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Buch: "Die obere Hälfte des Motorrades"

Erstellt von QGrisu, 15.12.2008, 08:58 Uhr · 31 Antworten · 2.881 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard

    #21
    Zitat Zitat von QGrisu Beitrag anzeigen
    Ob sich die gelben Übungen wirklich so "erfahren" lassen? Hat das schon mal jemand konsequent durchgezogen? Sticker auf den Tank geklebt?
    ich klebe hartnaeckigen zu-Boden-Kuckern schon mal einen look-up Picker auf den Tacho


    Zitat Zitat von Kroni Beitrag anzeigen
    Der theoretische Teil von Spiegels Buch hilft mir dabei, die Vorgänge, um die es geht, genauer zu verstehen, zu beobachten und damit auch: zu beeinflussen. Diese Analyse eigenen (Fehl-)Verhaltens findet größtenteils nicht während laufender Fahrt statt
    waehrend des langweiligeren Teils der Heimfahrt
    oder wenn wir mit Helmkamera unterwegs waren, abends vor der Glotze
    wobei wir gerade beim Trialen recht oft die moderne Technik bemuehen, da zuverlaessiger als menschliches Gefuehl und Erinnerung


    Zitat Zitat von Kroni Beitrag anzeigen
    Man merkt es schon: man muß ein Kopfmensch sein, ...ein beträchtliches Maß an Vorbildung dazu, den theoretischen Teil von Spiegels Buch zu verstehen oder gar geniessen zu können. Wer es nicht gewohnt ist, sich mit abstrakten Themata zu befassen...wird sich mit diesem Buch sehr schwer tun.
    leichte Literatur ist es wahrlich nicht
    auch nicht unbedingt zum am Stueck lesen, sondern fuer mich zumindest, in Haeppchen und immer wieder
    Kode konnte ich nicht annaehernd so viel abgewinnen, 1x gelesen und ins Regal gestellt



    Zitat Zitat von Kroni Beitrag anzeigen
    Einen Nachteil... die Sicht auf das Motorradfahren und die eigene Art zu fahren, können sich so stark verändern, daß man zum mitunter radikalen Individualisten wird. ... fahre am liebsten alleine oder mit meinem regelmässigen Tages-Tourenpartner
    redest Du von Dir oder von mir???
    woher kennst Du mich so gut?


    Danke, Kroni, super erklaert, deckt sich mit meiner Einstellung/Erfahrung
    nur dass ich vor Spiegel erst 20 Jahre lang schlechte Gewohnkeiten angesammelt hab
    im Fruehsommer soll er endlich auf Englisch zu haben sein, hab schon geordert, damit ich ihn unter meinen Kollegen verbreiten kann

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    Standard Ein Seitenblick auf Keith Code

    #22
    Nahmdt 'fiep' !

    Keith Code geht in seinem Buch den umgekehrten Weg - während Bernt Spiegel an sein Buch (und an sein Publikum) wissenschaftliche Ansprüche anlegt, bemüht sich Keith Code bzw. sein Lektor oder ghost-writher darum, so weit wie möglich das Klischee vom Bildungsfernen "foll-Rohr-ey-biker" zu bedienen, der mit Mühe lesen, seinen Namen schreiben und rechnen bis 500 (PS?) gelernt hat. In einer bemühten und sehr blumigen Strassenkumpel- und Thekensprache wird das verpackt und versteckt, worum es geht - leider Gottes, weil es steckt sehr viel in den Büchern von Code. Ich jedenfalls mußte mich für Code weitaus mehr anstrengen, als für Spiegel, ja ich habe sogar mal erwogen, daß Code'sche Gelabere ins Deutsche zu übertragen - aber letztlich bin ich doch zu faul für sowat.

    Spiegel hält sich, was die Blickführung anbelangt, äusserst bedeckt. Er beschränkt sich auf die alte Weisheit, man möge weiiit vorausschauen. Das ist zweifellos richtig und wichtig - aber das alleine langt nicht. Es muß kein Fehler sein von Spiegel, hierauf nicht intensiver eingegangen zu sein, wahrscheinlich war es weise Selbstbeschränkung; sein Buch hätte locker nochmal 50-100 Seiten länger werden können.

    Von Keith Code habe ich folgende wesentlichen Anregungen mitgenommen:

    1) "Den Blick teilen" - der optische Fokus ist an den Horizont der Strasse geheftet, die "bewußtseinsmässige" Aufmerksamkeit dem Strassenzustand vor einem, der Zone des "Traktorfahrerblicks" gewidmet. Das ist anstrengend und will geübt sein - mir gelingt es allenfalls für einige glückliche Minuten, in denen das Fahren dann allerdings von einer göttlichen Leichtigkeit ist. Dieser vom optischen Fokus abgetrennte 'geistige' Folus kann selbstverständlich auch dazu benutzt werden, eine Einmündung, eine Einfahrt, den Gegenverkehr, Fußgänger, Waldrand (insbesondere zur Wildwechselzeit) oder sonst was unter Kontrolle zu halten.

    2) Das Festlegen von "Orientierungspunkten" - Dieses 'Strategem' entstammt der Rennstrecke, wo man Ölflecken und ähnliche streckenfeste Punkte festlegt, die z.B. Einlenk-, Schalt und Bremspunkte markieren. Auch auf der Landstrasse und im unbekannten Geläuf kann man sich solche Orientierungspunkte festlegen, und sich "von Punkt zu Punkt durchhangeln". Damit vermeidet man z.B. den Orientierungsverlust in einer schnell (hanging off) gefahrenen Kurve, und spart sich Gehirnkapazitäten.

    3) Der sparsame Umgang mit den Hirnkapazitäten - Code vergleicht diese Notwendigkeit passend mit einem Geldbetrag, den man nur einmal ausgeben kann, und den man "rationieren" muß. Das bedeutet auch: Reizüberflutung zu wehren. Radio, MP3, Mobiltelefon und Sprechfunk (mit Ausnahme von Ausbildung oder sonstigen objektiven Notwendigkeiten) haben auf dem Moped nix verloren. Es gilt, permanent im Sichtfeld das wesentliche vom unwesentlichen zu unterscheiden, und sich konsequent auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren. Wer sich für die Landschaft interessiert, sollte entweder viel langsamer fahren, oder sich ne Postkarte kaufen.

    4) Ruhig Blut beim driften oder sonstigen Anormalien - die sinnvollste Art und Weise, mit diesen Phänomenen umzugehen, besteht in der Regel darin, nichts zu tun. Das Motorrad ist eigenstabil, und fängt sich wieder von alleine. Anders wird es erst in dem Bereich, den Spiegel das "Zaubern" nennt - und das geht weit über das hinaus, was sinnvollerweise auf der Strasse gelernt oder praktiziert werden sollte.

    Zum Trail und sonstigen Aktivitäten in Matsch, Schotter und Schlamm kann ich nix beitragen - das liegt jenseits meiner Kenntnisse und auch jenseits meiner derzeitigen Ambitionen. Mein Schnabeltier wird zu den vielen gehören, die so gut wie immer Asphalt unter den Reifen haben. Daß mir dabei viel entgeht, und das Geländefahren völlig zurecht als "die hohe Schule" des Motorradfahrens angesehen wird, weiß ich - gleichwohl. Alleine schon physisch bin ich dem nicht gewachsen, und lasse die Finger davon.

    Gruß

    Kroni

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    #23
    jetzt hast mich neugierig gemacht
    mich dazu gebracht Code nochmal lesen zu wollen
    und?
    UND?
    er muss bei einem der letzten Umzuege entschwunden sein
    vielleicht ersteh ich ihn nochmal

    inzwischen wohl komplett OT
    hoffe die 'Meute' verzeiht und diesen privaten Excurs
    die geteilte Blickfuehrung, Orientierungspunkte und ruhig Blut lernst im Gelaende, wenn Du lange und intensiv genug debei bist
    was Du als sparsamen Gebrauch der Hirnkapazitäten bezeichnest gehoert zum leider nicht 'commonly available common sense' - auch das lernst im Gelaende, wenn Du Dich nicht daran haeltst tut's weh

    nein, werde nicht versuchen, Dir einzureden, Du muesstest mit der Q in'n Dreck, aber vieleicht mal mit der kleinen Popel-Enduro vom Kumpel?
    sogar ich hab noch ne XL200R im Gaendle rumgeistern, fuer alle Faelle

    ich bin u.a. Dirt Bike Coach und es verbluefft mich immer wieder, wieviel absolute Neulinge wie auch Strassen-Fahrer in einem Tag auf einem abgesperrten Sandplatz weitgehend stressfrei lernen koennen - klar, danach kommt ueben, ueben, ueben aber das ist einfach, wenn die 'geistigen Samen' und 'muscle memory' mal gepflanzt sind

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    #24
    Zitat Zitat von Ra_ll_ik Beitrag anzeigen
    ... ich bekomme zum Geb.tag diese Woche das Buch .
    Mal sehen wir es ist. Soll nicht so, so , ähhmm geistig sein. Mehr Tatsachen...

    NACHTRAG:
    Leider bin ich doch recht enttäuscht von diesem Werk. Er zerliest sich meist in Eigenwerbung.
    Ständig Hinweise auf angebotene Trainingskurse, aber wenig hilfreiches niedergeschrieben.

    Ich weiß immer noch nicht, wie ich welche Kurve besser fahren kann und wo ich am besten meine Blick anhefte...

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    #25
    Zitat Zitat von Ra_ll_ik Beitrag anzeigen
    NACHTRAG:
    Leider bin ich doch recht enttäuscht von diesem Werk...
    hab Code wiedergefunden
    als 2 Dateien auf meiner Klapper
    wenn Du willst kannst ihn als E-mail haben
    wer weiss, eventuell kann Dir Code sagen wohin mit Deinem Blick

  6. Registriert seit
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    Daumen hoch Die obere Hälfte...

    #26
    Hallo Mitstreiter,

    lese jetzt schon einige Zeit in o.g. Werk und im Praxisbuch. Zugegebener Weise liest sich die "obere Hälfte" schwieriger. Ich selbst habe durch Studium und Vorbildung da zwar kein Problem, aber Physik ist nicht jedermanns Sache.
    Auch sind meiner Meinung nach die Bücher nix zum "Abends im Bett lesen". Die Themen werden mit "Tiefe" behandelt und erfordern die ganze Aufmerksamkeit.

    Ich finde schon interessant wie das Buch die Dinge, die man so macht ("fährt") auf den Punkt bringt. Denke gerade mal an den "Bewegungsentwurf für die nächste Situation" oder "spätes Einlenken" oder "Ideal-" und "Sicherheitslinie" bzw. "Blickführung" werden umfassend beschrieben und erklärt (Bierdeckelversuch). Auch den Blick zu teilen, Straße lesen usw.,usw.,usw..
    Auch habe ich an mir schon Dinge entdeckt die ich "falsch" mache. Als Beispiel sei das im "Tabubereich" hinter einem Fahrzeug her fahren genannt!

    Bis jetzt bin ich begeistert...

    Herzliche Grüße
    und einen guten Rutsch an alle Mitleser
    Uwe

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    #27
    Zitat Zitat von fiep Beitrag anzeigen
    hab Code wiedergefunden
    als 2 Dateien auf meiner Klapper
    wenn Du willst kannst ihn als E-mail haben
    wer weiss, eventuell kann Dir Code sagen wohin mit Deinem Blick
    ... ich kann dir nicht ganz folgen was du mir sagen möchtest...

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    #28
    Zitat Zitat von Ra_ll_ik Beitrag anzeigen
    ... ich kann dir nicht ganz folgen was du mir sagen möchtest...
    wenn Dir Spiegel zu hoch ist kann ich Dir Code mailen

  9. Registriert seit
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    #29
    diese ganzen Bücher erinnern mich bischen an den, der das Kamasutra gelesen hat und nun meint er könne ganz toll ......
    Grunsdätzliches zu vermitteln ist ja ok, den Rest, die Feinheiten lernt man eben doch auf der Straße und im Gelände.
    Tiger

  10. Registriert seit
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    Daumen hoch Spiegel, Code und Kamasutra

    #30
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    diese ganzen Bücher erinnern mich bischen an den, der das Kamasutra gelesen hat und nun meint er könne ganz toll ......
    Grunsdätzliches zu vermitteln ist ja ok, den Rest, die Feinheiten lernt man eben doch auf der Straße und im Gelände.
    Tiger
    Besser hätte ich es nicht sagen können. Seit ich das Kamasutra gelesen habe, kann ich viel besser Mopped fahren. Deshalb lese ich jetzt Spiegel...

    Gruß UWe


 
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