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die effizienteste Fehlinvestition der Welt

Erstellt von Baumbart, 16.11.2012, 13:11 Uhr · 64 Antworten · 5.522 Aufrufe

  1. Registriert seit
    18.06.2012
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    1.468

    Standard Weizen wurde anfangs auch ohne nachhaltige Kornspeicher angebaut

    #51
    Wobei der verlustärmere Transport des Gleichstroms seine Wirkung zeigt. Eine Menge "Denke" wird in flexible Netze investiert - Auswirkungen im Alttag sind eben nicht über Nacht zu erwarten. Unseren Kraftwerkspark haben wir nun mal - die Dinger haben Lebensdauern von 40 Jahren so rum - die Dinger können wir ja nicht alle ratz fatz abschreiben. Der Bau von Ersatzanlagen - die auch effizienter sind - wird auch notwendig sein - da sind wir vom "zupflastern" weit weg. Beim Erstellen von Speichern - deren Technologie im großen Maßstab und in der Menge erst noch gefunden werden muß - ist die Dimension zu berücksichtigen. Anschlußleistung D ca. 80 TW schätze ich.

    Der Bau von PV Anlagen wird von den Bürgern unseres Landes vollzogen (keiner hat gewartet bis die Speicher fertig sind) sowie auch die Bürger des Landes (die Investoren) Irlandanleihen gekauft haben oder welche aus Argentinien.

    Wir haben den Wechsel "weg von der Postkutsche" verkraftet und uns seinerzeit auch mit dem Webstuhl abgefunden, mit der elektrischen Waschmaschine, der Microwelle - selbst die GS LC wird ihren Weg machen - insofern....

    Ja - Du beschäftigst Dich mit dem Netz - in einem solchen findet doch auch dieser sagen wir mal "Gedankenaustausch" statt. Daher meine Bemerkung "vorhin".

    Irgendwann kommt jemand auf die Idee über ganz Deutschland (so in 100 Meter Höhe) flächendeckend einen See anzulegen - dort können wir dann den Strom der PV-Anlagen speichern.

    Grüße
    ------------------------------------------------------------------------------------
    Zitat Zitat von TomTom-Biker Beitrag anzeigen
    Das ist schon richtig, nur verteilen sich diese Anlagen auf viele Betreiber und damit auch die Kosten. Teurer wird es allerdings für den Stromkunden kurz- und mittelfristig auf jeden Fall, das ist unstrittig. Der Fehler der momentan immer wieder gemacht wird ist, daß man heutige großtechnische Prozesse und Denkweisen auf geänderte Prozesse oder das was sie mal sein könnten überträgt und sich dann wundert, oder auch mit Befriedigung feststellt, daß das nicht funktioniert oder zumindest nicht wirtschaftlich ist. Das ist zugegebenermaßen der Satus Quo. Ist eigentlich normal für Menschen, die mit dieser Technologie groß geworden sind. Auch ich habe in den Anfangsjahren meiner Tätigkeit mit 7 % Laststeigerung/a gerechnet und als Folge dessen, die Karte mit 1000-MW-Blöcken zugepflastert.

    Die Frage der Gleichzeitigkeit ist dann hinfällig, wenn wir über genügend effiziente Energiespeicher (auch dezentrale) verfügen. Wie immer die auch aussehen mögen. Keine Ahnung wann das sein wird, aber es kommt.

    Die ganze Diskussion momentan erinnert so ein bißchen an die Diskussion vor über hundert Jahren, ob nun Gleich- oder Wechselstrom das richtige sei. Auch Edison (ich glaube der war das, es waren zumindest die Amis) hielten anfangs vehement an ihrem Gleichstrom fest und begründeten das aus ihrer Sicht durchaus nachvollziehbar. Die Entwicklung ging verständlicherweise allerdings andere Wege.


    Gruß Thomas

  2. Baumbart Gast

    Standard

    #52
    Wird jedenfalls spannend wenn die uns mal die Tür zumachen.

  3. TomTom-Biker Gast

    Standard

    #53
    Zitat Zitat von Baumbart Beitrag anzeigen
    Wird jedenfalls spannend wenn die uns mal die Tür zumachen.
    Ja warum nicht. Ich nehme an, daß es sich hierbei um (mehrere wegen der 80 Mio) Schrägregler handelt mit denen der Leistungsgfluß entgegen der "natürlichen" Leistungsrichtung gesteuert werden soll. Das macht man nicht, um die Türen dicht zu machen, sondern um vorhandene Systeme effektiv auzunutzen. Auch um Überlastungen im tschechichen Übertragungsnetz zu vermeiden. Dafür fließt dann ein größerer Anteil eben über vorhandene Transportleitungen in Deutschland, die, würde man das nicht machen, eben nur geringer belastet würden. Es geht also nicht darum die eigenen Leitungen voll auzunutzen und das was noch fehlt über das tschechische Netz zu leiten, sozusagen auf deren Kosten den Ausbau hinauszuschieben. Wenn man den Bericht liest mag dieser Eindruck entstehen. Schrägregler, wie auch Kompensatoren, SVCs, HGÜs oder allgemein FACTS werden ein Mittel auf der Primärseite hin zum intelligenten Netz sein. Im Ausland, ich hätte fast gesagt in Entwicklungsländern, ist das durchaus ein probates Mittel trotz schwacher Netze eine relativ hohe Spannungs- und Versorgungsqualität zu erreichen. Für Deutschland bislang unüblich und aufgrund der bisherigen passenden Verteilung der Kraftwerke im Netz auch nicht erforderlich. Schwache Netze gerade im östlichsten Osten gab es allerdings schon immer.

    Was den Leistungstransport, Transite, anbelangt sind diese zwischen den Verbundnetzpartnern vertraglich geregelt. Es ist mithin nicht so als würde Deutschland auf Kosten der Tschechen und ohne deren Willen hier irgendwas umsetzen. Die Verbundnetzpartner sprechen miteinander. Ansonsten könnten sie ein deartiges Netz nicht betreiben.

    Allerdings:
    - es fehlen tatsächlich Transportleitungen, allerdings auch auf tschechischer Seite für deren eigenen Ausbau. Und das merken die jetzt. Jahrelang hatten die Durchleitungsentgelte dankend angenommen.
    - wenn die EU wieder Geld verteilt, wie gerade geschehen, werden die Tschechen sicherlich wieder etwas versöhnlicher reagieren.

    Es ist halt Politik.

    Gruß Thomas

  4. Registriert seit
    18.06.2012
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    1.468

    Standard Für Geld wird selten etwas verweigert

    #54
    ...und das werden sie auch weiter tun. Darüber hinaus ist es ja auch so, das Kraftwerke - bevor sie für 8h oder so vom Netz genommen werden - den Strom gegen eine "Abnahmegebühr" ins Netz schieben d.h. das Netz wird vom Kraftwerk dafür bezahlt den Strom zu nehmen (nicht nur durchzuleiten sondern die Leistung "mehr als geschenkt" zu bekommen).

    Insofern: klappern gehört zum Handwerk.

    Fraglos befinden wir uns in einer Optimierungsphase, kein Wunder nach dem explosionsartigen Umbruch auf der Erzeugerseite. "Die deutschen Bürger haben sich nicht abgestimmt sondern alle gierig Solardächer gebaut - kommt davon, Geiz ist geil".

    Grüße
    -----------------------------------------------------------------

    [QUOTE=TomTom-Biker;1086407]
    Jahrelang hatten die Durchleitungsentgelte dankend angenommen.

  5. Registriert seit
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    1.412

    Standard

    #55
    Zitat Zitat von Baumbart Beitrag anzeigen
    Das weltweit effizienteste Gaskraftwerk ist in diesem Jahr ganze 87 Stunden gelaufen.
    ... und soll stillgelegt werden.

    Betreiber wollen Gaskraftwerk Irsching 5 zeitweise stilllegen | tagesschau.de


    Den Betreibern bleibt nur, zu hoffen, dass die "Energiewende" (welch durchgekautes Modewort) floppt. Dann rentiert sich so eine technische Meisterleistung vielleicht doch noch irgendwann.

  6. Baumbart Gast

    Standard

    #56
    Zitat Zitat von wuchris Beitrag anzeigen
    Den Betreibern bleibt nur, zu hoffen, dass die "Energiewende" (welch durchgekautes Modewort) floppt. Dann rentiert sich so eine technische Meisterleistung vielleicht doch noch irgendwann.
    sie muss nicht floppen, sie sollte nur systematisiert werden. Windparks kriegen ihr Geld auch wenn sie systembedingt keine Strom liefern können, und das für 20 Jahre sicher. Konventionelle Kraftwerke kriegen nur Geld wenn sie liefern. 'Kaltreserve' müsste eben auch vergütet werden (eine entsprechende Verordnung ist gerade im Rohr) und ein belastbarer Lieferfahrplan müsste einigermaßen planbare Rahmenbedingungen liefern. So wie's jetzt läuft reiten wir auf alten Kohleöfen sämtliche CO2-Ziele in Grund und Boden weil kein Mensch den Neubau ähnlich effizienter Kraftwerke riskiert.

  7. Registriert seit
    18.06.2012
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    1.468

    Standard Leistung und Arbeit ist zu unterscheiden

    #57
    Sag ich doch, der Leistungspreis müßte wieder eingeführt werden. D.h. die von mir zur möglichen Lieferung gemeldete Leistung (KW oder MW usw.) wird vergütet. Die KWh nach Abnahme separat.
    Grüße
    ----------------------------------------
    Zitat Zitat von Baumbart Beitrag anzeigen
    sie muss nicht floppen, sie sollte nur systematisiert werden. Windparks kriegen ihr Geld auch wenn sie systembedingt keine Strom liefern können, und das für 20 Jahre sicher. Konventionelle Kraftwerke kriegen nur Geld wenn sie liefern. 'Kaltreserve' müsste eben auch vergütet werden (eine entsprechende Verordnung ist gerade im Rohr) und ein belastbarer Lieferfahrplan müsste einigermaßen planbare Rahmenbedingungen liefern. So wie's jetzt läuft reiten wir auf alten Kohleöfen sämtliche CO2-Ziele in Grund und Boden weil kein Mensch den Neubau ähnlich effizienter Kraftwerke riskiert.

  8. Baumbart Gast

    Standard die effizienteste Fehlinvestition der Welt

    #58
    Zitat Zitat von Kardinal Beitrag anzeigen
    Sag ich doch, der Leistungspreis müßte wieder eingeführt werden. D.h. die von mir zur möglichen Lieferung gemeldete Leistung (KW oder MW usw.) wird vergütet. Die KWh nach Abnahme separat.
    Grüße
    ----------------------------------------
    Gibt's ja heute schon für die Minutenreserve, da wird die Kapazität am Vortag versteigert.

  9. Registriert seit
    18.06.2012
    Beiträge
    1.468

    Standard

    #59
    Regelernergie is außen vor!
    Grüße
    ---------------
    Zitat Zitat von Baumbart Beitrag anzeigen
    Gibt's ja heute schon für die Minutenreserve, da wird die Kapazität am Vortag versteigert.

  10. Baumbart Gast

    Standard die effizienteste Fehlinvestition der Welt

    #60
    Zitat Zitat von Kardinal Beitrag anzeigen
    Regelernergie is außen vor!
    Grüße
    ---------------
    Schon klar, aber das prinzip könnte man ja tage- monats- oder jahresweise ausbauen und wenigsten eine Teilsicherheit für Leistungsvorhaltumg gewähren, wies die EEG Maschinen heute haben.


 
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