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Atomkraft/Laufzeitverlängerung/Alternativen

Erstellt von Di@k, 14.03.2011, 15:50 Uhr · 597 Antworten · 26.220 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #51
    Zu Netzbelastung und Abschaltbarkeit stehen die Zahlen in meinem Post. Dazu habe ich auch keine Fakten von Dir gelesen. Nur Deine Meinungen, die begründest Du mit dem Blick auf Eure Instrumententafel.

    Die Zahlen sind auch nicht mal vom Spiegel, sondern von ENTSOE (European Network of Transmission System Operators for Electricity). Das ist ganz sicher keine Anti-Atom Behörde. Möchtest Du sagen die sind falsch? Hast Du das überhaupt gelesen?

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    #52
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    ja genau, frag mich nur, warum er in seinen 4 Jahren als verantwortlicher Bundesumweltminister (bis2009) nicht so getan hat?? war er da noch kein Spiegelleser?!
    Und, Tiger? Hast Du nun eine Antwort warum Gabriel oder sonstein Politiker nicht einfach abschalten kann was schon seit Jahren abgeschaltet gehoert?

    Was nötig ist ein Plan, wie auch immer er aussieht, und dann dabei bleiben.

  3. LGW Gast

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    #53
    Meine Meinung:

    die alten Meiler, die heute keine Zulassung mehr bekommen würden wegen so unwichtiger probleme wie Schutz gegen Flugzeuge, müssen vom Netz.

    Hier hat das rot/grüne Gesetz einen guten Kompromiss geschaffen, die cdU/FDP offenbar aus Lobbygründen wieder abschaffen mussten.

    Im Schatten der Ereignisse spricht selbst die CSU offen darüber, die uralt-Kraftwerke schnellstmöglich, also sofort, vom Netz zu nehmen.

    Hier geht es natürlich um Landtagswahlen, aber die Schatten der Ereignisse sind so unvorstellbar lang, dass glaube ich tatsächlich der eine oder andere Politiker seine Meinung über vertretbare Risiken wirklich überdenkt. Aber man steckt nicht drin.

    Wir müssen zurück zum Kompromiss, vor allem kurzfristig, und die alten Meiler vom Netz trennen.

    Die Details der nächsten Jahrzehnte müssen dann jeweils zeitnah überarbeitet werden, wenn es soweit ist, basierend auf bedarf und Entwicklungsstand alternativer Energiequellen (die bitte NICHT auf Ackerbau basieren sollen).

    So wird m.E.n. ein Schuh draus.

    Den unfassbaren Einfluss von Krümmel und Biblis auf die deutsche Stromversorgung im Jahr 2010 kann sich jeder in den offiziellen Betreiberdaten anschauen - es wird NICHT das Licht ausgehen, und es wird auch NICHT Strom aus der Ukraine importiert werden (müssen).

    Man muss die Fakten sehen, dazu müssen aber viele noch die Augen öffnen.

    Eine Risikotechnologie zu betreiben nach dem Motto "in den 70ern hat das auch gereicht" wird nicht funktionieren.

    Übrigens:

    Fukushima hätte wg. Altersschwäche im März vom Netz gehen sollen

    Nur als Denkanstoss, sicher war die geographische Lage dieses speziellen Kraftwerks auch ungünstig, aber was sagt uns das in der statistischen Verallgemeinerung?

    Leider wird Statistik bei Kernkraft nur benutzt um schönzurechnen, nicht aber um reale Verhältnisse zu erkennen. Zum Beispiel das Verhältnis Störfall vs. Alter.

    Ist wie beim Auto... neue Autos haben auch Probleme, aber so nach 15 Jahren häuft es sich langsam, und manchmal platzt eben auch der Motorblock.

  4. Registriert seit
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    #54
    Ausserdem lese ich sind die deutschen Altmeiler in der Mehrzahl vom Fukushima Typ.

    Zitat Zitat von LGW Beitrag anzeigen
    snip ...
    Nur als Denkanstoss, sicher war die geographische Lage dieses speziellen Kraftwerks auch ungünstig, aber was sagt uns das in der statistischen Verallgemeinerung?

    Leider wird Statistik bei Kernkraft nur benutzt um schönzurechnen, nicht aber um reale Verhältnisse zu erkennen. Zum Beispiel das Verhältnis Störfall vs. Alter.
    Das Wesen einer Monster-Katastrophe ist, das sie völlig unberechenbar ist.


    Es wird Zeit, dass der Mensch wieder in den Mittelpunkt der Politik rückt, und nicht die Interessen von einzelnen Gruppen.

  5. LGW Gast

    Standard

    #55
    Zitat Zitat von peter-k Beitrag anzeigen
    Ausserdem lese ich sind die deutschen Altmeiler in der Mehrzahl vom Fukushima Typ.
    Siedewasserreaktoren...

    http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_d...ke#Deutschland

    Allerdings sind m.E.n. Siedewasser- und Druckwasserreaktoren vom Risiko her was GAUs angeht etwa gleich. Das Containment - was hier entscheidend ist - KANN ähnlich robust ausgelegt werden, und ob der Sekundärkreislauf nun radioaktiv ist, nuja, die Strahlungsmengen sind da nicht so gross das es im Falle eines Unfalls eine Rolle spielen würde.

    Im Falle einer Kernschmelze, die bei Kühlmittelverlust/Überhitzung in beiden Reaktoren eintreten kann, kommt es auch hier nur auf Auslegung und Zustand des Containments an.

    Geht alles gut, ist selbst im Fall einer Kernschmelze nicht unbedingt mit starker Kontamination zu rechnen, das Material bleibt wo es ist und es wird einfach ein paar km weit, 3 vielleicht, abgesperrt. Darf halt ein paar Zehntausend Jahre keiner mehr reinschauen dann

    Gibts Probleme mit der Reaktorhülle, naja.

    trotzdem gäbs kein Tchernobyl mit weltweiten Auswirkungen, aber wie das genau aussehen wird, kann man sich vermutlich bald im fallbeispiel anschauen.

  6. Registriert seit
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    365

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    #56
    Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) hat im Januar 2011 ein
    Sondergutachten publiziert, in dem u.a. zwei Fragen behandelt wurden:



    1. "Ist es möglich, ausschließlich auf der Basis regenerativer
      Energiequellen zu jeder Stunde des Zieljahres 2050
      Versorgungssicherheit zu garantieren?"
    2. "Sind Brückentechnologien für den Übergang in das regenerative
      Energiezeitalter erforderlich?"

    zu 2.: Signifikante Laufzeitverlängerungen oder neue Kohlekraftwerke sind für den Übergang nicht nötig

    Weder eine Verlängerung der Laufzeit von Atomkraftwerken noch der Bau
    neuer
    Kohlekraftwerke mit Kohlendioxidabscheidung und -speicherung sind
    notwendig.
    Bereits der Bestand an konventionellen Kraftwerken mit einem
    geringen Zubau
    an Gaskraftwerken reicht als Brücke hin zu einer regene-
    rativen Stromversorgung
    aus. Dies ist selbst unter der restriktiven Annahme
    einer durchschnittlichen
    Laufzeit von 35 Jahren für alle konventionellen
    Kraftwerke und unter Beibe
    haltung des bisherigen Ausbautempos bei den
    erneuerbaren Energien darstellbar…

    ...Sowohl die Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke als auch ein zusätz-
    licher
    Neubau von Kohlekraftwerken erhöhen damit das Risiko, dass über
    zunehmend
    längere Zeitfenster Überkapazitäten im System entstehen.

    Zitiert aus: WEGE ZUR 100 % ERNEUERBAREN STROMVERSORGUNG, Kurzfassung für Entscheidungsträger


    "Die gute Nachricht unserer Szenarien ist, wir brauchen weder eine Lauf-
    zeitver
    längerung für Atomkraftwerke noch brauchen wir neue Kohlekraft-
    werke. Dass
    einzige was nötig ist, dass das Ausbautempo für die erneuer-
    baren Energien, das
    wir in den letzten zehn Jahren hatten, noch in den
    nächsten zehn bis fünfzehn
    Jahren ungefähr so fortgesetzt werden kann.
    Dann können die erneuerbaren
    Energien den Übergang reibungslos und
    harmonisch schaffen. Eine Stromlücke ist
    damit überhaupt nicht zu
    befürchten, also das Licht wird nicht ausgehen."


    Dr. Christian Hey (Sachverständigenrat für Umweltfragen)
    wörtlich zitiert aus der Sendung "Markt", NDR, vom 14.03.2011


    Damit erübrigt sich jede weitere Diskussion über die Laufzeitverlängerung.

    Wer das nun schwarz (bunt) auf weiß haben möchte, bitteschön:
    680 Seiten zum nachlesen
    Für die Lesefaulen (Entscheidungsträger)
    8 Seiten Zusammenfassung



  7. LGW Gast

    Standard

    #57
    Alles Lüge!

    Wer gegen Atomkraftwerke ist, ist gegen Fortschritt!

    Das Licht wird ausgehen! Nackte Menschen werden auf der Straße tanzen! Sodom und Gomorrha!

    (sorry, mein Gehirn ist irgendwie Toast...)

  8. 084ergolding Gast

    Standard In / aus der Nachbarschaft...... Isar-1

    #58
    Zitat Pressemitteilung EON, 12:02h

    15.03.2011
    E.ON unterbricht Leistungsbetrieb seines ältesten Kernkraftwerks Isar-1
    · Beitrag zur Versachlichung der Diskussion während des Moratoriums
    E.ON wird den Leistungsbetrieb seines ältesten Kernkraftwerks Isar-1 für die Dauer des Moratoriums der Bundesregierung unterbrechen. Die Vorbereitungen zum Abfahren des Reaktors in einen sicheren Ruhezustand haben bereits begonnen und werden in den kommenden Tagen in Abstimmung mit den zuständigen Behörden umgesetzt. Damit will E.ON einen Beitrag zur Versachlichung der aktuellen Diskussion um die Kernenergie leisten.
    „Auch wenn das Kernkraftwerk Isar-1 von dem Moratorium zurzeit nicht unmittelbar betroffen wäre, haben wir uns entschlossen, den Leistungsbetrieb dieses ältesten E.ON-Reaktors während der Dauer des Moratoriums zu unterbrechen. Damit wollen wir eine offene und kritische Bewertung auch durch die zuständigen bayerischen Aufsichtsbehörden erleichtern“, sagte E.ON-Vorstandsvorsitzender Johannes Teyssen. Das Abfahren in den Ruhezustand sei ausdrücklich nicht durch aktuelle sicherheitstechnische Neubewertungen begründet. Isar-1 erfülle alle hohen Sicherheitsstandards ohne jede Einschränkung.

    „Wir haben Verständnis für die Sorgen auch der deutschen Bevölkerung und die darauf aufbauende politische Debatte über die aus der Entwicklung in Japan zu ziehenden Lehren“, sagte Teyssen. „Aktuell bestehen zwar keinerlei Zweifel an der umfassenden Sicherheit unserer kerntechnischen Anlagen, einschließlich Isar-1. Wir werden uns aber aktiv an der gebotenen Analyse und Debatte über Lehren und Konsequenzen aus der japanischen Entwicklung beteiligen“, so Teyssen.

    Das von Bundeskanzlerin Merkel angeregte Moratorium und die Einrichtung eines Expertenrates seien der richtige Weg, um die Analyse des Geschehenen und die Diskussion um Schlussfolgerungen mit der gebotenen Gründlichkeit, aber auch zügig durchzuführen. „Wir werden diese Untersuchungen mit unserem kerntechnischen Know-how und unserer breiten Betriebserfahrung voll und ganz unterstützen“, so Teyssen.

    „Den von den dramatischen Ereignissen rund um das japanische Kernkraftwerk Fukushima betroffenen Menschen gilt unser volles Mitgefühl“, hob Teyssen hervor. E.ON habe bereits am Samstag über die Bundesregierung umfangreiche Hilfen angeboten.



    Diese Pressemitteilung enthält möglicherweise bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des E.ON-Konzerns und anderen derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken und Ungewissheiten sowie sonstige Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistung der Gesellschaft wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen abweichen. Die E.ON AG beabsichtigt nicht und übernimmt keinerlei Verpflichtung, derartige zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

    Zitat Ende


  9. Registriert seit
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    Standard

    #59
    Zitat Zitat von LGW Beitrag anzeigen
    snip ...
    Das Licht wird ausgehen! Nackte Menschen werden auf der Straße tanzen! Sodom und Gomorrha!
    Das hat man uns die vergangenen 30 Jahre weisgemacht. Das man die Atomdinger nicht abschalten könne zumindest seit 10 Jahren.

    Nun sehen selbst weite Teile in der Industrie ein, das es womöglich zu ihrem eigenem, gewaltigem Schaden sein kann. Und somit werden Forderungen nach einem Ausstieg endlich realistisch durchsetzbar.

  10. Registriert seit
    17.05.2007
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    Standard

    #60
    Zitat Zitat von LGW Beitrag anzeigen
    (sorry, mein Gehirn ist irgendwie Toast...)
    abschalten Lars! und damit ist ausnahmsweise kein AKW gemeint.


 
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