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Fast Unfall, wer hätte Schuld

Erstellt von Rheinländer, 12.02.2011, 00:22 Uhr · 43 Antworten · 3.988 Aufrufe

  1. Registriert seit
    26.05.2009
    Beiträge
    443

    Standard Fast Unfall, wer hätte Schuld

    #1
    stellt euch bitte folgende situation vor:

    - 2-spurige autobahn,
    - auf der rechten fahrbahn fährt ein lkw,
    - ich auf der linken überholspur, da ich den lkw überholen wollte
    - ganz rechts eine auffahrt auf die autobahn.

    ich überhole den lkw und will kurz nach dem überholen wieder zurück auf den rechten fahrstreifen, da von hinten ein schnelleres fahrzeug folgte.
    bedingt durch den lkw habe ich den fahrer auf der auffahrt nicht gesehen und der mich auch nicht.

    dieser besagte fahrer wollte auf die autobahn und hat entsprechend gas gegeben, um noch vor dem lkw auf die bahn zu kommen.
    das hat auch soweit funktioniert.

    nun kome ich aber wieder ins spiel....der andere pkw fahrer wollte genau zu dem gleichenzeitpunkt auf die rechte fahrbahn wie ich ( nach meinen überholvorgang)
    nur durch ein beherztes ausweichen von uns beiden konnte der unfall verhindert werden, denn sonnst wären wir wie billardkugeln zusammen gestoßen.

    mich würde echt mal interessieren, wer hätte bei dem unfall schuld gehabt?

    normalerweise würde ich sagen, der andere pkw fahrer, da ich keinen anderen gefährden darf, wenn ich auf die autobahn auffahre und zur not anhalten muß.

    auf der anderen seite würde ich aber auch sagen, der pkw fahrer konnte ja nichts dafür, da ich für ihn nicht einzusehen war, toter winkel.
    das gleiche gilt für mich, da ich den pkw bedingt durch den lkw auch nicht sehen konnte.

    wer hätte schuld,........wie seht ihr das

  2. Pouakai Gast

    Standard

    #2
    Beide, jeder muss beim Spurwechsel eine gewisse Sorgfaltspflicht an den Tag legen. Du musst dich überzeugen, dass die rechte Spur frei ist und darfst nicht einfach rüber ziehen weil jemand schnelleres von hinten kommt. Außerdem an Ein- und Ausfahrten musst du eine besondere Sorgfalt an den Tag legen da du immer mit ein und ausfahrenden Fahrzeugen rechnen musst (die Ein-/Ausfahrt wird schließlich rechtzeitig mehrmals angekündigt).
    Der Einfahrende muss die nötige Sorgfalt walten lassen und sich davon überzeugen, dass die Spur frei ist und gegebenenfalls zurückstecken, dabei wird es aber auch von der Polizei und auch von den Richtern toleriert, dass der Standstreifen kurzzeitig, unter Bewahrung der nötigen Sorgfaltspflicht als Verlängerung des Beschleunigungsstreifen mitgenutzt werden darf. Jeder (Polizei, Automobilclub, usw... wird dir abraten am Ende des Beschleunigungsstreifen anzuhalten.

  3. ArmerIrrer Gast

    Standard

    #3
    Zitat Zitat von Rheinländer Beitrag anzeigen
    stellt euch bitte folgende situation vor:

    - 2-spurige autobahn,
    - auf der rechten fahrbahn fährt ein lkw,
    - ich auf der linken überholspur, da ich den lkw überholen wollte
    - ganz rechts eine auffahrt auf die autobahn.

    ich überhole den lkw und will kurz nach dem überholen wieder zurück auf den rechten fahrstreifen, da von hinten ein schnelleres fahrzeug folgte.
    bedingt durch den lkw habe ich den fahrer auf der auffahrt nicht gesehen und der mich auch nicht.

    dieser besagte fahrer wollte auf die autobahn und hat entsprechend gas gegeben, um noch vor dem lkw auf die bahn zu kommen.
    das hat auch soweit funktioniert.

    nun kome ich aber wieder ins spiel....der andere pkw fahrer wollte genau zu dem gleichenzeitpunkt auf die rechte fahrbahn wie ich ( nach meinen überholvorgang)
    nur durch ein beherztes ausweichen von uns beiden konnte der unfall verhindert werden, denn sonnst wären wir wie billardkugeln zusammen gestoßen.

    mich würde echt mal interessieren, wer hätte bei dem unfall schuld gehabt?

    normalerweise würde ich sagen, der andere pkw fahrer, da ich keinen anderen gefährden darf, wenn ich auf die autobahn auffahre und zur not anhalten muß.

    auf der anderen seite würde ich aber auch sagen, der pkw fahrer konnte ja nichts dafür, da ich für ihn nicht einzusehen war, toter winkel.
    das gleiche gilt für mich, da ich den pkw bedingt durch den lkw auch nicht sehen konnte.

    wer hätte schuld,........wie seht ihr das

    anhalten musst/sollst und darfst Du nicht, ausser Du hast keinen Pannenstreifen zum weiter beschleunigen, dann bleibt Dir ja nichts anderes übrig... Und was beschleunigen heißt wissen die meisten Verkehrsteilnehmer leider nicht und eiern komisch über und auf die BESCHLEUNIGUNGSspur...

    Ansonsten kann ich für die Problemlösung nicht wirklich was beitragen, interessantes, und wohl nicht all zu häufiges Geschehen. Prizipiell darf man andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährden, egal ob ich von links oder von rechts komme, da gäbe es wohl ziemlich sicher nen 50:50-Entscheid...

  4. LGW Gast

    Standard

    #4
    Einem Bekannten ist mal was ähnliches passiert, allerdings mit Bürgerkäfigen. Er hatte in sofern Glück, das der andere ihn hinten erwischt hat, was dann dazu geführt hat das der Richter meinte, der andere hätte ihn ja wohl sehen können müssen.

    In deinem Fall würde ich auf 50:50 tippen, weil es erlaubt, sogar erwünscht ist, auf dem Beschleunigungsstreifen auch langsame Fahrzeuge auf der Autobahn zu überholen - darin ist also kein Fehlverhalten zu sehen.

    Natürlich muss man trotzdem gucken, bevor man draufbügelt.

    Schulterblick ist halt nicht Jedermanns Sache, und vermutlich hattet ihr einfach wirklich beide Pech in Form des LKWs, der die Sicht sehr lange blockiert hat - ergo, wieder 50:50.

    Vor Gericht und auf hoher See...

  5. lechfelder Gast

    Standard

    #5
    Hallo,

    das überwiegende, wenn nicht gar alleinige Verschulden würde wohl den Einfahrenden treffen, siehe dazu

    http://www.verkehrslexikon.de/Module...nfahren.php#05

  6. Pouakai Gast

    Standard

    #6
    Zitat Zitat von lechfelder Beitrag anzeigen
    Hallo,

    das überwiegende, wenn nicht gar alleinige Verschulden würde wohl den Einfahrenden treffen, siehe dazu

    http://www.verkehrslexikon.de/Module...nfahren.php#05
    Keines der Urteile betrifft die Ausgangssituation von Rheinländer wieder.

  7. Registriert seit
    23.03.2009
    Beiträge
    703

    Standard

    #7
    @ Armer irrer
    <Ansonsten kann ich für die Problemlösung nicht wirklich was beitragen, interessantes, und wohl nicht all zu häufiges Geschehen>
    ...aber man hat wenigstens mal wieder einen Beitrag mehr auf dem Zähler - oder was für einen anderen Grund gibt es zu einem - - - Beitrag ohne Wert ?

  8. lechfelder Gast

    Standard

    #8
    Hallo Pouakai,

    auf den Leitsatz kommt es an!!!

    Vielleicht wird es damit etwas klarer:

    http://www.finanztip.de/recht/verkeh...verletzung.htm

  9. Registriert seit
    09.07.2008
    Beiträge
    5.056

    Standard

    #9
    Zitat Zitat von LGW Beitrag anzeigen
    ......Schulterblick ist halt nicht Jedermanns Sache, und vermutlich hattet ihr einfach wirklich beide Pech in Form des LKWs, der die Sicht sehr lange blockiert hat - ergo, wieder 50:50.
    .....
    Ich denke, das ist nicht Pech in Form des LKWs, sondern Unterlassung des Schulterblickes von beiden Fahrern!!!!!!!!!!!

    Egal ob ich von links nach rechts oder umgekehrt Fahrspuren wechsele, nicht nur auf Autobahnen, MUSS ich den Schulterblick machen. Bei jeder Fahrprüfung ohne eben diesen, kannst du gleich nach hause fahren.

    Recht magst du dann wohl haben, dass die Schuldfrage 50:50 ausfällt

  10. Pouakai Gast

    Standard

    #10
    @lechfelder ...trifft die Sache wieder nicht, den Rheinländer wechselte von der Überholspur auf die rechte Spur. Er muß genauso Sorgfalt walten lassen. Der Unfall geht mit sehr großer Wahrscheinlichkeit 50:50 vor Gericht aus.


 
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