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Bergung Höhlenforscher in Berchdesgaden

Erstellt von enduro43, 16.06.2014, 19:45 Uhr · 44 Antworten · 4.270 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #31
    Zitat Zitat von maxquer Beitrag anzeigen
    Wer bei solch einer Aktion über Geld labert, hat in meinen Augen das letzte bißchen Menschlichkeit über Bord geworfen!
    So sehe ich das nicht.
    Während einer Aktion sollte man vielleicht nicht über Geld reden. Aber das hat man auch nicht wirklich. Mit hunderten Leuten und viel Material aus fünf Ländern, also faktisch unbegrenzten Mitteln, wurde ein einzelner Mann aus der Höhle geholt.

    Aber danach darf man ruhig über Geld reden. Dabei geht es ja nicht nur darum, ob der Höhlenkletterer Alles zahlen muß. Man muß z.B. auch darüber reden, ob wir Deutschen den Kroaten und Co ihre Kosten ersetzen (wollen/sollen/dürfen) oder nicht. Und ob das der Bund, Bayern (Höhle) oder Baden-Württemberg (Geretteter) macht.
    Über Geld reden ist nicht grundsätzlich falsch.

    Gruß Martin

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    #32
    Zitat Zitat von marss73 Beitrag anzeigen
    Über Geld reden ist nicht grundsätzlich falsch.
    Richtig. Und man sollte es vor allem vorher tun. Und sich voher überlegen, wie weit Wissenschaft gehen darf und soll und welchen Gefahren Wissenchaftler ausgesetzt werden sollen.

    Westhauser ist ja kein Touri, der aus Jux und Dollerei in die Höhle rein gegangen ist. Er hat durch seine Funktion als Wissenschaftler genau diese Aufgabe zu erfüllen: Zu erforschen und Wissen zu erlangen. Wissen, dass z.B. im Bereich der Geowissenschaften Erkenntnisse bringt, über die Struktur und Verwerfung von Gesteinsschichten, die dann wiederum bei anderen Projekten (z.B. Fracking) Verwendung finden.

    Ihm jetzt aus einem Unfall einen Strick zu drehen, ist albern, demagogisch und reiner Populismus. Und dass über 700 Helfer beteilgt waren mag auch nicht zuletzt an der Solidarität untereinander liegen. Die Retter sind wie Feuerwehrleute und Polizisten eine eingeschworene Gemeinschaft, helfen untereinander. Und nicht zuletzt: Sie profitieren alle von den Erkenntnissen aus dieser Rettungsaktion.

    Gut, lasst uns über Geld reden. Aber mit Augenmaß und ohne die Stammtischfiskalpolitikparolen

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    #33
    Zitat Zitat von PaterHurtig Beitrag anzeigen
    BTW: Soll jetzt jeder Mopedfahrer, der (selbstverschuldet oder nicht selbstverschuldet) einen Unfall baut, auf Rückzahlung der Krankengelder verdonnert werden, nur weil er nicht die maximal mögliche Vorsicht hat walten lassen und mit seinem Moped in der Garage geblieben ist? Sorry, aber diese "Was kostet das, wer zahlt das, aber nicht von meinen Steuergeldern"-Diskussion ist so überflüssig wie eine Sissybar an einer GS.
    Sehr interessant ist auch das BGH-Urteil, das klarstellt, dass einen Radfahrer keine Teilschuld an einem Unfall trifft, nur weil er keinen Helm getragen hat. Begründung: War nicht vorgeschrieben. Ich hoffe, dieses Urteil findet jetzt auch analog Anwendung bei Fällen, in denen Motorradfahrer nur mit Helm und ansonsten nicht mit maximaler Panzerung unterwegs waren.

    Sampleman

  4. Registriert seit
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    #34
    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Sehr interessant ist auch das BGH-Urteil, das klarstellt, dass einen Radfahrer keine Teilschuld an einem Unfall trifft, nur weil er keinen Helm getragen hat. Begründung: War nicht vorgeschrieben. Ich hoffe, dieses Urteil findet jetzt auch analog Anwendung bei Fällen, in denen Motorradfahrer nur mit Helm und ansonsten nicht mit maximaler Panzerung unterwegs waren.

    Sampleman
    Du hast den zweiten und entscheidenden Teil der Begründung weggelassen. Und genauso dieser führt bei Motorradfahrern mal zu Abzügen und mal nicht.

    Grüße
    Steffen

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    #35
    Über Geld zu reden macht Sinn. Vor allem bei teuren Hobbyunfällen.
    Aber speziell der vorliegende Fall ist eigentlich nicht mehr gross zu kläfen, weil erstens kein rein touristisches Interesse vorlag, weil die zugehörigen dachverbände/ Organisationen existierende Notfallpläne samt Finanzierungsplan anwendeten und weil auch die staatliche Beteiligung zumindest dem grunde nach geklärt ist.
    Jetzt wird man also sicher Details anschauen müssen, Härtefälle individuell betrachten ( sollten die kroatischen Helfer evtl. anders entschädigt werden als die schweizer??)/ Aber anlass für eine Grundsatzdiskussion sehe zumindest ICH in diesem Fall nicht.
    Weniger als bei Rettungsaktionen nach Unfällen bei unserem eigenen Hobby, beim Skilaufen (Lawinen) oder beim bergsteigen...

  6. Registriert seit
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    #36
    Im Nachhinein kann man sicher über Geld reden. Gerade damit die Stammtische merken, da läuft alles nach klaren Regeln ab. Neben der gezeigten Solidarität, war das wohl auch eine gut gelaufenen Art übung für das Zusammenspiel der eingebundenen Kräfte.


    Allein wie der Mann zum Hubschrauber gegeben wurde, find ich, war für einen Aussenstehenden gut zu erkennen, dass man denen nicht vorher alles Haarklein erklären musste. . .

  7. Registriert seit
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    #37
    Nun, da ich die beiden (den Verunfallten und den Notruf absetzenden) persönlich kenne und mit ihnen auch schon mehrere Tage in einer Höhle verbrachte, ist es schon absurd, was man von Leuten im Netz lesen muß, die ihren geistigen Abfall nicht bei ihrem Psychologen ablassen konnten, weil sie wohl keinen haben

    Das Riesending heißt nicht umsonst so, denn es ist eines der derzeit größten Höhlensysteme der Welt mit Schächten von 500m Tiefe!
    Die Forschung läuft seit Jahren quasi ehrenamtlich ab von einigen wenigen Höhlenbegeisterten. Da bekommt keiner auch nur einen Cent dafür. Und Dilettanten sind das sicherlich auch nicht! Die Chancen, dass so ein Unfall passiert, bei dem sich eine Gesteinsplatte oder ein größerer Fels lösen, liegen im vernachlässigteren Bereich. Daher hat aus meiner Sicht niemand der dort Anwesenden einen Fehler begangen.
    Und was die Presse teilweise geschrieben hat, dass beispielsweise 1000 Helfer an der Rettung beteiligt waren, ist auch absoluter Bullshit
    Die würden sich nur gegenseitig im Wege stehen.
    Die Rettungsteams waren ebenfalls ehrenamtlich unterwegs (man kennt sich in der Szene) und haben das alles getan, um einem Kollegen zu helfen.
    Die einzigen Kosten, die entstanden, sind die für den Helikopter, den in die Höhle verfrachteten Doc und die Behandlung danach.
    Das übernimmt jede Krankenkasse, wenn sie nicht danach negative Schlagzeilen wünscht

    Gruss;
    Stefan.

  8. Registriert seit
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    #38
    Ääähm, da -->Das Riesending: Exklusive Bilder der Höhlenrettung | Bayerisches Fernsehen | Fernsehen | BR.de gibt´s ein sehr eindrucksvolles Vidschooo von der ganzen Bergungsaktion!

    Gruss;
    Stefan.

  9. Registriert seit
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    #39
    Danke!

  10. Registriert seit
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    #40
    tja eugenius - der fred hat sich irgendwie in eine richtung entwickelt, die du so nicht wolltest!
    meine meinung.

    gruß vom walterle - samstag bin ich in radauburg, bis 12 uhr - karin ist alleine - sie kocht auch kaffee!
    würde mich freuen!


 
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