Zitat Zitat von CyberWill Beitrag anzeigen
Hallo Stefan,

überlege dir, wie hoch die Wahrscheinlichkeit bei dir ist (berufliche/private Risikofaktoren) in den nächsten Jahren in einen Rechtsstreit verwickelt zu sein.
Du gibst dafür in den kommenden Jahren eine Menge Geld aus.
Und btw: Wenn du schuldlos bist, werden deine Anwaltskosten von der Gegenseite übernommen.

Viele Grüße ... Will

Das Rechenexempel ist eigentlich ganz einfach:

Beispiel Arbeitsrecht: Im Verfahren erster Instanz vor dem Arbeitsgericht erfolgt keine Erstattung der Anwaltskosten, selbst wenn man gewinnt. Die Anwaltskosten hat man also in erster Instanz immer selbst zu tragen. Bei einer Kündigungsschutzklage kommen da ganz schnell 1000.- bis 2000.- EURO zusammen (je nach Streitwert, der abhängig vom monatlichen Bruttoeinkommen ist). Wie lange kann man dafür eine Rechtsschutzversicherung mit durchschnittlich EUR 200.-/Jahr bezahlen ?

Beispiel Verkehrsrecht: Müssen Ansprüche aus dem Unfall gerichtlich durchgesetzt werden, kann das sehr viel Geld kosten und man muß die Prozeßkosten erst mal aus eigener Tasche vorfinanzieren. Da kommen auch ganz schnell erhebliche Summen zusammen, z.B. wenn ein Unfallrekonstruktionsgutachten eingeholt werden muß, beträgt der einzuzahlende Vorschuß im Schnitt zwischen 1200.- und 1500.- EURO, nur für das Gutachten, ohne Gerichts- und Anwaltskosten. Ich empfehle daher den Abschluß einer Rechtsschutzversicherung, denn schnell ist man in einen Unfall verwickelt und die Regulierungsmoral der KH-Versicherer ist momentan nicht die Beste.

Empfehlen kann ich die Advocard. Sie mag zwar etwas teurer als andere sein, aber sie deckt im Versicherungsfall sehr kulant und schnell und man hat nicht noch zusätzliches Gezackere. Auch die ARAG ist nicht schlecht, wie auch die HUK-Coburg.

Ich hoffe ich konnte ein bischen bei der Entscheidungsfindung helfen