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Bandscheibenvorfall??

Erstellt von marmidesign, 06.12.2011, 10:51 Uhr · 40 Antworten · 5.843 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #11
    Mich hatte es im Sommer 1992 erwischt, 17 Wochen konnte ich kaum gehen, sitzen oder liegen. Bevor das Messer gewetzt und angesetzt wurde, "durfte" ich erst sämtliche konservative Behandlungsmethoden ausprobieren.

    Spritzen, Tabletten und Infusionen brachten bis auf die Nebenwirkungen überhaupt nichts, so das ich dann nach vier Monaten schmerzhaften Wartens endlich in ein CT kam. Danach ging alles ganz schnell. Schon 4 Tage später lag ich in Oldenburg im Evangelischen und da hat man mir in einer 20-minütigen OP den Faserkern der Bandscheibe aus dem Wirbelkanal entfernt.

    3 Wochen mußte ich im KH beiben, danach war alles wieder top. Ich brauchte in keine Reha noch sonstwas und bin toi toi toi bis heute absolut beschwerdefrei.

    Allerdings trage ich seit der Zeit auch keinen Amboss mehr zu Showzwecken um die Werkbank und sobald es draussen kühl wird, achte ich penibel darauf, das Rücken, Beine und Füße immer schön warm angezogen sind.

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    #12
    Hallo,
    ich möchte auch mal meinen Senf dazugeben. Im Verlauf des Umzugs ins neue Haus, hat bei mir im November 2004 die Bandscheibe im Bereich L4 / L5 gemuckt. Das hat sich durch starke Schmerzen im Bein bemerkbar gemacht und ist dann schließlich mit einer Fußheberparese (der Fuß kann beim Gehen nicht mehr abgerollt werden und platscht immer auf) weiter gegangen.
    Mein Orthopäde, ein Neurologe und der Doktor vom Kernspinn waren der Meinung, dass hier nur noch eine OP hilft.
    Auf die Empfehlung meines Orthopäden habe ich mich dann mit einer Klinik in Verbindung gesetzt und wurde am 09.12.04 in Mainz operiert.
    Die Zeit bis zur OP war aber eine Qual, vor allem hat jeder Gesprächspartner, dem ich sagte, warum ich so komisch laufe gemeint, lass dich bloß nicht operieren. Jeder hat eine schlimme Geschichte von Bekannten gewusst, die jetzt im Rollstuhl sitzen usw.

    Da für mich keine Alternative bestand, wurde ich operiert. Als erstes habe ich nach dem Aufwachen nach der Narkose überprüft, ob sich meine Zehen und Füße bewegen. Da ist mir schon ein Stein vom Herzen gefallen.
    Mittlerweile haben wir jetzt 2011 und ich hatte seit der OP keine Probleme mehr, toi toi toi! Ein halbes Jahr nach der OP habe ich eine 2000 km Tour mit der GS durch Frankreich gemacht und ich treibe wieder Sport.
    Aber so lange man keine Ausfallerscheinungen hat, sollte man in der Tat versuchen, eine OP zu vermeiden.
    Gute Besserung
    Hartmut

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    #13
    Zitat Zitat von Butenostfriese Beitrag anzeigen
    Allerdings trage ich seit der Zeit auch keinen Amboss mehr zu Showzwecken um die Werkbank und sobald es draussen kühl wird, achte ich penibel darauf, das Rücken, Beine und Füße immer schön warm angezogen sind.
    Hinterher ist man immer schlauer .

    Wenn einem nix weh tut belächelt man die, die die Kiste Bier, rückenschonend, aus der Hocke, heben.

  4. Registriert seit
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    #14
    Es gibt noch einen weiteren Ansatz, nämlich die Psychosomatik.
    Der Körper wird hier als eine Art Barometer der Seele gesehen, Signale der Seele könnten sich in körperlichen Symptomen ausdrücken.

    Bei Interesse sende mir einfach mal per PN, welcher Wirbel und wo betroffen ist.

  5. Registriert seit
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    Standard Bandscheibe

    #15
    so Leute,

    jetzt möchte ich auch meinen Senf dazu geben, da ebenfalls betroffen und operriert.
    Zwar eine Spinalkanalstenose mit beidseitigen Prolaps (also doch etwas anders als reiner Bandscheibenvorfall) aber ähnlicher Krankheitsverlauf.
    Persönlich habe ich mich bei zwei Operateuren nach Kernspin beraten lassen, als auch das I-Net genutzt.
    Darin fand ich dann als Infoquelle:
    deutsches athrose forum
    Interspinöses U

    Aufgrund dieser Informationen habe ich dann entschieden, die Op mit Le U zu machen (ich!!).
    Habe dann einen Operateur meines Vertrauens gesucht und solange genervt, bis dieser die bis dato etwas unbekannte Methode mit Interspinösen U machte.

    Durch meine Erfahrung und Erkenntnis aus dem deutschen Athrose Forum meine ich, das Op´s manchmal besser früher gemacht werden sollten als zu spät (aber dies sollte jeder für sich selbst entscheiden und daher auch selbst informieren).

    Meine persönliche Meinung: wenn etwas verformt, verschlissen ist, kann dies keine Spritze, Krankengymnastik oder was auch immer rückgängig machen!
    Bestenfalls die Auswirkungen lindern, dämpfen oder überlagern (Tabletten, spez. Ibu, welche nicht ohne sind auf längere Zeit mit höherer Dosis).
    Ohne Zweifel ist eine gesunde Bewegung, Haltung und / oder Gymnastik immer gut.
    Genauso wie eine Vorbeugung, was das Le U für mich ist.

    BTW, nach der Op war -nach aufwachen- sofort alles klar = hat funktioniert, Druck weg, Taubheit weg, also sofortige Schmerzfreiheit und volle Bewegung da!
    lg
    Harald

  6. Registriert seit
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    #16
    Moinsen,

    ich will nun mal meine Extraportion Sempf dazugeben.
    Ich habe keinen Vorwölbung (bei der die Bandscheibe den Nerv etwas drückt und reizt) und auch keinen Vorfall.

    Ich habe das sogenannte Scheuermannsche Syndrom, ein Fehlentwicklung der Wirbelsäule in Jugendjahren. Bei mir sind L3, L4 und L5 betroffen und die sehen aus wie alte Sofakissen. Seit dem 26. Lebensjahr hatte ich etwa 21 Jahre lang immer wieder heftigste Probleme, die sich im schlimmsten Fall durch 90°-Gang und Taubheit bis in den Zehenbereich darstellten. Entstanden sind die Probleme immer durch falsche Körperhaltung bei schweren Arbeiten. Sportlich war ich nur bis zum 17 Lebensjahr die absolute Kanone, danach kam nicht mehr viel und damit irgendwann die späte Rache. Teile der Muskulatur waren einfach zu schlapp, um den Rücken grade zu halten.
    Seit dem 47. Lebensjahr habe ich auf Anraten meines Arztes und Physiotherapeuten angefangen, alle Muskelpartien zu trainieren, die die Wirbelsäule entlasten. Und es funktioniert.
    Eine OP wäre bei mir sinnlos, neue Wirbelkörper liegen nicht irgendwo rum. Einer OP würde ich selbst dann nicht zustimmen, wenn man mir gute Heilungschancen einräumt.
    Bei zwei Bekannten hat es funktioniert, bei zwei anderen nicht. Er muß lebenslang Tabletten gegen die Schmerzen nehmen und sieht aus wie aufgeblasen. Sie sitzt sitzt nach zwei Versuchen mit 40 im Rollstuhl. Und für den Pfusch gibt es nicht mal eine Entschädigung

    Mein Tip für kurzfristige Hilfe
    Ein Körnerkissen in der Microelly etwa 2-3 Minuten lang warm machen und ins Kreuz legen hilft unendlich viel. Natürlich mehrfach wiederholen und Deine Liebste ist dir richtig dankbar. Meiner Meinung nach ist es wichtig, das Kreuz warm zu halten und auch entsprechende Kleidung zu tragen. Gute Durchbluten trägt schon erheblich zur Schmerzlinderung bei.

    Meine Erfahrung
    Mit 50 habe ich den Lappen fürs Moped gemacht und habe, seit ich die F und die R fahre, überhaupt keine Probleme mit dem Rücken. Scheint wohl auch mit der Sitzhaltung und dem Geschüttel und Gerappel der F zusammenzuhängen.
    Meine kleine Schwester hatte auf der 500´er Susi bei dieser kranken Sitzhaltung auch immer Probleme mit dem Kreuz. Seitdem sie ´ne F650 fährt, gips keine Probleme mehr .


    Ergo: Kreuzprobleme? Mopedfahren!

  7. Registriert seit
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    #17
    Hallo Michel,
    die Aussage "meinen Frau hat Rückenschmerzen" ist natürlich sehr ungenau. Ausserdem ist eine Ferndiagnose selbst für ein Arzt nicht wirklich möglich.
    Es sind ja schon viele Geschichten geschrieben worden, mal mit Happy End und mal ohne. Will mich da jetzt nicht noch einreihen. Nur so viel. Nicht voreilig operieren lassen.
    Mein Vorfall ist in der LWS 4.+5. Die immer wiederkehrende Aussage, die ich bekomme, heißt SPORT! Ohne gehts nicht mehr. Alles was die Muskelatur nicht abfangen kann muß die Wirbelsäule übernehmen.
    Aus eigene Erfahrung schließe ich mich daher Burkhards ersten 5 Empfehlungen an.

    Zitat Zitat von Vatta Beitrag anzeigen
    Deiner Frau kann ich empfehlen:
    1. auf jeden Fall locker bleiben, denn die Storys von arbeitsunfähig etc. gehören eher der Vergangenheit an
    2. Wärme auf den Rücken und zwar so viel wie es geht ( Thermacare Pflaster )
    3. Nicht "kaputtschonen" - also trotzdem immer versuchen etwas in bewegung zu bleiben
    4. Guten Krankengymnasten suchen - bestenfalls einen Osteopathen
    5. Schmerzmittel ruhig nehmen, denn Schmerzen verursachen verkrampfte Haltung und die macht alles noch schlimmer.


    Burkhard
    Meine 6. wäre Geduld, die Probleme kamen nicht von Heute auf Morgen und genauso wenig werden sie sich einfach wieder auflösen!
    Also alles Gute für deine Frau

    Gruß Andre

  8. Registriert seit
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    #18
    Habe einen Vorfall und eine "Vorwölbung" ( heißt das wirklich so?) mit einem mal gehabt. das ist jetzt 11 Jahre her. Habe an diesen fast zwei Jahre rumgedocktert. Und dank einer super Physioterapeutin in Freising dieses dann doch noch in den Griff bekommen.
    Seit dem Bewegung und meine Abendlichen Übungen zur Muskulaturstärkung gemacht.
    Leider habe ich seit nun einigen Wochen wieder Schmerzen im Rücken und Taubheitsgefühl im Bein. Grade wieder in Therapie. Mal schauen was draus wird.

    Aber deine Frau soll mal keine Panik haben. mitlerweile geht das schätzungsweise bei 90 % der Fälle noch mit anderen Mitteln als mit OP.

  9. Registriert seit
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    #19
    Bandscheibe?
    Whats that? (gibts das wirklich?)

    Mit Wirbelsäulenproblemen kämpfe ich (bewusst) seit 1968, als man mir mein erstes eigenes Fahrrad anpasste und mich dazu quasi "in den Sattel hieven" musste. "Hexenschuss" hieß das damals (nixe "Syndrome", capiche?). Über die Jahre hinweg hatte ich immer wieder, nur zeitweilig, massive Probleme (Segelurlaub gestrichen, als Beobachter am Strand kaum einsatzfähig, weil weder des längeren Sitzens, noch des schmerzfreien Aufstehens fähig ... ein "k.v." hätte ich nicht defintiv bekommen (dafür die Damen an der "Heimatfront" beglücken dürfen).
    Arztbesuch (Mitte der '70er), Antwort auf die Frage, wie erfolgreich und andauernd denn eine Bandscheiben-OP sei: "Fifty-fifty, kann gut gehen und dauernd Wirkung zeigen, oder auch nicht".
    Ich habe mich damals gegen die erste, erfolglose Hälfte entschieden, nichts machen lassen.
    Lähmungserscheinungen im rechten Bein hatte ich inzwischen mehrfach (<1 p.a., denke ich, wenn auch manchmal in kurzer Abfolge).
    Am Motorradfahren hat's mich bisher nicht gehindert (wiewohl, einem Spezialisten zufolge, das alles Übel auslösende ist:
    Er: Sie fahren Motorrad?
    Ich: Ja! Gern und viel!
    Er: Ja dann sind ihre Probleme kein Wunder ... blahblahbla....
    Ich: Sorry, Einwand: Immer wenn ich fahre, habe ich keine Rückenprobleme ...
    ????
    Er: Ja, aber dann ...????????? (akademische Ratlosigkeit -oder Radlosigkeit???)

    Nun fahre ich damit Motorrad seit 42 Jahren, Fahrrad noch länger, bin o.k. immer dann, wenn ich nicht ätzende Einkaufsschlapperei erleiden muss (<<<<1km/h vor Schaufenstern o.in Kaufhäusern usf. geht gar nicht, dann! habe ich Probleme mit der Wirbelsäule)).
    Segeln geht (nicht nur aufrecht stehend auf der 30" Yacht, auch im Drachen sitzend, o. irgendeinem kleinen Dinghi, einem alten Klepper Faltboot o.ä).
    Bevor jemand mich mit dem Messer bearbeitet, geht hoffentlich noch ein wenig Wasser den Nil runter (die Leine, Elbe, den Ob, Mississippi ...)

    Grüße
    Uli
    Mein SENF (in contrary to "Sempf", what ever ca veut dire? )

  10. Registriert seit
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    1.585

    Standard

    #20
    Zitat Zitat von Uli G. Beitrag anzeigen
    Bandscheibe?
    Whats that? (gibts das wirklich?)

    Arztbesuch (Mitte der '70er), Antwort auf die Frage, wie erfolgreich und andauernd denn eine Bandscheiben-OP sei: "Fifty-fifty, kann gut gehen und dauernd Wirkung zeigen, oder auch nicht".
    Ich habe mich damals gegen die erste, erfolglose Hälfte entschieden, nichts machen lassen.
    Lähmungserscheinungen im rechten Bein hatte ich inzwischen mehrfach (<1 p.a., denke ich, wenn auch manchmal in kurzer Abfolge).
    Am Motorradfahren hat's mich bisher nicht gehindert (wiewohl, einem Spezialisten zufolge, das alles Übel auslösende ist:
    Er: Sie fahren Motorrad?
    Ich: Ja! Gern und viel!
    Er: Ja dann sind ihre Probleme kein Wunder ... blahblahbla....
    Ich: Sorry, Einwand: Immer wenn ich fahre, habe ich keine Rückenprobleme ...
    ????
    Er: Ja, aber dann ...????????? (akademische Ratlosigkeit -oder Radlosigkeit???)

    Nun fahre ich damit Motorrad seit 42 Jahren, Fahrrad noch länger, bin o.k. immer dann, wenn ich nicht ätzende Einkaufsschlapperei erleiden muss (<<<<1km/h vor Schaufenstern o.in Kaufhäusern usf. geht gar nicht, dann! habe ich Probleme mit der Wirbelsäule)).
    Segeln geht (nicht nur aufrecht stehend auf der 30" Yacht, auch im Drachen sitzend, o. irgendeinem kleinen Dinghi, einem alten Klepper Faltboot o.ä).
    )

    Haha,
    war bei mir genau umgekehrt. Bin ´95 mit dem RTW und Notarzt ins Krankenhaus gekommen. Das volle Bandscheibenprogramm...
    Die Ärzte der Rolandklinik haben mich relativ schnell wiederhergestellt.
    Der Chefarzt fragte mich ob ich bike....Tat ich zu diesem Zeitpunkt nicht. Aber Führerschein haben Sie?? Logo.
    Dann empfehle ich Ihnen zu fahren. Das ständige Ausgleichen des Gleichgewichtes ist gerade für Ihre L-Geschichte sehr gut.
    Hab mir danach sofort die "verordnete" Medizin gekauft.
    Und ich muss sagen...selbst wenn sich was im Kreuz ankündigt. Ein paar Stunden biken und am nächsten Tag ist alles wieder ok.


 
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