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dämlicher Anwalt oder einfach nur dreist?

Erstellt von palmstrollo, 09.02.2013, 18:27 Uhr · 46 Antworten · 5.365 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #11
    Zitat Zitat von Benno Beitrag anzeigen
    Ich frage mich ernsthaft, auf welche rechtliche Grundlage er den geltend gemachten Anspruch stützen will. Wenn, dann müsste die gegnerische Versicherung wg. ungerechtfertigter Bereicherung gegen dich vorgehen.

    auf die Grundlage man kann es ja mal probieren

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    Standard mit

    #12
    einer Rechtsschutzversicherung im Rücken...

    und der theoretischen Möglichkeit dass das außergerichtliche Gutachten (siehe Eingangspost) falsch oder erschütterbar ist, warum sich nicht im Sinne des Mottos : Lucrifacturi te salutant (Asterix) auch mal für Kohle lächerlich machen...

    Zitat Zitat von Schlonz Beitrag anzeigen
    auf die Grundlage man kann es ja mal probieren

  3. Registriert seit
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    #13
    Ich habe jedenfalls das Schreiben an den mich betreuenden Anwalt weitergeleitet. Dieser wird wohl ein entsprechendes Antwortschreiben verfassen und gemeinsam mit seiner Kostennote dem gegnerischen Anwalt zukommen lassen.
    Zitat Zitat von Di@k Beitrag anzeigen
    ...Lucrifacturi te salutant (Asterix) auch mal für Kohle lächerlich machen...
    Yip.
    Ich habe den gegn. Anwalt gestern per Mail auf die Inhalte des ersten, spätestens zweiten Semesters seines Studiums verwiesen, ihm zusätzlich noch die Lektüre von Gerald Grünwald bezüglich des Freispruchs und seiner Bedeutung ans Herz gelegt und ihn verbal ein wenig ausgelacht.
    Da er mir direkt nach dem Freispruch (leider nur mündlich) einen eventuellen Versicherungsbetrug vorgeworfen hat, habe ich ihn gebeten, mir dies schriftlich zu bestätigen, falls er dazu das notwendige Rückgrat besitzt.
    Diese "Nachhilfe" bekommt er von mir kostenlos; das Antwortschreiben meines Anwalts vermutlich nicht.

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    #14
    Zitat Zitat von palmstrollo Beitrag anzeigen
    [...] Die gerufene Polizei ermittelte anhand von Tips aus der Nachbarschaft den PKW einer Nachbarin als Unfallfahrzeug.
    Die Fahrzeuge wurden an einander gestellt; die Schadensbilder passten zusammen. [...]
    Mein PKW wurde repariert und der Schaden beglichen. [...]
    Im Strafverfahren gegen die Beschuldigte wurde diese freigesprochen, da ihr die Tat nicht zu beweisen war. Sie bekam ihren Führerschein nach 4 Monaten zurück und wurde pro Tag mit 25 € durch den Staat entschädigt. [...]
    Anhang 86714
    Da wäre es mal interessant zu wissen, wie die Tips aus der Nachbarschaft ausgesehen haben, d.h. wer da genau was angegeben hat.
    Und ob, ggf. auch, inwiefern die Tipgeber - nach eindringlicher Ermahnung zur Wahrheit incl. Hinweis auf die Folgen nicht wahrheitsgemäßer Aussage, sprich: der üblichen Zeugenbelehrung - in der Verhandlung gegen die Fz-Halterin gehört worden sind...

    Auf welcher Grundlage wurde denn der Fz-Halterin der Führerschein für immerhin vier Monate entzogen?
    "Einfach so" geht das nicht; da gilt in unserem Rechtsstaat - so gerne auch immer wieder zitiert wird, vor Gericht und auf hoher See sei man in Gottes Hand - bis zu einem rechtskräftigen Urteil noch immer in dubio pro reo, also im Zweifel für den Angeklagten (bzw. hier die Beschuldigte).
    D.h., wenn bereits im Beschuldigten-Stadium derart schlagende Beweise vorlagen, dass der Fs entzogen wurde, wie kam das Gericht wiederum zu dem Schluss, er sei - in der logischen Konsequenz - zuzüglich einer Entschädigung zurückzugeben?
    Und: Auf welcher Grundlage basiert die Höhe der Entschädigung?

    Zitat Zitat von palmstrollo Beitrag anzeigen
    Da er mir direkt nach dem Freispruch (leider nur mündlich) einen eventuellen Versicherungsbetrug vorgeworfen hat
    Worin sollte der denn bestehen bzw. wie begründete er diesen?
    Und: Gibt es dafür Zeugen?
    Ggf. wäre es langsam an der Zeit, solch dreistem Rechtsverdrxxx mal ein strafrechtlich relevantes Eigentor nachzuweisen (ich denke da in Richtung üble Nachrede, Beleidigung oder gar Verleumdung - kommt auf die für den individuellen Fall zusammentreffenden Einzelheiten an).
    Würde ihm gewiss sehr viel mehr weh tun als jegliche Überprüfung welcher Dinge auch immer durch die RA-Kammer oder irgendein letztendlich doch nicht einträglicher Zeitaufwand für das Formulieren sinnfreier Forderungen im Auftrag noch sinnfreiererer MandantInnen.

    Was die mögliche Grundlage "man kann es ja mal versuchen" für die in Rede stehende Forderung angeht, so würde ich dies als Beleidigung meiner Intelligenz ansehen - oder auch: Für wie doof hält der mich eigentlich?

    Das RA-Schreiben ist alleine vom Deutschen her ein Witz (wäre es denn nicht so traurig, sowas von einem Vollakademiker lesen zu müssen) und zeugt von der "Sorgfalt" des Verfassers.
    Mag sein, dass er - inhaltlich - nach dem Motto "Frechheit siegt" verfährt; ich halte dies nach Regulierung des Schadens durch die Versicherung der Fz-Halterin allerdings auch für ziemlich dreist, evtl. auch im Sinne der Beutelschneiderei ggü. seiner Mandantin (!), denn selbst wenn sie auch eine Rechtsschutz-Versicherung haben mag, so zahlt diese nicht alles, jedenfalls nicht ohne Prüfung der Erfolgsaussicht auch für diesen Teil der Sache (so denn Deckung für das Strafverfahren zugesagt war).
    Zudem fehlt in diesem Schreiben jegliche rechtlich schlüssige Begründung; vielmehr ist es Usus, dass man als Versicherungsnehmer im Falle einer Schadensregulierung zurückgestuft wird, außer man hat einen zuvor entsprechend bezahlten (!) "Rabattretter" oder sowas in der Art und diesen noch nicht übermäßig strapaziert.
    Mit anderen Worten: Die Forderung ist echt zum Piepen! llaughloud.jpg
    Oder in Anlehnung an "unsern Franzl": Is denn scho widda Weih... ähm, 1. April?

    Ansonsten schließe ich mich Benno und Di@k an und bin mal gespannt, wie's weitergeht!

    Pamina

    PS @palmstrollo: Das Verfahren scheint nicht uninteressant; Dein RA sollte es mal auf einer der einschlägigen Webseiten veröffentlichen!

  5. Registriert seit
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    #15
    ich denke schon, dass man bei hinlänglich kräftigem Verhalten seinen Lappen abgeben muss. Ein Bekannter musste das mal wegen zu dichtem Auffahren und das so lange, bis die Verhandlung durch war. Die Frau ist ja auch für den unrechtmäßigen Entzug entschädigt worden.

    Wird wohl so sein, dass vor Gericht die Zeugen nicht mehr so genau wussten, wer denn jetzt wirklich gefahren ist. Augenzeugen sind halt nun mal der schwächste aller Beweise, das weiß bei Gericht ein jeder und dann gilt halt im Zweifel für den Angeklagten und das ist ja auch eigentlich gut so

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    #16
    Zitat Zitat von Pamina Beitrag anzeigen
    Da wäre es mal interessant zu wissen, wie die Tips aus der Nachbarschaft ausgesehen haben, d.h. wer da genau was angegeben hat.
    ...
    Die Augenzeugin hat
    - einen dunklen Kleinwagen
    - eine Fahrerin
    - schwarze Haare, Pferdeschwanz
    - weiße Bluse
    gesehen und dies der Polizei auch angegeben.
    Die daraufhin vermutete Nachbarin kam wenig später mit ihrem PKW nach Hause. Alles passte und die Schäden an ihrem PKW passten zu meinem Schaden.
    Leider hat erst der Richter die Augenzeugin gefragt, ob sie die Fahrerin auch erkannt hat. Als sie dies verneinte (und sie kennt die Beschuldigte seit mehreren Jahren) wurde es ein Freispruch.

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    #17
    Zitat Zitat von palmstrollo Beitrag anzeigen
    .....Leider hat erst der Richter die Augenzeugin gefragt, ob sie die Fahrerin auch erkannt hat. Als sie dies verneinte (und sie kennt die Beschuldigte seit mehreren Jahren) wurde es ein Freispruch.
    Hier handelt es sich um ein Strafverfahren und eine Verurteilung war so nicht möglich, weil der Tatnachweis nicht geführt werden konnte.

    Das ändert aber nichts an der Schadensersatzpflicht, versichert sind Halter/in und berechtigter Fahrer/in. Eine Entwendung wurde nicht behauptet, vermutlich wird es also zur Rückforderung kommen, weil Obliegenheiten nach dem Unfall verletzt wurden. Die Unfallflucht ist ja begangen worden, fragt sich nur von wem.

  8. Registriert seit
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    #18
    jetzt wird's noch witziger:
    Gestern abend kam mein Nachbar (der Ehemann der vermeintl. Unfallfahrerin; er ist der Halter des Fahrzeugs) zu mir und zeigte sich zum einen recht verwundert und zum anderen total verärgert über das Schreiben des Anwalts seiner Frau an mich (er hat eine Kopie bekommen).
    Er habe zu keinem Zeitpunkt den Anwalt gebeten, dieses Geld von mir einzufordern. Auch er sieht, wenn überhaupt, nur einen Anspruch seiner Versicherung mir gegenüber. Er will heute den Anwalt "zurück pfeifen".

    Mir scheint dies, als fehle dem gegn. Anwalt hier sogar das Mandat. Zumindest sagt mein Nachbar, dass er nichts unterschrieben habe.

  9. Registriert seit
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    Standard wenn ich

    #19
    richtig erinnere, war die Ehefrau Betroffene des Verfahrens. Dann hat der Ehemann da auch nix zu melden.

  10. Registriert seit
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    #20
    Zitat Zitat von Di@k Beitrag anzeigen
    richtig erinnere, war die Ehefrau Betroffene des Verfahrens. Dann hat der Ehemann da auch nix zu melden.
    Stimmt. Aber der RA kümmert sich jetzt ja um den Vers.-Vertrag. Und der gehört dem Ehemann als Halter des PKW.
    Brauchts da nicht ein eigenes Mandat oder sind das "Verbundarbeiten"?


 
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