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Erdbeben in Japan

Erstellt von Kramer, 11.03.2011, 16:17 Uhr · 437 Antworten · 22.150 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Zitat Zitat von ulixem Beitrag anzeigen
    Wir haben in D kein Endlager, der Atommüll aus zB Asse muss wieder ausgebuddelt werden , weil der Salzstollen und die mit Salz bedeckten 40 Jahre alten Fässer (das muss man sich mal vorstellen !)
    Dir ist bewußt, das in Asse schwach- und mittelradioaktiver Abfall gelagert wird, keine Castoren. Das ist ein Gemisch aus verschmutzten Handschuhen und Bekleidung, radiokativem Material aus Forschungslabors, medizinischen Abfälle und und und.
    Ich halte es persönlich ebenso für bedenklich, Müll zu vergraben, von dem man weiss, dass man ihn, nach menschlichem Ermessen, nie komplett vergessen kann. Man sollte ihn ordentlich aufsstapeln, katalogisieren und zugänglich aufbewahren. Wer kann heute sagen, wie die Fäßer in 50 oder 100 Jahren aussehen ... wenn sie unter m³ von Salz begraben sind.
    Wenn sich bessere Techniken oder Lösungen ergeben sollten, hätte man so eine Option mehr.

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    ich habe zur thematik erdbeben (titelthema) und tsunami auch noch einiges gefunden:

    "Von den in den letzten 140 Jahren recht zuverlässig erfassten Tsunamis entfallen knapp 25% auf
    Japan. Zu gleichen Teilen von etwa 10% waren die Westküsten Südamerikas, Nord- und
    Mittelamerikas, Indonesien, die Philippinen sowie Neuguinea und Solomon-Inseln betroffen. Mit je
    etwa 6% folgen Kurilen-Kamtschatka, Alaska und Neuseeland. Auf die Mittelmeerregion, Hawaii
    sowie auf die Küstengebiete im Atlantischen und Indischen Ozean entfallen in diesem Zeitraum
    jeweils nur rund 2 bis 3 % der festgestellten Tsunamis.

    Abb. 7 zeigt alle in internationalen Tsunami–Datenbanken seit 2000 v.u.Z. dokumentierten
    Tsunamis für den Pazifk, den Indischen Ozean (Indik) und den Atlantik (einschließlich seiner
    Nebenmeere). Von den erfassten Ereignissen mit Todesopfern entfallen 79 % auf den Pazifik, 14 %
    auf den Atlantik und 7 % auf den Indik. Diese Häufigkeitszahlen sind jedoch wegen der
    unterschiedlichen kulturellen Entwicklung der Regionen im Verlaufe der Menschheitsgeschichte
    weder vollständig noch repräsentativ für die tatsächliche langfristige Häufigkeit des Auftretens starker
    Tsunamis. Etwa 70 % aller Nennungen entfällt allein auf die letzten 200 Jahre. Sie sagen auch nichts
    über deren mögliche Gefährlichkeit aus. Das beweist das Beben vom 26.12.04 mit dem opferreichsten
    Tsunami der Menschheitsgeschichte ausgerechnet im Indik

    3. Häufigkeit des Auftretens gefährlicher Tsunami
    Im Vergleich zu Erdbeben, Vulkanausbrüchen und Erdrutschen/Lawinen sind Tsunami seltene
    Ereignisse. Eine Zusammenstellung verschiedener Datenbanken ergibt für den Zeitraum von 2000
    v.u.Z. bis heute weltweit knapp 3000 Eintragungen, darunter viele mit dem Vermerk „irrtümliche“
    bzw. „fragliche“ bis „sehr fragliche“ Tsunamis. Über 2000 dieser Eintragungen entfallen allein auf die
    letzten 200 Jahre, nicht weil die Häufigkeit von Tsunamis zugenommen hat, wohl aber deren
    Erfassung und Dokumentierung. Weniger als die Hälfte dieser Ereignisse werden als „definitive“ bzw.
    „wahrscheinliche“ Tsunamis geführt. Von diesen erreichten seit 1562 etwa 100 Tsunamis maximale
    Run up-Höhen von 10 m und mehr und 26 Tsunamis Höhen über 30 m (bis maximal 500 m bei einem
    riesigen Felsabbruch in die Lituya Bay, einem Fjord in Alaska). Eine vollständigere
    Häufigkeitsstatistik seit 1868 zeigt, dass im langjährigen Mittel in einem Zeitraum von 10 Jahren
    gefährliche maximale Run up-Höhen von >2 m 23mal, >8 m 8mal und >32 m nur einmal beobachtet
    wurden ([2]).

    dies lässt sich nun ziemlichj lange fortsetzen. daher nenne ich hier die quelle und setze den link.
    quelle: GeoForschungsZentrum Potsdam, helmholtz-Gesellschaft.

    link:http://bib.gfz-potsdam.de/pub/m/infoblatt_tsunami.pdf

    die folgerungen, die gezogen hätten werden müssen vor errichtung der reaktoren, überlasse ich jedem selbst.
    ralf

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    In meiner Heimatzeitung steht heute, dass das havarierte Kraftwerk mitnichten auf einen Tsunami ausgelegt war, das soll bei der Konstruktion einfach vergessen worden sein.

    Wenn diese Info richtig ist verlier ich den Glauben an die Menschheit ... aber gerade aktuell muss man mit Infos aus der Zeitung sehr vorsichtig umgehen.

  4. ulixem Gast

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    Zitat Zitat von Zebulon Beitrag anzeigen
    Dir ist bewußt, das in Asse schwach- und mittelradioaktiver Abfall gelagert wird, keine Castoren. Das ist ein Gemisch aus verschmutzten Handschuhen und Bekleidung, radiokativem Material aus Forschungslabors, medizinischen Abfälle und und und.
    Ich halte es persönlich ebenso für bedenklich, Müll zu vergraben, von dem man weiss, dass man ihn, nach menschlichem Ermessen, nie komplett vergessen kann. Man sollte ihn ordentlich aufsstapeln, katalogisieren und zugänglich aufbewahren. Wer kann heute sagen, wie die Fäßer in 50 oder 100 Jahren aussehen ... wenn sie unter m³ von Salz begraben sind.
    Wenn sich bessere Techniken oder Lösungen ergeben sollten, hätte man so eine Option mehr.
    Da wäre ich nicht so sicher:
    (Ehrlichkeit und Atomkraftbetreiber ist ein Widerspruch in sich- leider)

    Zitat Zitat von LGW Beitrag anzeigen
    Mein Vater war als Wissenschaftler an der Asse-Forschung beteiligt - selbst den Wissenschaftlern wurde damals vorenthalten, dass bereits hochradioaktives Material in Asse 1 verklappt wurde. Kam ja dann alles Jahrzehnte später raus, da wurde dann so einiges klar...

    Unfassbar - aber wahr!

  5. Registriert seit
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    habe den beitrag gelöscht, da hier der falsche thread ist.
    sorry! ralf

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    Weil hier ja der Japan- und nicht der Atomthread ist: IN Japan wird aktuell, jetzt und zu dieser Stunde fleissig verreckt. Eines der am höchsten industrialisierten Länder kann von der Natur ganz ohne Zuhilfenahme der Atomkraft so zerstört werden, dass Menschen im Lande verhungern und erfrieren. Und nicht ein oder zwei Randständige pro Grossstadt (was auch schon zu viel ist für ein zivilisiertes Land), sondern die Gefahr droht Tausenden. Und zwar jetzt.
    Das nur mal so nebenbei

  7. ulixem Gast

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    Da hast du leider recht.

  8. Registriert seit
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    Zitat Zitat von Zebulon Beitrag anzeigen
    Im Lagerbecken sieht das anders aus. Die normale Temperatur liegt bei ca 20 °C, ab 30-35°C wird es auf der Bedienebene langsam dampfig. Schwadenbildung (kenne ich nicht) ab ca 40°C und somit stetiger Wasserverlust. Weshalb man aber ein offenes Becken nicht fluten kann, das geht selbst mit Feuerwehrschläuchen , entzieht sich meiner Kenntniss.
    Die gesamte Infrastruktur ist zerstört, alle Notaggregate ausgefallen. Pumpen waere nötig, für das es bisher keinen Strom gibt. Der Anschluss der provisorischen Starkstromleitung verzögerte sich so unendlich lange, weil in 4 Wasserstoff festgestellt wurde. Jeder kleinste Funken könnte schlecht ausgehen.

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    Zitat Zitat von Zebulon Beitrag anzeigen
    In meiner Heimatzeitung steht heute, dass das havarierte Kraftwerk mitnichten auf einen Tsunami ausgelegt war, das soll bei der Konstruktion einfach vergessen worden sein.

    Wenn diese Info richtig ist verlier ich den Glauben an die Menschheit ... aber gerade aktuell muss man mit Infos aus der Zeitung sehr vorsichtig umgehen.
    Im Spiegel war ein Interview mit einem der 1967 beteiligten Ingenieure. Der sagte man habe die US-Pläne von General Elektriks kopiert. Von einem Tsunami sei niemals die Rede geesen.

  10. Registriert seit
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    Zitat Zitat von peter-k Beitrag anzeigen
    Die gesamte Infrastruktur ist zerstört, alle Notaggregate ausgefallen. Pumpen waere nötig, für das es bisher keinen Strom gibt. Der Anschluss der provisorischen Starkstromleitung verzögerte sich so unendlich lange, weil in 4 Wasserstoff festgestellt wurde. Jeder kleinste Funken könnte schlecht ausgehen.
    PS. meine Laienmeinung ist, unter den gegebenen Umständen machen die da einen beeindruckenden Job. Mit Tschernobyl gar nicht zu vergleichen.


 
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