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Buch: "Die obere Hälfte des Motorrades"

Erstellt von QGrisu, 15.12.2008, 08:58 Uhr · 31 Antworten · 2.880 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #11
    habe anno bei einem Bekannten in 'der oberen Haelfte' geblaettert
    war fasziniert
    hab beide Buecher
    lese immer mal wieder drin
    und borge mir einzelne Phrasen und Ideen fuer meinen Unterricht

    ich besitze aber auch "Erfahrung kommt vom Fahren"
    und finde auch in dieser, verglichen mit Spiegel, leichten Lektuere immer noch hilfreiche Ideen

  2. Motoduo Gast

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    #12
    Hallo uwe,
    also ich oute mich ..."Die obere Hälfte" habe ich bis ca. zur 50. Seite gelesen und dann fand ich es so langweilig, das ich es NIE wieder angefaßt habe...also falls Du es noch nicht bestellt hast, schenke ich es Dir am 4.Januar in Oberhaid...

    Gruß Alex

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    Standard

    #13
    das Sichvergegenwärtigen und Umsetzen theoretischer Erkenntnisse im eigenen Fahren, kann sehr wohl zu einer Verbesserung führen.

    Viele Menschen müssen Dinge gezeigt bekommen, damit der Aha-Effekt eintritt. Platz für Verbesserungen ist immer

  4. bug
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    #14
    ich hatte meiner Frau das Buch geschenkt, anschließend selbst gelesen
    es ist wirklich empfehlenswert, wenn auch schwer zu lesen. Ich habe die Schenkung nicht bereut
    das Arbeitsbuch habe ich nicht gelesen oder durchgeackert

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    #15
    Ich habs mir auch gekauft und sogar bis zum Ende durchgelesen, aber nur weil ich es auch bezahlt habe. Als Geschenk hätte ich es nach 15 Seiten in die Tonne geworfen. Möchte den Anfänger sehen, der den trockenen Kram in die Praxis umsetzen kann.

    Es gibt leider nicht viele Bücher zu diesem Thema, deshalb wird dieses wohl auch in Zukunft als Empfehlung herhalten müssen....

  6. Registriert seit
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    Standard Neugierig geworden...

    #16
    Moin, moin,

    eure Antworten decken sich weitestgehend mit den Rezensionen von Amazon und anderen Quellen. Scheint schwer zu lesen zu sein, aber es steckt wohl viel Hintergrundwissen drin. Heute bekomme ich die "Beiden". Bin mal gespannt wie ein Flitzebogen...

    Dank nochmals an Alle für die Beurteilung!!

    Vorweihnachtliche Grüße
    Uwe

  7. Registriert seit
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    Standard Ich hab sie...

    #17
    Hallo zusammen,

    als ich heute Heim kam, lagen die Bücher auf dem Tisch!

    Der erste Blick: Schwere Kost! Die ersten paar Seiten aus "der oberen Hälfte..." waren schon recht anstrengend, mal sehen wie es da weitergeht.

    Das Praxisbuch hab' ich dann mal mitgenommen - na ihr wisst schon wohin - da hab ich dann doch lange gesessen und gelesen.

    Das machte direkt Lust auf mehr - verweist aber auch öfter auf "Die obere Hälfte...". Ob sich die gelben Übungen wirklich so "erfahren" lassen? Hat das schon mal jemand konsequent durchgezogen? Sticker auf den Tank geklebt?

    Gruß UWe

  8. Registriert seit
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    #18
    Nahmdt !

    Da wollte einer den Anfänger sehen, der mit Bernt Spiegel etwas anfangen kann - hier ist er: nämlich der Kroni.

    Ich bin sowieso ein Vielleser, und wenn ich etwas neues vorhabe, dann lese ich erst mal ein Buch darüber. Also hab ich mich auch nach Motorradbüchern umgeschaut, als ich 2005 beschloßen hatte, A-Schein zu machen, und hab mir u.a. die Spiegel-Fibel zugelegt, und vor meinem Führerscheinkurs bereits 3x gelesen. Mein Fahrlehrer war ziemlich perplex, als ich ihm von meinen Experimenten mit dem paradoxen Lenkimpuls auf einer Überlandfahrt erzählte.

    Das war das erste, was ich von Bernt Spiegel lernte: wie man sinnvollerweise um die Kurve fährt, und innerhalb der Kurve von aussen nach innen und von innen nach aussen kommen kann, ohne auf die Fresse zu fliegen. Und seither lerne ich Motorradfahren mit dem Buch von Spiegel.

    Anfangs habe ich mir sogar die von ihm empfohlenen "memo labels" auf die Prallplatte meiner K 75 geklebt: der "gestützte Vorsatz" zur Verbesserung einzelner Handlungsabläufen. Das verursachte bei anderen Fahrern einiges Gelächter, aber hat mich vor allem am Anfang stark gehilft. Von Anfang an nutze ich auch den "Fehlerzähler". Bei jedem Fahrfehler drücke ich auf die Oberseite des "choke" - bei der K 1100; bei der GS habe ich noch keinen festen Fehlerzähler, wahrscheinlich wird es aber auch der choke-Hebel, den man ja nach unten antippen kann. Der Fehlerzähler wird immer dann gedrückt, wenn man sich die Frage: "Möchtest Du genauso noch einmal fahren?" mit Nein beantwortet. Das ist mitunter recht häufig der Fall, und schärft die Selbstbeobachtung ganz immens.

    Fast alle Praxistipps von Spiegel habe ich nacheinander ausprobiert und für gut befunden - immer schön in Gruppen, und je nachdem, wo ich "Optimierungsdruck" verspürte. Das mache ich bis heute. Allerdings brauche ich heute keine Klebezettel mehr. Das Fahren mit "Lernintention" ist zur Gewohnheit geworden, es geht inzwischen auch ohne diese Dinger.

    Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Ich bin von Saison zu Saison besser geworden, und kann inzwischen auch mit relativ flotten Fahrern relativ gut mithalten (wenngleich es mich noch sehr anstrengt). 2008 habe ich mich intensiv um das Erlernen der hanging-off-Fahrweise in allerdings recht zurückhaltender Weise (Oberkörper und Innenknie gehn nach innen, Aussenfuß drückt, der Arsch bleibt da, wo er auch in der Geraden ist). Da bin ich ganz zufrieden. Noch nicht zufrieden bin ich mit der Blickführung - das ist ein sehr schwieriges Kapitel. Da findet man bei Spiegel übrigens nur dezente Hinweise, viel intensiver wird hierauf bei Keith Code: Der richtige Dreh eingegangen, vor allem im 2. Band. Da erfährt man beispielsweise, daß man den Blick "teilen" kann, also gleichzeitig 2 Punkte fokussieren kann: einen optisch, und einen bewußtseinsmässig. Mit richtiger Blickführung kann man regelrecht um vordergründig "blinde" Kurven zumindest sehr häufig "herumsehen".

    Ein ebenfalls sehr wichtiges Kapitel von Spiegel ist für mich die "Gefahrenantizipation", die mir auch schon einige unangenehme Begegnungen der Dritten Art erspart hat. Ich fahre beispielsweise in eine blinde - oder blindgebliebene - Kurve grundsätzlich mit dem Bewußtsein hinein, daß mir gleich einer "voll auf meiner Spur" entgegenkommt. Das "Ausweichprogramm" ist dann sozusagen schon hochgefahren. In 998 von 1000 Fällen kommt keiner. In 2 von 1000 Fällen weicht man dann verblüffend locker aus, und erschrickt allenfalls dann ein bischen, wenn man schon längst wieder aus der Kurve draussen ist. Das hängt alles auch sehr mit dem "Lesen von Strasse und Landschaft" zusammen, das ich für mich selbst "scannen" nenne. Ich fahre häufiger "Hausstrecken" recht gemächlich ab, und bemühe mich, zu registrieren, wie sich der Strassenverlauf und Gefahrenpunkte mitunter schon weit voraus feststellen lassen, z.B. Einmündungen, Einfahrten, Wald- und Feldwege, Parkplätze usw.

    Der theoretische Teil von Spiegels Buch hilft mir dabei, die Vorgänge, um die es geht, genauer zu verstehen, zu beobachten und damit auch: zu beeinflussen. Diese Analyse eigenen (Fehl-)Verhaltens findet größtenteils nicht während laufender Fahrt statt, sondern in Pausen, nach der Tour, gelegentlich auch in Gesprächen - manchmal auch durch "öffentliches" Nachdenken in Foren, v.a. meinem geliebten flyingbrick-Forum.

    Man merkt es schon: man muß ein Kopfmensch sein, um auf diese Weise, die nicht unbedingt der normale Weg zum Motorradfahren ist, motorradfahren zu lernen bzw. an sich selbst zu arbeiten. Es gehört auch, das sei nicht verholen, ein beträchtliches Maß an Vorbildung dazu, den theoretischen Teil von Spiegels Buch zu verstehen oder gar geniessen zu können. Wer es nicht gewohnt ist, sich mit abstrakten Themata zu befassen, und nach jeder Umblättern einer Seite Probleme hat, sich an den Inhalt der vorigen Seite, des vorigen Abschnittes zu erinnern, wird sich mit diesem Buch sehr schwer tun.

    Es wird ein beträchtliches Maß an (Fahr-)Physik und an (Neuro-)Psychologie serviert - das muß man abkönnen, um es mal salopp zu formulieren, und auch einordnen können.

    Ebenso ist das Buch für jemand ohne "Lernintention" nur von eingeschränktem Nutzen. Spiegels Buch setzt das Bewußtsein voraus, noch lange kein perfekter Fahrer zu sein, und noch viel lernen zu müssen. Dieses Bewußtsein jedoch ist jedenfalls nicht so weit verbreitet, wie zumindest ich es mir wünschen würde. Ich habe eher die Beobachtung gemacht, daß die Mehrheit der Motorradfahrer der Überzeugung ist, "es zu können" und keinerlei Verbesserung oder Optimierung (mehr) nötig zu haben. Dieses starke Selbstbewußtsein stimmt jedoch - und das ist auch eine sehr unliebsame Beobachtung von mir - mit der Realität auf der Strasse nicht unbedingt immer überein.

    Mich selbst hat dieses Buch - und das von Keith Code, das ich als Ergänzung zu Spiegel nur wärmstens empfehlen kann - an das etwas flottere Motorradfahren in hervorragender Weise herangeführt. Wer sich auf so ein "Experiment" einzulassen willens ist, "nach dem Buch" zu fahren, der kann das eine oder andere blaue Wunder erleben. Es dauert garnicht so lange, da hat man möglicherweise "gefühlte" 20-30 PS mehr unterm Arsch. Man begreift auch irgendwann ganz konkret, daß jemand, der schneller, mitunter deutlich schneller fährt, als man selbst, nicht notwendigerweise ein hirnloser Raser ist, sondern möglicherweise einer (oder eine), die es einfach nur besser kann - mitunter sehr viel besser kann.

    Besser zu werden auf dem Motorrad, mitunter auch sehr viel besser zu werden, gibt es die verschiedensten Wege. Das Buch von Spiegel ist einer dieser Wege. Er steht nicht unbedingt jederman offen, aber er kann gewaltig weit führen, weiter als man zunächst denkt, wenn man das Buch zum ersten Male liest und beginnt, es in die Praxis umzusetzen. Auch das ursprüngliche Werk mit seiner "Theorielastigkeit" ist ein Praxisbuch: es will "erfahren" werden. Wer mit Bernt Spiegel an sich selbst arbeitet, wird feststellen, daß er niemals zweimal dasselbe Buch liest, wenn er sich die "Spiegel-Fibel" erneut vornimmt, und auch in den Kapiteln aus dem theoretischen "Urschleim" immer wieder neue Aspekte erkennt, die man bei früheren Lektüren - und mit niedrigerem fahrersischen Niveau - noch garnicht erkannte, nicht erkennen konnte. Es lohnt sich also immer wieder, das Buch einmal vorzunehmen.

    Einen Nachteil könnte das Buch jedoch haben, das möchte ich abschließend nicht verhehlen: die Sicht auf das Motorradfahren und die eigene Art zu fahren, können sich so stark verändern, daß man zum mitunter radikalen Individualisten wird. Während ich zu Beginn meiner Motorradkarriere nach gemeinsamen Ausfahrten und Anschluß an eine Clique geradezu gierte, gehe ich dem heutezutage fast regelmässig aus dem Weg, fahre am liebsten alleine oder mit meinem regelmässigen Tages-Tourenpartner Hans-Ulrich (FJR 1300). Unbekannten Gruppen schließe ich mich nur noch widerstrebend an - ich fahre zwar gerne zu Treffen, aber an den dort organisierten Touren nehme ich normalerweise nicht mehr teil.

    Gruß

    Kroni

  9. Registriert seit
    11.07.2008
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    754

    Daumen hoch Wow...

    #19
    Hallo Kroni!

    Da hab ich mir dann wohl das Richtige zugelegt. Danke für deine ausführlichen Erläuterungen, die ich im Bezug auf Motorradfahrer und ihre Selbsteinschätzung 100% teile.

    Bin jetzt noch mehr gespannt auf das was kommt.

    Gruß UWe

  10. Registriert seit
    06.11.2007
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    121

    Standard

    #20
    Hallo Kroni!

    Super Beschreibung, kann dir nur zustimmen. Spiegel ist zwar nix als Lektüre für zwischendurch (müde im Bett so als Betthupferl geht erfahrungsgemäß nicht wirklich), sondern man sollte schon wirklich mitdenken dabei, dann aber kann´s eine Menge bringen.
    Hab beide Bücher, auch Keith Code und Motorradfahren von "Motorrad" (auch empfehlenswert, bisserl leichter lesbar und vieles von Spiegel steht da leichter verdaulich drinnen).

    @QGrisu: wirst deine Freude haben!!!!!

    Grüße
    Gregor


 
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