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Benzin im Blut

Erstellt von Dubliner, 19.01.2010, 17:05 Uhr · 5 Antworten · 710 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Benzin im Blut

    #1
    Ganz offtopic und doch so topical:
    Ich bin grad im Netz über folgenden Zeit-Artikel gestolpert, den ich für sehr lesenswert halte, nicht nur, weil ich Harry Welzer, den ich von mehreren Konferenzen her kenne, für einen kompetenten und praxisorientierten Intellektuellen halte (selten!!!), sondern auch, weil er ein Thema anspricht, dass alle gelegentlich nachdenkenen Mopedtreiber gelegentlich umtreibt: Umweltschutz und Moped / Auto fahren.
    Bin gespannt, ob es irgendwelche Reaktionen geben wird,
    Georg

    (Da das System mir grade mitteilt, dass der Text zu lang ist, schneide ich ein Stück ab und poste es als Reaktion auf mein posting...)

    Je kaputter die Umwelt, umso größer meine Wagen: Bekenntnisse des Autoholikers Harald Welzer

    [Edit: tut mir leid, aber das Vollzitat eines "geistigen Werkes" ist
    ein heftiger Verstoß gegen das Urheberrecht. Wenn die Zeitung
    den Artikel noch auf ihrer Seite hat, kann dorthin verlinkt werden.
    Aber mehr nicht! Ich weiß, ich weiß, ich bin ein Spielverderber ...
    Gruß Ron]

  2. Registriert seit
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    1.961

    Standard

    #2
    Teil II:

    [Edit: s.o. - Ron]

  3. Registriert seit
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    Standard

    #3
    Feierabendlesung

  4. BMWHP2 Gast

    Standard War Daisy schuld ?

    #4
    nun ich bin mir bis heute nicht sicher - ob mir Daisy Benzin ins Blut gepumpt hat - oder ob ich das schon vorher hatte ..........

    Es war jedenfalls 1960 oder 1961als mein bester Freund ( wir waren 7 oder 8 Jahre alt ) mir mitteilte , dass er seit einigen Tagen an der Kirchenmauer eine Puch DS 50 ( Daisy ) lehnen sieht - diese ohne Nummertaferl .

    Wir waren ja schon seit längerem völlig verwirrt, da wir den elterlichen Traktor meines Freundes ( Steyr 15 er ) schon total im Griff hatten und eigentlich nichts mit Traktoren ( banalen Arbeitsgeräte ) am Hut hatten.
    Wir wußten beide,dass nur Motorräder ( auch die Daisy war für uns ein Motorrad ) die wahre Erfüllung bringen und haben deshalb folgendes vereinbart :
    Wenn die Daisy in zwei Tagen noch an der Kirchenmauer lehnt, hat sie keinen Eigentümer mehr und ist somit in Zukunft unser Fahrzeug.

    Die zwei Tage waren eine harte Prüfung, wir haben das durchgestanden und die Daisy in der Dunkelheit von der Kirchenmauer erlöst.
    Erleichtert wurde die Aktion dadurch, dass wir zwei ganz fleissige Ministranten waren !!!!
    Ja die Dasiy wollte nun am Anfang nicht anspringen weil das Kabel von der Zündung zur Kerze irgendwie so orientierungslos neben dem Motor hing, aber der Bruder meines Freundes kannte jemandem der das ( das Moped vom Franz und vom Friedl ) reparieren konnte.
    Ja und nun begann unsere Karriere - gut Daisy war für heutige Verhältnisse relativ lahm. der Presstahlrahmen war so arg verzogen , dass Daisy wie ein läufiger Hund daherkam - aber wir konnte mit ihr ein völliges neues Lebensgefühl erleben .........
    Nach einigen Tagen war Daisy dann völlig hinüber ( ich glaube ich habe sie abgestochen ) Franz und ich haben uns dann im 14 Tages Rhytmus um ATS 50.- bis 100,. ( z Vergleich € 4 bis € 8 ) neue Geräte besorgt und sind so immer stärker mit dem Benzinviris verseucht worden.

    Das Ende vom Lied ?

    Franz hat mit den Zweirädern aufgehört und mit Traktoren weitergemacht
    Friedl hat nicht aufgehört - fährt seither Zweiräder ( Autos interessieren nur am Rande ) - mittlerweile eine HP 2 / E - aber die Daisy geht nicht aus dem Kopf!

    LG

    Friedl

  5. Registriert seit
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    9.459

    Standard

    #5
    gelesen und für -im sinne von: zutreffend- gut befunden.

    im wesentlichen gibt der autor das wieder, was auch meinem mobilen werdegang entspricht, allerdings ist diese werdegang in einem entschei- denden punkt denn doch abweichend von welzers entwicklung der letzten jahre:

    er schreibt, dass er seine fahrzeuge in letzter zeit immer weniger bewegt hat, da er sie nicht mehr benötigt. offenbar lebt er in einer region, vermutl. großstadt, ballungsraum, wo der ÖPNV funktioniert. dies kann der flächenstaat baiern bedauerlicherweise nicht für sich reklamieren. daher bin ich, auch dank temporärer einsatzwechseltätigkeit (aussendienst) auf auto-mobiles angewiesen. koste es auch, was es wolle. inso0weit habe ich keinerlei schlechtes gewissen, wenn ich p.a. doch mehr als 50k KM zurücklege.

    auf die wiedergabe der mobilen sozialisation in summa verzichte ich hier mal.
    sie war zumindest in ihrer frühzeit von blut, schweiss und tränen begleitet. mal ganz abgesehen von benzin.

    Edith meint: dem ausgräber ein DICKES DANKESCHÖN !!

  6. Registriert seit
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    20.644

    Standard

    #6
    Tja, sehr schön geschrieben, wiirklich. Und getz machen wir uns daran bessere Menschen zu werden, gell Fangen wir doch ganz einfach an und lassen in unserem Leben alles wäch watt aus China kommt oder teile davon. Is ächt ganz einfach.


 

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