbarer Energienen erstellt (Dena-Studie), bei der u. auch wiederum die großen EVU beteiligt waren. Als Ergebnis dieser Studien wurden Maßnahmen zum Netzausbau festgelegt, die teilweise auch schon umgesetzt wurden oder werden. Bei einigen scheitert es allerdings an den Einsprüchen der Anwohner. Ein "Road-Book" wie man das im Neudeutschen gerne sagt gibt es also schon.

    Vieles geht momentan jedoch nur schleppend, oder gar nicht weil teilweise weil die Technologie noch nicht vorhanden ist das alles umzusetzen (z. B. Energiespeicher). Aber die Studie betrachtet ja auch den Zeitraum bis 2025.

    Ich warne davor mit Stand der jetzigen Technik und den jetzigen Verfahren Lösungen für die Zukunft finden zu wollen. Das wird nicht funktionieren. Die technische und gesellschaftliche Entwicklung schreitet in großen Schritten voran. Das Spinner-Stadium hatten wir Anfang der 90iger Jahre, als sich irgendwelche Enthusiasten einen Zweiflügler mit 1 kW in den garten gestellt haben. Mittlerweile sind wir bei maximalen Anlagengrößen von ca. 7500 kW angekommen. Wir haben autark arbeitende Gleichstromübertragungssysteme von mehr als 500 MW. Noch vor wenigen Jahren lagen die technischen Grenzen bei ca. 150 - 200 MW. Wer in der glücklichen Lage ist dies über die Jahre zu verfolgen, zweifelt nicht dem was in der näheren Zukunft möglich sein wird.

    Gruß Thomas

  2. Registriert seit
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    wie wäre es,wenn jede Dachfläche in Deutschland zur Photovoltaik genutzt würde ?
    Kämen da ausreichende Größen zusammen ?

  3. Registriert seit
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    Standard

    Zitat Zitat von confidence Beitrag anzeigen
    wie wäre es,wenn jede Dachfläche in Deutschland zur Photovoltaik genutzt würde ?
    Kämen da ausreichende Größen zusammen ?
    geht nicht. die mehrzahl der geeignet erscheinenden dachflächen
    (flachgeneigt, grossflächig) sind auf den discountern wie zb albrecht-brüder
    lidlundschwarz pennie etc etc ...
    deren unterkonstruktionen sind aus kostengründen statisch derart minimalistisch berechnet und gebaut, dass sie nicht in der lage sind, die zusatzlasten aus der photovoltaik aufzunehmen.
    einen weiteren hinderungsgrund stellt die tatsache dar, dass die mehrzahl dieser märkte als investorenmodell errichtet, verkauft und dann verpachtet werden.
    die laufzeit der pachtverträge ist deutlich unterschieden von einer sinnvollen laufzeit der stromeinspeisungsverträge.

    mit anderen worten:

    wirtschaftliche erwägungen stehen deinem sinnvollen vorschlag entgegen.
    also darfst du gerne dreimal wetten, wie die sache ausgeht

    dumm gelaufen.

  4. Registriert seit
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    Zitat Zitat von TomTom-Biker Beitrag anzeigen
    .... in Deutschland große Solarparks mit mehreren 10 MW Leistung zu errichten. Das ist m. E. technisch irrsinnig und rechnet sich nur aufgrund der gültigen Förderungen. Sprich Kapitalanlagen und Abschreibungsmodelle. Derartigem gehört ein Riegel vorgeschoben.
    Gruß Thomas
    Ich meine, das Thema ist durch, da Strom aus "Bodenphotovoltaik" nicht mehr gefördert wird ... oder die Förderung im Laufe des Jahres beendet wird.
    Aber bei der aktuellen Energiepolitik kann das morgen schon wieder anders sein.
    Dezentral heißt das Stichwort. Schulen, Krankenhäuser, Einfamilienhäuser deren Besitzer wirklich was tun wollen , Mehrfamilienhäuser ... die sollten mit effektiven Blockheizkraftwerken versorgt werden. VW ist da mit seinem sparsamen TDI Motor auf einem bemerkenswerten Weg.

  5. Registriert seit
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    Zitat Zitat von Zebulon Beitrag anzeigen
    Ich meine, das Thema ist durch, da Strom aus "Bodenphotovoltaik" nicht mehr gefördert wird ... oder die Förderung im Laufe des Jahres beendet wird.
    Aber bei der aktuellen Energiepolitik kann das morgen schon wieder anders sein.
    Dezentral heißt das Stichwort. Schulen, Krankenhäuser, Einfamilienhäuser deren Besitzer wirklich was tun wollen , Mehrfamilienhäuser ... die sollten mit effektiven Blockheizkraftwerken versorgt werden. VW ist da mit seinem sparsamen TDI Motor auf einem bemerkenswerten Weg.
    hier bin ich vollkommen deiner meinung.
    dezentral, ohne lange wege und wärmekraftgekoppelt obendrein. wenn dann ein elektromobil vor der haustüre steht, und die spitzen in der fahrzeugbatterie wegpuffert, dann sind wir aus meiner sicht auf dem richtigen weg.

  6. Geronimo Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Zebulon Beitrag anzeigen
    Und irgendwann müssen die Leute verstehen, solange man regenerativ nur auf ca 50 % Gesamtleistung kommen kann (bis2040/50) IMMER normale Kraftwerksleistung dafür sorgen muss , dass die Schwankungen der regenerativen Energien ausgeglichen werden, sei es mit Atom, Kohle, Öl oder Gas.
    Wer sagt das die Technik rund um erneuerbare Energien immer auf dem gleichen Stand bleibt ? Sind heutige Photovoltaikanlagen nicht deutlich leistungsstärker als die ersten Anlagen ?
    Auch hier wird die Technik weiter voranschreiten. 30 bis 40 Jahre sind eine Menge oder was wäre passiert wenn man 1939 erzählt hätte das ein Mensch in 30 Jahren auf dem Mond rummarschiert ? Genau, dich hätten sie eingeliefert.
    Der entscheidende Punkt wird sein sich endlich mal endgültig von einer Technologie zu verabschieden die wir im Schadensfall nicht ordentlich beherrschen. Und endgültig heisst auch endgültig. Alles weitere kommt dann von selbst.

    grüße,
    Jürgen

  7. Registriert seit
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    Es geht nicht um die Erzeugung, sondern dass ich den Überschuß nicht speichern kann. Energie wird immer "just in time" benötigt. Und da sehe ich nichts am Horizont.

  8. Registriert seit
    28.09.2009
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    Standard

    Zitat Zitat von Zebulon Beitrag anzeigen
    Es geht nicht um die Erzeugung, sondern dass ich den Überschuß nicht speichern kann. Energie wird immer "just in time" benötigt. Und da sehe ich nichts am Horizont.
    du selbst hast auf die dezentrale energieerzeugung hingewiesen, was, wie ich finde, durchaus der richtige weg ist./für den privaten verbrauch.

    (die industrie stellt teilweise andere anforderungen, kann aber auch am produktionsstandort energie erzeugen und teilweise aus den przessen rückgewinnen.)

    und gerade im bereich der denzentralen erzeugung und logischerweise auch abnahme lassen sich speicherkonzepte viel einfacher realisieren als im großtechnischen maszstab.

  9. Registriert seit
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    5.262

    Standard

    Zitat Zitat von Zebulon Beitrag anzeigen
    Es geht nicht um die Erzeugung, sondern dass ich den Überschuß nicht speichern kann. Energie wird immer "just in time" benötigt. Und da sehe ich nichts am Horizont.
    Die Vermutung lautet: Ohne drängenden Bedarf wird sich auch keine Entwicklung entwickeln. Möglicherweise verändert sich der (auch in meinen AUgen derzeit gähnend leere) Horizont sehr schnell, wenn den Herren Stromverkäufern klar wird, dass es ihnen effektiv an den atomaren Kragen geht!

    Abgesehen davon: Zebulon, ich glaube, ich teile deine Meinung nicht, möchte dir aber für deine besonnene Art der Argumentation ein Kränzchen winden!
    Diskussionen sollten im besten Fall so ablaufen, dass jede Seite die Argumente der Gegenseite wahr- und ernstnimmt.
    Wie ernst du Atomkraftgegner nimmst, vermag ich aus deinen Beiträgen nicht wirklich uz entnehmen - aber du machst es mit als Atomkraftgegner möglich, DEINE Argumente ernsthaft zu bedenken, weil du nicht so tief in die Polemikkiste greifst und einen gewissen Tonfall wahrst. Eigentlich schade, dass man das heutzutage extra hervorheben muss - aber es ist auffallend und deshalb für mich erwähnenswert.

  10. ArmerIrrer Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Zebulon Beitrag anzeigen
    Es geht nicht um die Erzeugung, sondern dass ich den Überschuß nicht speichern kann. Energie wird immer "just in time" benötigt. Und da sehe ich nichts am Horizont.

    die von mir besagten Solar-Thermie-Kraftwerke wären eine Möglichkeit thermische Energie zu speichern und des Nachts wenn keine Sonne scheint in elerktische Energie zu wandeln, diese Kraftwerke sind äusserst Leistungsstark, aber werden wohl nicht stark genug subventioniert...

    Diese Kraftwerke wären meiner Ansicht nach eine starke Alternative da sie rund um die Uhr Strom liefern können. Es geht ja schließlich nicht nur darum ausschliesslich die elektrische Energie zu speichern, man kann auch andere Energiearten speichern und entsprechend abrufen und umwandeln...


 
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