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Atomkraft/Laufzeitverlängerung/Alternativen

Erstellt von Di@k, 14.03.2011, 15:50 Uhr · 597 Antworten · 26.328 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Zitat Zitat von moeli Beitrag anzeigen
    Woran das liegen mag, sollte jeder eigentlich selber erkennen. Möglicherweise waren die Lobbyisten anderer Energie-Fraktionen wesentlich aktiver.

    Grundsätzlich gilt aber auch hier, das man dazu letztendlich viel Sonne benötigt. Ob das in unseren Gefielden realisierbar ist, wird man dann sehen. Mit Sicherheit aber nicht zu dem Preis je kwh wie in Spanien.

    .
    Hi

    Warum muss man die Anlagen bei uns aufstellen , das frage ich mich auch bei den Solarzellen ?

    Sinnvoll ist so was doch nur im Süden , wo es auch nicht dauernd regnet oder bewölkt ist .

  2. noh
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    Zitat Zitat von moeli Beitrag anzeigen
    gibts schon, jedoch kostet die Kilowattstunde immer noch in etwa die Hälfte der Photovoltaik. Meiner bescheidenen Meinung nach ist der Ansatz recht vielversprechend, da hier auch noch viel Potiential in der zukünftigen Weiterentwicklung steckt, da ja diese Dinger erst seit ganz kurzem am Netz sind. Der ansatz in derartigen Kraftwerken ist folgender:

    Man stelle sich eine lange halb aufgeschnittene verspiegelte Röhre vor, die in Ihrer Wiegerichtung relativ einfach Sonnengeführt mit wenig Aufwand neigbar ist. Und davon nicht nur eine, sondern zig bis hunderte. Im Brennpunkt jeder Wanne wird ein Rohr mit entsprechend geeignetem hochtemperaturaufnehmenden Öl durchgepumpt. Nach der Erhitzung durch die Sonne geht dieses Öl über einen Wärmetauscher in einen relativ effizienten gut gedämmten grossen Salztemperaturspeicher, der dann auf etwas über 400 Grad aufgeheizt wird. In diesem befindet sich ein weiterer Wärmetauscher, in dem dann Wasser zu Dampf und damit dann im herkömmlichen Kraftwerkssinne Dampf-Turbinen den Strom erzeugen. Ist die Sonne abends weg, ist der Speicher immer noch relativ heiss und man kann weiter Strom produzieren. Vielleicht nicht die ganze Nacht, aber das ist eher eine Frage der Dimensionierung. Das Ganze gibt es schon und kann man hier nachlesen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenw%C3%A4rmekraftwerk
    (siehe hier: Parabolrinnentechnik)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Andasol
    (teilweise fertiges Kraftwerk bei Granada)
    http://www.strom-prinz.de/news/artic...rk-in-spanien/
    http://buildaroo.com/de/news/article...power-station/

    Natürlich fällt dem aufmerksamen Mitleser auf, das man auf dieses relativ einfache und auch naheliegende Prinzip erst relativ spät gekommen ist. Woran das liegen mag, sollte jeder eigentlich selber erkennen. Möglicherweise waren die Lobbyisten anderer Energie-Fraktionen wesentlich aktiver.

    Grundsätzlich gilt aber auch hier, das man dazu letztendlich viel Sonne benötigt. Ob das in unseren Gefielden realisierbar ist, wird man dann sehen. Mit Sicherheit aber nicht zu dem Preis je kwh wie in Spanien.

    Einen Vorteil hat aber diese alte neue Technologie: Sie ist eher beherrschbar als die Atomtechnik. Und wenn was schiefgeht, ist nicht ein ganzer Landstrich unbewohnbar. Oder zigtausende von Menschen geschädigt. Die Folgen eines Unfalls in einer derartigen Anlage wären eher gering. Und somit zu bevorzugen.
    Hätte ich nicht besser sagen können.

  3. Registriert seit
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    Zitat Zitat von Baumbart Beitrag anzeigen
    Der Primärenergieverbrauch in Deutschland ist 2010 übrigens um 4 % gestiegen.
    Na ja man will ja auch mehr verdienen !

    Bei uns wollten die Eigentümer bei der Heizungsabrechnung auch , wie es schon viele machen , nicht mehr nach Verbrauch abrechnen . Die Abrechnung nach Wohnfläche treibt den Verbrauch auch in astronomische Höhen .

    ( Übrigens nur weil ich einen Rechtsanwalt eingeschaltet habe sind die wieder davon abgekommen . )

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    Zitat Zitat von ewald Beitrag anzeigen
    Hi

    Warum muss man die Anlagen bei uns aufstellen , das frage ich mich auch bei den Solarzellen ?

    Sinnvoll ist so was doch nur im Süden , wo es auch nicht dauernd regnet oder bewölkt ist .

    weil eine der herausforderungen der zukunft AUCH sein wird, die energie dort zu erzeugen, wo sie auch verbraucht wird. wenn lange /überlange transportwege zu erübrigen sind, da das og. postulat erfüllt ist, spielt auch die effizienz der eingesetzten generatoren, die die eingestrahlte SONNEN- bzw. der WINDenergie in strom oder wasserstoffgas für die nutzung in brennstoffzellen umwandeln, nicht mehr die unbedingte rolle, die ihnen heute noch zugemessen wird.

    aus meiner sicht entscheidend ist die effiziente speicherung der vorORT aus sonne und wind regenerativ gewonnenen energie.
    falls du mit deiner frage die sog. Freiflächenphotovoltaikanlagen meinst, schliesse ich mich dir umgehend an. aus meiner sicht gibt es die ausschliesslich deshalb, da unsere gewählten "volksvertreter" sich auch diesmal vor den karren der konzerne haben spannen lassen.
    ABER: die dinger sind reversibel, sie sind demontierbar und an anderer stelle wieder aufbaubar.und ihr ökologischer "footprint" ist auf alle fälle deutlich weniger gewichtig und dauerhaft als derjenige eines AKW.

  5. Registriert seit
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    Zitat Zitat von Baumbart Beitrag anzeigen
    Der Primärenergieverbrauch in Deutschland ist 2010 übrigens um 4 % gestiegen.
    Das ist innerhalb der natürlichen Schwankungsbreite, es hat mit dem kalten, regenreichen Jahr zu tun. Der Verbrauch an der sekundären Energie Strom wird trotz wachsender Elektrifizierung des Verkehrs sinken. Das ist so vorausberechenbar wie das Altersgefüge in 30 Jahren.

    Morgen geht der Forums-Bautrupp mit den Kraftwerksbauern raus. Nur aufpassen dass Ihr nicht das falsche baut, und es dann nicht gebraucht wird. Das Rahmenwerk bis 2050 steht schon längst. Hohlspiegel oder sowas spielen da kaum eine Rolle. Wohl aber Gas und Windkraft. Atomkraftwerke gar keine mehr.

  6. Baumbart Gast

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    Der Verbrauch an der sekundären Energie Strom wird trotz wachsender Elektrifizierung des Verkehrs sinken. Das ist so vorausberechenbar wie das Altersgefüge in 30 Jahren.
    es gibt genug Studien die genau das Gegenteil unwiderlegbar nachweisen. Und selbst wenn es so wäre (wofür mir noch die Begründung fehlt) übersteigt der Zuwachs aus den Entwicklungsländern jede Einsparung bei den Industrieländern um ein Vielfaches.
    enn lange /überlange transportwege zu erübrigen sind, da das og. postulat erfüllt ist, spielt auch die effizienz der eingesetzten generatoren, die die eingestrahlte SONNEN- bzw. der WINDenergie in strom oder wasserstoffgas für die nutzung in brennstoffzellen umwandeln, nicht mehr die unbedingte rolle,
    Aber musst nicht selbst Du zugestehen, dass die Reihenfolge etwas absonderlich ist? Bei systematischer Vorgehensweise würde man erst die Umwandlungs- Speicherungs- und Nutzungstechnologie entwickeln (Wasserstoff, Brennstoffzelle) bevor man zig Milliarden in den Ausbau der PV steckt. hätte man nur die Hälfte des Geldes das in die PV geflossen ist in die Brennstoffzelle gesteckt gäbe es vielleicht inzwischen marktreife Modelle.
    Außerdem muss nun endlich der Beamtenstatus der Erneuerbaren abgeschafft und wenigstens ein Teil der Vergütung marktbasiert werden, um diejenigen zu belohnen die ihre Erzeugung der Nachfrage anpassen - vorher lohnt nämlich eine Speicherung nicht.

  7. Registriert seit
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    Ohne ordentlich ausgeführte Zitate antworte ich mal nicht, Hartmut.

  8. Baumbart Gast

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    Zitat Zitat von peter-k Beitrag anzeigen
    Ohne ordentlich ausgeführte Zitate antworte ich mal nicht, Hartmut.
    Seit KT ist der wissenschaftliche Beirat doch sehr kritisch

  9. Registriert seit
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    Nee, ja, aber ist schon manchmal schwer wenn man nicht weiß, wer der Originalposter ist.

    Hier ist eine Studie der deutschen Energiewirtschaft, clicky.

    Selbst die gehen von einem nur geringfügigem gesteigertem Stromverbrauch aus, Bild 7. Scenario zwei zeigt, wovon man heute in Regierungskreisen ausgeht, Scenario 3 was Bäume-Umarmer gerne hätten.

    Ist nicht viel was sich da tut, die Botschaft ist: Keine relevante Steigerung, troitz allem. Andere Studien gehen von einem deutlicherem Schrumpfen aus, alleine schon wg. Geburtenraten.

  10. TomTom-Biker Gast

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    Hallo Peter,

    ich weiß nicht wie Du zu Deiner Einschätzung eines längerfristig rückläufigen Bedarfs elektrischer Energie kommst. Diese Einschätzung ist für mich nicht nachvollziehbar.

    Selbst wenn ich unterstelle, daß aufgrund effizienterer Nutzung der Energie der spezifische Verbrauch zurückgehen sollte, dies betrifft im Übrigen nicht nur den kleineren Teil des Haushaltsbedarfs, sondern auch den Bedarf von Gewerbe und Industrie -dieser Anteil ist absolut gesehen deutlich höher- so stellt sich die Frage welche Energie zukünftig vermehrt zum Einsatz kommen wird und welche Energie letztlich damit ersetzt wird. Diesbezüglich gibt es relativ wenig Spielräume:

    - Fossile Energieträger sind endlich und deren Nutzung in Abetracht der gewünschten Reduktion klimaschädlicher Gase nicht gewünscht
    - Die wirkungsvolle, großtechnische Nutzung geothermischer Energie ist regional und mengenmäßig eingeschränkt
    - Die Nutzung der Wasserkraft regional begrenzt und auch auch jetzt schon in hohem Maße genutzt, sprich: wenig Ausbaureserven
    - Die Nutzung kerntechnischer Anlagen ist in der Diskussion und wird gesellschaftspolitisch kritisch bewertet. Dabei ist es nur eine Frage der Zeit und der Güterabwägung bis auch andere Länder, die jetzt auf Kernkraft setzen (z. B. China mit 8 neuen Reaktoren), zu dieser Einsicht kommen werden. Außerdem ist der Brennstoff ebenfalls endlich.
    - Die Nutzung der Kernfusion noch in weiter Ferne und, soweit ich die Zusammenhänge richtig verstehe, mit noch höheren Strahlenrisiken verbunden als bei der Kernkraft.
    - Kohle, Erdöl- und Gasvorkommen ebenfalls endlich, außerdem klimaschädlich.
    - Die Nutzung von Wasserstoff mit hohem Einsatz von Energie verbunden und schlecht zu handhaben (Dichtungen bei Wasserstoff sind ein richtiges Problem).

    Was energetisch zur Genüge vorhanden ist, sind Wind und Sonne. Und diese nahezu kostenfrei. Was (derzeit) richtig kostet, sind die Anlagen, um die Enegieform nutzen zu können. Es kann allerdings davon ausgegangen werden, daß die Kosten für die Anlagen sinken werden. In Deutschland sind beispielsweise die Modulpreise für PV-Anlagen im Sommer 2009 innerhalb kurzer zeit um ca. 30 % gesunken, was unmittelbar Auswirkungen auf die Nachfrage hatte. Grund: es gibt deutlich mehr Hersteller solcher Anlagen und große Fabriken auch oder gerade in Deutschland.

    Die in Wind und Sonne gespeicherte Energie kannst Du technisch sinnvoll nur in elektrische Energie umwandeln, entweder über die kinetische Energie in Windmühlen, die Di......wandlung in PV-Anlagen oder thermische Energie in Solarkraftwerken. Die direkte Nutzung der kinetischen Windenergie oder der Strahlungswärme macht nur in Einzelfällen einen Sinn. Eine Fabrik kannst Du damit nicht am Laufen halten.

    Schlußfolgerung:
    Da ein großteil der Energie durch elektrische Energie ersetzt werden wird, wird auch der Bedarf hierzu deutlich ansteigen.

    Beleg:
    die von mir bereits weiter hinten aufgeführte Quelle des Wissenschaftlichen Beirats, bei der der Anteil an Solarenergie und Windenergie in 2050 deutlich über dem Anteil der übrigen Energien liegt.

    Gruß Thomas

    Ergänzung:
    Dein vorausgegangener Beitrag zeigt die Verhältnisse für Deutschland. Ich rede von weltweit, so wurde das bisher auch verstanden. Und da sehen die Verhältnisse etwas anders aus.


 
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