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Entschädigung für Kindermörder Gäfgen

Erstellt von Wogenwolf, 04.08.2011, 13:18 Uhr · 149 Antworten · 7.536 Aufrufe

  1. Baumbart Gast

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    #21
    Die Richter haben alle echten Folteropfer verspottet. Der Kindermörder konnte die Bedrohung jederzeit beenden, davon träumen wirkliche Folteropfer. Davon kann er nicht traumatisiert sein. Hat der Staatsanwalt wieder den billigeren Gutachter gehabt.

  2. Registriert seit
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    Standard

    #22
    was ich nicht verstehe, wieso man hier nicht einfach nach dem Verursacherprinzip urteilt.
    Gäfgen hat die Ursache dafür (durch seine rechtsw. Tat) gesetzt, dass er so behandelt wurde (der Poli ist rechtskräftig auch dafür verurteilt)
    Da Gäfgen aber Verursacher ist, steht im auch keine Entschädigung dafür zu oder wenn ihm die zusteht, warum wird er denn nicht gleichermaßen Schadensersatzpflichtig gemacht, so dass er an die Eltern des ermordeten Jungen zahlen muß?

  3. Registriert seit
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    #23
    Zitat Zitat von Baumbart Beitrag anzeigen
    Der Kindermörder konnte die Bedrohung jederzeit beenden,
    aber nur, um weiterer Folter zu umgehen. Es ist eben mal ein Prinzip unseres Rechtsstaates, dass Folter nicht geht. In der Masse ist das toll und manches Mal erzeugt es eben Kopfschütteln. Man kann das aber nicht auslegen. Es gibt hier nur 1 oder 0, nur schwarz oder weiss, so sehr man sein Tun verabscheuen mag

  4. Chefe Gast

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    #24
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    was ich nicht verstehe, wieso man hier nicht einfach nach dem Verursacherprinzip urteilt.
    Gäfgen hat die Ursache dafür (durch seine rechtsw. Tat) gesetzt, dass er so behandelt wurde (der Poli ist rechtskräftig auch dafür verurteilt)
    Da Gäfgen aber Verursacher ist, steht im auch keine Entschädigung dafür zu oder wenn ihm die zusteht, warum wird er denn nicht gleichermaßen Schadensersatzpflichtig gemacht, so dass er an die Eltern des ermordeten Jungen zahlen muß?
    Kommt ja vielleicht noch, wer sagt denn, dass alle Zivilklagen schon geklagt sind?

  5. Chefe Gast

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    #25
    Zitat Zitat von Schlonz Beitrag anzeigen
    aber nur, um weiterer Folter zu umgehen. Es ist eben mal ein Prinzip unseres Rechtsstaates, dass Folter nicht geht. In der Masse ist das toll und manches Mal erzeugt es eben Kopfschütteln. Man kann das aber nicht auslegen. Es gibt hier nur 1 oder 0, nur schwarz oder weiss, so sehr man sein Tun verabscheuen mag
    Mit Auslegungsversuchen sind die Amis in Guantanamo auch baden gegangen - das wird nix...

  6. Registriert seit
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    #26
    Zitat Zitat von Chefe Beitrag anzeigen
    Mit Auslegungsversuchen sind die Amis in Guantanamo auch baden gegangen - das wird nix...
    vor allem die Mitglieder im waterboarding Club

  7. Registriert seit
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    Standard ist etwas komplexer

    #27
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    was ich nicht verstehe, wieso man hier nicht einfach nach dem Verursacherprinzip urteilt.
    Gäfgen hat die Ursache dafür (durch seine rechtsw. Tat) gesetzt, dass er so behandelt wurde (der Poli ist rechtskräftig auch dafür verurteilt)
    Da Gäfgen aber Verursacher ist, steht im auch keine Entschädigung dafür zu oder wenn ihm die zusteht, warum wird er denn nicht gleichermaßen Schadensersatzpflichtig gemacht, so dass er an die Eltern des ermordeten Jungen zahlen muß?
    Das sog Verursacherprinzip gibt es SO nur im öffentlichen Recht.

    Gäfgen ist verurteilt und muss die Verfahrenskosten tragen (im StrafprozessI also wird ihm eh nix von der Kohle bleiben.

    Die Angehörigen haben (evtl) auch Schmerzensgeldansprüche geltend gemacht (können sie auf jedenFall) und deshalb könnten sie , wenn sie ein Urteil haben, auch in das hier ausgeurteilte Schmerzensgeld pfänden.

    Rechtlich steht G ein Schmerzensgeld zu, wenn er rechtswidrig geschädigt wurde.
    Das Folter und Androhung von Folter rechtswidrig sind müssen wir wohl nicht ernsthaft diskutieren.

    Rechtlich gibt es aber auch das Argument des Mitverschuldens. Und da hätte m.E. die Kammer sehr wohl die Möglichkeit gehabt, G ein überwiegendes Mitverschulden zuordnen können und müssen.

    Das Urteil ließe sich sehr gut auch andersherum begründen.
    G hat m.E. durch seine Tat und die Weigerung den Ort des Opfers anzugeben die dann tatsächlich nicht durchgeführte aber angedrohte Straftat völlig allein verursacht.

    Die Polizisten haben sich selber angezeigt (bzw der oberste Beamte der damit beschäftigt war ) weil er klären wollte ob die Beamten damit niocht vielleicht zulässig die Grenzen des Erlaubten etwas ausgedehnt haben.
    Ob das so schlau war, sei dahingestellt. Jedenfalls war es aufrecht und verdient Bewunderung.

  8. Registriert seit
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    #28
    ...was muß den ein Polizist zahlen wenn er mit seiner Waffe auf einen Entführer zielt, der gerade ebenfalls seine Waffe auf sein Entführungsopfer richtet, um das Opfer zu retten!!

    Sinn gemäß ist das doch das selbe, oder lieg ich hier falsch??

  9. Registriert seit
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    #29
    Zitat Zitat von bernyman Beitrag anzeigen
    ...was muß den ein Polizist zahlen wenn er mit seiner Waffe auf einen Entführer zielt, der gerade ebenfalls seine Waffe auf sein Entführungsopfer richtet, um das Opfer zu retten!!

    Sinn gemäß ist das doch das selbe, oder lieg ich hier falsch??
    deswegen bestehen die Organe der Rechtspflege zum Glück aus Leuten, die das studiert haben, zumindst fast alle. Wem sich dieser Unterschied nicht selbst erschließt, dem ist nicht zu helfen

  10. Wogenwolf Gast

    Standard

    #30
    Zitat Zitat von bernyman Beitrag anzeigen
    ...was muß den ein Polizist zahlen wenn er mit seiner Waffe auf einen Entführer zielt, der gerade ebenfalls seine Waffe auf sein Entführungsopfer richtet, um das Opfer zu retten!!

    Sinn gemäß ist das doch das selbe, oder lieg ich hier falsch??

    Vergess den normalen und gesunden Menschenverstand.
    Juristen denken da ganz anders.


 
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