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dämlicher Anwalt oder einfach nur dreist?

Erstellt von palmstrollo, 09.02.2013, 18:27 Uhr · 46 Antworten · 5.368 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Böse dämlicher Anwalt oder einfach nur dreist?

    #1
    Im März 2012 ist mir jemand in meinen geparkten PKW gefahren und abgehauen.
    Die gerufene Polizei ermittelte anhand von Tips aus der Nachbarschaft den PKW einer Nachbarin als Unfallfahrzeug.
    Die Fahrzeuge wurden an einander gestellt; die Schadensbilder passten zusammen.
    Soweit fein.
    Die gegnerische Versicherung schickte noch einen eigenen Sachverständigen, der ebenfalls die übereinstimmenden Schäden anerkennen musste.
    Soweit auch noch fein.
    Mein PKW wurde repariert und der Schaden beglichen.
    Immer noch fein.
    Im Strafverfahren gegen die Beschuldigte wurde diese freigesprochen, da ihr die Tat nicht zu beweisen war. Sie bekam ihren Führerschein nach 4 Monaten zurück und wurde pro Tag mit 25 € durch den Staat entschädigt.

    Heute bekomme ich vom Strafverteidiger der Beschuldigten einen Brief, in dem ich aufgefordert werde, die von der Versicherung gezahlte Entschädigung zurückzuzahlen.
    Geht's noch?
    Hat der das erste Semester Jura verpennt und danach aufgehört?
    Ich werde das Schreiben meinem Anwalt geben, der wird ihn vermutlich in einem Brief verbal auslachen und dies mit einer Kostennote versehen...
    Ich habe das Schreiben mal angehängt...

    Schreiben Anwalt wg. Rückzahlung.pdf

  2. Registriert seit
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    #2
    Den geltend gemachten Anspruch kann der Anwalt vergessen.

    Die Schädigung durch das Fahrzeug der vormals Angeklagten wurde bewiesen und von deren Versicherung anerkannt, diese hat die Regulierungshoheit. Dass der "Dame" die Unfallflucht nicht nachgewiesen werden konnte, ist ihr Glück. Die Fragen des Versicherungsvertrages mag der RA mit der Versicherung klären, nicht mit dir.

    Nachtrag: Ich frage mich ernsthaft, auf welche rechtliche Grundlage er den geltend gemachten Anspruch stützen will. Wenn, dann müsste die gegnerische Versicherung wg. ungerechtfertigter Bereicherung gegen dich vorgehen.

  3. Registriert seit
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    #3
    Abwarten, vor deutschen Gerichten ist nix unmöglich, das gefühlte Recht unterscheidet sich leider sehr deutlich von der Rechtsprechung. Ich wäre da sehr vorsichtig mit Frohlockungen

  4. Registriert seit
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    Standard

    #4
    Der Freispruch ist doch scheixx-egal.
    Wenn ich irgendjemandem nachts die Reifen zersteche, vor Gericht freigesprochen werde, weil man es mir nicht zweifelsfrei nachweisen kann, heißt dieser Freispruch doch nicht, dass ich es nicht war!
    Im Fall meiner Nachbarin könnte ja auch ein Dritter gefahren sein....

  5. Registriert seit
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    #5
    Zitat Zitat von palmstrollo Beitrag anzeigen
    Im Strafverfahren gegen die Beschuldigte wurde diese freigesprochen, da ihr die Tat nicht zu beweisen war. Sie bekam ihren Führerschein nach 4 Monaten zurück und wurde pro Tag mit 25 € durch den Staat entschädigt.
    Man konnte der Dame nicht nachweisen dass sie gefahren ist, es besteht nun mal Fahrerhaftung in D. Freispruch ist von daher nicht ungewöhnlich...
    Ich frage mich aber gerade eben warum ihr 4 Monate der Lappen entzogen wurde? Doch nicht etwa wegen diesem Vorfall, oder doch?
    Falls ja, dann könnte man rein menschlich betrachtet verstehen dass sie alles ausschöpft was rechtlich machbar ist....

    Der Forderung zur Rückzahlung würde ich aber nicht nachkommen. Der Schaden wurde augenscheinlich zweifelsfrei von deren PKW verursacht, somit hast du Anspruch auf Schadenersatz von deren Versicherung. Falls die Versicherung es sich im Nachhinein doch anders überlegt hat und nun das Geld retour haben möchte ist nicht dein Problem, von dir wird sie es nicht einfordern können.
    Das Argument mit der SF-Rückstufung ist wohl ein kleiner Karnevals-Gag oder erhöhtem Alkoholkonsum geschuldet...

  6. Registriert seit
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    #6
    Es konnte doch nur der Nachbarin nicht nachgewiesen werden, dass sie mit dem Fahrzeug gefahren ist. Dass das Fahrzeug am Unfall beteiligt war ist nachgewiesen. Der Versicherungsschutz umfasst das Fahrzeug und nicht die Nachbarin. Sind halt 2 unterschiedliche Sachverhalte. Fertig!

    Gruß,
    maxquer

  7. Registriert seit
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    #7

    Du solltest mal die Polizei informieren. Die einzige Ursache für ein solches Schreiben, ist der Konsum illegaler Drogen.

    Mal ernsthaft. Die Haftpflicht versichert das Fahrzeug. Nun, das der Schaden durch das Fahrzeug verursacht wurde steht wohl zweifelsfrei fest (Zivilrecht). Das der Unfallverursacher nicht ermittelt werden konnte (Strafrecht), tja, da kann man nix machen. Irgendwelche Ansprüche gegen den Geschädigten daraus herleiten ...

    Übrings, Du befindest Dich da bereits im strafrechtlich gefährlichen Bereich. Wenn Du dem Anwalt an die Karre ...... willst, schilderst Du den Fall, kopierst das Schreiben schickst es an die Rechstanwaltskammer und an die Staatsanwaltschaft. Selbst wenn nix passiert, schreibt er ein paar Stellungnahmen und ist auf dem Index. Und glaub mir Anwälte kotzt so etwas richtig an.

  8. Registriert seit
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    #8
    Zitat Zitat von C-Treiber Beitrag anzeigen

    Selbst wenn nix passiert, schreibt er ein paar Stellungnahmen und ist auf dem Index. Und glaub mir Anwälte kotzt so etwas richtig an.
    Auf welchem Index denn? Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass da absolut nix passiert! Bei dem Trupp stimmt der Satz noch: "Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus!"

    Gruß,
    maxquer

  9. Registriert seit
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    #9
    Zitat Zitat von maxquer Beitrag anzeigen
    Auf welchem Index denn? Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass da absolut nix passiert! Bei dem Trupp stimmt der Satz noch: "Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus!"

    Gruß,
    maxquer
    Oh, ich habe ja gseagt, da passiert unter Umständen nix. Also bei der RAk ist das so, die bitten den Anwalt um Stellungnahme, die dann Dir zugeht, die Standesvertretung wird aber von den Gbühren der RAs bezahlt und zudem darf der noch ne schreiben, für die es kein Geld gibt. Bei der Staatsanwaltschaft läuft das ähnlich ab. Wenn der nicht schon ein paar richtige Kinken gerissen hat, passiert da nicht wirklich was. Aber der ist 2-3 Stunden beschäftigt, ohne das es Geld gibt. Der kotzt.

    Sowohl RAK als auch Staatsanwlatschft heben so etwas auf. Und zumindest von der Staatsanwaltschaft weiß ich, die jagen bei jeder Anzeige erst mal alle Beteiligten durch ihre Systeme und gucken mal, was da noch so alles anliegt und das geht etwa 10 Jahre zurück. Das ist der Index, ich nehme an, bei der RAK läuft es nicht viel anders.

    Manchmal sind da auch ware Glückstreffer dabei-

  10. Registriert seit
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    Standard Dummheit/Dreistigkeit

    #10
    ist nur selten strafbar.

    Für abwegige Rechtsauffassungen wurde noch kein Richter, Staatsanwalt oder Rechtsanwalt bestraft.

    C- Treiber, was Du schreibst ist allenfalls betreffend den Arbeitsaufwand des RA zutreffend, aber wenn der Kollege 2-3 Stunden über die Stellungnahme zur RAK nachdenken muss, hat er es auch nicht besser verdient.

    Weder die RAK noch die Staatsanwaltschaft hat einen von Dir vermuteten Index (sowas hat allenfalls die Kirche..) und außer dem BZR (Bundeszentralregister) oder Register in Flensburg gibt es da nix.
    Sowas wie hier (dämliche Aufforderungsschreiben...) sind eben nicht strafbar und deshalb auch nicht eintragungsfähig (von den übrigen Voraussetzungen dafür mal abgesehen).


    Benno's post trifft es hinreichend und zutreffend .


 
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