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Bananenrepublik

Erstellt von Batzen, 05.08.2014, 13:39 Uhr · 41 Antworten · 2.936 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Bananenrepublik

    #1
    Ich tu mir gerade etwas schwer mit meinem Rechts- bzw. Gerichtigkeitsverständnis.

    Da steht eine gewisser Bernie E. in München vor Gericht wegen Bestechung und bekommt eine Verfahrenseinstellung gegen das Angebot einer Zahlung von 100 Mio......Der Kerl hat an dem F1 Deal inkl. seiner gezahlten 44 Mio Bestechungsgeld sicherlich mehr verdient als er zum Freikauf anbietet - allein dass das Möglich ist durch Gesetzesdehnung ist ein Unding - und hat dem Staat/Bayern LB mehr gekostet als, ich greife es auf, der Fall Uli H's Steuersache. Aber da war die Hexenjagd dazu vorhanden, das konnte dann nicht mehr im stillen Kämmerlein ausgemauschelt werde.

    Das unser Rechtssystem in gewissem Maße käuflich ist, ist ja nicht neu, da unser Staat öffentlich als Hehler fungiert wie bei den Steuersünder Daten aus anderen Ländern. Man muss halt auch bei uns nur gleicher sein als andere, Kohle und Lobbyisten haben, dann geht alles...wie in einer Bananenrepublik.

  2. Registriert seit
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    Standard

    #2
    Es sieht zwar nach Geschmäckle aus, aber nach Aussagen des Richters habe sich der Tatverdacht bisher in wesentlichen Teilen nicht erhärtet und es sah auch nicht danach aus, dass sich daran noch etwas ändern würde.
    Also scheint es mir durchaus eine vertretbare Lösung zu sein.

    Grüße
    Steffen

  3. Registriert seit
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    #3
    Ja, die Geschichte hinterlässt einen recht schalen Geschmack im Mund.....

  4. Registriert seit
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    #4
    Dann stellt sich nur die Frage, von wem hat denn der Banker dann die 44 Mio. bekommen......

    Ein Geldgeier zahlt nicht aus freien Stücken eine solche Summe, wenn man ihm da keine Sraftat nachweisen kann, auch wenn er es in der Portokasse hat.

  5. r-b
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    #5
    ............. geht alles...wie in einer Bananenrepublik. ...............


    Wieso denn wie in einer Bananenrepublik. Für was sonst steht denn BRD ?




    VG
    Reinhard

  6. Registriert seit
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    #6
    Von Ecclestone. Der bestreitet die Zahlung nicht, stellte sie aber als Betrag in einer Erpressung dar.

  7. Registriert seit
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    #7
    Offenbar und angeblich handelt es sich hier nicht um einen "Deal" sondern um was, was ganz normale Menschen auch bekommen können.
    Das bezweifel ich gar nicht.
    Die viel interessantere Frage ist, wie "weh" jemanden die Strafe tut. Das hängt nicht davon ab, wie viel er prozentual von seinem Vermögen abgeben muss, sondern, wie groß dieses Vermögen nach Zahlung dieser Strafe noch ist.
    Besitzt jemand z.B. 10 Mrd Euro und muss davon 90% abgeben, lebt er danach sicherlich nicht unbedingt soooo schlecht. Zum Füllen des Kühlschrank (Energiesparklasse A+++, aus Kostengründen) könnte es aber noch reichen.
    Besitzt jemand 500.000 Euro und muss 90% abgeben, schaut die Welt ein bisschen anders aus.

    Im Falle des B. E., dessen vermögen sich ganz bestimmt auf weit mehr als auf 100 Mio erstrecken wird (alleine die Zusage, das Geld binnen einer Woche aufzubringen zeugt davon) ist selbst diese "nicht unerhebliche" Strafe einfach nur als "Peanuts" zu bezeichnen. Mehr als 10% wird er nicht verloren haben. Das bringt noch nicht mal denjenigen in Schieflage, der "nur" 500.000 besitzt.

  8. kraichgauQ Gast

    Standard

    #8
    Was wollt ihr denn? Der Bestochene sitzt 8 1/2 Jahre,und der Bestecher kommt nach Zahlung von 99Mio $ frei.
    1Mio.für ein Kinderhospiz!!
    Ist doch normal in einer Bananenrepuplik.

    Gruß KraichgauQ

  9. Registriert seit
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    Standard

    #9
    Entschuldigt, aber mit Bananenrepublik hat das ganz und garnichts zu tun.

    Wenn man sich die Fakten vor Augen führt.

    Zitat
    Der Formel-1-Boss war wegen Bestechung und Anstiftung zur Untreue angeklagt. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, den früheren Finanzvorstand der Bayerischen Landesbank, Gerhard Gribkowsky, mit einer hohen Millionensumme bestochen haben
    Demnach habe es sich im bisherigen Prozessverlauf als schwierig erwiesen, Ecclestone nachzuweisen, dass er von einer Amtsträgerschaft Gribkowskys wusste.

    Die für eine Bestechung nötige Amtsträgerschaft lag bei Gribkowsky vor, weil die Bayerische Landesbank zur Tatzeit halbstaatlich war. Ecclestone hat bestritten, davon gewusst zu haben - im Fall der Bestechung eines Managers einer reinen Privatbank wäre seine Tat nicht anklagbar gewesen.


    Soweit so gut.Wenn aber eine Beweisführung derart schwierig ist, mit einer Verurteilung womöglich garnicht mehr zu rechnen ist, B.E. ist auch schon 83 Jahre alt (wir wollen ihm ein langes Leben wünschen) dann sehe ich für BE und den Staat eine Win-Win-Situation.
    Hätte man den Prozess womöglich durchgezogen, danach Berufung /Revision, noch jahrelanges Tauziehen, viell. verstirbt E. derweil, dann wäre man am Ende ohne Angeklagte oder mit Freispruch aus Mangel an Beweisen dagestanden.

    Um die Staatskasse zu schonen, ein bischen Genugtuung zu erreichen und B.E. doch eine vor den Bug zu knallen hat man 100 Mio als Auflage festgesetzt.
    ich bin zufrieden, meinem Rechtsverständnis ist genüge getan.

    Zitat
    Zur Begründung erklärte der Vorsitzende Richter Peter Noll, dass sich der Verdacht gegen Ecclestone während des Verfahrens "in wesentlichen Teilen" nicht erhärtet habe. Die Kammer sei der Auffassung, dass sich daran auch in der weiteren Beweisaufnahme nichts ändern würde. Selbst wenn strafrechtliche Vorwürfe gegen Ecclestone aufrecht erhalten bleiben könnten, wögen diese nicht so schwer, dass sie einer Verfahrenseinstellung entgegen stünden, erläuterte Noll.

  10. Registriert seit
    31.07.2006
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    10.966

    Standard

    #10
    so siehts mal aus, Tiger und man kann das mögen, oder nicht, das ist Faktenlage und auch wenn ich den BE auf den Tod nicht abkann, die Behandlung ist korrekt


 
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