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Erdbeben in Japan

Erstellt von Kramer, 11.03.2011, 16:17 Uhr · 437 Antworten · 22.054 Aufrufe

  1. Pouakai Gast

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    Zitat Zitat von Zebulon Beitrag anzeigen
    Sorry, jetzt wird es zu intim mit den Infos .
    Kann es aber auch daran liegen, dass es über die Absichtserklärung solche Vernebelungsanlagen nachzurüsten nie hinausgegangen ist und bis jetzt noch kein einziges AKW solch eine Vernebelungsanlage besitzt?

  2. Registriert seit
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    Zitat Zitat von Pouakai Beitrag anzeigen
    Kann es aber auch daran liegen, dass es über die Absichtserklärung solche Vernebelungsanlagen nachzurüsten nie hinausgegangen ist und bis jetzt noch kein einziges AKW solch eine Vernebelungsanlage besitzt?
    Natürlich kann es das. Aber auch dann wäre es nicht so wirklich genial, dies dann öffentlich herauszuposaunen...

  3. LGW Gast

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    http://www.stuttgarter-nachrichten.d...rroristen.html

    Biblis und Grohnde habens bereits, scheinbar.

  4. Registriert seit
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    Das war nicht "Kabel flicken". Nix Kabel mehr. Da wurde eine neue Starkstromleitung über den zertrümmerten Teil, gut 1,5 km, verlegt. Ich weiß nicht wie lange sowas sonst dauert, da hat vier Tage gedauert. Damit kann man ausrechnen es wurde am Anfang vergangener Woche angefangen. Mag sein ein oder zwei Tage davor gingen für Planung und heranschaffen von Material drauf.

    Als Laie erscheint mir das unter den gegebenen Umständen relativ zügig. Denn die Arbeiten wurden erst durch die zeitweisen Schneestürme und teilweise durch die Geschehnisse in den Blöcken (Explosionen, zeitweiser höherer Austritt von Strahlung) erschwert, und dann durch festgestellten Wasserstoff verzögert.

    Da die Situation in den Blöcke seit diesem Wochenende in einem zwar immer noch besorgniserregenden aber generell stabilem Zustand ist, hat man sich wohl entschlossen vom ursprünglichem Plan (schneller Anschluss) abzuweichen.

    Die Pumpen zur Kühlung funktionierten nach dem Erdbeben noch, aber ob die Kühlung jetzt funktioniert weiß kein Mensch. Kurz nach dem Tsunami hat es aufgehört mit Kühlung. Das mag nur am Strom gelegen haben, oder es gibt weitere Schäden. Keiner weiß genau wie weit die Kühlsysteme noch betriebsfähig sind. Und da die Lage in den Blöcken einigermaßen stabilisiert ist und Anlass für eine Hauch von Optimismus gibt, darum soll erst mal getestet und wo möglich repariert werden. Man möchte, dass es möglichst auf Anhieb klappt, erstens aus Sicherheits- aber auch aus psychologischen Gründen.

  5. Registriert seit
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    Zitat Zitat von Pouakai Beitrag anzeigen
    Kann es aber auch daran liegen, dass es über die Absichtserklärung solche Vernebelungsanlagen nachzurüsten nie hinausgegangen ist und bis jetzt noch kein einziges AKW solch eine Vernebelungsanlage besitzt?
    Kein Kommentar ... nach 150 super sonnigen km mit dem Dickschiff ...

  6. Pouakai Gast

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    Zitat Zitat von Zebulon Beitrag anzeigen
    Kein Kommentar ... nach 150 super sonnigen km mit dem Dickschiff ...
    Ich will nicht provozieren, ich möchte nur darauf hinweisen wo die Probleme liegen. Das Volk ist verunsichert. Keiner weiß was genaues. Keiner wird richtig Informiert. Die einen erzählen so, die anderen so. Und solange nicht auf beiden Seiten offen und ehrlich kommuniziert, gehandelt wird, solange wird es die extreme in der Konfrontation geben.
    Also betrachte bitte meine Beiträge nicht als persönliche Angriffe, denn ich bin 100% davon überzeugt, dass Du Dein bestest tust wie alle in AKW beschäftigten Personen. Schon alleine deswegen, ihr hängt schließlich auch an eurem Leben und noch viel mehr am Leben eurer Familie und eurer eigenen Kinder.
    Aber mir fällt auch auf, dass du vieles durch die rosarote Brille der Atomlobby siehst und da möchte ich doch etwas sticheln.

  7. LGW Gast

    Standard

    Er kann aber gemäß Arbeitsvertrag so eine Frage nicht beantworten. Frag mich mal was über Sicherheitsmaßnahmen bei Displays am Time Square, da geht mein Mund auch ganz schnell zu.

    Habe was interessantes gefunden, für alle, denen Begriffe wie "Millisievert" nicht wirklich was sagen:

    http://xkcd.com/radiation/

    Ist ganz gut dargestellt, vor allem wg. dem Vergleich zu Strahlungsmengen die einem so im alltäglichen Leben begegnen.

    Irgendwann Montag/Dienstag war man in Fukushima zeitweise bei über 500mSv/Stunde...

    (Strahlung ist wie Alkohol... ein Liter verteilt auf ein Jahr ist nicht son Problem, ein Liter in fünf Minuten kann ganz schön duselig machen).

  8. Registriert seit
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    ...habe diesen Artikel in Welt-online gefunden. Ich war auchmal ein Atomkraftbefürworter. Bei so fahrläßigen Sachen , bin ich mir nicht mehr sicher ob ich diese Technik noch befürworten kann !!

    http://www.welt.de/vermischtes/artic...spanne-zu.html

  9. Registriert seit
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    1. In der ersten Katastrophen-Woche habe ich fuer vieles noch Verstaendnis gehabt. Mittlerweile muss ich mich doch den Kritikern der Mangel-Hilfsleistungen durch offizielle Stellen was den Norden angeht anschließen.

    2. Der Betreiber Tepco hatte jahrelang bestimmte Sicherheitstests nicht durchgeführt. Ob das angesichts der gewaltigen Naturkatastrophe eine Rolle gespielt hat, das lässt sich im Nachhinein kaum sagen. Tatsache ist, die Investitionen in Fukushima wurden zuletzt auf ein Minimum heruntergefahren, weil das Ding eh auf der Abschussliste stand.

    3. 27-fach erhöhte Werte in bestimmten Lebensmitteln. Der Regierungssprecher: Hoch aber nicht gefährlich. Bitte waschen sie das Gemüse gründlich. Ja, womit denn? Mit dem Trinkwasser?

    Das erinnert mich leider zu sehr an die Zeit nach dem Tschernobyl Unfall. Der Hinweis, dass dies alles in Deutschland nicht passieren könne, weil in diesem und jenem Land doch viel schlechtere Bedingungen oder Technik zum Einsatz käme ist für mich erwiesen ungültig. Es gibt nicht geringsten Anlass zu glauben, dass es in Deutschland wesentlich anders / besser aussähe. Z.B. eine bereits vorhandene Mängelliste clicky der Deutschen KK's ist auch nicht konsequent abgearbeitet worden.

  10. Registriert seit
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    Zitat Zitat von peter-k Beitrag anzeigen
    1. In der ersten Katastrophen-Woche habe ich fuer vieles noch Verstaendnis gehabt. Mittlerweile muss ich mich doch den Kritikern der Mangel-Hilfsleistungen durch offizielle Stellen was den Norden angeht anschließen.

    2. Der Betreiber Tepco hatte jahrelang bestimmte Sicherheitstests nicht durchgeführt. Ob das angesichts der gewaltigen Naturkatastrophe eine Rolle gespielt hat, das lässt sich im Nachhinein kaum sagen. Tatsache ist, die Investitionen in Fukushima wurden zuletzt auf ein Minimum heruntergefahren, weil das Ding eh auf der Abschussliste stand.
    Es gibt Situationen, da hätte ich mich über eine Zustimmung von dir mehr gefreut Einer meiner Freunde ist seit 1975 für Ärzte ohne Grenzen etc. als Helfender unterwegs. Die Berichte von ihm erlauben einen etwas anderen Blick auf das, was bei Hilfsaktionen dringlich erscheint und was nicht. Die regierung in Japan versagt wie alle anderen egierungen es auch tun würden- weil sie an zu Vieles denken und nicht ausaschliesslich ans Retten von Menschenleben.
    Aber die Organisation der Helfer ist ebenso überfordert. Dazu kommt die zerstörte Infrastruktur. Hier schleicht sich der Verdacht ein, Japan habe etwas zu hochmütig auf die STabilität ihrer Bauweise gesetzt und zu wenig nach Alternativen gesucht.
    Ausserdem fehlt in Japan ein klein wenig das, was man mal so lax als das Prinzip des "starken Manns" umschreiben könnte.
    In diesen Momenten braucht es Menschen mit Mut zur Einzelentscheidung. Das ist, kulturell gesehen, nicht unbedingt die Stärke Japans, welches mehr auf das funktionierende Ganze setzt.
    Aber wie so oft: Die "Schuldfrage" ist im moment völlig unwichtig. Wichtig ist nur, dass die Hilfe immer noch nicht gut koordiniert wird.


 
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