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Der Spion fährt mit

Erstellt von ta-rider, 27.06.2016, 18:42 Uhr · 71 Antworten · 4.954 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #31
    "Behörden unterliegen einer gesetzlichen Regelung und richterlichem Vorbehalt. Wirtschaftunternehmen unterliegen keinerlei Kontrolle, sie verkaufen Dich, erstellen Profile, die viel genauer und persönlicher sind, als es Behörden je könnten. Willst du das?"

    Der Unterschied liegt doch darin, dass mit dem Profil allein wenig anzufangen ist. Es wird nur dann kritisch, wenn ich nicht merke ob ich manipuliert werden soll. Es ist aber immer noch eine individuelle Entscheidung und Reaktion des Einzelnen darauf notwendig.
    Die Nutzung von Daten durch den Staat ist einseitig, ich kann sie nicht beeinflussen und kontrollieren und gegebenenfalls Missbrauch nachweisen ist schwierig. (Hier in Berlin bin ich aber ziemlich unbesorgt, da braucht man z.B. zum Ausdruck von Wählerlisten eine
    Arbeitsgruppe, so kompliziert ist das Drucken)

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    #32
    Zitat Zitat von Henryt Beitrag anzeigen
    Der Unterschied liegt doch darin, dass mit dem Profil allein wenig anzufangen ist. Es wird nur dann kritisch, wenn ich nicht merke ob ich manipuliert werden soll. Es ist aber immer noch eine individuelle Entscheidung und Reaktion des Einzelnen darauf notwendig.
    Natürlich ist ein blankes Profil erst mal wenig verwertbar. Aber kaum einer weiß doch, welche seiner überall hinterlassenen Daten damit verknüpft werden. Und die allermeisten, da schließe ich mich nicht aus, werden manipuliert und merken es nicht. Eine individuelle Entscheidung ist es nur in der Theorie.

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    #33
    Zitat Zitat von GS-Ghost Beitrag anzeigen
    Spinnen wir doch weiter; eine perfekte Grundlage für eine Art "Section Control", deren Ergebnisse (mit der aktuellen Position des "Sünders") dann an die Rennleitung übermittelt werden.
    Spinnen wir die Sache doch noch weiter: Was ist dir lieber, nicht zu schnell fahren können, weil sie dir sonst draufkommen oder nicht zu schnell fahren können, weil du im Stau steckst?

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    #34
    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Spinnen wir die Sache doch noch weiter: Was ist dir lieber, nicht zu schnell fahren können, weil sie dir sonst draufkommen oder nicht zu schnell fahren können, weil du im Stau steckst?
    Das hängt jetzt wieder davon ab, wie oft überhaupt die Gefahr besteht, dass es auf meiner Strecke staut.

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    #35
    Und wenn du dir das Ganze jetzt mal ohne Stau vorstellst?

    Freie Strecke, Landstraße, ab und zu mal (wie in unseren neuen BL üblich) schwachsinnige (grundlose) Beschränkungen auf 50km/h oder großzügigerweise auf 70km/h, und dann?

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    #36
    Zitat Zitat von Wolfgang.A Beitrag anzeigen
    Das hängt jetzt wieder davon ab, wie oft überhaupt die Gefahr besteht, dass es auf meiner Strecke staut.
    Tja, das wäre dann der Moment für eine gesetzliche Regelung, nämlich die, dass Bewegungsdaten, die automatisch erfasst wurden, nicht als belastendes Material gegen den Fahrzeugführer eingesetzt werden dürfen, dann ist der Drops gelutscht. Ich erinnere mich an eine Veranstaltung von Firmen, die über die ersten Navigationssysteme forschten, das war Mitte der 80er Jahre. Damals gab es Planungen, ganze Stadtgebiete mit Funkbaken auszustatten, die die Vorbeifahrt von entsprechend ausgestatteten Fahrzeugen registrieren sollten. Die Berechnung einer Fahrtroute sollte nicht onboard im Auto erfolgen, sondern offboard in einem Zentralcomputer. Man versprach sich damit unter anderem auch die Vermeidung von Staus. Ein Forscher sagte mir damals, wenn man nur zehn Prozent aller Autos gezielt auf eine andere Route schicken könnte als auf die, die die Fahrer ursprünglich hätten nehmen wollen, dann würde sich fast jeder Überlastungs-Stau vermeiden lassen.

    Und irgendwann wird es dann eine Frage der Solidarität: Wenn man von exakten Verkehrsprognosen profitieren will, dann muss man sich vielleicht auch an ihrem Zustandekommen beteiligen.

    Übrigens: Die Zentralcomputeridee ist damals vor allem daran gestorben, dass man Milliarden hätte investieren müssen, bevor auch nur ein einziges Auto eine Navigation bekommt.

  7. Registriert seit
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    #37
    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Spinnen wir die Sache doch noch weiter: Was ist dir lieber, nicht zu schnell fahren können, weil sie dir sonst draufkommen oder nicht zu schnell fahren können, weil du im Stau steckst?
    Einfache Antwort für mich: Alternative B. Aber die Antwort muss auch je nach Nutzungsverhalten im Straßenverkehr jeder für sich selbst geben.

  8. Registriert seit
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    #38
    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Tja, das wäre dann der Moment für eine gesetzliche Regelung, nämlich die, dass Bewegungsdaten, die automatisch erfasst wurden, nicht als belastendes Material gegen den Fahrzeugführer eingesetzt werden dürfen, dann ist der Drops gelutscht.
    Ist er nicht. Sind die Daten erstmal erfasst und vorhanden, werden sie früher oder später auch genutzt. Die Verlockung ist einfach zu groß.

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    #39
    Zitat Zitat von Zörnie Beitrag anzeigen
    Ist er nicht. Sind die Daten erstmal erfasst und vorhanden, werden sie früher oder später auch genutzt. Die Verlockung ist einfach zu groß.
    Genau das würde ich als "Totschlagargument" bezeichnen. Und um die Versuchung einzudämmen, könnte man einen Verstoß gegen dieses Gesetz auch mit einer Strafe belegen. Auf Verletzung des Briefgeheimnisses (StGB §202) steht zum Beispiel eine Gefängnisstrafe von bis zu einem Jahr. Eine Beamtenkarriere ist danach in der Regel beendet.

    Man darf auch nicht vergessen, dass eine Nutzung solcher Daten zum Nachteil des "Verdächtigen" gegen eine Reihe von Grundrechten verstoßen würde, die auch ein Bundesverkehrsminister mit Profilierungsdrang nicht einfach so außer Kraft setzen kann, es sei denn, er hat zufällig eine 2/3-Mehrheit im Bundestag und die Bundesratsmehrheit dazu.

    Und wenn es nur darum gehen würde, möglichst viele Bürger zu f*cken und möglichst viel Bußgeld einzutreiben, warum nur hat dann die Bundesregierung immer noch nicht die Halterhaftung für den fließenden Verkehr eingeführt?

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    #40
    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Und um die Versuchung einzudämmen, könnte man einen Verstoß gegen dieses Gesetz auch mit einer Strafe belegen. Auf Verletzung des Briefgeheimnisses (StGB §202) steht zum Beispiel eine Gefängnisstrafe von bis zu einem Jahr. Eine Beamtenkarriere ist danach in der Regel beendet.
    Ein Ammenmärchen. Recht und Gesetz kann und wird durch den Staat willkürlich gebrochen. Der Ankauf (!!!) von geklauten (Steuer-CD-)Daten ist das beste Beispiel. Das deren behördliche Nutzung dann sogar noch möglich ist, ist die Krönung.
    Und genau so würde es sich mit erhobenen Daten für Verkehrsbewegungen verhalten! Sind die Daten einmal da, werden sie auch missbraucht!
    Ein weiterer Beweis für die missbräuchliche Nutzung von vorhandener Technik ist u.a. die (herausgekommene) komplette Kennzeichenerfassung aller Fahrzeuge im Rennsteigtunnel. Eben nicht nur LKW´s zwecks Mauterhebung. Das ganze komplizierte System der Mauterfassung hätte ja gar nicht sein müssen, so aber gewinnt man viele schöne Daten von allen Leuten... aber das wird natürlich nicht gemacht- NEIN...

    BG
    Jörg


 
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