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Dissertation zu Guttenberg

Erstellt von ArmerIrrer, 18.02.2011, 08:43 Uhr · 563 Antworten · 36.493 Aufrufe

  1. Chefe Gast

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    Bild im Original auf http://www.zuguttenberg.de/

    Nun ja, wozu verpflichtet die Verantwortung denn...

    Zitat Zitat von sueddeutsche vom 25-02-11
    ...
    Es kommt noch die Frage nach der Vorbildfunktion von Politikern. "Sie sehen, dass ich den Folgen Rechnung getragen habe", sagt Guttenberg. "Ich glaube, es hätte der Glaubwürdigkeit mehr geschadet, wenn man sich nicht zu seinen Fehlern bekannt hätte." So ist er: Bei ihm überstrahlt der Wert der Entschuldigung stets den Schaden aus seinen Fehlern. Aber diesmal setzt "man", wie er gerne von sich selber sagt, noch einen drauf: Vielleicht, sagt der Minister, könne sein Verhalten jetzt sogar "beispielgebend" wirken für Menschen, die sich "in einer ähnlichen Situation" befinden.
    In der aktuellen Stunde fordern anschließend SPD, Grüne und Linke Guttenbergs Rücktritt. Der sagt, er sei ein Mensch mit seinen Schwächen und seinen Fehlern. Er glaube aber, "dass wenn man sich dazu bekennt, das der politischen Landschaft nicht schaden muss." Und so kommt es, dass Karl-Theodor zu Guttenberg in seiner größten politischen Krise das Kunststück fertigbringt, sich einzureden, an diesem Mittwoch sogar zweimal ein Vorbild gewesen zu sein...
    (ganzer Artikel)

    Da fällt mir nix mehr ein...

  2. TomTom-Biker Gast

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    Mutig und selbstbewußt ist er. das muß man ihm schon lassen. Oder sind das erste Zeichen von beginnendem Realitätsverlust.

    Da fällt mir doch ein Kanzler ein, der nach verlorener Wahl (wenn auch knapp) noch auf seinem Amt als Bundeskanzler bestanden hat. Ja, manchmal hilft auch ein wenig Dreistigkeit. Ihm hat es allerdings nichts genutzt, zumindest nicht was seine politische Karriere anbelangt.

    Gruß Thomas

  3. Registriert seit
    13.08.2010
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    6.387

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    Zitat Zitat von TomTom-Biker Beitrag anzeigen
    Da fällt mir doch ein Kanzler ein, der nach verlorener Wahl (wenn auch knapp) noch auf seinem Amt als Bundeskanzler bestanden hat. Ja, manchmal hilft auch ein wenig Dreistigkeit. Ihm hat es allerdings nichts genutzt, zumindest nicht was seine politische Karriere anbelangt.
    Meinst du die Nummer, als Schröder nach der verlorenen Bundestagswahl 2005 in der Elefantenrunde Merkel und die ganzen Journalisten angeschissen hat? Dem ging eine Vorgeschichte voraus, die nicht viele Leute kennen:

    Also, nachdem Schröder und Münte Neuwahlen beantragt hatten, galt Schröder eigentlich als chancenlos. Er hat es aber - durch beachtlichen persönlichen Einsatz - geschafft, das Blatt fast noch einmal zu wenden. Er hatte damals heftigen Gegenwind, er hatte große Teile der Medien gegen sich. Ob zu Recht oder nicht, darüber kann man diskutieren, er fühlte sich jedenfalls massiv benachteiligt.

    Dann kam er nach der Wahl im ZDF-Hauptstadtstudio an, und wurde, so viel ist verbürgt, ziemlich herablassend behandelt. Während Merkel einen "Großen Bahnhof" bekam und von einigen ZDF-Journalisten in vorauseilendem Gehorsam als "Frau Bundeskanzlerin" begrüßt wurde (was sie zu dem Zeitpunkt noch nicht war), kam Schröder ins ZDF-Haus, und es war keiner da, der sich um ihn kümmerte. Das war keine adäquate Behandlung, selbst ein Ex-Bundeskanzler hat Anspruch auf respektvolle Behandlung. Dann kam dazu noch die Anspannung der Situation, und wenn ihr mich fragt, hatte er auch ein paar Glas getrunken. Na, und dann hat er sich halt gedacht: Der Truppe scheiß' ich jetzt auf die Füße. Natürlich war das nicht staatsmännisch, aber er hatte ja auch nix mehr zu verlieren. Und wenn die Wahlergebnisse noch etwas anders ausgesehen hätten, dann wäre er damit auch durchgekommen. ich fand diese Art immer sehr unterhaltsam, sie war natürlich nicht immer zielführend.

    Gemessen daran finde ich diesen Ex-Doktor einfach nur dreist und arrogant, sonst nix.

  4. Registriert seit
    30.04.2007
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    6.464

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    Da kenne ich eine andere Geschichte. Demnach ist er in einem Moment in die Sendung gegangen, als die SPD in den Hochrechnungen immer noch leicht vorne lag. Im Moment als die Diskussion dann richtig losging waren allerdings die neuesten Hochrechnungen heraus, nach denen sich das Ergebnis verkehrt hatte. Die Zahlen kannte er nicht, da er in der Runde saß. So hat er dann entsprechend argumentiert.

    Jede nachträgliche Erklärung wäre damals wahrscheinlich wie ein billige Entschuldigung herübergekommen.

    Bitte nicht weiter groß drauf eingehen, darum geht es ja hier nicht. Glaubt es oder eben nicht.

  5. TomTom-Biker Gast

    Standard

    Doch bitte eins noch.

    Er fand anschließend sein Verhalten dann selbst suboptimal.

    Aber zu Guttenberg ist eigentlich auch schon alles gesagt.

    Es gibt welche die ihn mögen, um nicht zu sagen vergöttern. Für die ist alles entschuldbar.

    Es gibt welche die nicht wissen um was es geht oder das Geschehene rechtlich nicht richtig einordnen können.

    Und es gibt andere, die ihn nicht mögen. Weil sie z. B. grundsätzlich was gegen Adel haben, weil sie seinen Erfolg neiden, weil sie seine Art nicht mögen, weil ihnen seine Krisenbewältigung nicht gefällt, sie ihn für unglaubwürdig halten oder weil sie ihn fachlich nicht für kompetent halten.

    Was soll denn jetzt noch kommen? Wiederholungen ab z. B. Beitrag 35?

    Warten wir doch ab was kommt. Er steht jetzt ganz gewaltig in der Pflicht und alles schaut auf ihn. Macht er jetzt seine Arbeit gut, ist ihm auch meinerseits die Zustimmung gewiß. Macht er so weiter wie bisher, ist er eh bald weg. Egal wie Mehrheit der menschen über ihn denkt.

    Den Spott hat er jetzt eh schon und wird er auch nicht mehr los kriegen. Und der irdische Titel ist weg. Ich denke, daß dies gewaltig schmerzt.

    Gruß Thomas

  6. Registriert seit
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    Zitat Zitat von TomTom-Biker Beitrag anzeigen
    Mutig und selbstbewußt ist er. das muß man ihm schon lassen. Oder sind das erste Zeichen von beginnendem Realitätsverlust.

    Da fällt mir doch ein Kanzler ein, der nach verlorener Wahl (wenn auch knapp) noch auf seinem Amt als Bundeskanzler bestanden hat. Ja, manchmal hilft auch ein wenig Dreistigkeit. Ihm hat es allerdings nichts genutzt, zumindest nicht was seine politische Karriere anbelangt.

    Gruß Thomas
    Oder eine Frau Y.(Abkürzungen haben Hochkonjunktur) aus H. Die entgegen sämtlicher Wahlversprechen nach verlorenen Landtagswahlen dann DOCH mit der Linken koalieren und damit das gesamten ordentlichen SPDschen Wahlvolk betrügen wollte. Sie sah sich als SIEGER der Wahl, obwohl die Zahlen -welche ja bekanntlich nicht lügen- ihr trotz hoher Zugewinne eine Niederlage bescheinigten.
    Als der Frau Y. dann die Frau M. die Gefolgschaft verweigerte, wurde diese aufs ärgste "gemobbt", dass sogar ein ehemaliger Verfassungrichter der SPD bzw. dem Kurtl Becki (wenn Kosenamen in diesem Thread schon so gern für Politker verwendet werden ) einen "Anschlag auf den Rechtsstaat" (1) vowirft.

    Zur Entspannung der Lage der obligatorische ""
    Alles nur Spaß!

    Ansonsten hat der TomTom-Thomas, denke ich, ein wundervolles Schlusswort geschrieben

    Gruß
    Chris

    (1)http://www.sueddeutsche.de/politik/s...tzger-1.280812

  7. Registriert seit
    06.06.2006
    Beiträge
    2.678

    Standard post scriptum ...

    Zitat Zitat von wuchris Beitrag anzeigen
    Ansonsten hat der TomTom-Thomas, denke ich, ein wundervolles Schlusswort geschrieben

    Ach ja, hat er das? Das Thema ist also durch und es geht weiter wie gehabt? Möglicherweise liegst du damit sogar richtig.

    Es ist ja auch schon (fast) alles gesagt worden.
    Der neue, erst in letzter Zeit in Erscheinung getretene "Homo Wutbürgerensis"(vereinzelte Exemplare sollen sogar schon in diesem Forum gesichtet worden sein), der hat also "fertig zu haben".
    Flasche leer ... oder wie? Thema durch und weiter wie gehabt.
    Ja natürlich, die Lichtgestalt mit den 10 Vornamen hat einen kleinen Fehler gemacht. Das kann vorkommen und ist zutiefst menschlich. Wir haben doch alle schon mal abgeschrieben ...du meine Güte, wenn's mehr nicht ist. Es ist ja auch nicht so, dass ich ihn grundsätzlich unsympathisch finde. Ein begnadeter Selbstdarsteller, solche Leute braucht die Politik.
    Allerdings auch nur die Politik, sonst braucht den kein Mensch.
    Hätten wir noch die gute alte Monarchie, dann vielleicht ... dann könnte er repräsentieren, auf dem ganz großen Parkett glänzen, mit Zepter und Krone die Massen verzaubern. Was wir stattdessen brauchen -was aber scheinbar nicht zu finden ist- wir brauchen einen fähigen und überaus sachkundigen Verteidigung5experten, keinen aalglatten und selbstverliebten Halbjuristen und Blender.
    So, ich habe jetzt auch fertig.
    Der Theodor allerdings nicht, der macht einfach weiter. Warum auch nicht ... was soll er denn sonst machen?

  8. Registriert seit
    02.09.2008
    Beiträge
    1.412

    Standard

    Selbstverständlich wollte ich niemanden sein Recht, hier weiterzuschreiben, absprechen.

    Soll das ewige Rumgereite auf seinen, durchaus beachtlichen ( ) Vornamen und seinen "Adelstiteln" eigentlich eine Art Stilmittel sein? Weder für Adelstitel noch für Vornamen kann "der Theodor", "der Gutti", (...) irgendwas und weder das Eine noch das Andere macht aus ihm einen schlechten oder guten Politker geschweige denn Mensch.

    Wenn er zurücktritt oder -getreten wird soll es so sein. Die Befürworter werdens überleben und die CDU/CSU hat ein Problem. Die nächste Lichtgestalt kommt bestimmt. Vielleicht diesmal aus dem Lager der SPD und mit nur einem Vornamen, BAFÖG-finanziertem Studium und Arbeiterfamilie daheim. Der wird dann wenigstens nicht wegen den Sachen veralbert

    Sollte er bleiben wirds auch der zu Guttenberg-Gegner überleben müssen. Er wird weitermachen wie gehabt -wie schon geschrieben: "warum auch nicht?"- und alles ist tatsächlich wie vorher.

    Wies auch ausgeht:Wir könnens hier nicht ändern. Echt nicht.
    Drum nehm ich das Ganze mit einer Brise Humor und erfreu mich auch noch an anderen tollen Themen im Forum, wo sich alle einig sind

    Viele Grüße
    Chris

  9. Registriert seit
    28.09.2009
    Beiträge
    9.459

    Standard also gut.

    so schliessen wir hier das buch guttenberg.
    zumindest vorerst und vor allem nur dieses kapitel.


    mich interessierten denn auch nur gänzlich andere dinge, die mit der zurückgenommenen / aberkannten dissertation zuerst einmal nichts zu tun haben:

    wohin - also in welches rechstsystem, in welchen staat führt die familienstiftung der zu guttenbergs steuern ab?

    gibt es seit der schaffung der familienstiftung nach österreichischem recht zuschüsse zur erhaltung der schlossanlage in guttenberg?
    werden seither steuerabschreibungen nach deutschem recht für den erhalt der gewiss denkmalgeschützten österreichischen latifundien auf oberfränkischem, also bayerischen boden gewährt oder in anspruch genommen?

    fragen über fragen... mich täts nur interessieren.
    (infos hierzu unter nennung von zitierfähigen quellenangaben gerne per PN )

  10. Registriert seit
    06.06.2006
    Beiträge
    2.678

    Standard jetzt aber engültig...

    Zitat Zitat von wuchris Beitrag anzeigen
    Selbstverständlich wollte ich niemanden sein Recht, hier weiterzuschreiben, absprechen.

    Soll das ewige Rumgereite auf seinen, durchaus beachtlichen ( ) Vornamen und seinen "Adelstiteln" eigentlich eine Art Stilmittel sein? Weder für Adelstitel noch für Vornamen kann "der Theodor", "der Gutti", (...) irgendwas und weder das Eine noch das Andere macht aus ihm einen schlechten oder guten Politker geschweige denn Mensch.

    Wenn er zurücktritt oder -getreten wird soll es so sein. Die Befürworter werdens überleben und die CDU/CSU hat ein Problem. Die nächste Lichtgestalt kommt bestimmt. Vielleicht diesmal aus dem Lager der SPD und mit nur einem Vornamen, BAFÖG-finanziertem Studium und Arbeiterfamilie daheim. Der wird dann wenigstens nicht wegen den Sachen veralbert

    Sollte er bleiben wirds auch der zu Guttenberg-Gegner überleben müssen. Er wird weitermachen wie gehabt -wie schon geschrieben: "warum auch nicht?"- und alles ist tatsächlich wie vorher.

    Wies auch ausgeht:Wir könnens hier nicht ändern. Echt nicht.
    Drum nehm ich das Ganze mit einer Brise Humor und erfreu mich auch noch an anderen tollen Themen im Forum, wo sich alle einig sind

    Viele Grüße
    Chris

    Du hast natürlich recht. Es geziemt sich nicht, es ist nicht sachdienlich und eigentlich auch völlig überflüssig. Nur jedesmal:
    -(ex.Dr.)Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Phillip Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg- zu schreiben, schien mir ein wenig umständlich. Deshalb meine (sicherlich auch respektlosen) Abkürzungen.
    Natürlich kann er nichts dafür. Dafür sicherlich nicht. Aber warum nur, warum wollte er diese korrekte Anrede auch noch durch die Beifügung eines Doktortitels noch weiter verlängern? Dafür kann er dann schon was.
    Falls die nächste Lichtgestalt aus dem linken Biotop erwachsen sollte, also Arbeiterfamilie, BAFÖG und nur ein Vorname, dann allerdings ... würde mir sicherlich auch da etwas einfallen. Fliegen-Karl ... oder Gas-Gerhard ... irgendwas in dieser Art vielleicht. Hauptsache ... man merkt sofort, dass ich keinerlei Respekt vor denen habe.
    Ich hoffe, wir sind uns nun auch einig.


 
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