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ATV, wer kennt sich aus???

Erstellt von cpt.mo, 20.01.2009, 11:46 Uhr · 34 Antworten · 11.889 Aufrufe

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    #31
    Mahlzeit zusammen,

    ich habe seit dem ersten Posting dieses Thread mit großem Interesse und Spannung verfolgt, da ich eine ganze Zeit lang selber verscheide Quads gefahren bin. Und ich behaupte einfach mal, dass ich mich mit den Quads und ATVs doch recht gut auszukennen.
    Denn meine Frau und ich sind 2001 mit dem Virus infiziert worden und seitdem haben wir immer zwei gleiche Fahrzeuge gefahren – das ist ein schöner Nebeneffekt beim Quad oder ATV, da spielt die Körpergröße nicht ganz so eine große Rolle wie beim Motorrad – die Quad / ATVs fallen im Stand ja nicht um, sie fährt nun als Moped die neue F650GS tiefer und ich die neue R1200GSA mit höherer Touratechsitzbank J.

    Angefangen haben wir beide mit einer Bombadier (heute Can-Am) DS 650 Baja, dann Kawasaki KFX 700 V2 und zu guter letzt sind wir zwei E.ATV 950 Extreme gefahren.

    @ cpt.mo
    Im aktuellen ATV & Quad Magazin Januar / Februar 2009 ist ein Testbericht der Polaris XP850, der Can-Am Outlander 800R und der Arctic Cat Thunder Cat 1000 zu finden. Vielleicht hilft es dir ja bei deiner Entscheidungsfindung weiter?

    Auch ohne diesen Test würde ich sofort auf die Can-Am Outlandner 800 setzen - einige Händler bieten zur Zeit noch das Vorjahresmodell als NEU FAHRZEUG mit 2 Jahren Can-Am Garantie für nur 9.999,- € an. Wenn du auf ein Facelift und ein paar PS verzichten kannst, kannst du ein echtes Schnäppchen in dieser ATV Klasse machen.

    Achte bei der Zulassungsart darauf, dass das ATV eine Zugmaschinenzulassung erhält.
    Vorteil ist, du hast in der Regel die volle KW-Zahl und Vmax in den Papieren stehen und bewegst dich „legal“ auf der Straße.
    Ein schöner Nebeneffekt kann sein, dass du steuerlich wie eine Zugmaschine / PKW Anhänger nach dem Gewicht eingestufst wirst. 11,- € je angefangene 200Kg zulässiges Gesamtgewicht ist dann der Steuersatz.
    Aber!!! Wenn dem so nicht ist und du nach der PKW Steuertabelle eingestuft wirst ist das auch OK und du hast keine Chance auf Änderung – spreche da aus eigener Erfahrung. Denn es gib ein Grundsatzgerichtsurteil in dem zusammengefasst und in einfache Worte formuliert steht, dass ein Quad / QTV keine eigentliche Zugmaschine ist und eher zum Befördern von Personen genutzt wird. Daran ändert auch nicht die Tatsache, dass das ATV / Quad ein motorradähnlichen Aufbau und Bedienung hat usw.
    Somit wirst du dann nach der PKW Steuertabelle eingestuft, was bei meiner DS 650 Baja mal schlappe 175,- € jährlich ausmachte – gegen diesen Bescheid hatte ich erfolglos mehrfach Widerspruch eingelegt. Das „interessante“ und widersprüchliche bei der ganzen Steuerfrage kam dann bei uns / mir auf, als wir unsere Kawasaki KFX 700 V2 in der gleichen Stadt anmeldeten und es plötzlich nur noch 33,- € jährlich waren.
    Freunden und Bekannten ging es ähnlich, da wurden aber die als Zugmaschine zugelassenen ATVs als „PKW“ steuerlich eingestuft und auf das Gerichtsurteil verwiesen.
    OK, die DS 650 Baja war als vierrädriges Kfz zur Personenbeförderung kurz gesagt „VKP“ zugelassen und die KFX 700 als Zugmaschine. Aber laut dem Grundsatzurteil spielt dies keinerlei Rolle. Denn ein Quad oder ATV wird immer nach der PKW Steuertabelle besteuert / eingestuft. Wir haben es dann ganz einfach gemacht und natürlich keinen Widerspruch gegen den Steuerbescheid der Kawasakis von je nur noch 33,- € eingelegt JJJ ob die Steuern nachgefordert werden können, keine Ahnung … denke aber mal das dies so sein kann.
    Wenn du das ATV mit grünem Kennzeichen fährst, dann solltest du mal bei deinem Versicherer nachfragen, wie weit du dich von deinem Hof damit entfernen darfst. Was ist zum Beispiel, wenn du damit in Süddeutschland, den Alpen, Österreich usw. unterwegs bist, hast du dann auch noch Versicherungsschutz?
    Übrigens, die HUK hatte immer die besten Konditionen für die HP, TK und VK für uns gehabt, selbst bei den beiden E.ATVs gab es keine Probleme in der TK. Ein Vergleich ist bei den ATVs und Quad noch wichtiger als bei den Motorrädern! Achte auch in der TK, ob es ggf. bei einer Totalentwendung ein Abzug wegen einer nicht vorhandenen Wegfahrsperre gilt! Bei einem Fahrzeug was schnell gute 10.000,- € kostet, wären das mal lockere 1.000,- € weniger!

    Aber nun zurück zu den ATVs. Wie geschrieben, wenn dann käme für mich nur wieder eine Can-Am in Frage. Denn abgesehen von dem guten Händlernetz, schneller Ersatzteilversorgung und guter Verarbeitung steht der kraftvolle 2 Zylinder Motor mit seinen Topfahrleistungen und einem dem geringen Verbrauch im Vordergrund.
    Was nützt dir ein ATV wie eine Kawasaki KVF 750 mit einem 20L Tank, wenn sie auf 100Km bei zügiger Fahrweise auch 20L auf 100Km verbraucht. Damit wird jede Ausfahrt nicht nur kostspielig, es nervt auch echt alle 100km an der tanke stehen zu müssen L

    Ich weiß nicht was du genau mit dem ATV machen möchtest. Einfach ein wenig zu Hause auf dem Hof „arbeiten“ oder geht es doch mal auf Tour? Denn wenn du einmal Blut geleckt hast, dann macht auch das ATV-Fahren eine Menge Spaß. Ich würde mir dazu einen zusätzlichen Radsatz mit reiner Straßenbereifung (müssen aber anständigen Grip wie die Goldspeed gelb besitzen) zulegen und die Stollen für den Hof und oder den Schnee aufheben JJJ

    Die Grizzly ist ein tolles ATV. Aber als „Langstreckenfahrzeug“ ist es durch den Einzylinder nicht geeignet, ebenso das Kingquad. Wobei das Suzuki Kingquad durch das Preisleistungsverhältnis die bessere Entscheidung sein wird.
    Bei den Modellen von Polaris, Kawasaki, Artic Cat und Can-Am hast du in dieser Liga einen Zweizylinder unter der Sitzbank der auch für den Wochenendtrip bestens geeignet ist.
    Da du ein ATV in der MAX-Version suchst, kommst du an Polaris, Artic Cat und Can-Am nicht vorbei.
    Von der Grizzly oder dem Suzuki King Quad gibt es keine MAX-Version.

    Grizzly: Einzylinder aber starker Motor mit mittlerem bis hohem Verbrauch, gute Ersatzteilversorgung / Händlernetz, mäßige Verarbeitung, es gibt da leider den wahren Spruch: die rosten ja schon fast alle in der Kiste auf dem Transport nach Deutschland, guter Wiederverkauf

    Kingquad: Einzylinder aber starker Motor mit mittlerem Verbrauch, gute Ersatzteilversorgung / Händlernetz, gutes Preisleistunsgverhältnis, guter Wiederverkauf

    Kawasaki: starker 2 Zylinder Motor, sehr sehr durstig, recht gute Ersatzteilversorgung und gutes Händlernetz, schlechter Wiederverkauf, „nervige“ aber unaufschiebbare Wartung des Riementriebs ja nach Einsatz alle 1800 – 2500km. Macht man es nicht wird es richtig teuer!

    Polaris: starker 2 Zylinder Motor mit hohem Verbrauch, gute Verarbeitung, schlechte Ersatzteilversorgung / geringes Händlernetz recht durstig, recht guter Wiederverkauf – MAX Versionen

    Artic Cat: starker 2 Zylinder Motor mit hohem Verbrauch, schlechte Ersatzteilversorgung und geringe Händlerdichte, schlechter Wiederverkauf, Max Versionen

    Can-Am: starker 2 Zylinder Motor mit geringen Verbrauch, sehr gute Verarbeitung, gute Ersatzteilversorgung, gutes Händlernetz, guter Wiederverkauf, Max-Versionen, einmal Outlander, immer Outlander J

    Gute Händler mit Erfahrung und guter Beratung sowie reichlich Zubehör für ATVs sind z.B. die Firma Fourtec Simmertal oder Hans Baumgartner in Lenggries.

    Kaufe niemals ein Re-Importfahrzeug. Spätestens im Falle einer aufwendigen Garantiearbeit bist du ggf. der angeschmierte! Bei meiner Kawasaki KFX 700 V2 hatte sich ein Motorhalter abvibrierte oder war schlecht angeschweißt oder oder oder, er war auf jeden Fall ab L Ich bin mir 100% sicher, hätte ich eine paar Euro günstigere „Graue“ gekauft, wäre das Ding einfach angeschweißt worden und fertig, so bekam ich auf Garantie von Kawasaki Deutschland einen neuen Rahmen.

    Wenn du sehen magst, was man mit einem Quad oder ATV alles erleben und wo man damit alles fahren kann, dann schau mal in meinem Fotoalbum vorbei – viel Spaß dabei.

    VG Martin

  2. Jac
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    #32
    Toller Beitrag Martin, Super!

    Einzig eine Frage stellt sich mir: Abgesehen davon das ATV´s vom Grundsatz her eher nicht als Reisemobile konzipiert sind, warum sollte ein Einzylindermotor nicht reise- langstreckentauglich sein?? Das erklär mal bitte kurz.
    Vibrationen? Verbrauch? Standfestigkeit? Nein, das kann´s jedenfalls nicht sein.

  3. Registriert seit
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    #33
    moin,

    wo ihr hier die reisetauglichkeit ins feld führt:
    da würde ich auch die recht leistungsschwache honda rincon 680 noch ins feld führen, die auf ein hydrostatgetriebe statt eines riemens setzt und somit der doch erhebliche riemenverschleiss wegfällt.

    bei mir hielt der erste riemen 3.500km (viel strasse, kaum arbeit)
    der 2te ist jetzt bei 9.500km allerdings auch noch ok.
    ersatz um 120,-€

    räder für touren:
    ich habe mich damals, als die geländegummis herunter waren (gut 2.000km) für einen komplettradsatz von mayerosch entschieden.
    jetzt bei 9.500km haben die noch etwa halbe profiltiefe.

    ich habe den satz wie auf der ersten abbildung, aber mit 205/70R15 bereifung.
    preis war damals 600,-€ für den satz.
    http://www.offroadreifen.com/program...rianten_id=258

  4. noh
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    #34
    @ bajaman: Sag mal Martin, hat das Can -Am auch ne Untersetzung und zwei zuschaltbare Sperren??
    Can-Am: starker 2 Zylinder Motor mit geringen Verbrauch, sehr gute Verarbeitung, gute Ersatzteilversorgung, gutes Händlernetz, guter Wiederverkauf, Max-Versionen, einmal Outlander, immer Outlander J

  5. Registriert seit
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    #35
    Hallo zusammen,

    @ Jac: danke für die Blumen J
    In den ganzen Jahren wo wir mit unseren Quads unterwegs waren -und das nicht zum „Eisdielenposen“ sondern in der Regel waren wir „auf Tagestour“ bis zu 450 Km auf unseren Hausstrecken, dem Voralpenland, Österreich oder Slowenien- hatten wir mit unseren Fahrzeugen nie Probleme mit dem Motor gehabt.

    Die DS 650 Baja hat den 1 Zylinder Rotax Vergasermotor verbaut, wie er auch in den ersten Modellen der BMW F650 GS / CS wieder zu finden ist. Dies war auch ein Grund mit, warum wir uns für dieses Fahrzeug entschieden hatten. Je nach Fahrweise lag der Verbrauch bei maximal 8,7L Normalbezin, minimal waren es 4,5L J Dann war haben wir den serienmäßigen 12L Tank gegen einen 19L Tang getauscht und so waren wir immer nur bei jedem zweiten oder dritten Tankstopp der Gruppe an der Zapfsäule. Der Motor war bei guter Pflege echt unkaputtbar und kombiniert mit einem echten Spaß- und Suchtfaktor. Einzig die „good vibrations“ bei zu geringer Drehzahl haben schon mal genervt und die ein oder anderes Schraube gelockert oder die Rücklichtbirne gekillt JL

    Als ich dann bei der Händlervorstellung von Kawasaki Deutschland die damals neue und bahnbrechende KFX 700 V2 gefahren bin war ich so begeistert von dem V2 Powermotor mit einer klasse Laufruhe, so dass ich gleich 2 KFX für uns bestellt hatte … waren dann auch zufällig die ersten KFX 700 mit der genialen ZM-Zulassung in Deutschland und konnten pünktlich zum ersten Quadtreffen der Quadfreunde Harz zugelassen werden – das Harzer Quadtreffen in Pullman City 2 zieht mittlerweile bis zu 600 Fahrzeuge an und hat sich zu dem Quad und ATV Treffen schlecht hin gemeistert, ich ziehe meinen Hut vor dem Orgateam rund um den Uwe Kippenberg / Quad Freunde Harz!

    Dann hatten wir die Möglichkeit, die E.ATV 950 Extreme mit dem KTM LC8 V2 Triebwerk probe zu fahren und haben dann erneut zweimal „zugeschlagen“. Bedingung war aber eine Zulassung als „Zugmaschine“, denn als VKP wie sie ab Werk mit 15KW è 20PS macht ein 100PS Treibwerk keinen Sinn.
    Stefan Ebert von Fourtec hat es dann möglich gemacht und wir hatten zumindest 49KW mit einer V-max von 138Km/h eingetragen (da die Goldspeedreifen nur für maximal 140 Km/h zugelassen waren und PKW Reifen wollten wir nicht montieren). So waren wir „halb legal“ oder genau genommen leider immer noch illegal unterwegs, da wir auf die Gasanschlagsbegrenzung „verzichtet hatten“ aber uns schon selber auf die Geschwindigkeitsbegrenzung durch den Speedindex N“ der Reifen gebremst haben.
    Aber meine Frau ist auch schon gute 160 Sachen damit gefahren ohne dass etwas passiert ist. Wären wir mal in eine Kontrolle gekommen, dann behaupte ich einfach mal, dass die 49KW und die 138 Km/h doch glaubhafter erscheinen als die 15KW mit 100 Km/h bei über 950ccm und dicken „KTM LC8 Lettern“ auf dem Motor JJJ

    Ich kann euch sagen, eine E.ATV 950 und jetzt 990 ist ein nicht zu unterschätzendes Megaquad, auf dem ich es auch gerne mal richtig krachen lies und das ein oder andere Moped gegen das Quad echt alt aussah. Je enger die Kurve, desto schneller ist das Quad. Und mit 100 PS aus dem vor Kraft und Drehfreude strotzendem KTM LC8 Motors unter dem Tank … da geht was.
    So konnte ich am Großglockner ein paar ungläubigen Bikern, die wir zuvor an der Esso in Fusch getroffen hatten und die sich mächtig über die Quads amüsiert hatten zeigen, dass so ein „Behinderten Motorrad“ doch schneller sein kann als ein „richtiges Motorrad“. Am Gailbergsattel wollte mir dann ein Rosenheimer auf seiner Boxer Cup zeigen was er kann … blöde nur dass er nie schneller war als ich. Im Gegenteil, in den Kurven habe ich ihm sogar immer etwas an Metern abnehmen können JJJ

    Und durch dieses Powerquad waren meine Frau und ich so „angefixt“ und sind dann auf die Mopeds umgestiegen um auch mal legal schnell fahren zu können.

    Nun aber zurück zu deiner Aussage, dass ATVs grundsätzlich nicht zum Reisen gedacht sind. Generell hast du da nicht ganz Recht. Sicherlich ist ein ATV in erster Linie ein Arbeitsgerät und genauso wie ein Quad hat es auf der Straße eigentlich nichts zu suchen, wir „zweckenfremden“ es eigentlich.
    Allerdings kannst du bei Quads mit Kettenantrieb durch die Übersetzungsänderung den Motor von der Drehzahl her schon „straßeneinsatz- und dadurch auch reisetauglich“ machen, bei einem Quad mit Kardanantrieb nur über die kostspielige Änderung des Kegelrades wie es z.B. für die KFX 700 über die „Firma Rabenbauer“ und die Quadfactory Umbach angeboten werden. Bei einem ATV ist es bedingt durch den möglichen Allradantrieb aber eher fast bis gar nicht möglich die Übersetzung zu verändern.
    Dies geht ggf. nur über die Montage von Rädern mit einem größeren Abrollumfang auf der angetriebenen Achse wenn genügend Platz vorhanden ist und es überhaupt einen entsprechenden anderen Abrollumfang in der passenden Bereifung gibt.

    Und damit sind wir schon bei dem „Problem“ bei den ATVs. Sie besitzen in der Regel einen leistungsstarken Motor, der zum Arbeiten ausgelegt ist und nicht den Anspruch einer sehr hohen Endgeschwindigkeit besitzt. Wenn ein ca. 500 ccm starkes ATV besitzt, kann damit einiges gut bis sehr „arbeiten“ aber bei spätestens 95Km/h ist Schluss mit dem Vortrieb, wenn du das mit einer Grizzly oder KingQuad machst gehen die maximal gute 110 Km/h bis „Ende ist“ … dabei denkst du aber, der Motor geht bald hoch und auf Dauert ist das auch nicht wirklich gut … habe es einmal leider schon einmal miterleben müssen, als eine 660er Grizzly auf dem Weg von Garmisch nach Lenggries auf der AB bei 100 Sachen einen Motorplatzer bekam … das war nicht lustig. Abgeschleppt haben wir die Grizzly dann mit einer Can-Am Outlander 800 Max die mit 2 Personen besetzt war und es die Grizzly samt Fahrer beim Abschleppen doch tatsächlich mit 110 Km/h über das restliche Stück AB und später über die Landstraße ging … das war der Hammer, ich dachte ich träume. Power ATV hoch 10!!!
    Ich muss dazu erwähnen, wir waren auf einer gut 300 km langen Tagestour è Lenggries – Mittenwald – Kühtai – Hantennjoch - Namlos - Garmisch – Lenggries è als es kurz vor Schluss der Tour den Platzer gab.

    Und wenn du mit einem ATV auf der Landstraße unterwegs bist, fährst du sehr häufig auch mal an den Rand des Motorlimits wenn nicht sogar sehr oft am Limit. Einen „entspannten Überholvorgang“ wirst du nur selten haben, da du dir dazu benötigten Reserven nicht immer in ausreichender Menge zur Verfügung hast. Fährst du sogar einmal mit dem ATV auf der Autobahn, dann wirst du von den LKWs gejagt, so oder so fährst du dann in der Regel am Limit.
    Ich sage immer, ein Quad / ATV sollte um die 120 Km/h Vmax fahren damit du auf der Landstraße bei 70 Km/h bis 80 Km/h in einem angenehmen Drehzahlband fährst und immer noch genügend Reserven für einen ggf. notwendigen Überholvorgang vorhanden ist … denn wer fährt schon gerne hinter stinkenden LKW und Reisebussen hinterher JJJ
    Mit einem Zweizylinder ATV ist das alles kein Problem, im Gegenteil das geht wie Sau durch den Automatikantrieb JJJ.

    @ Larsi99:
    Die Honda Rincon 680 habe ich bewusst nicht erwähnt. Denn es ist durch das Hydrostatgetriebe ein echter Exote.. Wenn da einmal etwas defekt ist … das wird teuer. Noch dazu ist das Händlernetz nicht wirklich so dicht wie es bei Yamaha, Kawasaki, Polaris oder Can-Am ist. Bist du irgendwo am „A der Welt“ und hast einen Defekt / Problem mit dem Getriebe, da kann dir so schnell niemand weiter helfen. Einen gerissenen Riemen bekommst du aber fast an jeder Ecke und die Fahrt geht weiter. Dann gab oder gibt es noch Probleme mit dem Vortrieb wenn das ATV kalt ist. Das Öl war noch nicht flüssig genug um die Karft zu schießen. Somit musste die Rincon immer erst einmal im Stand warm laufen. Wenn du dann damit im Winter auch noch einen „Raupenkit“ montierst, geht mit der Rincon im Gegensatz zu anderen ATVs dieser Klasse fast nichts mehr … leider.
    Zu der Straßenbereifung kann ich aus meiner Erfahrung folgendes sagen. Wenn du die „COLWAY C-TRAX AT“ meinst, die würde ich nicht montieren. Mein bekannter mit der „Abschlepp-Outlander Max“ hatte diese Bereifung auf der oben beschriebenen Tour montiert. Unterwegs hat es leider auch mal geregnet und wir sind das Hantennjoch im Regen rauf gefahren. Wie gesagt, die Outlander Max mit den „COLWAY C-TRAX AT“ und unsere E.ATVs mit „Goldspeed gelb“.
    Bei jeder 180° Kurve musste er aufpassen, dass er sich nicht um360° gedreht hat.. Seine Reifen hatten bei Nässe ein echtes Haftungsproblem, die Goldspeed gelb dagegen klebten echt super und es brauchte sogar einen „leichten Deu“ um die E.ATV in den Drift zu bekommen. Die gleiche Strecke sind wir ein paar Jahre zuvor zusammen mit einer Kawasaki KVF 650 auf Goldspeedbereifung in 12“ auf Stahlfelgen gefahren. Es war Sommer und die Kawa hat auch richtig gut auf der Straße geklebt, man hat fast nicht gemerkt ein ATV zu fahren.

    Aber so wie immer im Leben, jeder hat eine anderen Fahrstil, „Popometer“ und stellt andere Ansprüche und hat andere Bedürfnisse die befriedigt werden müssen. Die „COLWAY C-TRAX AT“ halten „100 Jahre“ wobei die Goldspeed vielleicht nach 6000-8000 Km blank sind … dafür haben sie aber den viel besseren Grip, so oder so J Auf unseren E.ATV haben die Goldspeed gelb gut 6000 Km auf der Antriebsachse gehalten, was uns beide sehr erstaunt aber auch erfreut hat JJJ

    @noh:
    Alles was du wissen willst und noch ein wenig mehr, findest du auf der Can-Am Seite è KLICK

    @ cpt.mo:
    Fahr doch mal nach „34327 Körle“ -ist nur eine knappe Stunde und ca. 60 Km von dir entfernt- zu „Axel´s Boxenstop“. Kenne den Axel Schlitt und seine nette Frau von einigen Quad und ATV Wintertreffen in Lenggries. Muss sagen, er ist ein echt „Netter“, da biste bestimmt gut aufgehoben und beraten. Bestell ihm von Heidi und Martin einen schönen Gruß J

    Hoffe ich konnte ein paar hilfreiche Tipps geben und ein wenig mehr Licht in das „dunkle Kapitel“ Quad und ATV bringen.

    VG Martin


 
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