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Bachelor und Meister auf gleiche Stufe....

Erstellt von bernyman, 17.02.2012, 10:12 Uhr · 47 Antworten · 4.098 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #11
    Eigentlich nicht. Das blöde ist nur, seit diese bekloppten Sendungen im Fernsehn gelaufen sind, fällt mir das als erstes ein, wenn ich Bachelor höre oder lese

    Das Fernsehn ist schuld

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    #12
    Sorry, ich weiss jetzt echt nicht, welche Sendungen Du meinst.

    Bachelor sucht Frau oder was?

  3. Registriert seit
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    #13
    Für mich ein weitere Schritt zum Ausverkau des deutschen Bildungssystems.
    Es ging irgendwann mal los, dass Beamte beim Staat "studieren" und dann einen Abschluss mit "Diplom" erlangen können.
    Dann fiel irgendwem ein, wir wären mit Exportschlagern wie dem "Diplom Ingenieur" auf der Welt nicht mehr Konkurrenzfähig und deshalb müsse man sich dem Quatsch der restlichen, dem hochschulwesen geschichtlich weit unterlegenen Welt, beugen. Bologna regelte das mit Bachelor und Master.
    Nun die neuste Waffe gegen den Fachkräftemangel: man setzt Meister mit Bachelor gleich, was absoluter Schwachsinn ist.
    Die beiden Abschlüsse sind durch rein gar nichts vergleichbar. Niemals wird ein Meister für einen Ingenieur/Bachelor eingestellt werden oder andersrum. De fakto ist das Ganze momentan einfach unnötig. Mag sein, dass der ein oder andere Meiste sich nun - zu recht - freut, dass ein Abschluss mehr Wert wäre oder anerkannter sein wird, doch das ist m.M.n ein Trugschluss.
    Der - ich benutzte dieses Wort hier mal bewusst - "Shitstorm", der momentan auf deutschen Hochschulen im Gange ist, schadet einfach nur. Ohne auf die Schwierigkeiten der beiden Abschlüsse eingehen zu wollen: es ist schlichtweg nicht vergleichbar.

    Ich kann nur von meinem Studium, dass das letzte Diplomstudium im Bauingenieurwesen in Regensburg war, berichten. Die Bachelor mussten mit Ausnahme von zwei Fächern, die IDENTISCHEN Prüfunen schreiben, die gleichen Studienarbeiten ausarbeiten, die gleichen Praktika besuchen, das Selbe Praxissemester absolvieren (ok, ich hatte noch zwei: eins in der vorlesungsfreien Zeit und eines während des Semesters). Niemand wäre aber noch zu Diplom-Zeiten au die Idee gekommen, einen Maurermeister mit einem Bauingenieur gleichzusetzen, weil es einfach nicht richtig ist.

    Es tut mir leid für diejenigen, die sich momentan nach 7 und mehr Semestern, viele ohne BAFÖG und ohne vorher einen Cent Geld verdient zu haben, durch ein ein technisches Studium schlagen, das keineswegs geschenkt ist und sich dann solchen Diskussionen ausgesetzt fühlen.
    Genauso wäre ich als Meister nicht damit einverstanden, dass ein Bachelor mit mir gleichgesetzt werden würde.

  4. Registriert seit
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    #14
    Zitat Zitat von GSMän Beitrag anzeigen
    Ihr überseht, dass vor dem Bachelorabschluß noch eine Hochschulzugangsberechtigung erworben werden muß.
    Auch, wenn man über das Niveau inzwischen zumindest trefflich streiten kann.
    Nur mal so am Rande, in Baden Württemberg habe ich mit dem Erwerb meines Meistertitels die Berechtigung an einer FH ein Studium zu absolvieren.
    Uni geht nicht!!
    Allerdings mit der Einschränkung, dass das Studium direkt mit meinem Beruf zu tun hat.
    Also ich als Schlossermeister kann nur im Bereich Bauingenieurwesen oder Maschinenbau ein Studium absolvieren, dies gilt auch für den Bachelor und den anschließenden Master!
    Fahrzeugtechnik als Beispiel ginge nicht, genauso wenig wie irgendwas Kaufmännisches.
    Dies ist jetzt seid etwa Ende der 90er Jahre so geregelt wird aber nicht großartig Publik gemacht.

    Gruß

  5. ArmerIrrer Gast

    Standard

    #15
    Zitat Zitat von wuchris Beitrag anzeigen
    Für mich ein weitere Schritt zum Ausverkau des deutschen Bildungssystems.
    Es ging irgendwann mal los, dass Beamte beim Staat "studieren" und dann einen Abschluss mit "Diplom" erlangen können.
    Dann fiel irgendwem ein, wir wären mit Exportschlagern wie dem "Diplom Ingenieur" auf der Welt nicht mehr Konkurrenzfähig und deshalb müsse man sich dem Quatsch der restlichen, dem hochschulwesen geschichtlich weit unterlegenen Welt, beugen. Bologna regelte das mit Bachelor und Master.
    Nun die neuste Waffe gegen den Fachkräftemangel: man setzt Meister mit Bachelor gleich, was absoluter Schwachsinn ist.
    Die beiden Abschlüsse sind durch rein gar nichts vergleichbar. Niemals wird ein Meister für einen Ingenieur/Bachelor eingestellt werden oder andersrum. De fakto ist das Ganze momentan einfach unnötig. Mag sein, dass der ein oder andere Meiste sich nun - zu recht - freut, dass ein Abschluss mehr Wert wäre oder anerkannter sein wird, doch das ist m.M.n ein Trugschluss.
    Der - ich benutzte dieses Wort hier mal bewusst - "Shitstorm", der momentan auf deutschen Hochschulen im Gange ist, schadet einfach nur. Ohne auf die Schwierigkeiten der beiden Abschlüsse eingehen zu wollen: es ist schlichtweg nicht vergleichbar.

    Ich kann nur von meinem Studium, dass das letzte Diplomstudium im Bauingenieurwesen in Regensburg war, berichten. Die Bachelor mussten mit Ausnahme von zwei Fächern, die IDENTISCHEN Prüfunen schreiben, die gleichen Studienarbeiten ausarbeiten, die gleichen Praktika besuchen, das Selbe Praxissemester absolvieren (ok, ich hatte noch zwei: eins in der vorlesungsfreien Zeit und eines während des Semesters). Niemand wäre aber noch zu Diplom-Zeiten au die Idee gekommen, einen Maurermeister mit einem Bauingenieur gleichzusetzen, weil es einfach nicht richtig ist.

    Es tut mir leid für diejenigen, die sich momentan nach 7 und mehr Semestern, viele ohne BAFÖG und ohne vorher einen Cent Geld verdient zu haben, durch ein ein technisches Studium schlagen, das keineswegs geschenkt ist und sich dann solchen Diskussionen ausgesetzt fühlen.
    Genauso wäre ich als Meister nicht damit einverstanden, dass ein Bachelor mit mir gleichgesetzt werden würde.

    Also ich kenne die Diskussion mit der Gleichsetzung zwischen TECHNIKER und Bachelor. Und ich finde dieses eigentlich ganz gut.
    DENN: Techniker ins englische übersetzt ist ein Technician - ein Niemand, wenn man dann aber berechtigt ist den Bachelor zu tragen ist das schon eine Aufwertung. Ich selbst habe in englische Bewerbungen den Molkereitechniker schon immer mit "Dairy Engineer - Bachelor degree" übersetzt, musste das dann zwar manchmal erklären aber es wurde dann auch akzeptiert. Und diese Übersetzung macht es jungen Leuten die sich im Ausland bewerben sehr schwer, da sie oft von vornherein aus dem Bewerberverfahren ausgeschlossen werden da kein "university degree" vorhanden ist.
    Allerdings muss man immer sehen dass der Techniker zwei Jahre Vollzeitfortbildung sind, was nach meinem Kenntnisstand bei den meisten Meisterausbildungen nicht der Fall ist (ich weiß es sicher beim Zimmermannsmeister und beim Molkereimeister).

    Ein weiteres Problem beim Techniker aber ist wieder, dass es auch Berufe gibt wo der Techniker schon drin steht, aber kein Titel ist - ausser dem Titel des Gesellen (z.B. Vermessungstechniker).


    Der Ansatz das gleich zu stellen ist eigentlich nicht schlecht, aber wie gesagt, ich finde man sollte nochmal differenzieren zwischen Meister und Techniker (und das sag ich nicht nur weil ich Techniker bin, der Rektor meiner Technikerschule weigert sich ohnehin da mitzuspielen), und als Ausverkauf würde ich das nicht sehen. Das einzige was als Ausverkauf gehandelt wurde, war das Diplom abzuschaffen, nur weil man international werden wollte, ohne zu bedenke dass ein deutscher Dipl weltweite Anerkennung genießt. Das Diplom hätte man beibehalten sollen, und zusätzlich die Meister und Techniker mit dem Bachelor aufwerten - DAS wäre m.E. DIE Lösung gewesen...

  6. Registriert seit
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    #16
    Zitat Zitat von GSMän Beitrag anzeigen
    Sorry, ich weiss jetzt echt nicht, welche Sendungen Du meinst.

    Bachelor sucht Frau oder was?

    Das Ding hieß glaub ich einfach nur " Der Bachelor" und der konnte sich irgendwie aus mehreren Frauen die sich beworben haben eine aussuchen

    oder so. Ich habs nie gesehn.

  7. ArmerIrrer Gast

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    #17
    Zitat Zitat von Stobbi Beitrag anzeigen
    Nur mal so am Rande, in Baden Württemberg habe ich mit dem Erwerb meines Meistertitels die Berechtigung an einer FH ein Studium zu absolvieren.
    Uni geht nicht!!
    Allerdings mit der Einschränkung, dass das Studium direkt mit meinem Beruf zu tun hat.
    Also ich als Schlossermeister kann nur im Bereich Bauingenieurwesen oder Maschinenbau ein Studium absolvieren, dies gilt auch für den Bachelor und den anschließenden Master!
    Fahrzeugtechnik als Beispiel ginge nicht, genauso wenig wie irgendwas Kaufmännisches.
    Dies ist jetzt seid etwa Ende der 90er Jahre so geregelt wird aber nicht großartig Publik gemacht.

    Gruß
    mir wurde mit einer Zusatzprüfung in Englisch und Mathe auch der Zugang zu einem Studium geebnet, allerdings habe ich die "Allgemeine Hochschulreife" gemacht in Bayern, ich dürfte also tun und lassen was ich will.

    Es gibt die Möglichkeit zu studieren nach dem Meister, aber mit der Aufwertung zum Bachelor, könntest DU dann an jeder FH gleich Deinen Master machen in Maschbau...

  8. Registriert seit
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    #18
    Zitat Zitat von wuchris Beitrag anzeigen
    Für mich ein weitere Schritt zum Ausverkau des deutschen Bildungssystems.
    Es ging irgendwann mal los, dass Beamte beim Staat "studieren" und dann einen Abschluss mit "Diplom" erlangen können.
    das ist mir zu pauschal, als dass ich das stehen lassen könnte.
    wie Ecki beim Techniker schrub, ist auch das Studium beim Staat ein mind. 2-jähriges Vollzeitstudium an einer Fachhochschule, wo man bei erfolgreichem Abschluß u.a ein Diplom erwirbt.
    Dieses Studium ist jedoch, wie Stobbi schon anmerkte, auch mit der Einschränkung versehen, dass es berufsbezogen ist. D.h. ein beim Staat erworbenes "Diplom" (wie ich es u.a. erworben habe) steht weder in Konkurrenz zu einem Diplom der freien Wirtschaft, noch wertet es dieses ab.
    Es ist eine Qualitfikation innerhalb einer Beamtenlaufbahn.

  9. Registriert seit
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    #19
    Zitat Zitat von ArmerIrrer Beitrag anzeigen
    mir wurde mit einer Zusatzprüfung in Englisch und Mathe auch der Zugang zu einem Studium geebnet, allerdings habe ich die "Allgemeine Hochschulreife" gemacht in Bayern, ich dürfte also tun und lassen was ich will.

    Es gibt die Möglichkeit zu studieren nach dem Meister, aber mit der Aufwertung zum Bachelor, könntest DU dann an jeder FH gleich Deinen Master machen in Maschbau...
    Ihr wollt hier doch nicht ernsthaft das Grundstudium Maschinenbau mit einer Meisterausbildung gleichsetzen. Tut mir leid, da habt Ihr aber überhaupt keine Ahnung, was im Grundstudium verlangt wird. Oder kann mir hier ein Meister mathematisch eine Differentialgleichung 3. Ordnung mit Störfunktion lösen?
    Nun lasst die Kirche mal im Dorf!

    Gruß,
    maxquer

  10. ArmerIrrer Gast

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    #20
    Zitat Zitat von maxquer Beitrag anzeigen
    Ihr wollt hier doch nicht ernsthaft das Grundstudium Maschinenbau mit einer Meisterausbildung gleichsetzen. Tut mir leid, da habt Ihr aber überhaupt keine Ahnung, was im Grundstudium verlangt wird. Oder kann mir hier ein Meister mathematisch eine Differentialgleichung 3. Ordnung mit Störfunktion lösen?
    Nun lasst die Kirche mal im Dorf!

    Gruß,
    maxquer
    "holla the wood-fairy", nein, das will ich nicht, ich selbst bin einige Monate in Hannover-Ahlem auf der FH gehockt und war froh über das Jobangebot welches ich dann bekommen habe...
    Nein, ich denke was hier erreicht werden will, ist dass auch "Handwerkern" die Möglichkeit gegeben wird international tätig zu werden indem man ihnen einen internationalen Titel gibt.

    Ein Techniker hat dann nämlich schon 3 Jahre (oder je nach Branche auch 3,5 Jahre) Ausbildung und zwei Jahre Technikerschule hinter sich, diese Leute sind qualifiziert genug um verantwortungsvolle Positionen zu übernehmen. Und ich möchte behaupten dass 95% der Abgänger einer Technikerschule dann die Schnauze voll haben von Schule und die Möglichkeit studieren zu können nicht annähernd in Betracht ziehen. Und die wo dann tatsächlich studieren wollen, die schaffen das auch, selbst mit fehlendem Grundstudium im jeweiligen Fachgebiet.


 
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