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Boykott von BP ?

Erstellt von Rattenfänger, 01.07.2010, 20:05 Uhr · 56 Antworten · 4.171 Aufrufe

  1. Registriert seit
    18.04.2008
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    #11
    Zitat Zitat von Trabbelju Beitrag anzeigen
    Pauschalier nur ruhig weiter.

    Ich bin froh, daß es auch differenzierter denkende Menschen gibt.
    Werte wie Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen, der Umwelt, der Natur, oder auch schlicht und einfach soziale Kompetenzen haben allzu oft zurückstehen müssen hinter der Habgier Einzelner.
    Die hier bereits geposteten Gewinne von BP sprechen eine so deutliche Sprache, da ist jeder Kommentar und jede Bewertung überflüssig.

    p.s. Ich tanke auch nicht bei TAMOIL, denn Muammar al-Gaddafi soll an mir nichts verdienen.
    DU pauschalierst, weil DU den Status Quo auch nicht ändern kannst. Ich hätte gern mit dir diskutiert, leider bist Du unbewaffnet, hast nix neues zu bieten und hackst auf Gewinnen rum, die für den Schaden nicht reichen werden. Es sind Realitäten zu bewältigen und dies geht nicht durch pauschale Schuldzuweisungen, das bringt jarnix.
    Also erzähl mir bitte wie man heute ÖL leichter und gefahrloser fördert und schnack nich rum.

    PS: Wenn das ÖL von Gaddafi leichter und besser förderbar ist, als im Golf von Mexiko, ist dies für die Umwelt auch besser. Irgendwie ist dein Blickwinkel etwas getrübt

  2. Wogenwolf Gast

    Standard

    #12
    Ich denke auch, dass es nicht wirklich Sinn macht, BP zu boykottieren.
    Denn wenn BP den Laden dicht macht, steht der nächste in den Startlöchern und macht da weiter, wo BP aufgehört hat.

    Die Verantwortlichen haben ihre Schäflein im Trockenen und werden mit dicken Abfindungen zu anderen Minieralölgesellschaften wechseln
    Und ich möchte nicht wissen, was den anderen Mineralölgesellschaften schon so alles "ins Meer gelaufen" ist,
    ohne das die Gesellschaft etwas davon mitbekommen hat.

    Konsequenterweise solltest Du Deinen Verbrennungsmotor abschaffen und völlig auf Produkte umsteigen, die ohne Öl hergestellt werden.
    Aber soweit wird Dich auch Dein Gewissen nicht bringen.

    Wobei auch ich die ganze Situation zum Kotzen finde
    .

    Denke, das viele andere Mineralölgeselschaften ebenfalls derart grenzwertige Ölbohrungen durchführen, nur bei BP ging es diesmal leider in die Hose!

    Aber wie Andreas (Roter Oktober) schon geschrieben hat:
    Der Verbraucher sollte sich auch an die Nase fassen, denn wir wollen billiges Öl und billige Produkte

    Von den Aktionären einmal ganz abgesehen!

    Auch das Statement von LIQUI MOLY halte ich für scheinheilig.
    Letzendlich geht es auch dort nur um Umsatz/Gewinn.

  3. Baumbart Gast

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    #13
    an Aral-Tankstellen kaufe ich wg. der Wucherpreise für Sprit schon immer maximal Cola und Zeitung (was kann der Pächter dafür), nur ausnahmsweise Sprit. Seit DWH keine gar keinen Sprit mehr. Das bringt nicht viel, aber wenn's alle täten würden sie das merken (und die anderen warnen).

  4. Registriert seit
    17.05.2007
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    Standard

    #14
    Zitat Zitat von Wogenwolf Beitrag anzeigen
    Auch das Statement von LIQUI MOLY halte ich für scheinheilig.Letzendlich geht es auch dort nur um Umsatz/Gewinn.
    Scheinheilig? ich denke nicht. LM ist ein Mittelständisches Unternehmen mit sozialer Verantwortung, das natürlich Geld verdienen will und muß. aber nichts desto trotz hier Steuern bezahlt, hier Mitarabeiter beschäftigt. ich sehe da einen deutlichen Unterschied zu BP. ganz deutlich.

    da war vor Tagen ein Experte im Radio.
    die Katastrophe hätte so in der Nordseee nicht passieren können, weil dort Schlauchplatzsicherungen vorgeschrieben sind
    Das heißt, ein Leck wird in Sekunden abgedichtet, wie bei einer Waschmaschine.

    von dieser Art Sicherung hat sich BP bei der amerikanischen Regierung freigekauft und dies mit den Kosten (ca. 500.000 Dollar) begründet. Man hat das genehmigt, weil BP ja sonst nicht soviel verdienen würde. Jetzt markiert Obama den starken Mann und ist doch Mitschuld an der Katastrophe.
    BP hat im übrigen um laufende Kosten zu sparen in den letzten Monaten auf der betroffenen Bohrinsel Stück für Stück die Sicherheitsvorschriften zurückgefahren.
    Eben doch alles Big business, das konnten die Amis schon immer
    Komischerweise hat es BP noch nicht geschafft sich in der Nordsee von dieser Sicherung freizukaufen.....hier wird einfach auf die Vorschriften verwiesen HERR OBAMA

    Wie ich in dem anderen Thema schon schrieb, war BP noch nie meine Tanke und ist es jetzt erstrecht nicht mehr. Meine Art der Mißfallensbekundung
    Tiger

  5. Registriert seit
    16.04.2009
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    378

    Standard

    #15
    Diese Umweltkatastrophe hat sicherlich für das zukünftige Verhalten der Mineralölgesellschaften auch was gutes:
    BP wird den schaden nicht aus der Portokasse bezahlen. Die Prognosen liefern bereits Zahlen oberhalb von 50 Milliarden Dollar. Meint ihr die anderen Ölfirmen haben merklich bessere Umwelltstandardts ??
    Das heisst, das kann morgen wieder passieren...
    ich bin ziemlich sicher, dass die Verantwortlichen hier in Zukunft mehr Sicherheit in ihre Bohrungen einbringen. Aber nicht wg. der Umwelt, sondern wg. der im Fall der Fälle drohenden Rechnung...

  6. Pouakai Gast

    Standard

    #16
    Zitat Zitat von Wogenwolf Beitrag anzeigen
    Und ich möchte nicht wissen, was den anderen Mineralölgesellschaften schon so alles "ins Meer gelaufen" ist,
    ohne das die Gesellschaft etwas davon mitbekommen hat.
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    da war vor Tagen ein Experte im Radio.
    die Katastrophe hätte so in der Nordseee nicht passieren können, weil dort Schlauchplatzsicherungen vorgeschrieben sind
    Gas- und Ölförderung: Leckagen sind in Europa Dauerzustand

  7. Pouakai Gast

    Standard

    #17
    Zitat Zitat von peterotto Beitrag anzeigen
    BP wird den schaden nicht aus der Portokasse bezahlen.
    ...mehr Sicherheit in ihre Bohrungen einbringen. Aber nicht wg. der Umwelt, sondern wg. der im Fall der Fälle drohenden Rechnung...
    Welcher Rechnung? Dieser:
    Geltendes US-Recht besagt nämlich, dass Ölfirmen nur für 75 Millionen Dollar Schaden einstehen müssen - entsteht mehr, bezahlt der Staat. Im Vergleich zu den Summen, die die "großen Vier" BP, Exxon, Chevron und Shell umsetzen, ist dieser Betrag lächerlich. Alleine BP machte im ersten Quartal 2010 5,6 Milliarden Dollar Gewinn.
    oder dieser:
    Der US-Ölkonzern Exxon bezahlte fürs Säubern der Küsten 3,4 Milliarden Dollar. Der Schaden war aber viel grösser und betrug laut US-Insurance Institute total sieben Milliarden Dollar. Exxon kam aber glimpflich davon, denn die ursprünglich vorgesehene Schadenersatzzahlung von 5 Milliarden Dollar senkten Gerichte schliesslich auf 500 Millionen Dollar.«Derzeit wird die Schadenssumme für BP auf gegen 25 Milliarden Dollar geschätzt», so Benz.
    Dass die Ölkatastrophe BP aber das Genick bricht, hält der Analyst für unwahrscheinlich. Der Konzern macht Jahresgewinne von über 10 Milliarden Dollar und verfügt über 110 Milliarden Dollar Eigenkapteil. Rechnet man die letzten vier Jahre zusammen, strich BP rund 60 Milliarden Gewinn ein. «Der Schaden der Ölkatastrophe kann der Konzern verkraften, ...» Zudem dürfte es lange dauern, bis BP für die Schäden überhaupt bezahlen muss: Bei Exxon dauerte es 10 Jahre, da der Konzern die Haftung vor Gericht immer wieder bestritt.

  8. Wogenwolf Gast

    Standard

    #18
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    Scheinheilig? ich denke nicht. LM ist ein Mittelständisches Unternehmen mit sozialer Verantwortung, das natürlich Geld verdienen will und muß. aber nichts desto trotz hier Steuern bezahlt, hier Mitarabeiter beschäftigt. ich sehe da einen deutlichen Unterschied zu BP. ganz deutlich.
    Ok, wenns denn so ist. Aber Du hast schon recht, dass man diese soziale Verantwortung durch den Kauf der Produkte unterstützen sollte

    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    da war vor Tagen ein Experte im Radio.
    die Katastrophe hätte so in der Nordseee nicht passieren können, weil dort Schlauchplatzsicherungen vorgeschrieben sind
    Das heißt, ein Leck wird in Sekunden abgedichtet, wie bei einer Waschmaschine.

    Was sollen die sogenannten Experten denn auch sagen?
    Die Wahrheit?
    Ich bin da immer sehr skeptisch


    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    Wie ich in dem anderen Thema schon schrieb, war BP noch nie meine Tanke und ist es jetzt erstrecht nicht mehr. Meine Art der Mißfallensbekundung

    Ich meide die großen Tanken wie ARAL, BP und Shell schon allein wegen der hohen Literpreise, hier im Pott gibt es genug günstigere Alternativen. Die Tankstellendichte ist sehr hoch!

  9. Registriert seit
    20.05.2009
    Beiträge
    222

    Standard

    #19
    Herr Birol schreibt da gerade durchaus etwas zu Ölbohrungen:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...704058,00.html

  10. Pouakai Gast

    Standard

    #20
    Zitat Zitat von joeben Beitrag anzeigen
    Herr Birol schreibt da gerade durchaus etwas zu Ölbohrungen:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...704058,00.html
    Zum letzten Satz
    Birol: Regional brauchen wir ein schlaues Stromnetz, das Energieerzeugung und -verbrauch in Echtzeit misst und das Über- noch zu Unterversorgung ausgleicht. Europaweit brauchen wir ein Supergrid, über das etwa überschüssiger Solarstrom aus Andalusien in einem norwegischen Wasserkraftwerk zwischengespeichert werden kann.
    vielleicht als Ergänzung <<klick>>


 
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