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Atomkraft/Laufzeitverlängerung/Alternativen

Erstellt von Di@k, 14.03.2011, 15:50 Uhr · 597 Antworten · 26.351 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Zitat Zitat von Trabbelju Beitrag anzeigen
    @Zebulon


    - Habt ihr überhaupt noch genügend Nachwuchs, wer lässt sich noch in ein Berufsbild auf dem Abstellgleis ausbilden ?

    Die Ausbildung läuft normal weiter, am Nachwuchs scheitert es nicht. Man muss es natürlich auch so sehen: Wir sind hoch spezialisierte Verfahrenstechniker, die , plump gesagt, mit monetären Abstrichen, nach kurzer Einarbeitung, jederzeit auch ein Müllheizkraftwerk bedinen können.
    Wenn man davon ausgeht, das gegen 2020 Schluss ist, wird noch minderstens 5-10 Jahre Fachkundepersonal benötigt, der Schichtdienst aufrecht erhalten. Lüftung, Kühlung, nuklearer Brennstoff auf der Anlage ... da gibt es genaue Vorgaben. Wer kann sich heute entspannt zurück lehnen und sagen:für ca 20 Jahre habe ich noch eine Job?

    - Was macht ihr in 10 Jahren, fehlen euch dann nicht die Ingenieure ?

    Die Anzahl der Ingenieure wird beim Stillstand, im Ggs zum Betrieb, verringert werden können, ansonsten gilt, was ich oben geschrieben habe.

    - Überaltert nicht generell das Fachpersonal ?

    Wir haben aktuell einen sehr gesunden Schnitt und da die Betreiber immer so planen müsen, als ob der Betrieb bis 2700 weiter geht, wird sich daran nichts ändern.

    - Liegt darin nicht eine Gefahr, müßt ihr mit schlecht ausgebildeten Mitarbeitern ein Atomkraftwerk betreiben ?

    Ich kenne kaum einen Job, in dem so hohe Anforderungen gestellt werden. Angefangen bei der Qualifikation, weiter bei der Ausbildung über 3 Jahre , die ein Meister oder Ingenieur dran hängen muss, mit Prüfung vor der Behörde, permanenter Simulatorausbildung, Nachweis von Pflichtschulungsstundenm, Nachweis von Lernzielkontrollen , Verfall der FAchkunde, wenn man seine Job 6-12 Monate beispielsweise krankheitsbedingt nicht ausüben kann .... und und und.
    Wieso du auf das schmale Brett kommst, wir seinen schlecht ausgebildet, zeigt, wie wenig über das Thema Kernenergie überhaupt bekannt ist.
    In jedem anderen Job wird man eingestellt ( Ausnahme ev. Lufthansapiloten ) und wenn man keine goldenen Löffel stiehlt ist man sicher drinn ( abgesehen von auftragsbedigten Kündigungen).

    EDF scheint sich übrigens bei der Revision ihrer AKWs Leiharbeiter zu bedienen.
    Wenn die ihre maximal erlaubte Strahlendosis erreicht haben, kommen neue Leiharbeiter.

    Für Fremdfirmenmitarbeiter gelten die gleichen Dosisgrenzwerte wie für das Eigenpersonal.
    Auch bei uns wird zusätzliche Revisionspersonal eingstellt, dass hat aber nix mit Dosis zu tun, sondern dass dieVielzahl der Arbeiten mit Eigenpersonal in diesem kurzen Zeitraum nicht zu schaffen ist. Es gibt eine große Anzahl an Dekontern und Reinigern ( das liegt in der Natur der Sache ) , ebenso aber auch Dieselspezialisten, hochbezahlte Garantienahtschweisser oder zusätzliches Sanitätspersonal. Zusätzlich sind Heerscharen von Behördenvertretern und TÜV auf der Anlage.
    Wahrscheinlichn denkt man aber draußen so wie du: die kaufen sich Verheizpersonal ....
    hier muss ich ein paar leere Worte schreiben, weil sonst mein eingefügter Text zu kurz ist ...

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    Zitat Zitat von Zebulon Beitrag anzeigen
    hier muss ich ein paar leere Worte schreiben, weil sonst mein eingefügter Text zu kurz ist ...
    Meinen Respekt dafür, dass sich überhaupt jemand bemüht, die - teilweise auch ein bisschen provokant - gestellten Fragen konstant sachlich zu beantworten.

    Aus Sicht der begutachtenden Organisationen und der Behörden ist für Nachwuchs bestens gesorgt. Obwohl diese mit dem Schichtbetrieb weniger zu tun haben, wird auch da umfassend ausgebildet. Alle "Neuen" müssen durch ein etwa 1 Jährigen Grundkurs, in dem zunächst die kerntechnikspezifischen Kenntnisse vermittelt werden. Im weiteren Verlauf wird dann gemäß Fachgruppe (Werkstoffe, Komponenten, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Betriestechnik, Verfahrenstechnik, Reaktorphysik, Umwelt, usw.) detaillierter ausgebildet. Jeder Sachverständige muss jedes Jahr fachspezifische Weiterbildung im Unfang von mindestens drei Wochen nachweisen. Alle machen mehr.

    Die für die Kraftwerke KKE und KWG zuständige Gutachterorganisation umfasst derzeit etwa 300 Mitarbeiter, die im Auftrag der Behörden jeden Tag wiederkehrende Prüfungen verschiedenster Art durchführen, die Unterlagen prüfen, bevor Änderungen an der Anlage durchgeführt werden, Die Ist- mit Sollzuständen vergleichen, usw.
    Es heißt, im Durchschnitt brauchts fünf Jahre, bis ein Gutachter vollwertig ausgebildet ist.
    Zu diesem Thema gäbe es eine Menge zu sagen. Leider fehlt mir dafür die Zeit...

    MArtin

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    Gerade in der Zeitung gelesen:

    Horst Seehofer will der grünste Bayer werden, wird aber hart von H. Söder bedrängt. Der Aussstieg MUSS bis 2020/22 zu schaffen sein. Irgenwie habe ich die Zahlen schon mal gehört .

    Ach ja, und bin Laden ist tot. Müssen wir jetzt wieder die Kamerahandys aus den KKWs verbannen?

    Wobei das deutlich weiter vorne stand, als das von unserem fähnchenindenwindhängenden bayerischen Mi(ni)st(er)präsidenten.

    Und was hört man gerade eigentlich vom bekennenden Atomverweigerer Töpfer, der die Ethikkommission vollkommen ergebnissoffen leitet?

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    Zitat Zitat von Zebulon Beitrag anzeigen
    Wieso du auf das schmale Brett kommst, wir seinen schlecht ausgebildet, zeigt, wie wenig über das Thema Kernenergie überhaupt bekannt ist.
    Das war als leicht satirirsche Prognose für die letzten Jahre der Nutzung der AKW gemeint in Bezug auf die Überalterung der Gesellschaft im Allgemeinen und den Ruhestand der hochqualifizierten Mitarbeiter in der Verantwortungsebene im Besonderen unter Bezug der fehlenden beruflichen Perspektiven für den Nachwuchs wegen der geplanten Stillegung.


    So, und nun laß einfach mal die Tastatur Tastatur sein und trainiere das rechte Handgelenk wieder, das Wetter ist ja einladend.
    Hast dich wacker geschlagen, die Welt ist nun mal so wie sie ist, und solange wir miteinander reden anstatt übereinander paßt das schon.
    Wenn du mal in den Freiburger Raum kommst, melde dich per PN, dann machen wir ne Windräder-Tour auf kleinen Nebenstraßen, und wenn du möchtest, dann baue ich auch Fessenheim mit ein.

    Gruß Wolfgang

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    Das klingt gut ... und dazu 2 Tannenzäpfchen ...


    Handgelenkstraining ab Ende nächster Woche für 3 Wochen auf Sardinien aber vorher noch ein paar Tage Aufenthalt über dem geöffneten, abgeschalteten Reaktor Gundremmingen Block B ... und die Lichter sind trotzdem nicht ausgegangen.

    Einfach Glück oder doch gute Planung ?

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    Zitat Zitat von Zebulon Beitrag anzeigen
    aber vorher noch ein paar Tage Aufenthalt über dem geöffneten, abgeschalteten Reaktor Gundremmingen Block B ... ?
    ok ok, du grillst die Würstchen

  7. Registriert seit
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    Zitat Zitat von Zebulon Beitrag anzeigen
    Das klingt gut ... und dazu 2 Tannenzäpfchen ...
    Hätte das ggf. auch Zeit bis zur zweiten Juniwoche?
    Dann ist KKE Revi zuende...

    MArtin

  8. Registriert seit
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    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    ok ok, du grillst die Würstchen
    "Die" Würstchen ist in Ordnung, "Das" Würstchen wird nicht gegrillt .


 
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