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Betreuungsgeld - werden wir hier nur von Dilletanten regiert???

Erstellt von blntaucher, 07.11.2012, 23:28 Uhr · 49 Antworten · 2.723 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #41
    Zitat Zitat von Baumbart Beitrag anzeigen
    1. nach deinem Profil können das ja eigentlich nur schweizer Akten sein
    2. glaubst Du dass die in deinen Akten dokumentierten Familien ihre Kinder in Kitas stecken, egal ob mit oder ohne Betreuungsgeld?
    Zu 1) Abgesehen davon, dass das ziemlich egal ist, weil die Unterschiede nicht so gross sind... ich heisse Nordlicht, weil ich knapp 20 Jahre als Deutscher in Deutschland arbeitete
    Zu 2) ich denke, ich habe ausreichend deutlich geschrieben, dass ich dieser konkreten Lösung nicht sehr weit traue. Ich widerspreche dir nur bei der Behauptung, Familie sei auch 2012 noch automatisch das Beste vom Besten. Aber jazumindest ein Teil davon wäre froh darum, seine Kinder kostengünstig aus dem Haus zu haben. Zumindest die, die ihre Kinder einfach nur vernachlässigen, könnte man so erreichen. Die echt kriminellen Familien natürlich nicht..

    Sagen wir mal so: Den KiTas traue ich keinen grossen Nutzen zu - das Betreuungsgeld hat aber echtes Potential, schädlich zu sein. Ich anerkenne aber das Ansinnen, Familienstrukturen zu stärken. Offenbar lernt hier der Staat bei BMW und lässt das Produkt beim Kunden reifen...

    und wenn wir GAAAANZ viel Glück haben, liege ich mit meiner pessimistischen Sicht falsch...

  2. Registriert seit
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    #42
    Zitat Zitat von Nordlicht Beitrag anzeigen
    Zu 1) Abgesehen davon, dass das ziemlich egal ist, weil die Unterschiede nicht so gross sind... ich heisse Nordlicht, weil ich knapp 20 Jahre als Deutscher in Deutschland arbeitete
    Zu 2) ich denke, ich habe ausreichend deutlich geschrieben, dass ich dieser konkreten Lösung nicht sehr weit traue. Ich widerspreche dir nur bei der Behauptung, Familie sei auch 2012 noch automatisch das Beste vom Besten. Aber jazumindest ein Teil davon wäre froh darum, seine Kinder kostengünstig aus dem Haus zu haben. Zumindest die, die ihre Kinder einfach nur vernachlässigen, könnte man so erreichen. Die echt kriminellen Familien natürlich nicht..

    Sagen wir mal so: Den KiTas traue ich keinen grossen Nutzen zu - das Betreuungsgeld hat aber echtes Potential, schädlich zu sein. Ich anerkenne aber das Ansinnen, Familienstrukturen zu stärken. Offenbar lernt hier der Staat bei BMW und lässt das Produkt beim Kunden reifen...

    und wenn wir GAAAANZ viel Glück haben, liege ich mit meiner pessimistischen Sicht falsch...
    ..du wirst wohl leider richtig liegen nachdem eine nicht unerhebliche Anzahl von Eltern heranwächst denen die erforderlichen Werte während ihrer eigenen Erziehung nicht vermittelt wurden und sie daher auch nicht selber vorleben können. Hinzu kommt in diesen Familien oftmals die Spirale von kindlicher Schwangerschaft, nicht abgeschlossener Berufsausbildung , in Folge Alkohol und Drogen und nicht selten eheliche Gewalt..und alles außerhalb des Blickwinkels der Mitmenschen und der eventuell zum Schutze der Kinder einzugreifenden Behörden. Für Kinder aus solchen Familien kann die Kita und der Kindergarten eine Chance darstellen dem Sog dieses Kreislaufes zu entrinnen, sofern sich dann auch um Schule und Ausbildung gekümmert würde in Form von sozialpädagogischen Wohngemeinschaften etc.....und seitens der staatlichen Stellen rechtzeitig veranwortungsbewusst umgesetzt würde...da die Eltern diese Verantwortung selber nicht tragen können.
    Ich hab den Eindruck als wenn die sozialverbindende und werteorientierte(nicht materieller Werte..sondern ideelle) Mittelschicht schwindet und sich alles auf die beiden Extreme "Gebildet und Chancenreich" und "Ungebildet und Chancenlos" in Randbereiche verlagert, die einen immer größer werdenden Abstand und damit geringeren Verständnis für die gesellschaftliche Lebensposition und Lebensgemeinschaft ergeben.
    Materiell betrachtet wird uns dadurch ein nicht unerheblcih volkswirtschaftlicher Schaden entstehen...wer das Fundament einer Gesellschaft nicht solide aufbaut wird jahrzentelang Sanierungen zu einem vielfachen Preis durchführen müssen.

    Guß und Gute Nacht
    Dirk

  3. Registriert seit
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    #43
    Ich bin auch gerade in der Lage das mein Kleiner bald in das alter kommt wo er in die KiTa soll. Ich finde das gut und ehrlich gesagt habe ich auch keine Alternative. Meine frau und ich müssen beide Arbeiten gehen weil ein Gehalt einfach zu wenig wäre. Deswegen erschließt sich mir der Sinn auch nicht was das mit dem Betreuungsgeld soll. Ich habe auch noch keine plausible erklärung von der Politik gehört was sie der Meinung sind damit zu bezwecken. Das 150,- € nicht ausreichen damit ein Kind + ein Elternteil zu Hause bleiben kann müsste denen ja auch klar sein.

    Es gibt leider sehr wenige die wirklich davon profitieren. Mir fällt da die normale Hausfrau ein die eh nicht darauf angewiesen ist eigenes Geld zu verdienen. Oder eine Familie mit vielen Kindern bei denen meistens sowieso ein Elternteil daheim ist. Viel mehr dürften es nicht sein wenn man mal die üblichen Kneipentischschuldigen hier raus lässt.

    Die Frage von BLNTaucher sollte woll auch beantwortet sein. Nein es gibt hier niemanden der das Betreuungsgeld für sinnvoll hält.

  4. Registriert seit
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    #44
    Zitat Zitat von Abti Beitrag anzeigen
    Die Frage von BLNTaucher sollte woll auch beantwortet sein. Nein es gibt hier niemanden der das Betreuungsgeld für sinnvoll hält.
    Doch ich halte es sinnvoll.

    Meine Frau ist zuhause geblieben als mein Sohn in dem Kita Alter war. Wenn es damals Kita´s gegeben hätte, wäre meine Frau auch zuhause geblieben. Die 150 € monatlich hätten uns die Sache doch erleichtert.
    Darum sollte man jeder Familie die Wahlmöglichkeit geben.

  5. Baumbart Gast

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    #45
    Zitat Zitat von manghen Beitrag anzeigen
    Doch ich halte es sinnvoll.

    Meine Frau ist zuhause geblieben als mein Sohn in dem Kita Alter war. Wenn es damals Kita´s gegeben hätte, wäre meine Frau auch zuhause geblieben. Die 150 € monatlich hätten uns die Sache doch erleichtert.
    Darum sollte man jeder Familie die Wahlmöglichkeit geben.
    das Du dir selber widersprichst siehst Du aber oder? Ihr hattet ja offenbar auch ohne Betreuungsgeld die Wahl. Natürlich nimmt man jeden Euro gerne mit, ihr habt aber auch ohne BG entschieden euer Kind zuhause zu 'betreuuen'.
    Das einzig was ich in dem Zusammenhang sinnvoll fände wäre eine stärkere Anrechnung dieser Betreuungszeit auf den Rentenanspruch des betreuenden Elternteils. Wer sich die Berufspause nicht leisten kann den retten auch die 150 Euro nicht.Um jeder Familie die Wahlmöglichkeit zu geben müssten es wohl eher 1.500 Euro sein UND es müsste für alle Kitaplätze geben.

  6. LieberOnkel Gast

    Standard AW: Betreuungsgeld - werden wir hier nur von Dilletanten regiert???

    #46
    Das Betreungsgeld mag nett sein. Aber es ist zu teuer und ist deshalb bei der gegenwärtigen Kassenlage unangebracht.

    Gleiches gilt in noch viel stärkerem Maße für das Elterngeld. Komisch, daß da niemand etwas sagt.

    Zu guter Letzt ist auch nicht einzusehen, daß der Staat die Betreuung von Unter-3-Jährigen finanzierten soll.

    Ich kann persönlich nicht verstehen, wieso jemand Kinder bekommt, der sie dann möglichst früh in irgendeiner Einrichtung ganztags verschwinden läßt.

    Allerdings steht es mir nicht zu, darüber zu urteilen und das will ich auch gar nicht.
    Nur sehe ich nicht ein, warum die Allgemeinheit das dann auch noch bezahlen sollte!

  7. Registriert seit
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    #47
    Ich stimme Lieberonkel zu.Wieso bekommen Mann und Frau Nachwuchs, wenn dann die Betreuung/Erziehung outgesourced werden?

  8. Registriert seit
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    #48
    Und genau deshalb gibt es ja bei uns auch soviel Nachwuchs, ha ha. Eben weil Kinder in Deutschland oft nicht "outgesourced" werden können, entscheiden sich viele Paare gegen Kinder.

    Gott sei Dank habe ich, als meine Kinder klein waren, in Frankreich und dann in absoluter Grenznähe gelebt und konnte die Betreuungsmöglichkeiten dort nutzen. Französische Familien haben meist 3, mindestens 2 Kinder - selten Einzelkinder oder gar keine. Und kein Mensch macht sich dort einen Kopp, weil die Kinder fremdbetreut werden. Die Kosten sind gerecht - 10 % vom Einkommen. Warum kann unsere Regierung erfolgreiche Modelle nicht übernehmen?

    Betreuungsgeld ist teuer und bringt den einzelnen Familien doch nichts. Die Frauen, die nicht arbeiten gehen können, weil sie keinen Betreuungsplatz bekommen, können davon nicht leben und die, die eh daheim bleiben, weil sie es sich leisten können, brauchen die 100 € auch nicht.

  9. Registriert seit
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    #49
    Da will ich doch auch meinen Senf dazu tun: Meine Meinung zu Betreuungsgeld/Erziehungsgeld: Kannste vergessen und ist völlig daneben.
    Ich stehe jetzt wenige Monate vor dem Erreichen des Rentenalters und kann eine Entwicklung erkennen, die für die Gesellschaft wie eine Bombe ist. Alle Gelder, die vom Staat (das sind wir mit Steuern und Schulden) gezahlt werden, unterliegen nicht den Sozialversicherungskassen mit Beiträgen und resultierend daraus mit Anwartschaften auf Rente. Diese Gelder werden heute wie selbstverständlich zum Familieneinkommen gezählt und führen deshalb zu Altersarmut, auch weil sich seit 2 Jahrzehnten die Geschäftsideen von vielen Arbeitgebern darauf spezialisiert haben, Niedriglohnarbeitsplätze zu gestalten. Natürlich immer in Verbindung mit Aufstockungsbeträgen (Hartz 4 ) Beispiele dafür gibt es etliche wie Schlecker oder auch Friseurketten. Dabei stellt sich mir die Frage wie wir das Schiff wieder in die richtige Richtung lenken. Hier alleine die Politik in Haft zu nehmen halte ich für plump weil: Einmischen in Politik dürfen wir uns alle, allerdings setzt die Politik die Rahmenbedingungen und wir, das Volk füllen diesen Rahmen mit Leben. Dabei gibt es so Pfosten wie mich der 3 Kinder in die Welt gesetzt hat die alle fleissig arbeiten und wenn ich dann in 2013 in Rente gehe habe ich dann 51 Jahre und 2 Monate brav meine Beiträge aus meinem erarbeiteten Entgeld eingezahlt. Die Erziehung unserer Kinder haben wir übrigens sehr gut ohne Kita oder Betreuungsgeld hingekriegt. Allerdings mußten wir in dieser Zeit schon auf Dinge verzichten. Heute denke ich oftmals wenn ein Jugendlicher kein Handy hat fällt der in die Armutskiste. Ich glaube auch erkennen zu können, dass sich unsere Gesellschaft auseinander bewegt. Sei es aus sozialen Gründen (ich trau mich nicht) oder aus Multi Kulti und Zuwanderung mit den sprachlichen Hindernissen. Die Bildung von Hochburgen bei Zuwanderern spielen bei dem Auseinanderdriften sicherlich eine Rolle.

    Schade das es zu kalt zum Mopedfahren ist..........................

    Gruß vom Sprinter

  10. LieberOnkel Gast

    Standard

    #50
    Zitat Zitat von AnRheinerin Beitrag anzeigen
    Und genau deshalb gibt es ja bei uns auch soviel Nachwuchs, ha ha. Eben weil Kinder in Deutschland oft nicht "outgesourced" werden können, entscheiden sich viele Paare gegen Kinder.
    (...)
    Vielleicht ist das aber auch besser so. Die Entscheidung für Kinder ist immer mit Einbußen im Einkommen und im Komfort verbunden. Wenn man das nicht will - was völlig legitim und in Ordnung ist! - kann man sich auch gegen Kinder entscheiden.

    Der Staat sollte sich besser Gedanken darum machen, wie er mit sinkenden Einwohnerzahlen zurechtkommt. Auch das geht sicherlich mit den richtigen Konzepten.
    Was ist schlimm daran, wenn hier statt 80 Millionen irgendwann nur noch 50 Millionen leben.

    Man muß sich nur Konzepte ausdenken, wie der demographische Wandel zu gestalten ist anstatt immer mehr Geld in so nutzlose Konzepte wie Elterngeld, Erziehungsgeld und Betreuungsgeld zu investieren.


 
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