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die EU-Bürokratendiktatur

Erstellt von Baumbart, 28.09.2010, 14:32 Uhr · 63 Antworten · 3.953 Aufrufe

  1. hbokel Gast

    Standard

    #31
    Zitat Zitat von TomTom-Biker Beitrag anzeigen
    Was Lobbyismus und Kernkraft anbelangt, so sind die verhältnisse in Deutschland eher bescheiden, auch wenn der kürzlich zwischen der Regierung und den Kraftwerksbetreibern ausgehandelte Kompromiß zur laufzeitverlängerung, insbesondere die Art und Weise in der dies erfolgte, eine andere Einschätzung zuläßt.
    Hallo Thomas,

    wie kommst du zu der Einschätzung, dass der Kernkraft-Lobbyismus bescheiden sei, wenn Du selbst auf das Einknicken der jetzigen Regierung bei der Laufzeitverlängerung hinweist (das Du auch noch verhöhnend als "Kompromiss" bezeichnest)? Parallel zur Förderung der Kernenergie fährt die Regierung auch noch das Wärmedämmungs-Programm zurück und verkauft das Ganze dann als Befreiungstat.

    Irgendwie habe ich den Eindruck, Grüne und Konservative sind eine unheilige Allianz eingegangen. Die Grünen verteufeln Kohlekraftwerke wegen der CO2-Emission (sie wollen offensichtlich die Pflanzen verhungern lassen) und die Konservativen zaubern dann die Kernkraftwerke aus dem Hut. Als CO2-freie Alternative. Dabei hat das CO2 mit dem Klimawandel nix zu tun.

    Gruß
    Heinz

  2. Geronimo Gast

    Standard

    #32
    Zitat Zitat von hbokel Beitrag anzeigen
    Da die Klima-Änderung aber gar nicht durch den CO2-Anstieg ausgelöst wird, sondern durch Zunahme der Sonnenaktivität, kann man durch CO2-Einsparungen beim Klima nichts bewirken.
    Aber natürlich *gacker*
    http://www.scienceblogs.de/primaklim...ntrolliert.php

    Ich darf schon mal das Fazit zitieren:
    "Zusammenfassung: Es lässt sich kein klarer (einfacher, schneller, direkter etc) statistischer Zusammenhang zwischen Sonnenaktivität und Erdtemperaturen finden. Sonnenminima sind meist 0.1-0.2°C global kälter als der Rest der Daten, die Maxima hingegen fallen weniger klar auf. Es ist kein Zusammenhang zwischen Sonnenaktivität und der globalen Erwärmung der letzten 50 Jahre zu erkennen. "

    grüße,
    Jürgen (der doofe Michel mit vorgegebener Meinung)

  3. Registriert seit
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    Standard

    #33
    Wenn jetzt Kernkraftwerke doch schlecht sind, wo kommt denn dann der Strom für alle unseren umweltfreundlichen resourcenschonenden Elektroautos her???? und wem schicke ich nach dem 1000ten auftanken die Akkus?

  4. Geronimo Gast

    Standard

    #34
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    Wenn jetzt Kernkraftwerke doch schlecht sind, wo kommt denn dann der Strom für alle unseren umweltfreundlichen resourcenschonenden Elektroautos her???? und wem schicke ich nach dem 1000ten auftanken die Akkus?
    Laut RWE TV Spot aus erneuerbaren Energien
    Der Atomausstieg war doch schon 2002 beschlossene Sache und zwar mit Kenntnis der Energieriesen. außer Milliarden Gewinnen in jedem Quartal haben die sich nicht bewegt. Noch nicht mal die bestehenden Stromnetze modernisiert

    Für Akkus aus Elektroautos wird sich eher eine Lösung finden lassen als für strahlenden Atommüll.

  5. Registriert seit
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    Standard

    #35
    Zitat Zitat von Geronimo Beitrag anzeigen
    Der Atomausstieg war doch schon 2002 beschlossene Sache und zwar mit Kenntnis der Energieriesen. .
    und woher sollten die Energieversorger wissen, dass die Politik das ernst meint??

    Zitat Zitat von Geronimo Beitrag anzeigen
    Für Akkus aus Elektroautos wird sich eher eine Lösung finden lassen als für strahlenden Atommüll.
    vergraben, wie den Atommüll auch

  6. TomTom-Biker Gast

    Standard

    #36
    Zitat Zitat von hbokel Beitrag anzeigen
    Hallo Thomas,

    wie kommst du zu der Einschätzung, dass der Kernkraft-Lobbyismus bescheiden sei, wenn Du selbst auf das Einknicken der jetzigen Regierung bei der Laufzeitverlängerung hinweist (das Du auch noch verhöhnend als "Kompromiss" bezeichnest)? Parallel zur Förderung der Kernenergie fährt die Regierung auch noch das Wärmedämmungs-Programm zurück und verkauft das Ganze dann als Befreiungstat.

    Irgendwie habe ich den Eindruck, Grüne und Konservative sind eine unheilige Allianz eingegangen. Die Grünen verteufeln Kohlekraftwerke wegen der CO2-Emission (sie wollen offensichtlich die Pflanzen verhungern lassen) und die Konservativen zaubern dann die Kernkraftwerke aus dem Hut. Als CO2-freie Alternative. Dabei hat das CO2 mit dem Klimawandel nix zu tun.

    Gruß
    Heinz
    Ich hatte mit meinem Beitrag versucht die Sache neutral und aus Sicht eines Technikers darzustellen, der sich u. a. auch damit befaßt wie der Windmüller seine Mühle ans Netz oder der Sonnenfreund seine PV-Anlage an den Hausanschlußkasten bringt. Ich gehöre zu einem Konzern, der die elektrischen Komponenten für den ersten deutschen Offshore-WP geliefert hat, dessen Mutter sich allerdings auch mit Kernkraft beschäftigt. Aus letzterem sollte man allerdings nicht schließen, daß ich ein Befürworter von Kernkraftwerken bin.

    Ich hatte bewußt nicht für das eine oder andere Partei ergriffen, noch nicht mal für die Parteien an sich. Scheinbar ist es mir nicht gelungen das bei jedem so rüberzubringen bzw. vieleicht ist aber die ideologische Grundeinstellung des einen oder anderen so, daß bestimmte Dinge einfach nicht zur Kenntnis genommen werden oder zumindest schon mit einer gewissen Vorprägung der Denkweise interpretiert werden. Das bestätigen mir bestimmte Formulierungen bei den Antworten wie "Einknicken" oder "verhöhnen", die ich so nicht gebraucht habe und deren Wirkung beim Leser von mir auch so nicht beabsichtigt war.

    Daß bestimmte Dinge für das eigenen Ziele instrumentalisiert werden zeigt mir die gestrige Debatte im Hessichen Landtag (es ging um die jüngste Betriebsmeldung in Biblis), bei der ich mich schon Frage, ob das über alle Parteien hinweg gezeigte Verhalten das eines Landtags überhaupt würdig ist. Das war Wahlkampf auf übelstem Niveau was da abging. Ich habe es in der Hessenschau leider nur ausschnittsweise gesehen.

    Mir geht es um praktikable und umsetzbare Lösungen und nicht um emotional erregte Diskussionen. Dabei ist es nicht verkehrt sich mal einen Taschenrechner zu nehmen und die vorgeschlagenen Lösungen durchzurechnen (im übertragenen Sinne gemeint). Dann konnt man ggf. auch schnell zur Einsicht, daß das eine oder andere so nicht geht wie man sich das wünscht.

    Diesbezüglich könnte der eine oder andere hier auch mal sagen wie er sich die Energiepolitik und deren Realisierung für die Zukunft vorstellt. Soweit ich dazu fähig bin werde ich sicherlich auch meinen Kommentar dazu abgeben (aber erst am WE).

    Der letzte Absatz Deiner Antwort ist ja wohl ironisch gemeint...oder?
    So oder so, dazu sag ich nix.

    Noch als Ergänzung zum vorausgegangenen Beitrag.

    Der Atomausstieg ist auch jetzt noch beschlossen. Daran hat sich nichts geändert. Die Zeit bis zum Ausstieg wurde geändert. Das dies so kommen würde war allerdings auch 2002 schon klar. Oder wer glaubt denn ernsthaft, daß ein mit Mehrheiten durchgezogener Rot/Grüner Beschluß zukünftig nicht auch andere Mehrheiten finden würde. Wenn man solche Dinge beschließt, dann muß das von allen oder doch zumindest von der überwiegenden Mehrheit der Beteiligten getragen werden.

    Gruß Thomas

  7. Registriert seit
    29.09.2007
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    #37
    Zitat Zitat von TomTom-Biker Beitrag anzeigen
    …Oder wer glaubt denn ernsthaft, daß ein mit Mehrheiten durchgezogener Rot/Grüner Beschluß zukünftig nicht auch andere Mehrheiten finden würde. Wenn man solche Dinge beschließt, dann muß das von allen oder doch zumindest von der überwiegenden Mehrheit der Beteiligten getragen werden…
    Und laut aktueller Sonntagsfrage wäre die nächste Regierung rot-grün statt schwarz-gelb, dann wird der Ausstieg wieder vorverlegt? Und es wundert sich noch jemand über Politikverdrossenheit in der Bevölkerung? Die machen sich doch selber unglaubwürdig, ja gerade zu lächerlich.
    Zitat Zitat von TomTom-Biker Beitrag anzeigen
    …Ich hatte mit meinem Beitrag versucht die Sache neutral und aus Sicht eines Technikers darzustellen…
    Ich denke nicht, dass eine neutrale bzw. rein technische Darstellung bei diesem komplexen Thema möglich ist. Bei der Aufrechnung der Umweltverträglichkeit kann man vom hunderten ins tausende kommen, wie ja vorangegangene Beiträge schon zeigen. Ein Elektroauto ist nur dann umweltfreundlich, wenn man die Herstellung und das Batterieproblem nicht betrachtet. Atomstom ist prima, bis auf die Risiken und das Entsorgungsproblem. Wo hört man auf, gegeneinander aufzurechnen?
    Dass die letzte Heißzeit sicherlich nicht von Autoabgasen verursacht wurde, ist klar. Wenn man es sich ganz einfach macht und alles im ‚really big picture‘ betrachtet, dann können wir eh‘ machen, was wir wollen. In knapp 3 Milliarden Jahren ist es mit der Sonne vorbei und hier geht endgültig das Licht aus, gerechnet auf das Alter des Universums völlig irrelevant, selbst wenn wir es aus eigener Kraft schaffen, uns ein paar Milliarden Jahre vorher auszurotten.

    Gruß

    Frank

  8. ulixem Gast

    Standard

    #38
    Meiner Meinung nach sollte man bei der Energiedebatte immer auch eine Alternativ-Lösung anbieten.
    Einfach nur dagegen zu sein reicht da nicht.

    Wie kann man unser Energiedefizit ohne Kernkraft lösen ?
    Garnicht.
    Windenergie ist nicht ausreichend vorhanden, die wenigen Windräder werden jetzt schon massiv von der Bevölkerung, wegen des Lärms, abgelehnt.
    Wasserenergie wäre eine Alternative, aber die wenigen Gezeitenkraftwerke sind noch nicht relevant , andere Formen nicht nutzbar, da unsere Flüsse eine Hauptverkehrsader sind.

    Biosprit ist Augenwischerei, er wird auf Kosten der Umwelt in Billiglohnländern angebaut und schädigt dadurch die Umwelt noch stärker.

    Kohle wurde jahrzehntelang nur als ABM aufrecht erhalten und ist schon lange ein Verlustgeschäft.

    Gas gibts in D nur sehr wenig.

    Sonnenenergie wird auch noch nicht effektiv genug genutzt und würde bei einer großflächigen Nutzung durch Firmen , wieder die Schützer von irgendwas auf den Plan rufen.

    Bleibt also Kernenergie. Die fachgerechte Endlagerung wird weltweit schön geredet und der Müll wird vom Versenken im Meer , bis zu unseren seltsamen Endlagern , sträflich vernachlässigt.

    Einfach alle Kernkraftwerke abschalten geht auch nicht ohne Alternativen.
    Es würden zwar die teuren Steuerzahlereinsätze der Polizei wegfallen, aber dann kaufen wir halt Atomstrom aus Frankreich.

    Für praktikable Lösungen die JETZT greifen, bin ich offen.

  9. Geronimo Gast

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    #39
    Hallo,
    Der Atomausstieg war doch schon beschlossen, es muss also ohne gehen.
    Anstatt jahrelang Atomstrom weiter zu subventionieren, hätte man das Geld besser in Alternativen gesteckt. Hat man aber nicht getan und Jahre verstreichen lassen. Von daher wundert es mich nicht das wir jetzt so ein Problem haben.

    Und bevor wieder einer nur unsere Politiker dahinter vermutet, die Energieversorger haben genügend Leute im Ministerium sitzen.

    grüße,
    Jürgen

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    #40
    Zitat Zitat von Geronimo Beitrag anzeigen
    Anstatt jahrelang Atomstrom weiter zu subventionieren, hätte man das Geld besser in Alternativen gesteckt.
    Das wird es schon reichlich, denn für die astronomischen Einspeisungspreise des alternativen Stroms zahlen wir heute alle schon und es wird in den nächsten Jahren noch viel schlimmer. Von den jetzigen Strompreisen werden wir in ein paar Jahren nur noch träumen.

    Grüße
    Steffen


 
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