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Atomkraft/Laufzeitverlängerung/Alternativen

Erstellt von Di@k, 14.03.2011, 15:50 Uhr · 597 Antworten · 26.303 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard

    Ich bezog mich eigentlich auf "global". Für D ist es gerade schlecht einzuschätzen, da es mit dem jetzigen Aktionismus sehr gut sein kann, dass sich die Industrie in Länder verdrückt, in denen es nicht nur günstige Energie gibt, sonder in denen dieses Zückerle noch mit einem Sahnehäubchen namens Billiglohn, Steuerersparniss und Standortgarantie kombiniert wird. Dies würde für sinkenden Leistungsbedarf sprechen.

    Gerade hatte ich eine Energie-Zukunftprognose aus 1969 in den Fingern. Man erwartete bis zum Jahr 2000 , da sich die benötigte Leistung alle 10 Jahre verdoppeln sollte, ca 100 - 120 Kernkraftwerke für Deutschland. Rückblickend einfach . Man hatte wohl nicht auf der Rechnung, wie sich Energiesparen auswirken kann.

    Vernutlich sieht es 2070 genau so aus, wenn ein Papier ausgegraben wird, in dem 2011 verkündet wird, bis 2015 oder 2020 ist D 100% regenerativ versorgt.
    Nur werde ich es nicht mehr lesen können.

  2. Geronimo Gast

    Standard

    Hallo,
    - Kann ich mir nicht vorstellen.
    - geht nicht
    - Die Lichter gehen aus
    - Wie soll das gehen
    - Die Industrie wandert ab usw. usw.

    Warum kann man dich nicht mal als Chance begreifen, warum nicht einfach mal anfangen ?

    Warum sollen in solchen Bereichen keine neuen Arbeitsplätze entstehen ?

    Warum muss den Strom immer über lange Strecken transportiert werden ?

    Warum den Strom nicht da erzeugen wo er gebraucht wird ?

    Was spricht dagegen sich in diesem Bereich einen technologischen Fortschritt zu erarbeiten um den später wirtschaftlich auszunutzen ?

    Warum sollen wir nicht in der Lage sein, mit unseren gut ausgebildeten Leuten sowas zu stemmen, bestimmt nicht mit dem Gedanken das es sowieso nicht geht.

    Was man dazu braucht ist Mut und Entschlossenheit auch mal in andere Richtungen zu denken und Strukturen zu schaffen die sich eben von heutigen unterscheiden. Wenn es eben von den grossen Energieversorgern weg und hin zu vielen kleinen mittelständischen Unternehmen (die sich heute schon im Bereich erneuerbare Energien tummeln) soll es mir Recht sein.

    grüße,
    Jürgen

  3. Registriert seit
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    Standard yepp, so

    Zitat Zitat von Zebulon Beitrag anzeigen
    Ich bezog mich eigentlich auf "global". Für D ist es gerade schlecht einzuschätzen, da es mit dem jetzigen Aktionismus sehr gut sein kann, dass sich die Industrie in Länder verdrückt, in denen es nicht nur günstige Energie gibt, sonder in denen dieses Zückerle noch mit einem Sahnehäubchen namens Billiglohn, Steuerersparniss und Standortgarantie kombiniert wird. Dies würde für sinkenden Leistungsbedarf sprechen.

    Gerade hatte ich eine Energie-Zukunftprognose aus 1969 in den Fingern. Man erwartete bis zum Jahr 2000 , da sich die benötigte Leistung alle 10 Jahre verdoppeln sollte, ca 100 - 120 Kernkraftwerke für Deutschland. Rückblickend einfach . Man hatte wohl nicht auf der Rechnung, wie sich Energiesparen auswirken kann.

    Vernutlich sieht es 2070 genau so aus, wenn ein Papier ausgegraben wird, in dem 2011 verkündet wird, bis 2015 oder 2020 ist D 100% regenerativ versorgt.
    Nur werde ich es nicht mehr lesen können.
    sind die längerfristigen Zukunftsprognosen nunmal. Aber nebenbei, das mit der 100%igen regenariven Prognose (egal wann) glaub ich auch nicht so ohne weiteres. Es wird wohl irgendwie dazwischen liegen. Aber solange es wirtschaftlich sinnvoller ist, billigen Strom zuzukaufen und dementsprechend konventionelle fossile Kraftwerke (weils billiger ist in der Gesamtbilanz) langsamer laufen zu lassen seh ich auch in dem Ausstieg der hier nunmal vom Volk z.Zt. (kann sich auch noch ändern) gewollt ist einen ziemlichen Alleingang in unserer Republik auf unsere europäischen Nachbarn bezogen. Wünschenswert wäre ein globaler Umdenkungsprozess. Weil die Länder unseres Planeten gerade eigentlich den gleichen Fehler machen wie wir Ende der 60er Jahre, sie stecken Ihre gesamten Entwicklungsgelder in eine Sackgassentechnologie des nicht beherrschbaren Abfalls. Aber was red ich, damals war ja auch noch kalter Krieg, man brauchte fürs Militär jede Menge waffenfähiges Plutonium, da lag es nahe, diese Technologie, die man eh für die Aufrüstung brauchte, nebenbei auch zivil zu nutzen. Trotzdem bleib ich dabei, das wenn man z.B. die Parabolrinnetechnik etc etc damals mit den gleichen Mitteln wie die Atomtechnologie stattdessen bis heute unterstützt hätte, wären wir (global) einen guten Schritt weiter, und hätten nicht soviele Altlasten zu entsorgen und auch nicht soviel atomare Umweltverschmutzung auf unserem Planeten aufzuarbeiten.......

    Aber was nützt uns das hätte wennte könnte? Es gibt viel zu tun, packen wirs an. Auch wenns teuer wird. Packen wirs jetzt nicht an, müssen das nachfolgende Generationen später erledigen, und das wird sicherlich nicht billiger.

    @Zebulon: hast du den Arte Bericht gesehen? Mir ist jedenfalls ein eiskalter Schauer über den Rücken gelaufen ..........

  4. Registriert seit
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    Standard

    Zitat Zitat von Geronimo Beitrag anzeigen
    Hallo,
    - Kann ich mir nicht vorstellen.
    - geht nicht
    - Die Lichter gehen aus
    - Wie soll das gehen
    - Die Industrie wandert ab usw. usw.

    Warum kann man dich nicht mal als Chance begreifen, warum nicht einfach mal anfangen ?

    Warum sollen in solchen Bereichen keine neuen Arbeitsplätze entstehen ?

    Warum muss den Strom immer über lange Strecken transportiert werden ?

    Warum den Strom nicht da erzeugen wo er gebraucht wird ?

    Was spricht dagegen sich in diesem Bereich einen technologischen Fortschritt zu erarbeiten um den später wirtschaftlich auszunutzen ?

    Warum sollen wir nicht in der Lage sein, mit unseren gut ausgebildeten Leuten sowas zu stemmen, bestimmt nicht mit dem Gedanken das es sowieso nicht geht.

    Was man dazu braucht ist Mut und Entschlossenheit auch mal in andere Richtungen zu denken und Strukturen zu schaffen die sich eben von heutigen unterscheiden. Wenn es eben von den grossen Energieversorgern weg und hin zu vielen kleinen mittelständischen Unternehmen (die sich heute schon im Bereich erneuerbare Energien tummeln) soll es mir Recht sein.

    grüße,
    Jürgen

    - - - - -

    Jedes einzelne Wort ein Goldstück - jede Frage zielt genau auf den Kern! Ich finde es beruhigend, dass es doch noch einige gibt die vorwärts schauen. Anpacken --- und aufhören mit Wind-, Sonnen-, Kernkraft- und Netz- Panik.

  5. TomTom-Biker Gast

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    Zitat Zitat von Zebulon Beitrag anzeigen
    Vernutlich sieht es 2070 genau so aus, wenn ein Papier ausgegraben wird, in dem 2011 verkündet wird, bis 2015 oder 2020 ist D 100% regenerativ versorgt.
    Davon spricht keiner, folglich wist Du das Papier auch nicht ausgraben können, noch nicht mal theoretisch.

    Gruß Thomas

  6. Registriert seit
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    Anscheinend gibt es, regional, unterschiedliche Experten, die gerade die Öffentlichkeit mit Meinungen ( tschuldigung ... Fachwissen) fluten. Dazu gehört auch die bis vor 3 Tagen getätigte Behauptung, der sofortige Ausstieg kostet 20-50 Euro/ Haushalt / Jahr.
    Wenn einer jetzt etwas schlicht unter der Mütze gestrickt ist, ist es doch logisch, dass der bei der nächsten Wahl sagt: für so billig machen wir das.
    Bauernfängerei hat schon immer funktioniert.
    Aber vermutlich gehört er zu den 40-50% Wahlverweigerern.

  7. Baumbart Gast

    Standard

    Gestern gehört dass es nur die atomkraftgeschmierten Politiker waren, die große Windparks im Süden verhindert haben und man darum jetzt gezwungen ist, die erheblich teureren Offshore-Parks zu bauen. Die Bevölkerung würde Windmühlen in Alpen und Mittelgebirgen gut finden. Bin ich mal gespannt wann die ersten hundert 5 MW-Anlagen im Schwarzwald stehen. Da sind ja jetzt die Grünen dran.

  8. Registriert seit
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    Zitat Zitat von Baumbart Beitrag anzeigen
    Gestern gehört dass es nur die atomkraftgeschmierten Politiker waren, die große Windparks im Süden verhindert haben und man darum jetzt gezwungen ist, die erheblich teureren Offshore-Parks zu bauen. Die Bevölkerung würde Windmühlen in Alpen und Mittelgebirgen gut finden. Bin ich mal gespannt wann die ersten hundert 5 MW-Anlagen im Schwarzwald stehen. Da sind ja jetzt die Grünen dran.

    Hartmut,

    es waren tatsächlich die christl-orientierten politiker der "südschiene", die aus nennen wir es mal: ideologischen gründen den gruenangestrichenen (als politisch verstandener farbe) windmühlen im flächenstaat bayern und in BaWü jahrzehntelang den kampf angesagt hatten. ob sie geschmiert waren -die damen und herren volksvertreter- von atomkraft: das entzieht sich meiner kenntnis. jahrzehntelang machte man die windenergie madig als ineffizient, teuer, hässlich, landschaftzerstörend etc et al.
    nun will sie die bevölkerung nicht haben, die quirle vor der eigenen haustüre. wundert dich das?
    stattdessen stehen bei uns im sommer die maisfelder mit drei meter bauhöhe direkt hinter dem strassengraben. man kann in keine kurve mehr hinreichend hineinschauen. und wenn der mais gesät und geerntet wird, stellen die großgeräte der "energie"wirte die straßen zu.

    sicher und zügig moppedfahren geht da nimmer.(aber vielleicht lässt sich ja der verkehrsminister erweichen, einen sichtraum entlang der kreis/staats- und bundesstraßen gesetzl. festzuschreiben. dann wäre allen geholfen. )
    ralf

  9. Baumbart Gast

    Standard

    stattdessen stehen bei uns im sommer die maisfelder mit drei meter bauhöhe direkt hinter dem strassengraben. man kann in keine kurve mehr hinreichend hineinschauen. und wenn der mais gesät und geerntet wird, stellen die großgeräte der "energie"wirte die straßen zu.
    find dich mit dem Mais ab, den brauchen die Biogasanlagen, auch der wird noch mehr werden.
    Hatte kürzlich übrigens das Vergnügen, eine Biomethaneinspeiseanlage zu sehen (aus Biogas wird Biomethan, dass dann ins Erdgasnetz eingespeist wird). Da läuft ein 90 kW Verdichter rund um die Uhr damit das "Bioerdgas" in's Erdgasnetz gedrückt werden kann. Macht knapp 800.000 kWh Stromverbrauch pro Jahr. Macht 1 ha PV-Anlage (+ riesige Batterien) oder eben die 100 5 MW-WKAs im Schwarzwald (+ Pumpspeicherwerk). Zahlen übrigens dann die Erdgaskunden weil die Verdichtung der Netzbetreiber trägt.

  10. TomTom-Biker Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Baumbart Beitrag anzeigen
    Gestern gehört dass es nur die atomkraftgeschmierten Politiker waren, die große Windparks im Süden verhindert haben und man darum jetzt gezwungen ist, die erheblich teureren Offshore-Parks zu bauen. Die Bevölkerung würde Windmühlen in Alpen und Mittelgebirgen gut finden. Bin ich mal gespannt wann die ersten hundert 5 MW-Anlagen im Schwarzwald stehen. Da sind ja jetzt die Grünen dran.
    Das erste mag stimmen, es kann aber auch nur ein Gerücht sein. Fest steht jedenfalls, daß insbesondere die Bayerische Staatsregierung und das über allem so erhabene, damalige Bayernwerk den Ausbau nicht unbedingt gefördert haben (mal ganz gemäßigt ausgedrückt). Das ging bis in die kleinen Kommunen, bei denen der Bürgermeister (welcher partei der wohl angehört hat?), ebenfalls ihre Stadtwerke angewiesen haben den Anschluß dieses Teufeklswerks ebenfalls zu verhindern. Oder war es das Bayernwerk, das Überzeugungsarbeit bei der Staatsregierung geleistet hat? Egal.

    Mittlerweile haben die Preussen das Sagen, es gibt das Einspeisegesetz, es gibt EU-Beschlüsse und es gibt eine CSU, die jetzt mit der FDP zusammen regieren muß. Gurkentruppe trifft Wildsäue, herrlich. Auch Bayern ist nicht mehr das, was es einmal war. Nebenbei bemerkt liebe ich Bayern und komme auch mit der Mentalität der Mneschen dort gut klar und es ist nicht alles verkehrt was in diesem Land läuft. Also jetzt nicht gleich losgeifern ich hätte was gegen die Bayern und die CSU. Aber sie haben sich tatsächlich sehr zurückgehalten.

    Die Offshore-Parks sind nicht die Antwort auf die Verweigerung im Süden. Das hat technische Gründe die dort zu bauen. Absolut sind die Parks teurer, wir reden hier von Milliarden-Beträgen, pro erzeugter kWh allerdings wiederum günstiger. Wir haben im Offshore-bereich ganz andere Windverhältnisse als an Land und die Anlagen können größer gebaut werden und die kontinuierliche Ausbeute ist höher als bei Anlagen im Land.

    Zu den oft erwähnten Fachleuten und den selbst ernannten Fachleuten, die diesen Fachleute dann wiederum das Fachwissen absprechen.
    Wenn jemand von sofortigem Ausstieg spricht, wenn Urteile über komplexe Zusammenhänge aus dem Bauch heraus abgegeben werden, wozu andere erst ein paar Jahre studiert haben mussten und anschließend on the job sich mit Lösung bestimmter Probleme beschäftigen durften, dann ist das zumindest für mich kein Grund mich drüber aufzuregen. Es wird zugegebenermaßen derzeit viel Blödsinn geredet. Zum größte Teil aus Unwissenheit heraus. Sich eine Meinung zu bilden und sei sie noch so weltfremd ist allerdings statthaft.

    Die Politik (als Sprachrohr ihrer Berater) soll die Richtung vorgeben und die Rahmenbedingungen schaffen. Die Industrie, die Hochschulen, die EVU und die die sich damit beschäftigen leisten ihren Beitrag das umzusetzen. Diese Arbeit erfolgt i. d. R. abseits jeglichen öffentlichen Interesses und damit außerhalb des Wahrnehmungsbereichs der Allgemeinheit. Es ist jedenfalls nicht so, Japan hin oder her, als ob wir von heute auf morgen alles ändern wollten. Wenn man mal unter die Decke schaut, so wird man feststellen, daß sich einiges tut. Und die EVU investieren wieder. Die haben sich auf die sich verändernde Situation schon längst eingestellt. Und das machen die nicht aus reiner Nächstenliebe heraus. Ein bißchen Pokern um Millionen und ein bißchen mit dem Säbel rasseln gehört halt dazu.

    Und ein letztes, ich meine es schon mehrmals gesagt zu haben:
    Wer glaubt der mittelfristige Verzicht zur Nutzung der Kernernergie in Deutschland, sei der Beginn des Endes des Industriestandorts Deutschland, hat nicht begriffen wo hier tatsächlich das Problem liegt. Ich will hier jetzt nicht eine neu baustelle aufmachen, ich sage einfach mal nur Bildung und Bildungsniveau, Freizeitgesellschaft und demographischer Wandel. Das sind die wirklichen Probleme die ich sehe und nicht, ob der Strom nun 20, 50, 100 oder sonst wieviel Euro teurer wird.

    Gruß Thomas


 
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