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Erdbeben in Japan

Erstellt von Kramer, 11.03.2011, 16:17 Uhr · 437 Antworten · 22.121 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Man hat Löcher in die Dächer von 5 und 6 gebohrt. Deren Reaktoren konnten die ganze Zeit mit (den unterdimensionierten) Dieselgeneratoren etwas gekühlt werden. Die Beckentemperatur des Zwischenlagers in 5 fiel leicht.

    90 t Wasser sind wieder auf 3 versprüht worden. Zustand der anderen Blöcke: Spiegel Überschrift lautet "Stabil am Abgrund"

    Der Flughafen in Sendai und einige Strassen sind mittlerweile freigeräumt. Die Hilfslieferung für die Menschen werden nun zügiger eintreffen können.

    Wenn es nun gelingt mit dem Stromanschluss, dann werden wir endlich mal gute Nachrichten bekommen.

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    Zitat Zitat von peter-k Beitrag anzeigen
    Die gesamte Infrastruktur ist zerstört, alle Notaggregate ausgefallen. Pumpen waere nötig, für das es bisher keinen Strom gibt. Der Anschluss der provisorischen Starkstromleitung verzögerte sich so unendlich lange, weil in 4 Wasserstoff festgestellt wurde. Jeder kleinste Funken könnte schlecht ausgehen.
    Um das Lagerbecken notfallmäßig zu füllen bzw um die Verdampfungsverluste auszugleichen, braucht es bei uns keine große Infrastruktur. Eine Feuerwehrpumpe, etwas Sprit und die nötige Menge Feuerwehrschläuche. Das kann, falls alles weggeschwemmt wurde, mit einer Hubschrauberladung rangeschafft werden, da weder großes Transportgewicht noch Volumen gehandelt werden muss. Weshalb das dort ein Problem ist . Und Meerwasser gibt es genug um die Ecke rum.

  3. LGW Gast

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    Ich schätze, das es aufgrund der hohen Strahlung auf dem Kraftwerksgelände inzwischen fast unmöglich ist, so nah an die Reaktoren zu kommen; sogar die Feuerwehrfahrzeuge können immer nur kurz in die Nähe und nur von innen bedient werden... sicher immer noch irgendwas um 400mSv/h oder mehr.

    Ich hab' mich inzwischen abgeregt und harre nur noch der Dinge die da kommen mögen, danke noch mal an alle die mir geraten haben mich zu beruhigen

    Die Lage bleibt natürlich unverändert ernst.

    Was ich befremdlich finde ist, das den ausländischen Medien vorgeworfen wird, man würde sich zu sehr auf die Atomsache konzentrieren... aber was soll man denn sonst machen? Erstmal ist das tatsächlich wichtig, aber das ist auch das wo sich noch vieles entwickelt.


    Nordwestjapans Küstenstreifen wurde zerstört, 400.000 sind obdachlos, und es schneit - das ist aber doch nur einmal eine News?

    Das ein fünfter Reaktor überhitzt hingegen, finde ich, ist schon eine Nachricht (keine Panik!) wert.

    Ich wünsche den Japanern eine vernünftige Aufklärung über Atomkraft allgemein wie speziell zu diesem Vorfall; die scheint nicht statt zu finden!

    Und natürlich Power, das Land wieder aufzubauen. Aber die haben die Japaner.

  4. Registriert seit
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    Zitat Zitat von LGW Beitrag anzeigen

    Nordwestjapans Küstenstreifen wurde zerstört, 400.000 sind obdachlos, und es schneit - das ist aber doch nur einmal eine News?

    Das ein fünfter Reaktor überhitzt hingegen, finde ich, ist schon eine Nachricht (keine Panik!) wert.
    Diese Sichtweise kann mann teilen, muss man aber nicht. Die POresse hat es zu einem guten Teil in der hand, diese halbe Million Menschen mehr oder weniger in den Fokus der Menschen zu schieben. Und damit die Welle der Hilfsbereitschaft in ihrer INtensität zu beeinflussen.
    Aber eben: Ich beziehe uns Bürger in die Kritik durchaus mit ein. Es ist viel attraktiver (und billiger), sich tagelang in hochtheoretischen Exkursen zu ergehen über das Für, das Wider und das absolute Wider von Atomkraft. Sich dem realen Elend zu stellen, das Portemonnaie rauszukramen und das zu tun, was tatsächlich helfen könnte (Kohle lockermachen), stinkt dagegen eventmässig irgendwie ab.
    Und das ist in meinen Augen durchaus ein kritikwürdiger Zustand.
    Weiterhin: Wenn die Quelle dürftig ist (jap. INfopolitik), wieviel Vertrauen sollte ich dann wohl den Pressebericfhten schenken? Wo soll denn da die fachliche Qualität herkommen, die ich bei einer Berichterstattung über ATomkatastrophen erwarten würde?
    Es sagt ja niemand, dass man das Thema nicht supergenau behandeln sollte - es ängstigt mich genau wie viele andere auch. Aber das aktuelles Leid so locker verdrängt wird durch etwas, was noch gar nicht passiert ist, das weckt einen alten Groll: Wir Menschen sind ganz ekelhaft sensationsgeil!! Käme der Tsunami erst morgen und man würde versuchen, ihn zu verhindern - ich wette, das wäre ein gleichberechtigtes Thema für die Medien neben den Reaktoren. Aber wenns nurnoch ums Leichenzählen und retten von armseligen Menschenleben geht - so what?

    Wie kommt es denn, dass die japanische Katastrophenschutzinfrastruktur so jämmerlich versagt? Wie kommt es, dass Hilfsgüter innerhalb Japans länger benötigt haben als damals nach Indonesien? Wie kann es sein, das man Hilfe aus dem direkt benachbarten Russland abgelehnt hat? Und stimmt diese Nachricht überhaupt?

    Das alles sind Themen, die uns ebenfalls interessieren sollten, denn auch uns kann es katastrophenmässig schnell mal wieder mächtig treffen. Was können wir aus Japans Problemen lernen?

    Also, ganz ehrlich: Für einen nur mittelmässigen Journalisten wären da genug Themen für Wochen abzugreifen.

  5. LGW Gast

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    Wie kommt es denn, dass die japanische Katastrophenschutzinfrastruktur so jämmerlich versagt?
    Das tut sie IMO gar nicht wirklich, eher im Gegenteil...

    Und es ist ja auch nicht so, als würde nicht über die Naturkatastrophe berichtet. Und ganz ehrlich, auch wenn man natürlich helfen sollte - bei Haiti oder Indonesien halte ich finanzielle Hilfe von privat für viel wichtiger, als bei Japan. Das ist eine Hochindustrialisierte Wirtschaftsmacht... die schaffen das zum großen Teil alleine, und WOLLEN das vor allen Dingen auch zu großen Teilen alleine schaffen.

    Natürlich ist es gut das gespendet wird, und das wird den gemeinnützigen Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen etc. auch sehr helfen, die japanischen Behörden und Institutionen personell zu unterstützen...

    Aber für die japanischen Häuser werden "wir" sowieso bezahlen müssen, weil wohl die meisten Rückversicherer in Zentraleuropa/Deutschland sitzen

  6. Registriert seit
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    Nun, ich merke grade, dass ich meinen letzten Text in übelster "Bild"manier verfasst habe. Sorry dafür.
    Natürlich meinte ich nicht, dass die Helfer vor Ort einen schlechten Job machen! 1. kann ich das mangels Info gar nicht beurteilen, 2. glaube ich das auch einfach nicht. Ich denke, da wurde alles menschenmögliche getan.
    Dennoch ist das Ergebnis so, dass erst nach 1 Woche Hilfsgüter die betroffene Region erreichen, dass Menschn bereits erfroren sind und dass auch Menschen wohl verhundern werden. Nicht die Verschütteten (die vermutlich alle tot sind) sondern die Überlebenden.
    Das ist es, was mich so erschüttert: Es braucht nur eine einzige Welle, und das gesamte Rettungsdispositiv einer hochtechnisierten Nation ist ausgehebelt.
    Und mit der Hilfe ist es wie mit der Energie: Sie muss dann abrufbar sein, wenn sie benötigt wird. Und das ist jetzt. Vorgestern, gestern und heute. Morgen ist es schon fast zu spät. Und das packt offenbar selbst Japan nicht allein.
    Was es dort wohl tatsächlich nicht braucht - im Vergleich zu Haiti oder Indonesien - ist ein langfristiges Engagement der helfenden Nationen. Wenn die Jungs dort erstmal wieder Fuss gefasst haben, dann bekommen die das wieder selbst in den Griff.

  7. Registriert seit
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    Zitat Zitat von Nordlicht Beitrag anzeigen
    Wie kommt es denn, dass die japanische Katastrophenschutzinfrastruktur so jämmerlich versagt?
    Hat'se nicht, im Ganzen gesehen.

  8. ulixem Gast

  9. Registriert seit
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    Der Druck in 3 ist wieder im Anstieg begriffen, 1 und 2 seien weiter stabil. Der 5 und 6 sind nun auf Normaltemperaturen runter, 6 konnte an den Stromanschluss und die normale Kühlung funzt dort wieder und kühlt anscheinend 5 mit. 4 erhielt wieder zig Tonnen Wasserberieselung.

    Worüber Fachleute wirklich rätseln:
    Warum ist nichts von solchen Werkzeugen zum Einsatz gekommen? Haben die etwa nur spielende Roboterhunde und sowas?

  10. LGW Gast

    Standard

    In der Tat haben die nur spielende Roboterhunde und Helfer bei der Altenpflege!

    Nein, nicht ganz.

    Aber im Bereich Drohnen hab ich von Japan noch nix gehört, da sind sie offenbar nicht so aktiv - und man weiss auch nicht, wie sich die Mikroelektronik unter Strahlung verhält, da fällt gern mal das eine oder andere einfach aus... vielleicht deshalb?


 
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