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Der Wahnsinn nimmt kein Ende........

Erstellt von GS Jupp, 27.12.2007, 16:35 Uhr · 70 Antworten · 6.313 Aufrufe

  1. LoudpipeHerbie Gast

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    #41
    "Wer Tabak raucht, riecht wie ein Schwein. Wer Tabak schnupft, sieht aus wie ein Schweiz. Wer Tabak kaut, ist ein Schwein". Madame de Stael.

    Haha, lustig der Verschreiber. Gemäss Sigi Freud wisst ihr Schweinzer jetzt, was ich von Euch halte.

    Was ich von Rauchern und vom Rauchen halte? Vermutlich ist im ICD-Katalog eher was darüber zu finden, als übers Motorradfahren.

    Grüsse

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    #42
    Zitat Zitat von Augustiner Beitrag anzeigen
    Es ist doch so, dass Tabak die zweitgrößten!!! Steuereinnahmen in der BRD sind.
    Frei nach dem Motto: Glaube nur der Statistik, die du selbst gefälscht hast.

    Zuerst mal: Welche Steuern meinst du?
    Verbrauchsteuern? Besitzsteuern? Ertragsteuern? Substanzsteuern? Verkehrsteuern?
    Bundessteuern? Ländersteuern? Kommunalsteuern?

    Dann noch folgendes:
    Die Tabaksteuern (letzes statistisch von mir gefundene und erfasste Jahr: 2006) beliefen sich 2006 auf 14.387 Mio Euro.
    Die Mineralölsteuer belief sich auf 39.916 Mio €, die Lohnsteuer auf 122.612 Mio €, die Körperschaftssteuer auf 22.898 Mio €, die Umsatzsteuer auf 111.318 Mio €, die Einfuhrumsatzsteuer auf 35.370 Mio €, die Gewerbesteuer auf 38.369 Mio €.
    Quelle: Bundesfinanzministerium
    Die getroffene, pauschale Aussage ist somit schlicht falsch. Falls Augustiner direkte Bundessteuern gemeint hat (bei der die Tabaksteuer tatsächlich den 2. Platz einnimmt) wäre es nett, diese nicht ganz unwesentliche Tatsache nicht zu unterschlagen.


    Dass jetzt Raucher (hier: Augustiner) auch noch meinen, die Gesundheitschädigung Anderer durch Passivrauchen auf Basis des Grundgesetzes (freie Persönlichkeitsentfaltung) zu rechtfertigen, schlägt dem Fass den Boden aus.
    Niemand wird gehindert zu rauchen, wenn er dies will. Er wird nur gehindert, bei Personen, die dies nicht wünschen, die Gesundheit (ebenfalls ein Grundrecht) zu beeinträchtigen. Es wird auch kein Raucher gehindert im Rahmen seines Restaurantbesuchs oder Gaststättenbesuchs, Tabak zu konsumieren. Soll er halt raus gehen. Der beschränkte Luftraum einer Gaststätte ohne abgetrennten Raucherraum wird durch ständiges Qualmen massiv beeinträchtigt. Ich bin aus genau diesem Grund schon lange nicht mehr in nette Kneipen gegangen, da ich spätestens nach 1 Stunde massive Probleme mit den Augen bekam.
    Wenn Raucher unbedingt meinen ihr Rauchverhalten in öffentlichen Räumen nicht zu verändern, sollen sie doch bitte auch meine evtl. Lungenerkrankung zahlen und auch die Reinigung meiner Klamotten nach einem Kneipenbesuch. Kalter Zigarettenrauch in den Klamotten stinkt zum ko..... Im Rahmen der bestehenden Rechtslage (BGB Schadenersatzrecht) könnte auch jeder Nichtraucher diese Kosten ersetzt bekommen, denn es entsteht ein messbarer Schaden durch Zigarettenrauch. Im Übrigen ist die freie Persönlichkeitsentfaltung nach Art. 2 GG eingeschränkt, wenn sie Rechte Anderer verletzt (hier: das Recht auf gesundheitliche Unversehrtheit).
    Das nur am Rande zum Thema: Rauchen ist mein Grundrecht.
    Nachdem die sog. freiwilligen Lösungen des Gastgewerbes nichts als Lippenbekenntnisse (bis auf extrem wenige Ausnahmen) blieben, sollte sich jetzt kein Wirt wundern. Die Chance war da, wurde aber durch eigene Schuld vertan.

    Abschliessend nur eines: Komisch, dass gerade in Ländern, in denen das Rauchen durchaus zur Kultur gehört (was ich in D verneine), wie Italien, Frankreich oder auch Irland nie die hier immer propagierten Negativfolgen für das Gastgewerbe erlitten haben. Deutsche scheinen immer Jammern zu müssen. Das scheint unser Kulturgut zu sein, völlig egal, auf welch hohem Level wir jammern.

  3. Registriert seit
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    #43
    Ich wollte mich zwar nicht mehr beteiligen, aber Chips und Cola sind halt schon alle......

    @ nypdcollector


  4. Registriert seit
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    #44
    Zitat Zitat von Chefe Beitrag anzeigen
    Als (früher eher militanter) Nichtraucher frag ich in einem Speiselokal meinen rauchenden Nachbarn schon mal, ob es ihn stört, wenn ich bei (seinem) Rauchen esse...
    Ist mir auch schon passiert.
    Ich antwortete: "Ich weis ja nicht wie sie essen, aber wenn sie schon Messer und Gabel benutzen können und sich ihr Geschmatze in Grenzen hält, nein."
    Seine Frage war zu aggressiv gestellt sonst hätte ich sie natürlich aus gemacht.


  5. Registriert seit
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    #45
    Ich dachte, das ist hier ein GS-Forum??!!
    Aber im Ernst, seit 4 JAhren gibts in Irland, wo ich wohne, ein Rauchverbot. Am Anfang dachte ich, das macht doch die ganze Pubkultur kaputt, aber das stimmte nicht; der einzige Unterschied ist, du kannst die Klamotten vom Vorabend morgens wieder anziehen. Jetzt bin ich grad für ein JAhr in Italien (ok, Südtirol ist nicht Italien, steht ja schon am Brenner!), auch hier gibts ein Rauchverbot.
    Geht auch hier klasse.
    Nur wenn ich in München aus dem Flieger steige, oder in Münster was essen gehen will, muss ich durch Qualmwolken. Mir stinkt das!
    Lebt mal ne Zeit in einer Gesellschaft, wo nicht mehr geraucht wird, und ihr hört das Rauchen auf, soviele Kettenraucherfreunde in Irland sind jetzt clean.

    Aber das ist hier doch ein GS-Forum, oder?

  6. Registriert seit
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    #46
    .....

    Aber das ist hier doch ein GS-Forum, oder?

    Schon, es sei denn jemand packt das Thema "Tempo 130" oder "Rauchverbot" an....................

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    #47
    Habt ihr noch Chips und Bier?
    Dann passt mal uff!

    Zitat Prof. Dr. Walter Krämer
    Aus:
    Pflegemanagement - Hippocrates und Sisyphus

    Irrweg „Prävention”


    Bevor die nächste Möglichkeit betrachtet wird, diesem Dilemma auf humane Weise zu begegnen, sollte jedoch noch vor einem Irrweg gewarnt werden, den viele für einen Ausweg aus dieser Falle halten, der aber die moderne Kluft zwischen Verheißung und Erfüllung im Gesundheitswesen leider auch nicht überbrückt. Dieser Irrweg, zumindest was Kostendämpfung betrifft, heißt „Prävention statt Therapie”. Der Grund für eine Skepsis ist ebenso trivial wie unangenehm.

    In einem englischen Andenkenladen habe ich dazu einmal einen Aufkleber mit folgendem Spruch gesehen: „If you give up drinking, smoking and 5ex, you don’t live longer. It just seems like it”.
    Das ist natürlich falsch, denn Nichtraucher leben nicht nur subjektiv, sondern auch objektiv länger als andere, enthält aber trotzdem einen wahren Kern. Denn auch Nichtraucher müssen sterben, genau wie Müsli-Freunde oder Anti-Alkoholiker, und eine per Prävention verhinderte Krankheit macht uns leider nicht unsterblich, wie viele Präventionsverliebte offenbar zu glauben scheinen, sondern in erster Linie doch nur Platz für eine andere.
    Die letztendliche Sterblichkeitsrate bleibt immer 100 Prozent, da kann die Medizin machen was sie will. Sterben wir nicht an Krebs A, dann an Krebs B, und sterben wir nicht an Krebs, dann an Alzheimer und Herzinfarkt, und damit bin ich auch schon bei den Kosten angelangt. Denn ob die erfolgreiche Prävention einer bestimmten Krankheit das Gesundheitsbudget entlastet oder nicht, hängt doch offenbar entscheidend davon ab, was billiger ist: die verhinderte Krankheit oder die, die man stattdessen kriegt. Das kann man nicht am grünen Tisch entscheiden, aber es sind einige sehr seriöse Modellrechnungen bekannt, die bezüglich des rein ökonomischen Nutzen von noch mehr Prävention zu eher skeptischen Ergebnissen kommen.
    Die berühmte Untersuchung von Leu und Schaub von der Universität Basel zu Rauchen und Gesundheitskosten in der Schweiz, die u.a. zu dem Ergebnis kamen, daß die Schweiz langfristig eher mehr statt weniger für die Gesundheit ausgeben müßte, wenn es dort seit hundert Jahren keine Raucher gäbe. So paradox das auf den ersten Blick auch klingt, aber das Gesundheitswesen würde durch ein totales Rauchverbot nicht billiger, sondern langfristig nur noch teurer (weil nämlich die Kosten, die in den Extra-Lebensjahren des Nichtrauchers entstehen, die vorher gesparten Ausgaben mehr als aufwiegen). Wenn man also ernstnimmt, was man die letzten Monate zu Bonus-Malus beim Krankenkassenbeitrag liest, müßten den Rauchern kein Malus, sondern ein Bonus auf ihren Kassenbeitrag eingeräumt werden (was, nebenbei bemerkt, auch die beste Methode wäre, sie von diesem Laster ein für allemal zu heilen).
    Unter reinen Kostenaspekten – abgesehen davon daß es noch andere Aspekte als die Kosten gibt – aber unter reinen Kostenaspekten ist Prävention in der Regel ein Verlustgeschäft. Selbst in der Zahnmedizin, wo die Kostenargumente mich noch am ehesten überzeugen, sind die pro-Argumente längst nicht so wasserdicht wie viele glauben, denn die kurativen Eingriffe werden durch eifriges Zähneputzen ja nicht prinzipiell verhindert, sondern nur ein paar Jahre aufgeschoben. Statt mit 40 bekommt man sein Gebiß dann eben mit 60, aber zahlen muß die Kasse so wie so.
    Damit es in diesem wichtigen Punkt nicht zu Mißverständnissen kommt: Es gibt überhaupt nichts gegen gesundes Leben und freiwillige Prävention einzuwenden. Auch wenn Prävention keine Kosten spart, kann sie ja trotzdem sinnvoll sein, und in der Regel ist sie das ja auch. Bedenken sind daher auch weniger zum ob, sondern mehr zum wie der Prävention angebracht. Prävention verlangt nämlich nach Zwang. Freiwillig hat sie auf dieser schönen Erde noch niemals lange funktioniert, so daß hinter dem Zuckerbrot, mit dem man uns gesundes Leben schmackhaft machen will, meist eine große Peitsche droht. Darüber kann auch die bekannte Kundenfänger-Kampagne der Ortskrankenkassen mit dem Motto „Prävention macht Spaß” nicht hinwegtäuschen. Prävention macht nämlich durchaus keinen Spaß. Mir jedenfalls nicht. Ich muß mich zum Zähneputzen genauso zwingen wie zur Frühgymnastik oder zum Verzicht auf ein weiteres Glas Wein, wenn es mir gerade besonders gut schmeckt.

    und weiter
    Aus einem "Recht auf" könnte nämlich sehr schnell eine Pflicht zur Gesundheit werden, wie in vielen totalitären Gesellschaften links wie rechts bereits gehabt. Die russische Wochenzeitung „Literaturnaja Gazeta” etwa klagte vor einigen Jahren darüber, daß 30 Prozent der russischen Kinder übergewichtig seien und daß ihre körperliche Verfassung nicht den Ansprüchen einer modernen Industrie und Armee genüge. Alles in allem müsse die Einstellung zur Gesundheit geändert werden, da diese kein Privateigentum sei, sondern dem Staat gehöre. Damit sind den Präventationsfreunden hierzulande durchaus keine totalitären Tendenzen zu unterstellen. Aber die Gefahr ist nicht von der Hand zu weisen. Hier kämpfen offensichtlich linke Zwangsbeglücker und rechte Paternalisten Hand in Hand, und steht der Liberale einsam in der Mitte.
    Karl der Große soll zu seinen Ärzten gesagt haben, als diese ihm gebratenens Fleisch verboten, an dessen Stelle er gekochtes essen könne, sie sollten sich zum Teufel scheren. Was Karl dem Großen Recht war, sollte uns billig sein. Eine freie Gesellschaft wie unsere sollte sich im Zweifelsfall dazu durchringen, ihre Bürger nach eigener Fasson leben, aber auch nach eigener Fasson krank werden und sterben zu lassen.
    Zitat Ende

    Hat jemand mal Feuer?

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    #48
    hi leuts,

    hab meinen thread jetzt mal ´ne zeit lang angeschaut ohne meinen senf dazu zu geben.

    Meine Meinung:

    da es in deutschland genügend kneipen, lokale, bars und discothelen gibt, sollte m.e. der gesetzgeber eine in etwa gleichmässig verteilung dahingehend anstreben, dass es rauchfreie und nichtrauchfrei betriebe gibt, und schon wäre das problem gelöst.

    ich meine, relativ anfach zu lösen

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    #49
    [......... Eine freie Gesellschaft wie unsere sollte sich im Zweifelsfall dazu durchringen, ihre Bürger nach eigener Fasson leben, aber auch nach eigener Fasson krank werden und sterben zu lassen.
    Zitat Ende

    ... und wenn mich jemand durch seine Fasson (er raucht) mich krank macht ist das auch in Ordnung?!
    Wenn jemand sein Leben verkürzen will bitte, aber verschont die die länger leben wollen.
    Es geht nicht darum jemandem das Rauchen zu verbieten, es geht um den Schutz der Nichtraucher. Nur mal so falls irgend wer das noch nicht begriffen hat.
    Die Unversehrtheit der Gesundheit ist, im Gegensatz zum Rauchen, tatsächlich ein Grundrecht.

    Gruß
    Martin

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    #50
    Zitat Zitat von lemmi+Q Beitrag anzeigen
    [......... Eine freie Gesellschaft wie unsere sollte sich im Zweifelsfall dazu durchringen, ihre Bürger nach eigener Fasson leben, aber auch nach eigener Fasson krank werden und sterben zu lassen.
    Zitat Ende

    ... und wenn mich jemand durch seine Fasson (er raucht) mich krank macht ist das auch in Ordnung?!
    Wenn jemand sein Leben verkürzen will bitte, aber verschont die die länger leben wollen.
    Es geht nicht darum jemandem das Rauchen zu verbieten, es geht um den Schutz der Nichtraucher. Nur mal so falls irgend wer das noch nicht begriffen hat.
    Die Unversehrtheit der Gesundheit ist, im Gegensatz zum Rauchen, tatsächlich ein Grundrecht.

    Gruß
    Martin
    ....genauso sehe ich das auch und wenn der beitreiber für sich entscheidet, nur leute hereinzulassen, die ihr leben verkürzen wollen, ist das doch in ordnung und die, die länger leben wollen, bleiben halt draussen und die, die nicht so lange leben wollen, meiden halt die nichtraucherbetriebe


 
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