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Erdbeben in Japan

Erstellt von Kramer, 11.03.2011, 16:17 Uhr · 437 Antworten · 22.098 Aufrufe

  1. LGW Gast

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    Hm, laut Ticker-Meldungen glaubt Tepco, die Stromzufuhr zu den Pumpen bald wieder hergestellt zu haben, und dann kann wieder normal gekühlt werden.

    Das ist mal intensiver Glaube an die Technik, anzunehmen, dass nach den ganzen Vorkommnissen da noch irgendwas so pumpt wie man "erwartet"...

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    Zitat Zitat von LGW Beitrag anzeigen
    Na, stimmige Aufstellung.

    Leider aber auch gar nicht beruhigend
    korrekt. aber das ist auch nicht meine absicht.
    denn schöngefärbt und weichgespült und ver-
    arscht werden wir schon genug. blöd nur, dass
    dies noch immer hinreichend positiv ankommt und
    nur eine minderheit daran interessiert ist, sich infor-
    mationen, mit dnen man etwas anfangen kann , zu
    verschaffen.
    meist genügen ja die VIER BUCHSTABEN und irgend-
    ein-X-beliebiger blöd-TV-kanal.aber die sog. bildungs-
    politik ist wieder ne ganz andere baustelle.





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    Zitat Zitat von LGW Beitrag anzeigen
    Hm, laut Ticker-Meldungen glaubt Tepco, die Stromzufuhr zu den Pumpen bald wieder hergestellt zu haben, und dann kann wieder normal gekühlt werden.

    Das ist mal intensiver Glaube an die Technik, anzunehmen, dass nach den ganzen Vorkommnissen da noch irgendwas so pumpt wie man "erwartet"...

    ich musste da nur auch ein klein wenig grinsen.

    meine rudimentären kenntnisse in materialkunde/metallurgie
    trieben mir doch sofort die schamröte ins gesicht und zornes-
    falten auf die stirn. die uralten maschinenteile haben nach den vernachlässigbaren belastungen aus hitze/ kaltwasserschocks der letzen tage - wie auch dauerhafter strahleneinwirkung - auch heute oder morgen noch mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit, -
    die fähigkeit, sofort und ohne einbusse auch nur eines prozentes ihres gesamtwirkungsgrades in funktion zu treten....


    na gut. so sei es.


    aber wie war das? "NICHTS IST UNMÖGLICH" ????
    das war doch der spruch von toyota, oder?

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    Zitat Zitat von Zebulon Beitrag anzeigen
    Die Informationspolitik der Japaner scheint mir mittlerweile absichtlich verzögert zu sein. Was man als Fachmann an Bröckchen rauspickt, ergibt fast alles keinen Sinn.
    Die Infopolitik des Betreibers ist katastrophal. Aber - dass muss ich auch mal sagen - die sowie die anderen Helfer machen unter den gegeben Umständen vor Ort einen ganz hervorragenden Job unter sehr großem persönlichem Einsatz. Das wird man sicher später mal würdigen, wenn sich erst mal der Schaum auf den Wellen gesetzt hat.

    Mit den "ergibt fast alles keinen Sinn" Sinnlosigkeiten kann ich helfen.

    Beispielsweise der Brand im Block 4 und die Lagerbeckenproblematik. Gerade in den Nachrichten sprach einer von Revision in diesem Block ... wie kann der sich dann durch das Erdbeben ordungsgemäß abschalten? Revision bei laufender Anlage? Wie kann man mit Hubschraubern Wasser in das Lagerbecken bringen? Da ist normalerweise ein Dach drauf. Die Hubschrauberflüge werden eingestellt, die Strahlung sein zu hoch. Wie hoch?
    1. Der Block war abgeschaltet. Die Notlage betrifft das Zwischenlagerbecken und hat damit nichts mit der Abschaltung des Reaktors zu tun. Dass dieser Block sich automatisch herunter gefahren habe hat niemand behauptet. Und wenn doch dann wechsle besser den Sender. 2. Da ist kein Dach mehr, da das Gebäude durch die Brände schwer beschädigt wurde clicky. 3. 50 mSv. Ab 100 mSv rechnet man mit Beeinträchtigungen wie Übelkeit und Schwindelgefühl. Darum hat man die Piloten angewiesen abzudrehen.

    Was ist mit der Meerwasserfluterei? Gibt es keinen Strom, kein Wasser oder keinen Leitungsweg?
    Die Pumpen zur unbedingt notwendigen Kühlung sind ausgefallen, weil die Stromleitungen zur Versorgung dieser zerstört sind. Die Leistung der Notaggregate reichte nicht. Eine provisorische Ersatzleitung ist nach Stand von heute morgen als ich um 8 Uhr aufstand fast fertig. Falls das klappt wäre das ein Riesen-Fortschritt.

    Selbst die Wissenschaftler aus dem KTI in Karlsruhe stochern im Dunkeln und berechnen Szenarien, von denen sie nicht wissen, ob das Rohmaterial korrekt ist.
    Sehr bedenklich das alles.
    Das finde ich, aber aus einem ganz anderem Blickwinkel.

    Sich über die Medien beschweren, und dann ist die weit überwiegende Mehrzahl der Beiträge hier bar jeder Fakten. Quellen auch nicht. Brauch ich darum wohl auch nicht mehr nennen.

    Und nun macht mal weiter in Eurer Atomkneipe

  5. LGW Gast

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    0352: The temperature of Reactor 5 is now a growing cause for concern, a Japanese official reports. "The level of water in the reactor is lowering and the pressure is rising," he says.


    Hoffentlich klappt das mit der Wiederherstellung der Stromversorgung, wenigstens für die weniger stark betroffenen Reaktoren... sonst werden die Probleme ja noch größer...

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    Hoffentlich. Heute Abend (Japan Zeit) wollen die das Kabel anklemmen. Die nächsten 2 Tage wird herauskommen wie grauenhaft das grauenhafte wird. Eine Strasse ist übrigens auch im Bau.

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    Zitat Zitat von LGW Beitrag anzeigen
    Wobei, das Mox macht mir immer noch große Sorgen... wer weiss was da aus Reaktor drei rausraucht, im Moment?
    Vermutlich raucht es nicht sondern es dampft ... großer Unterschied. Wenn man jetzt wüßte, wo der Dampf herkommt, könnte man schon in etwa abschätzen, was das an Belastung kommt.

    So ist es ein stochern im Nebel, es bestünde sogar die Möglichkeit, dass es inaktiver Wasserdampf ist .... aber erstens weiss man es nicht und zweitens will das sensationsgeile Publikum weiter unterhalten werden ... auch wenn man keine belastbaren Aussagen machen kann.

    Meine Heimatzeitung schrieb heute, dass "die Techniker vor Ort sich bemühen, den Wasserstoffkühlkreis wieder in Gang zu bringen".

    Das scheint eine neue Technik zu sein, die bei einem Gau verwendet wird.

    Gut das der normale Stromverbraucher keine Ahnung hat. Eine lockere Meldung der Japaner: die Dosisgrenzwerte werden raufgesetzt, dann darf man mehr Strahlung abbekommen, plätschert mal so nebenbei durch die Medien. Man redet von einer Erhöhung von 100 mSv auf 250 mSv ... ich gehe mal von der Tagesdosis aus .... keine Ahnung die sagen ja nichts.
    Für mich, als beruflich strahlenexponiertes Personal der Kategorie A, wurde ein interner Grenzwert von 1000 MikroSv/Tag festgelegt ( 1 mSv), der natürlich bei Unfällen oder zur Personenrettung überschritten werden darf.
    Aber 250 mSv ...

    Der Deutsche freut sich gerade über seine Gänsehaut und macht das nächste Bier auf ... so scheint es mir zumindest bei einigen. Da wurde schon Fasching für weniger abgesagt.

  8. Registriert seit
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    Zitat Zitat von peter-k Beitrag anzeigen
    Und nun macht mal weiter in Eurer Atomkneipe
    Ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber du erweckst den Eindruck, als ob du über alles und jedes bestens informiert bin.
    Sogar besser als die internen Meldewege der Betreiber.

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    Immerhin habe ich auf Deine Fragen sachlich geantwortet. Lies Dir zum Vergleich mal Deinen vorletzten Beitrag durch. Fühle Dich frei auf diese Antworten in Post 224 auch mal eine sachliche Erwiderung zu schreiben. Wenn Du einen Fehler findest.

    Ihr habt uns seit 30 Jahren erzählt, alle Leitungen seien doppelt und dreifach abgesichert, ein Flugzeug nur in einem so gut wie unmöglichen Winkel aufschlagen müsste um eine Katastrophe auszulösen, dass es alles gegen Erdbeben gesichert sei, dass Notstromaggregate in mehrfacher Redundanz vorhanden seien und alles absichern, das Brände so gut wie unmöglich sind und wenn dann sofort gelöscht werden können, das Tschernobyl ein Sonderfall war, dass ein Gau nur alle paar 1000 Jahre vorkommen kann, usw.

    In der Praxis sieht es ganz anders aus. Tatsache ist nun, dass kein Physiker auf der ganzen Welt alles berechnen und berücksichtigen kann. "Ihr" macht mir nichts mehr vor.

    Zitat Zitat von Zebulon Beitrag anzeigen
    Ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber du erweckst den Eindruck, als ob du über alles und jedes bestens informiert bin.
    Sogar besser als die internen Meldewege der Betreiber.
    Vielleicht liegt es auch nur an der Art der Medien, die ich zu rate ziehe.

  10. Registriert seit
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    Zitat Zitat von peter-k Beitrag anzeigen
    Immerhin habe ich auf Deine Fragen sachlich geantwortet. Lies Dir zum Vergleich mal Deinen vorletzten Beitrag durch.
    Ich sehe da mehr oder weniger Fakten , ev. kannst du meinen Schreibstil nicht interpretieren.

    Zitat Zitat von peter-k Beitrag anzeigen
    Ihr habt uns seit 30 Jahren erzählt, alle Leitungen seien doppelt und dreifach abgesichert, ein Flugzeug nur in einem so gut wie unmöglichen Winkel aufschlagen müsste um eine Katastrophe auszulösen, dass es alles gegen Erdbeben gesichert sei, dass Notstromaggregate in mehrfacher Redundanz vorhanden seien und alles absichern, das Brände so gut wie unmöglich sind und wenn dann sofort gelöscht werden können,
    Nur eine Erwiderung, weil es führt zu nix:

    Thema Notstrom:


    Es gibt vorgelagerten Notstrom.
    Bei einer Doppelblockanlage befinden sich 12 Notstromdiesel, teilweilweise gebunkert. Einer pro Block reicht aus, um eine von 3 (4) 100% Nachkühlketten zu betreiben. Die Diesel können auf Knopfdruck auf den Nachbarblock geschaltet werden. Bei Versagen kann jeder Diesel jede beliebeige Redundanz in jedem Block versorgen. Es gibt eine externe Notstromleitung. Weiterhin gibt es diverese Massnahmen, wieder zu Strom zu kommen. Und dann gibt es noch da Inventar des Speisewasserbehälters, das, nur mit Dampfdruck, 1-2 mal den Reaktor wieder auffüllen kann ... bringt auch Zeit.
    Aber eigentlich ist es egal, was ich hier schreibe. Es kommt immer einer der sagt: alles Beschiss, ihr lügt, 6 Diesel ... und wenn die alle ausfallen ...

    Zitat Zitat von peter-k Beitrag anzeigen
    das Tschernobyl ein Sonderfall war ...
    Graphitmoderierte Reaktoren, die waffenfähiges Plutonium brüten was unter dem Betrieb entnommen wird und den Strom als Abfallprodukt verkaufen, bei dem zudem noch der Reaktorschutz von Hand abgeschaltet wurde und eine Leisung5explosion stattfand, die bei einem westlichen KKW physikalisch unmöglich ist mit diesen zu vergleichen ... ok.
    Um mal einen Hausfrauenvergleich zu bringen: wer käme auf die Idee den Schnellkochtopf mit der Linsensuppe und den Würstchen unter Druck zu öffnen, um an die Würstchen zu kommen? Dann sieht die Küche aus wie Tschernobyl.


 
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