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Dissertation zu Guttenberg

Erstellt von ArmerIrrer, 18.02.2011, 08:43 Uhr · 563 Antworten · 36.536 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Zitat Zitat von Roter Oktober Beitrag anzeigen

    Wie kann es sein, das von 25.101 Prüflingen nur 17 bei der Promotions-Prüfung durchfallen, so tolle Leistungen gibt es sonst nirgendwo
    Also erstmal wird ja nicht jeder Diplomand überhaupt zu einer Promotionsarbeit zugelassen. Normal dürfen da ja eh nur die sehr guten Diplomanden antreten.
    Dann geht eine Doktorarbeit über mehrere Jahre in der auch viel Diskussion mit dem Doktorvater und anderen Helfern stattfindet. In der Phase steigen relativ viele aus oder schaffen das anfertigen der Dissertation garnicht. Die tauchen ja in Deiner Statistik garnicht auf.
    Eine eigentlich Doktorprüfung gibt es ja gar nicht sondern es gibt eine sogenannte Disputation wo sich der Verfasser seine Dissertation gegenüber einem Fachpublikum öffentlich verteidigen muss. Da er aber ja auf dem Gebiet worüber er selber geschrieben hat ja Experte sein sollte dürfte das normal nicht so schlimm werden bis auf den nervlichen Druck...

    edit: Also ne mündliche Dr. Prüfung gibts natürlich..Das Rigorosum... Aber wie gesagt das geht alles um das Thema wodrüber auch die Dr. Arbeit geschrieben wurde.

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    Standard Starker Tobak...

    ...wahrscheinlich trübt der Nebel über der Irischen See etwas den Durchblick.
    Nur soviel: Der Terroranschlag vom 11.Sept 2001 wurde vom UN-Sicherheitsrat (VRC,F,USA,GB, RF) als militärischer Angriff gewertet. Daher besteht hier im Rahmen des NATO-Statuts der Bündnisfall. Demnach ist der Einsatz der Bw auch GG-konform.
    Unabhängig vom militärischen Einsatz der Bw: Es gibt eine ganze Reihe islamischer Extremisten auch in D, die u.a. in Afghanistan militärische Ausbildungslager durchlaufen haben, siehe auch die "Sauerländer-Gruppe".
    Gruß
    Michael

    Zitat Zitat von Cloudhopper Beitrag anzeigen
    Achtung!

    Dann betrahten wir mal.

    Ja.
    Der von Deutschland gefuehrte defakto Angriffskrieg in Afghanistan hat weder etwas mit dem grundgesetzlichen Auftrag der Bundeswehr (Verteidigung der Bundesrepublik) zu tun, noch mit dem Buendnisfall.
    Nach der angewendeten Logik haette spaetestens nach dem Attentat auf Hans-Martin Schleier die NATO Deutschland besetzen muessen um der Bedrohnung durch die Terroristen Herr zu werden, oder nach den Anschlaegen auf die Diskotheken bei denen US Soldaten getoetet wurden.
    Oder, falls der rein innerdeutsche Charakter stoert, die NATO haette in Irland, sowohl Nord als auch Republik einmarschieren muessen, da hier die IRA grenzuebergreifend ein anderes Land angegriffen hat.
    Die NATO haette in die USA einmarschieren muessen nach dem Attentat durch Timothy McVeigh.
    Die Liste laesst sich beliebig fortsetzen.

    Der von Deutschland in Afghanistan gefuehrte Krieg dient lediglich der Durchsetzung US-amerikanischer Interessen in der Region. Abgesehen von fraglichen Bodenschaetzen duerfte langfristig primaer die Einrichtung einer groessen Militaerpraesenz entlang der Ostgrenze des Iran ein wichtiges Ziel gewesen sein, das die Praesanz der an der Westgrenze des Iran im Irak stationierten Truppen komplementiert. Dadurch wuerde ein zweifrontiges Bedrohungsszenario aufgebaut, mit dem sich die US Interessen gegenueber dem Iran effektiver durchsetzen lassen.


    /unterschreib

  3. Registriert seit
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    Zitat Zitat von Cloudhopper
    Nein, ueber den absoluten Mangel dessen.
    Am eigentlichen Betrug ist wenig zu bemaengeln, der geschieht jeden Tag und ueberall in Deutschland.
    Aber die perfide Dreistigkeit, unter Vorsatz so zu handeln und dann zu erwarten das man die Bevoelkerung eines Landes nach innen und aussen repraesentieren darf, waehrend man den Verrat an den Werten, Gesetzen und der Verfassung nicht nur fuer den eigenen Vorteil billigend in Kauf genommen sondern aktiv und bewusst begangen hat ist an Verderbtheit, Charakterlosigkeit und Dummdreistigkeit nicht mehr zu ueberbieten.
    Sehe da keinen Unterschied, ob man sich nun seinen Dr-Titel erschleicht oder sich wählen lässt und dann genau das Gegenteil der prognostizierten Werte fabriziert..Das ist für mich kein Unterschied, dann ist mir ein Ghostwriter-Dr.Titel aber lieber. Wobei man doch schon am Inhalt bzw. der Themenwahl sieht ob dies eine ernsthafte Dissertation werden wird oder ob es bloß dem Zweck eines Titels dient. Und letzteres war hier eindeutig der Fall und ist auch Gang und Gebe. Das sieht in den Ingenieurfächern und Naturwissenschaftlichen Fächern anders aus, aber ist in Jura einfach gang und gebe...

    Zitat Zitat von Cloudhopper
    Und es ist doch umso schoener, das man das Spiel um Macht und Intrigen auch mal mit Recht und Gewissen gewinnen kann wie in diesem Falle. Da schmeckt der Sieg umso suesser und das Auskosten dessen ist soviel schoener. Ein schnoedes Powerplay kann jeder machen. Aber einen politischen Gegner als Scharlatan und Hochstapler an den Pranger nageln und im Namen der Gerechtigkeit schlachten zu koennen ist soviel befriedigender.
    Das wage ich einfach mal zu bezweifeln, denn was hat dein politischer Gegner im Keller versteckt? Es hat bloß noch keiner gegraben und genau hier liegt der Unterschied. 98% der Minister haben oder hatten irgendwann Dreck am Stecken! Ich kann dies nicht beweisen, aber ich glaube daran.
    Und allein weil die Minister und Parteien einfach nur Spielbälle des großen Bruders sind, könnten diesen schönen Titel Hochstapler oder Scharlatan beanspruchen.

    Zitat Zitat von Cloudhopper
    Es stimmt mich betrueblich, das Du dies zu begruessen scheinst. Unsere Vorvaeter haben 1848, 1918 und in gewissem Sinne auch 1953 mit ihrem Blut fuer ihr Recht und ihre Freiheit bezahlt, auch damit unsere Generation dies nicht zu tun braucht. Wie man dieses Erbe einfach mit einem "machen doch alle so" abtun kann ist mir unbegreiflich. Aber vielleicht kommt da meine hanseatische Erziehung durch, der Gedanke das mit Geld und Einfluss auch Verantwortung gegenueber der Gesellschaft im Ganzen und dem Schwaecheren im Besonderen einhergeht. Ein Gedanke der in anderen Regionen Deutschlands nicht so ausgepraegt ist, besonders in der heutigen Zeit.
    Ich begrüsse es nicht, ich akzeptiere es bloß als präsenten Lauf der Realität.
    Die Ideale habe ich zum Teil auch, aber ich gebe mich nicht der Illusion hin, das dies auch in unseren heutigen Gesellschaft politisch durchsetzbar wäre.
    Wie sollte dies auch in Zeiten der "Rationalisierung" gehen ?
    Die Mentalität und Gier der Leute ist einfach nicht bereit für einen sozialen Staat, das kann nicht funktionieren, wenn wenige Personen mit ihrem Geld den Staat kontrollieren können. Und diese wenigen Menschen sind vorrangig auf ihr eigenes Wohlergehen fixiert.
    Und um erstmal in die Position der Macht zu kommen, muss man den dunklen Pfad beschreiten
    Denn nur mit Geld kann man etwas verändern...aber dann hat man meistens schon den Blick für die Realität verloren...

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    Zitat Zitat von mind Beitrag anzeigen
    Ich finde es schon beachtlich, wieviel aggressives Potenzial sich sprachlich entwickelt, resultierend aus einer hochgeschaukelten Situation, ......das Mittelalter läßt grüßen!
    Das Thema "Aggression" ist in meinen Augen ein ganz wichtiger Punkt. Was mich - abseits von der Tatsache, dass ich kein Parteigänger der CSU bin - doch zutiefst verstört hat, das war der tiefe Graben zwischen meiner Eigenwahrnehmung des feinen Herrn und seiner zum Teil absurden Glorifizierung durch andere.

    Ich habe bis heute nicht verstanden, worin sein angeblich so großes politisches Talent besteht. Dass er in Umfragen beliebt ist, selbst wenn man selbst ihn nicht mag, kann ich ja noch nachvollziehen. Wenn man selbst keine Kinder hat, andererseits aber durchaus ein Freund von Bürgerrechten ist, dann wird man eine Frau von der Leyen eventuell kritischer betrachten als eine Mutti, die mit der Nachgeburt auch Teile des kritischen Denkens eingebüßt hat. Und es gibt viele solche Muttis. Das ist normal, das kann ich auch verstehen.

    Ich kann bis heute nicht verstehen, was KvG in den Augen vieler Leute so besonders macht, dass sein Rücktritt beklagt wird. Auf der anderen Seite ist das, was er gemacht hat, in meinen Augen ein lupenreines Verbrechen. Ein Jurist darf seine Unterschrift nicht unter eine falsche Erklärung setzen. Juristen müssen so was wissen, und sie wissen das auch. Man erinnere sich, wie vor einigen Jahren mal Hertha Däubler-Gmehlin abgeschossen wurde, weil sie das Verhalten von George Bush mit dem von ...... verglichen hat. Inhaltlich war der Vergleich völlig korrekt, allerdings hatte sie zwei Fehler begangen, erstens gegen die politischen Regeln verstoßen, zweitens Absprachen mit der Presse gebrochen und hinterher durch Druck versucht, die Presse auf Linie zu bringen. Beides war kein Rechtsbruch - aber es war klar, dass sie damit fertig hatte.

    Im Grunde musste Däubler-Gmehlin gehen, weil sie in der falschen Situation den falschen Spruch gerissen hatte. Gemessen an diesen Maßstäben hätte KvG vermutlich schon dreimal gehen müssen, ohne dass sich auch nur einer seine Doktorarbeit ansieht. Das ist nicht geschehen, obwohl sich KvG in einmaliger Selbstverliebtheit immer wieder vergaloppiert hat. Ein Beispiel vom Tage vor seinem Rücktritt: Da wurde er gefragt, ob der Druck nicht zu groß sei, und er antwortete, seine Arbeitskraft als Verteidigungsminister sei nicht beeinträchtigt und er wolle das Amt weiterhin (Betonung) "mit Freude" ausüben. Da dachte ich nur: Was ein Scheiß! Niemand erwartet von dir, dass du Freude an deinem Amt hast! Solche Signale hat KvT andauernd rausgelassen. Auf mich machte er deshalb den Eindruck eines selbstverliebten, geleckten Gecken ohne Substanz. Will man den Umfragen glauben, kam dieser Auftritt bei der Mehrzahl der Bundesbürger jedoch gut an, sie hielten ihn für einen talentierten, gradlinigen Politiker, dessen Verwendung an einer wichtigen Position sie sich wünschten.

    Diese Einschätzung löst bei mir eine tiefe kognitive Dissonanz aus. Bin ich blöde oder sind es (fast) alle anderen? Und diese Spannung macht aggressiv.

    Dazu kommt natürlich die Aggression, die dadurch ausgelöst wird, dass politische Parteigänger KvGs die Diskussion über ihn immer mit Argumenten abwürgen wollen, deren intellektuelle Flughöhe unterhalb der Grasnarbe liegt:

    - Haben wir nichts wichtigeres zu diskutieren? (Nein, offenbar nicht, sonst würden wir's tun)
    - Die blöden Journalisten wühlen ja nur im Dreck! (Wenn beim sauberen Herrn so viel Dreck zu finden ist...)
    - Das ist ja nur eine Schmutzkampagne der Opposition! (Wieder der Schmutz...)
    - Das ist ja nur eine Lappalie! (Nope. Eine Straftat. Begangen von einem Juristen. Der es wissen muss.)

    Abschließend möchte ich bemerken, dass der ach so talentierte Herr KvG diese kommunikative Krise bemerkenswert schlecht gemeistert hat. Er hätte schneller feststellen müssen, dass er gelost hat. So hat er unnötig viel Schaden bei seinem Abgang verursacht - und damit vielleicht doch endlich einmal Zweifel an seinem ach so großen Politikertalent gesät.

  5. Baumbart Gast

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    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen

    Diese Einschätzung löst bei mir eine tiefe kognitive Dissonanz aus. Bin ich blöde oder sind es (fast) alle anderen? Und diese Spannung macht aggressiv.
    tröste Dich, wir sind mindestens zu zweit. Ich kann das politische Talent dieses mittelmäßigen Juristen (mit dem Examen hätte er jedenfalls keinen Job im Ministerium unterhalb des Ministerstuhls gekriegt) auch nicht erkennen. Viel gerissen hat er noch nicht, die glorreiche Bundeswehrreform wird wahrscheinlich nur gerettet, weil jetzt ein echter Profi das Ruder in die Hand bekommt (heute in der Zeitung: Quartalsbedarf 4.000 freiwillige Rekruten, bisher haben sich 64 gemeldet vierundsechzig).

  6. Registriert seit
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    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Wenn man selbst keine Kinder hat, andererseits aber durchaus ein Freund von Bürgerrechten ist, dann wird man eine Frau von der Leyen eventuell kritischer betrachten als eine Mutti, die mit der Nachgeburt auch Teile des kritischen Denkens eingebüßt hat. Und es gibt viele solche Muttis. Das ist normal, das kann ich auch verstehen.

    ...ganz richtig im Kopf läufts bei dir wohl nicht!!

  7. Registriert seit
    13.08.2010
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    Zitat Zitat von bernyman Beitrag anzeigen
    ...ganz richtig im Kopf läufts bei dir wohl nicht!!
    Lass mal gut sein. Für dich reicht es noch.

  8. Registriert seit
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    ....mein lieber Mann !!
    da ist ja " Bilderrätsel" oder "Wortkette" eine richtige Erbauung dagegen !
    und da dachte ich schon,wir hätten die erträgliche Grenze überschritten !

  9. Registriert seit
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    Standard chill out

    Zitat Zitat von confidence Beitrag anzeigen
    ....mein lieber Mann !!
    da ist ja " Bilderrätsel" oder "Wortkette" eine richtige Erbauung dagegen !
    und da dachte ich schon,wir hätten die erträgliche Grenze überschritten !
    Das gibts immer mal wieder, musste nich noch Öl reingießen

    Zitat Zitat von bernyman Beitrag anzeigen
    ...ganz richtig im Kopf läufts bei dir wohl nicht!!
    Kinder vertragt Euch

    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Lass mal gut sein. Für dich reicht es noch.

  10. Registriert seit
    20.06.2009
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    Zitat Zitat von Cloudhopper Beitrag anzeigen
    Achtung!
    Wall of text! (ich hock auf einem confcall auf Arbeit und hab Langeweile).



    Da gabs mal einen oesterreichischstaemmigen Politiker in den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts, der konnte das auch sehr gut.


    /unterschreib
    Auch wenn das Verhalten zu Guttenbergs nicht zu entschuldigen ist, ihn mit ......, einem der größten Verbrecher der Geschichte zu vergleichen ist eine absolute Unverschämtheit!


 
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