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die effizienteste Fehlinvestition der Welt

Erstellt von Baumbart, 16.11.2012, 13:11 Uhr · 64 Antworten · 5.528 Aufrufe

  1. Baumbart Gast

    Standard die effizienteste Fehlinvestition der Welt

    #21
    Neoliberalismus? Erzeuger bekommen bedarfsunabhängig eine Preisgarantie für 20 Jahre völlig risikolos?

  2. Registriert seit
    06.06.2006
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    Standard

    #22
    Zitat Zitat von Baumbart Beitrag anzeigen
    Neoliberalismus? Erzeuger bekommen bedarfsunabhängig eine Preisgarantie für 20 Jahre völlig risikolos?
    Da kann ich jetzt keinen Widerspruch zu meinem Beitrag erkennen, deshalb zitiere ich mich mal selbst: []... kann es auch keine funktionierende segmentielle Planwirtschaft in einem ansonsten neoliberalen Marktsystem geben...[]

  3. Registriert seit
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    Standard die effizienteste Fehlinvestition der Welt

    #23
    Zitat Zitat von Kuhjote Beitrag anzeigen
    Da kann ich jetzt keinen Widerspruch zu meinem Beitrag erkennen, deshalb zitiere ich mich mal selbst: []... kann es auch keine funktionierende segmentielle Planwirtschaft in einem ansonsten neoliberalen Marktsystem geben...[]
    Es sagt ja auch niemand das es funktionierende Planwirtschaft gibt. Das heißt nicht, das wir keine versuche in der Richtung anstellen.

    Aber ich kann der Politik hier nur wenig an den Karren pinkeln. Klar ist es ein schnellschuss, nach einem Unfall im Ausland mal dem bürgerwillen nachzugeben und direkt die wende einzuläuten. Aber schaut euch das stimmvieh doch an. Die wende wird mindestens 30 Jahre dauern, weil die ganzen bürgerbegehren gegen neue, krebserzeugende Hochspannungsleitungen etc. diese wende bis in alle Ewigkeit behindern werden.

    Jede Art von gesellschaftlichen Umbruch größerer Art kann heute nicht mehr von oben diktiert werden. Und von unten ist halt jedem das Hemd näher als die Hose. Zum Glück haben wir schon eine Infrastruktur, ne neue würden wir nicht mehr hinkriegen...

    Frank

  4. Registriert seit
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    Standard

    #24
    Zitat Zitat von Baumbart Beitrag anzeigen
    Yep. Übrigens war im planwirtschaftlich geführten Teil Deutschlands Energie stundenweise gar nicht vorhanden. nicht für Geld und gute Worte.
    also an Stromsperren kann ich mich nicht erinnern, klar war mal ne marode Leitung platt, aber besonders aus den 70 und 80igern sind mir Stromausfälle wegen Energiemangel nicht bekannt.
    Vielleicht gabs gewisse Gegenden, wo das aufgetreten ist, durchaus möglich.

    Energiewirtschaft und entsprechende Infrastruktur kann man auf keinen Fall den reinen Marktgesetzen überlassen, auch das ginge schief. Dann gäbe es in vielen Ecken des Landes nicht mehr zuverlässig Strom, weil es sich dort ja nicht lohnt - aus Sicht der Aktionäre ;-) .

    Zu viel Planwirtschaft kann natürlich genauso schiefgehen.

    Wie aber die optimale Mischung herstellen ??? Da wird es immer Reibungspunkte und Fehlstellungen geben.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von fmantek Beitrag anzeigen
    Es sagt ja auch niemand das es funktionierende Planwirtschaft gibt. Das heißt nicht, das wir keine versuche in der Richtung anstellen.

    Aber ich kann der Politik hier nur wenig an den Karren pinkeln. Klar ist es ein schnellschuss, nach einem Unfall im Ausland mal dem bürgerwillen nachzugeben und direkt die wende einzuläuten. Aber schaut euch das stimmvieh doch an. Die wende wird mindestens 30 Jahre dauern, weil die ganzen bürgerbegehren gegen neue, krebserzeugende Hochspannungsleitungen etc. diese wende bis in alle Ewigkeit behindern werden.

    Jede Art von gesellschaftlichen Umbruch größerer Art kann heute nicht mehr von oben diktiert werden. Und von unten ist halt jedem das Hemd näher als die Hose. Zum Glück haben wir schon eine Infrastruktur, ne neue würden wir nicht mehr hinkriegen...

    Frank
    die Energiewende war doch schon mal eingeleitet !

    Dann hat man sie zurückgemerkelt und als der Unfall passiert ist hat unsre Führung die Panik gekriegt und wieder ne Kehrtwende hingelegt.

    Chaospolitik ist nicht besonders hilfreich für die Entwicklung von Zukunft.

  5. TomTom-Biker Gast

    Standard

    #25
    Es ist verwunderlich wie hier allen ernstes über Planwirtschaft diskutiert wird. Ist die Wende schon solange her, daß die, die die Errungenschaft des Sozialismus eigentlich wirklich kennen sollten, sich nicht mehr dran erinnern können.

    Oder wird hier mit Planwirtschaft was ganz anderes gemeint als das was unter Planwirtschaft tatsächlich zu verstehen ist. Mein ihr vielleicht einen geregelten Mart? Das ist eine freie Markwirtschaft, bei der der Staat die Eckwerte vorgibt und den Markt kontrolliert. Ich meinte eigentlich bislang immer, daß das das ist was wir in der Bundesrepublik Deutschland seit Ludwig Erhard unter dem Begriff soziale Marktwirtschaft haben. Und dann auch noch Neoliberalismus, hier stelle ich mir einen Markt vor der sich von selbst regelt und bei dem alles erlaubt ist.

    Wißt ihr eigentlich wovon ihr redet? Oder was meint ihr?

    Gruß Thomas

  6. Registriert seit
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    Standard

    #26
    Zitat Zitat von TomTom-Biker Beitrag anzeigen
    Es ist verwunderlich wie hier allen ernstes über Planwirtschaft diskutiert wird. Ist die Wende schon solange her, daß die, die die Errungenschaft des Sozialismus eigentlich wirklich kennen sollten, sich nicht mehr dran erinnern können.

    Oder wird hier mit Planwirtschaft was ganz anderes gemeint als das was unter Planwirtschaft tatsächlich zu verstehen ist. Mein ihr vielleicht einen geregelten Mart? Das ist eine freie Markwirtschaft, bei der der Staat die Eckwerte vorgibt und den Markt kontrolliert. Ich meinte eigentlich bislang immer, daß das das ist was wir in der Bundesrepublik Deutschland seit Ludwig Erhard unter dem Begriff soziale Marktwirtschaft haben. Und dann auch noch Neoliberalismus, hier stelle ich mir einen Markt vor der sich von selbst regelt und bei dem alles erlaubt ist.

    Wißt ihr eigentlich wovon ihr redet? Oder was meint ihr?

    Gruß Thomas
    also von meiner Seite ist ganz bestimmt keine Planwirtschaft a´la DDR gemeint !
    Aber bei wesentlicher Infrastruktur muss doch der Staat die Macht behalten und entsprechende Aufsicht walten lassen und Ziele durchsetzen. Also in diesem Falle regulierend in den Markt eingreifen - geht doch gar nicht anders.
    Dabei ist eben immer der Knackpunkt - wieviel Regulierung und wieviel Markt ist gut für´s Gemeinwesen.

  7. Registriert seit
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    Standard

    #27
    Zitat Zitat von Baumbart Beitrag anzeigen
    Eigentlich fange ich ja so Diskussionen ungern an, aber gestern ist mir doch fast das Essen aus dem Gesicht gefallen. Einspeisevorrang für erneuerbare Energien. Die Steigerung der EEG-Umlage hat dieser Tage jeder in der Post. Eine andere Auswirkung bleibt den meisten aber verborgen. Die erheblichen Zusatzkosten für die verbleibenden konventionellen. Das weltweit effizienteste Gaskraftwerk ist in diesem Jahr ganze 87 Stunden gelaufen. Wer wird da noch in neue konventionelle Kraftwerke investieren? Über uns lacht echt bald die ganze Welt.
    Wir haben hier in der Gegend nicht nur das effizienteste Gaskraftwerk der Welt, welches kaum Strom liefern darf, sondern ganz bald auch einen der leistungsfähigstens (wenigstens theoretisch) On-Shore Winparks Deutschlands mit den derzeit größten WEAs der Welt (Enercon E-126), welche voraussichtlich keinen Strom liefern werden und sich schön mit der Nichteinspeisevergütung abzahlen werden.
    Ich frage mich zwar wie der Strom in die ca. 30km entfernte Höchstspannungsleitung kommen soll und bin ausserdem begeistert keine 1,5 km Luftlinie von mir entfernt 200 Meter hohe Lärmerzeuger entstehen zu sehen, bin mir aber sicher rein gar nichts dagegen unternehmen zu können. Mal sehen wie hoch der Wertverlust auf unsere Wohnhäuser sein wird, wenn aus unserem beschaulichen Dörfchen erstmal ein Energiedorf wird.

  8. Registriert seit
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    Standard

    #28
    Zitat Zitat von franky01 Beitrag anzeigen
    also an Stromsperren kann ich mich nicht erinnern, klar war mal ne marode Leitung platt, aber besonders aus den 70 und 80igern sind mir Stromausfälle wegen Energiemangel nicht bekannt.
    Vielleicht gabs gewisse Gegenden, wo das aufgetreten ist, durchaus möglich.
    Ich kenne Stromausfälle auch nicht, aber die Hauptstadt der weltgrößten "DDR" war ja auch das Aushängeschild. Im Süden der Republik kamen aber Ausfälle regelmäßig vor und die wurden wegen der Energieknappheit auch systematisch und gewollt herbeigeführt.
    Vielleicht haben wir das ja bald wieder. Überholen ohne einzuholen

    Grüße
    Steffen

  9. Baumbart Gast

    Standard

    #29
    Zitat Zitat von Zörnie Beitrag anzeigen
    Ich kenne Stromausfälle auch nicht, aber die Hauptstadt der weltgrößten "DDR" war ja auch das Aushängeschild. Im Süden der Republik kamen aber Ausfälle regelmäßig vor und die wurden wegen der Energieknappheit auch systematisch und gewollt herbeigeführt.
    Vielleicht haben das ja bald wieder. Überholen ohne einzuholen
    jedenfalls hatten alle größeren Betriebe die ich nach der Wende gesehen habe dicke Notstromaggregate (z.B. eindrucksvolle Hubschrauberturbinen) und ausgeklügelte Lastmanagementanlagen. Warum wohl.
    Zitat Zitat von wuchris Beitrag anzeigen
    einen der leistungsfähigstens (wenigstens theoretisch) On-Shore Winparks Deutschlands mit den derzeit größten WEAs der Welt (Enercon E-126), welche voraussichtlich keinen Strom liefern werden und sich schön mit der Nichteinspeisevergütung abzahlen werden.
    mal eben etwas Kopfrechnen: 7,5 MW x max. 2.000 Vollaststunden sind 15.000 MWh
    das 500 MW Gaskraftwerk würde bei normaler Auslastung bummelich 500 MW x 7.000 h 3.500.000 MWh erzeugen. Also braucht man, selbst wenn man speichern könnte, so etwa 230 Brumpeller von der Sorte als Ersatz.

  10. Registriert seit
    02.09.2008
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    1.412

    Standard

    #30
    Zitat Zitat von Baumbart Beitrag anzeigen
    mal eben etwas Kopfrechnen: 7,5 MW x max. 2.000 Vollaststunden sind 15.000 MWh
    das 500 MW Gaskraftwerk würde bei normaler Auslastung bummelich 500 MW x 7.000 h 3.500.000 MWh erzeugen. Also braucht man, selbst wenn man speichern könnte, so etwa 230 Brumpeller von der Sorte als Ersatz.
    Das Problem: ich weiß das. Darum bin ich auch ganz großer Fan dieses volkswirtschaftlichen Wahnsinns.
    Das viel größere Problem: andere wissen das nicht, haben aber mächtig was zu sagen und empfinden es ganz und gar nicht als volkwirtschaftlichen Wahnsinn, sondern als Rettungsmaßname für den Planeten, den Eisbären und gegen den "Zehohzwei-Verbrauch". Ausserdem ist man ja gegen Atom.


 
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