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Der Spion fährt mit

Erstellt von ta-rider, 27.06.2016, 18:42 Uhr · 71 Antworten · 4.953 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #21
    Moin!

    Haben wir eigentlich schon einmal darüber nachgedacht, was mit unserern Daten passiert, wenn wir nicht mehr in einer Demokratie sondern in einer Diktatur leben? Die Daten sind da und werden genutzt. Wie schnell sich das politische Umfeld ändert/ändern kann, kann man bereits jetzt in dem einen oder anderen Land in Europa oder auch anderswo beobachten.

    ... nur mal so ein Gedanke.

    Viele Grüße

    PS: Ich habe eben mit Absicht sehr vorsichtig formuliert, damit das nicht als politischer Beitrag angesehen und gelöscht wird. Ok?!

  2. Registriert seit
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    #22
    Ich will gar nicht provozieren und sehe das hier als ganz lockere Diskussion und vielleicht komme ich jetzt auch von Hölzken auf Stöcksken.

    Für mich steht mittlerweile eine Frage der Ethik oder meinetwegen auch der Moral im Vordergrund meiner Bewertung der Netzwerke.
    Im Moment kristallisiert sich sowas heraus, daß es im ersten Schritt schon vollkommen in Ordnung sein soll oder ist, Beiträge oder Bilder mit den neuen Möglichkeiten ohne Zustimmung des Betroffenen, möglichst schnell zu verbreiten und ganz wichtig als erster maximal schnell einem großen Kreis zur Verfügung zu stellen.
    Wenn hier kein Unrechtsbewußtsein entwickelt wird, dann ist der nächste logische Schritt, daß im Rechtsempfinden der Allgemeinheit das Auswerten dieser und aller anderen verfügbaren Daten auch in Ordnung geht.
    Ich weiß ja nicht wie, die von Podolski treffend kommentierten (sein bester Ensatz in dieser EM und schon dafür hat es sich gelohnt den Mann mitzunehmen) Löw Bilder ins Netz gekommen sind. Eigentlich ist es m. M. wesentlich angreifbarer, daß Leute aus der anonymen Position auf ein quasi Mobbing mit einsteigen und soetwas durch Verlinkung mit weiterverbreiten und sich öffentlicht darüber aufregen. Eigentlich hat doch ein Jeder irgendwo ein bisschen Dreck am Stecken und da kann man genauso gut einfach wegschauen.


    Ganz interessant und begrüßenswert fand ich übrigens noch einen Artikel, der im Blättchen der Auto fahrenden Rentner, auf der gleichen Seite, wie auch der Inhalt. des vom Tö eingestellte Film in Papierform steht. Demnach soll es wohl Bestrebungen geben, zB schon im Ansatz, die Erstellung von "Gafferbildern" zwecks Einstellung in Netzwerke, juristisch angreifbar zu machen.

  3. Registriert seit
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    #23
    Wobei meines Erachtens es schon schwierig sein dürfte, festzulegen wer gafft und wer eben nur im Vorbeifahren hinschaut. . .



    Wenn ich in den nördlichen, westlichen Kontinent fahre, hab ich eh ein Problem, wenn die was über meinen FB-Account wissen wollen. Ich weiß das Passwort nicht mehr. Und wenn ich die Seite aufrufe, lande ich auf der chinesischen Seite. Hab vor 15 Jahren mal in China auf FB registriert. . .

  4. Registriert seit
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    #24
    Wenn wir mal zum Thema zurückkehren.
    Warum reagieren die Leute so allergisch, wenn es um eine durch Richter kontrollierte gesetzlich geregelte Vorratsdatenspeicherung geht, wenn aber ein privater Konzern Unmengen Daten sammelt, Bewegungsprofile erstellt, die Menschen schlicht zur Ware degradiert, einen zu lenkenden Konsumenten aus ihnen macht, dann erscheint das vielen völlig normal. mir erscheint das paranoid

  5. Registriert seit
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    #25
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    Wenn wir mal zum Thema zurückkehren.
    Warum reagieren die Leute so allergisch, wenn es um eine durch Richter kontrollierte gesetzlich geregelte Vorratsdatenspeicherung geht, wenn aber ein privater Konzern Unmengen Daten sammelt, Bewegungsprofile erstellt, die Menschen schlicht zur Ware degradiert, einen zu lenkenden Konsumenten aus ihnen macht, dann erscheint das vielen völlig normal. mir erscheint das paranoid
    Also, zunächst einmal reagieren "die Menschen" auf die Vorratsdatenspeicherung in der Mehrzahl gleichgültig bis zustimmend. Eine Online-Petition gegen die Vorratsdatenspeicherung kam noch nicht einmal auf ein Viertel der Stimmen, die eine Petition erhalten hat, in der es darum ging, Markus Lanz als Talkmaster in die Wüste zu schicken, weil er ungalant zu Sahra Wagenknecht war...

    Was mich persönlich an der Vorratsdatenspeicherung nervt, das ist die reflexhafte Forderung der Politiker nach mehr Ermittlungsbefugnissen bei gleichzeitigem, extremem Schlendrian bei den Ermittlungen. Kaum ein Attentäter, den die Behörden nicht schon Jahre vorher "im Visier" hatten - und, was hat es ihnen genutzt?

    Zurück zum Thema: ich habe im Moment den Verdacht, dass wir hier in Europa durch unsere Datenschutzparanoia den Anschluss verpassen. Es gilt - so weit eigentlich ganz logisch - das Gebot der Datensparsamkeit, nach dem Motto: Daten, die nicht erhoben werden, können auch nicht missbraucht werden. Die Amis, allen voran Google gehen ganz anders vor, die erfassen erst einmal bis der Arzt kommt und schauen dann, was sie damit anfangen können. Und dann kommen auf einmal interessante Sachen dabei heraus: Zum Beispiel erfasst Google den Standort eines jeden Android-Handys. Und bei dem Marktanteil, den Google hat kann man zum Beispiel davon ausgehen dass in rund jedem zweiten Auto ein empfangsbereites Android-Handy liegt. Und damit lassen sich dann hochgenaue Verkehrsströme erfassen und Störungen anzeigen. Was dabei herauskommt, ist eine Echtzeit-Stauanzeige auf Google Maps, die wirklich funktioniert. Oder Google erfasst, wenn in einer Region vermehrt Suchanfragen nach bestimmten Krankteitssymptomen auftreten, dann ist dort eventuell eine Epedemie im Gang.

    Eine typische Ausforsch-Geschichte ist zum Beispiel die Smartwatch, die ich im Moment habe. Sie basiert auf Google Now, dem persönlichen Assistenten von Google. Das Ding macht zum Beispiel folgendes: Es liest meine Mails und erkennt, wenn eine Buchungsbestätigung für einen Flug darunter ist - oder ich einen entsprechenden Termin im Kalender habe. Dann checkt das System vorher durch eine Anfrage bei der Airline ab, ob der Flug auch pünktlich stattfindet. Außerdem weiß das System, wo ich mich befinde und was für eine Verkehrslage herrscht. Also bekomme ich rechtzeitig eine Nachricht, dass ich mich jetzt auf die Socken machen muss, um meinen Flug noch zu erreichen.

    Eine lückenlose Erfassung aller Vorgänge im Fahrzeug könnte natürlich auch von Nutzen sein. Es gibt schon Fernwartungs-Telemetriesysteme für Flugzeuge und Schwerlast-Lkw, die rechtzeitig erkennen, wenn sich ein Schaden anbahnt. Dann machen sie eine Kalkulation, ob man damit noch fahren kann bis zum geplanten Wartungsstop, ob ein sofortiger Werkstattbesuch erforderlich ist oder ob gar das Fahrzeug stehen bleiben und der Pannenservice kommen muss.

    So was ist praktisch, effizient und erhöht die Sicherheit. Ich finde es schwierig, all solche Entwicklungen mit der Pauschalkeule Datenschutz im Ansatz abzuwürgen.

    Und was das Degradieren des Menschen zur Ware angeht: In aller Regel hat er von Diensten wie Google viel und zahlt nix. Und damit am Ende Google auch was verdient, beschmeißen sie dich nicht mit Werbung für Tampons, sondern für die neue Enfield Himalayan, weil sie wissen, dass dich das eher interessiert. Ich persönlich finde Tampon-Werbung in meinem Leben durchaus entbehrlich...

    Ist aber grundsätzlich ein schwieriges Thema.

  6. Registriert seit
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    #26
    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen

    ..................................

    Zum Beispiel erfasst Google den Standort eines jeden Android-Handys. Und bei dem Marktanteil, den Google hat kann man zum Beispiel davon ausgehen dass in rund jedem zweiten Auto ein empfangsbereites Android-Handy liegt. Und damit lassen sich dann hochgenaue Verkehrsströme erfassen und Störungen anzeigen. Was dabei herauskommt, ist eine Echtzeit-Stauanzeige auf Google Maps, die wirklich funktioniert.

    ............................
    Spinnen wir doch weiter; eine perfekte Grundlage für eine Art "Section Control", deren Ergebnisse (mit der aktuellen Position des "Sünders") dann an die Rennleitung übermittelt werden.

  7. Registriert seit
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    #27
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    Wenn wir mal zum Thema zurückkehren.
    Warum reagieren die Leute so allergisch, wenn es um eine durch Richter kontrollierte gesetzlich geregelte Vorratsdatenspeicherung geht, wenn aber ein privater Konzern Unmengen Daten sammelt, Bewegungsprofile erstellt, die Menschen schlicht zur Ware degradiert, einen zu lenkenden Konsumenten aus ihnen macht, dann erscheint das vielen völlig normal. mir erscheint das paranoid
    ...könnte vielleicht daran liegen, dass man - speziell in D. - staatlichen Stellen und der sog. "Obrigkeit" mehr misstraut als privaten Wirtschaftsunternehmen, die außer der Gewinnmaximierung nigs böses im Schilde führen.

    Gruß Thomas

  8. Registriert seit
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    #28
    Zitat Zitat von GS-Ghost Beitrag anzeigen
    Spinnen wir doch weiter; eine perfekte Grundlage für eine Art "Section Control", deren Ergebnisse (mit der aktuellen Position des "Sünders") dann an die Rennleitung übermittelt werden.
    genau das verhindert die aktuelle Rechtsprechung. das würde mir auch keine Angst machen, wenn die Hersteller dieser Fzge den Datenschutz ernst nehmen würden und mich zumindest fragen würden, ob ich einverstanden bin. So könnte ich nämlich widersprechen und eine Aufzeichnung verhindern, wenn sie mir schaden könnte.

    Zitat Zitat von der_brauni Beitrag anzeigen
    ...könnte vielleicht daran liegen, dass man - speziell in D. - staatlichen Stellen und der sog. "Obrigkeit" mehr misstraut als privaten Wirtschaftsunternehmen, die außer der Gewinnmaximierung nigs böses im Schilde führen.
    das ist ein Trugschluß Thomas. Behörden unterliegen einer gesetzlichen Regelung und richterlichem Vorbehalt. Wirtschaftunternehmen unterliegen keinerlei Kontrolle, sie verkaufen Dich, erstellen Profile, die viel genauer und persönlicher sind, als es Behörden je könnten. Willst du das?

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    #29
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    Wenn wir mal zum Thema zurückkehren.
    Warum reagieren die Leute so allergisch, wenn es um eine durch Richter kontrollierte gesetzlich geregelte Vorratsdatenspeicherung geht, wenn aber ein privater Konzern Unmengen Daten sammelt, Bewegungsprofile erstellt, die Menschen schlicht zur Ware degradiert, einen zu lenkenden Konsumenten aus ihnen macht, dann erscheint das vielen völlig normal. mir erscheint das paranoid
    Ist es auch, aber Unternehmen wie Facebook und Google verkaufen dahinter eine schönere Botschaft als der Staat.

    Wer hat die ZDF-Doku "Schöne neuen Welt" gesehen?
    Startseite - ZDF Mediathek

    Und Claus Kleber zieht sich letztlich nur auf die größere Skepsis in der alten Welt zurück, ohne einzelne Äußerungen und Entwicklungen konkret zu hinterfragen.

  10. Registriert seit
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    #30
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    ....
    das ist ein Trugschluß Thomas. Behörden unterliegen einer gesetzlichen Regelung und richterlichem Vorbehalt. Wirtschaftunternehmen unterliegen keinerlei Kontrolle, sie verkaufen Dich, erstellen Profile, die viel genauer und persönlicher sind, als es Behörden je könnten. Willst du das?
    Nein, ich persönlich nicht, war ja nur ein Erklärungsversuch, daher der Konjunktiv.
    Außerdem bleibt noch die Frage, inwieweit sich die staatlichen Stellen selbst an diese Regelungen halten.
    Die jüngere Vergangenheit hat gezeigt, wenn es hart auf hart kommt bzw. wenn es ums Geld geht, wird da schamlos Recht gebrochen.
    Dies hier weiter auszuführen ginge aber ins politische und wäre damit hier nicht erlaubt.

    Gruß Thomas


 
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